Dienstag, 11. April 2017

[Rezi] Was ich dich träumen lasse

~Inhalt~
Ich hätte nichts dagegen, immer mit dir alleine zu sein. 
Wir würden uns auf die Nerven gehen. Stell dir vor, du wärst die einzige, der ich Witze erzählen könnte. Du würdest sie alle abkriegen. 
Das wäre mir egal. Wenn nur wir auf der Welt wären, wäre alles einfacher. Überschaubarer. Du reichst mir.

Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält, und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe.

Elena ist bis in die Tiefe ihrer Seele erschüttert. Ein Leben ohne Rico ist für sie nicht denkbar, nicht fühlbar. Wie kann sie Rico in der Schwärze seines Komas helfen? Dann findet sie auf seinem Computer eine Liste: die Top Ten der Dinge, die Rico vor seinem Tod noch erleben und tun wollte. Elena fasst einen Entschluss: Solange Rico nicht selbst sein Leben leben kann, wird sie seine Top Ten abarbeiten und ihm jeden Tag von ihren Erfahrungen berichten. 
Ihr zur Seite steht ganz unerwartet ein hartgesottener junger Krankenpfleger, der für jede Gelegenheit den unpassendsten Spruch parat hat. Seine Freundschaft hilft Elena, Rico nah zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Sie weiß, es lohnt sich, bis zum Ende zu kämpfen. (Quelle: Amazon)

~Meine Meinung~
"Was ich dich träumen lasse" ist eine traurige, nahe gehende Geschichte, die aber die Hoffnung nicht aus den Augen verliert. Genau wie Elena glaubt man als Leser nicht, dass Rico sterben könnte und wartet die ganze Zeit darauf, dass er aufwacht. Als Elena die Liste findet, was Rico in seinem Leben noch machen wollte, geht man irgendwie auch davon aus, dass er aufwacht, sobald Elena die Aufgaben erledigt hat. Umso gespannter verfolgt man, was Elena sich einfallen lässt, um auch die scheinbar ohne Rico nicht machbaren Punkte umzusetzen.

Besonders berührend sind die Rückblenden, die Ausschnitte aus der Beziehung zwischen Elena und Rico zeigen und durch die Erzählart in Dialogen sehr persönlich wirken. Es ist erstaunlich, über was die beiden in einem Jahr Beziehung gesprochen haben, was sie schon alles erlebt und geplant haben. Man glaubt sofort, dass die beiden für einander bestimmt sind und "Bis an ihr Lebens Ende" zusammen bleiben werden. Da sollten sich viele Paare mal eine Scheibe von abschneiden. ;)

Die Charaktere lernt man gerade durch die Rückblenden und Elenas Erinnerungen immer besser kennen. Obwohl das Buch relativ kurz ist, fühlt man sich schon nach kurzer Zeit mit ihnen verbunden und hat lebhafte Bilder von ihnen vor Augen.
Rico ist stets der fröhliche, lächelnde Junge, den alle mögen, während Elena eher schlecht gelaunt und abweisend erscheint. Doch Rico findet trotzdem einen Weg in ihr Herz. Auch nachdem Rico ins Koma fällt, bleibt Elena gefasst und lässt Angst und Sorgen nicht zu dicht an sich heran. Sie schaut vorwärts und gibt alles, um Rico zurückzuholen. Dadurch wirkt sie anfangs gefühlskalt, doch man merkt schnell, dass sie vielmehr unter Schock zu stehen scheint.

Zum Ende möchte ich nicht viel sagen, das würde nur spoilern. Aber ich war nach dem Lesen sowohl aufgewühlt als auch seltsam ernüchtert.
Ich weiß auf jeden Fall, warum ich so eine Liste noch nie geschrieben habe, obwohl ich es mir schon öfter überlegt hatte. Und hoffentlich komme ich niemals in so eine Situation.

Fazit: Wunderschöne, gefühlvolle Geschichte, die ganz besonders und nahe gehend geschrieben ist.

Kommentare:

  1. Liebe Alica,

    ich finde, das Buch hört sich richtig gut an.
    Ich mag an Büchern, dass man neue Perspektiven/neue Leben kennen lernt. Dinge, die(manchmal zum Glück) nicht zu den eigenen Lebenserfahrungen gehören. Und Deine Bewertung liest sich ja auch gut.

    Ich habe Deine Rezi übrigens bei mir verlinkt: https://lillysjoeberg.blogspot.de/2017/04/klick-mich_27.html
    Liebste Grüße
    Lilly

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    1. Vielleicht kommst du ja mal dazu, es zu lesen. Ich kann es sehr empfehlen. :)

      Danke für die Verlinkung! <3

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