Donnerstag, 20. Juli 2017

Mein SuB kommt zu Wort #2

Zum zweiten Mal bin ich bei "Mein SuB kommt zu Wort" von Annas Bücherstapel dabei!

Und nun hat er das Wort. ;)

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ich zähle aktuell 19 Print-Bücher (und 29 eBooks - meine Besitzerin hat ihren Kindle mal sortiert ;-)). Seit dem letzten Monat bin ich also tatsächlich etwas mehr gewachsen als üblich.

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Meine Besitzerin hat sich von ihrer Mutter eine 5-bändige Reihe ausgeliehen und von einer weiteren Reihe gleich zwei Bände gekauft. Da man Reihen ja nicht trennen soll, zeige ich mal direkt alle Neuheiten. :-P Demnach wären die drei neusten Bücher/Reihen:


"One Salt Sea" und "Ashes of Honor" sind auf Englisch aus einer Reihe, die meine Besitzerin sehr gerne lese, die aber auf Deutsch nach Band 3 nicht weiter übersetzt wurde... :/
"Zur Hölle mit Bridget" war ein Überraschungsbuch aus der "Let's SWAP"-Gruppe auf FB.
Und die fünf Bände von Andrzej Sapkowski sind die Hexer-Reihe, zu der auch die Videospiele ("The Witcher" erschienen sind. Auf alle Bücher freut meine Besitzerin sich schon sehr!

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt haben mich die "U-Files" verlassen, eine Einhorn-Anthologie aus dem Talawah Verlag. Das Buch war bei der letzten "Mein SuB kommt zu Wort"-Aktion als Neuzugang dabei. Eine Rezension gibt es noch nicht, da meine Besitzerin ziemlich mit ihren Rezensionen hinterher hinkt *tse*. Aber ich kann ja mal verraten, dass ihr das Buch sehr gemischt gefallen hat. Bei 23 Kurzgeschichten können ja auch nicht alle gleich gut gefallen. ;-)

Frage 4: Lieber SuB, vor einem Jahr fragte ich nach deinen 3 ältesten SuB-Leichen: Sind sie immer noch ungelesen oder haben sie es mittlerweile in die Reihe der Gelesenen geschafft? Und an alle, die damals noch nicht dabei waren: Welche sind eure 3 ältesten SuB-Bücher?
Vor einem Jahr war ich noch nicht dabei, daher schaue ich mal, welche drei Bücher am längsten auf mir liegen... Oh, die Bücher sind mittlerweile alle aus diesem Jahr. Das zählt doch nicht wirklich als lange ungelesen, oder? ;-)
Aber wenn doch, dann wäre es diese Trilogie, die im Januar eingezogen ist:



Kennt sie jemand? :-)
Mal sehen, ob ich bis zum nächsten Mal noch etwas abspecken kann. :D

Montag, 17. Juli 2017

[Rezi] Zombies weinen nicht

~Inhalt~
Durch einen Blitzschlag wird Maddy zum Zombie. Gut, dass auch Zombies lieben können. Weniger gut, dass es auch böse Zombies gibt, gegen die ein Kampf entbrennt…

In der verschlafenen Kleinstadt Barracuda Bay führt Maddy Swift ein ganz normales Teenagerleben – sie mogelt sich zusammen mit ihrer besten Freundin so durch die Highschool und hofft, dass sich ihr neuer Mitschüler, der gut aussehende Stamp, einmal mit ihr verabredet. Als er das dann endlich tut, ändert sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben.
Als sich Maddy in einer Regennacht herausschleicht, um Stamp bei einer Party zu sehen, wird sie von einem Blitz getroffen und fällt in Ohnmacht. Als sie wieder aufwacht, ist sie zunächst glücklich, noch am Leben zu sein. Im Laufe der Zeit dämmert es ihr jedoch, dass sie zu dem geworden ist, was sie am meisten fürchtet: zu einer lebenden Toten, einer Untoten, einem Zombie.
So ganz ohne Herzschlag und Atem muss Maddy mithilfe ihrer neuen untoten Freunde Dane und Chloe nun erst lernen, als Zombie zu überleben. Doch dass sie für ihr neues Leben nach dem Leben dringend ein Umstyling benötigt, ist nur der Anfang all ihrer Probleme. Als an der Barracuda Bay High die Entscheidungsschlacht der drei Teenager gegen die Zerkers, die bösen Zombies ausbricht, muss Maddy ihre ganze Kraft zusammennehmen, um das zu schützen, was ihr am wichtigsten ist – als sie erkennt, was genau das überhaupt ist. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Meine Meinung~
"Zombies weinen nicht" klang von der Beschreibung und dem Cover her nach einer witzigen, etwas anderen Zombie-Geschichte - und damit lagen meine Vermutungen richtig. "Zombies weinen nicht" ist vor allem eine humorvolle Geschichte, sehr sarkastisch mit einer Prise schwarzem Humor und so einigen Zombie-Klischees, die durch den Kakao gezogen werden. Wer also lieber ernste Geschichten mag, ist hier fehl am Platz.

Die Handlung beginnt mehr oder weniger als High-School-Story mit den fast typischen Problemen: Jungs, Freundschaft, Außenseiterdasein. Maddy als Protagonistin nimmt dabei ihr Leben als eher unbeliebte Mitschülerin recht locker, steht zu ihrem merkwürdigen Hobby (Grabinschriften abpausen) und ist relativ zufrieden damit, im Schatten ihrer besten Freundin Hazel zu stehen. Bis sie Stamp trifft und die Handlung ihren folgenschweren Lauf nimmt.

Getragen wird die Handlung wie gesagt vorrangig durch den Humor, zieht sich aber stellenweise etwas in die Länge und mir fehlte ab und zu etwas der Rote Faden bzw. das Ziel des Ganzen. Auch die Charaktere sind nur oberflächlich ausgearbeitet und konnten mich nicht wirklich mitreißen.

Die Zombie-Welt ist hier nicht ganz so typisch, denn es handelt sich nicht um die übliche Massen-Seuche wie man sie bspw. aus "The Walking Dead" oder "The Last of Us" kennt, sondern um einen etwas spezielleren Fall, der mit Elektrizität zusammenhängt. So richtig logisch fand ich das nicht, aber naja, wann sind Zombies schon wirklich logisch? "Zombies weinen nicht" hatte ja auch eindeutig nicht den Anspruch, wissenschaftlich nachvollziehbar zu sein. Hinzu kommt eine "Zombie-Gesellschaftsstruktur", die mich eher an typische Vampir-Storys erinnert hat - mit Ältestenrat, guten und bösen Zombies und gewissen Regeln und Gesetzen.

Während die Handlung in den ersten beiden Dritteln von Maddys Weg in die Zombie-Welt handelt, kommt erst im letzten Drittel der wirkliche Konflikt zum Vorschein und es wird recht schnell ein actionreicher Splatter-Spaß, der mir doch etwas zu viel des Guten war (in dem Sinne, dass etwas viele Menschen sehr kurzfristig und sehr sinnlos draufgehen).

Insgesamt fand ich "Zombies weinen nicht" unterhaltsam und kurzweilig mit einer etwas anderen Zombie-Welt, die sich Zombie-Fans auf jeden Fall mal ansehen sollten.

Sonntag, 9. Juli 2017

[Rezi] Bezwungen

~Inhalt~
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden. Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte? (Quelle: Coppenrath)

~Eigene Meinung~
Mit "Bezwungen" endet die Trilogie rund um Kyla/Lucy/Rain/Riley und das Machtregime der Lorder. Der letzte Band war stellenweise wieder sehr spannend, aber auch etwas zu oft zäh und ohne wirklich die Handlung voranzubringen. Dennoch habe ich den Abschlussband gerne gelesen.

Man lernt im letzten Band endlich mehr über Kylas Vergangenheit, denn Kyla findet ihre Mutter und besucht sie. Schnell merkt sie, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht und ihr vieles verheimlicht wird - besonders was ihren Vater angeht. Auch entdeckt Kyla in dem Ort, in dem sie aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, viele Ungereimtheiten. Das alles war durchaus interessant, aber etwas zu oft trat die Handlung auf der Stelle und wirkte dann gezwungen fortgesetzt.
Es dauerte eine ganze Weile, bis endlich ersichtlich wurde, worauf der Band überhaupt hinaus laufen soll. Dann wurde es aber spannender und man wollte herausfinden, ob es nun Kyla und MIA gelingt, die Lorder zu stürzen. Sie machen dabei einige Entdeckungen, die echt krass waren und bringen sich und viele andere in Gefahr. Überraschende Wendungen gab es einige. Ein Ereignis war besonders schockierend und passte endlich wieder zu der eigentlich düsteren Grundstimmung.

Das Ende war dann leider etwas zügig und halbherzig abgehandelt, das war echt schade. Gefühlt innerhalb weniger Tage war alles Friede-Freude-Eierkuchen... Das ist echt unrealistisch und hat für mich das Ende der Trilogie etwas fade erscheinen lassen. Überhaupt war vieles an dem politischen Regime nicht so richtig logisch. Der komplette Rest der Welt wusste also nicht wirklich, was dort abging? Und niemanden hat es gekümmert? Könnte Großbritannien überhaupt so stark autark leben mit dem Lebensstandard, der in dem Buch aufgezeigt wurde? Das alles wurde überhaupt nicht näher angesprochen...

Was mich an Kyla gestört hat, waren ihren ständigen Namenswechsel. Ich hab mich hier jetzt mal auf Kyla beschränkt. Aber bis zum Ende von Band 3 hat sie insgesamt fünf Namen durch.
Ben taucht auch wieder auf und obwohl er erst eine recht wichtige Rolle einnimmt, wird er am Ende einfach in einem Satz abgehakt. Das war für mich unverständlich. Ben war immerhin einer der Sympathieträger in der Trilogie, er hätte ein besseres Ende bekommen sollen. 
Auch die Liebesgeschichte war in diesem Band nicht wirklich authentisch und es bahnte sich zwischendrin sogar eine Dreiecksbeziehung an, was eher gezwungen wirkte. Dabei gehört eine Dreiecksbeziehung nun wirklich nicht zu den Punkten, die in einer Reihe enthalten sein müssen...

Fazit: Der Abschlussband konnte leider nicht komplett überzeugen. Viele Punkte waren nur halbherzig umgesetzt, vor allem das Ende. Dennoch gab es viele überraschende Wendungen und spannende Momente! Definitiv ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Die Slated-Trilogie [Klick bringt dich zu meiner Rezension.]
    Band 1 - Gelöscht
    Band 2 - Zersplittert
    Band 3 - Bezwungen

Samstag, 8. Juli 2017

[Rezi] Betörende Dunkelheit (Cat & Bones #7)

~Inhalt~
Ein abtrünniger CIA-Agent treibt im Geheimen einen skrupellosen Plan voran. Nur die ehemalige Vampirjägerin Cat und ihr vampirischer Ehemann Bones können noch verhindern, dass es zum offenen Krieg zwischen Menschen und Untoten kommt. Doch jedes Geheimnis, das sie aufdecken, bringt sie und ihre Freunde in noch größere Gefahr. Denn es gibt Schicksale, die schlimmer sind als der Tod. Sollten Cat und Bones versagen, wäre ein kaltes Grab für die Ewigkeit noch ihr geringstes Problem … (Quelle: Randomhouse Verlagsgruppe)

~Meine Meinung~
Im Abschlussband der Hauptreihe um das Vampirpaar Cat und Bones wird es nochmal spannend. Der Konflikt mit Dons Nachfolger Madigan hat sich bereits im vorherigen Band angebahnt und findet nun seinen Abschluss. Und das wie gewohnt mit flotten Sprüchen, die mich öfters haben schmunzeln lassen, viel blutiger Action und einer (eher kleinen) Prise Erotik.

Mir hat der Band deutlich besser gefallen als mancher anderer Teil der Reihe, aber das regelrechte Massaker zum Ende hin war dann doch etwas viel. Töten ohne Sinn und Verstand ist für Vampirgeschichten zwar irgendwie "normal", aber stößt mir in so einem Ausmaß dann doch unschön auf. Für zartbesaitete Leser definitiv nicht zu empfehlen.
Wenn man allerdings von dem Blutbad absieht war der Band spannend, kurzweilig und mit einigen überraschenden Wendungen. Die wichtigste Auflösung am Ende war zwar etwas... typisch, würde ich mal sagen und hätte nicht sein müssen, aber wirklich störend empfand ich es nicht. Es bietet immerhin einiges an Möglichkeiten für weitere Bände aus dem Universum.
Ansonsten erinnerte der Handlungsverlauf diesmal etwas an einen Agenten-Actionfilm - in die geheime Feindesbasis eindringen, finstere Labormachenschaften aufdecken und alle ausschalten.

Man trifft auch im letzten Band viele alte Bekannte und irgendwie hat jeder nochmal einen kleinen Auftritt bekommen, auch wenn es nicht immer flüssig in die Handlung passte. Vor allem Vlads Auftritt war irgendwie so völlig aus der Handlung gerissen und eigentlich überflüssig, vor allem weil zu seinen Szenen wieder vorausgesetzt wurde, dass man sein Spin-Off schon gelesen hat. Sowas mag ich immer nicht so, weil es einfach nur danach aussieht, als solle man unbedingt noch die anderen Bücher kaufen. Das hatte ich bei ein/zwei anderen Bänden der Reihe auch schon kritisiert... Und wenn man sie nicht gelesen hat, steht man plötzlich vor vollendeten Tatsachen und fragt sich nur, wann das bitte mal erwähnt wurde. 

Insgesamt haben mir die kleinen Kritikpunkte aber nicht den Lesespaß verdorben und ich war beim Zuklappen tatsächlich etwas traurig, dass das das (vorerst?) letzte Abenteuer von Cat und Bones war (in den Spin-Offs sieht man sie ja noch wieder). Die Reihe ist jedem Vampirfan zu empfehlen, immerhin konnte sie sogar mich als "nicht-Fan" begeistern. ;)

Die Cat & Bones-Reihe [Ein Klick führt zu meiner Rezension]
    Band 1 - Blutrote Küsse
    Band 2 - Kuss der Nacht
    Band 3 - Gefährtin der Dämmerung
    Band 4 - Der sanfte Hauch der Finsternis
    Band 5 - Dunkle Sehnsucht
    Band 6 - Verlockung der Nacht
    Band 7 - Betörende Dunkelheit
Spin-Offs
    Nachtjägerin
    Rubinroter Schatten (Info)
    Dunkle Flammen der Leidenschaft (Info)
    Im Feuer der Begierde (Info)
    Im Bann der Sehnsucht (Info)

Montag, 3. Juli 2017

[Monatsrückblick] Juni 2017

Seit Anfang Juni habe ich endlich einen Kindle!!! :D Daher war dieser Monat etwas eBook-lastig. Für unterwegs (z.B. Bahnfahrten) ist das doch praktischer und genug eBooks hab ich mittlerweile auch angesammelt... :P

Monatsbilanz
2 Prints
4 eBooks
Seiten: 2026

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Late Eclipses von Seanan McGuire
Der 4. Band der October Daye-Reihe, die ich auf Englisch weiter lese, da sie leider nicht weiter übersetzt wird. :( Dabei war auch Band 4 wieder so toll! <3 Tobys Sarkasmus gepaart mit all diesen tollen Charakteren und einem guten Mix aus Drama und Krimi. Ich liebe die Reihe einfach!
[4,5 Flämmchen - Rezension folgt]











Plötzlich Fee - Sommernacht von Julie Kagawa
Die Reihe wollte ich schon länger beginnen und habe sie bereits im Januar vollständig gekauft. Es wurde also Zeit, sie auch mal anzufangen. :P Zwar gibt es noch einiges an Potential nach oben und ich hatte irgendwie ein bisschen mehr erwartet, aber ich bin definitiv gespannt, wie die Reihe weiter geht. Der Schreibstil von Julie Kagawa ist auf jeden Fall fesselnd.
[4 Flämmchen - Rezension folgt]









Phoenix - Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick
Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen. (Meiner ersten!) :) Ein spannender Auftakt der Trilogie, der sehr neugierig auf die Folgebände macht! Mir hat besonders der Mix aus Krimi, Fantasy und Dystopie/Tesla-Punk gefallen. Band 2 und 3 werde ich jedenfalls so schnell wie möglich auch lesen. :D
[4,5 Flämmchen - Rezension]









Nacht aus Schatten und Saphiren von Kerstin Arbogast
Das erste, was ich von der Autorin gelesen habe, obwohl "Im Schatten meines Herzens" von ihr schon einige Zeit auf meiner WuLi steht. Ihr Stil gefällt mir auf jeden Fall, also werde ich noch mehr von ihr lesen. Im Moment stehen ja irgendwie alle auf Einhörner, aber diese drei Geschichten sind wirklich klasse geworden und auf jeden Fall besonders: fantasievoll, bildhaft und regen teilweise zum Nachdenken an.
[5 Flämmchen - Rezension folgt]









Zombies weinen nicht von Rusty Fischer
Ein weiteres Buch aus dem Papierverzierer-Verlag, welches ich für die Papierverzierer-Challenge gelesen habe. :) Definitiv eine etwas andere Zombie-Geschichte und sehr witzig. Leider aber auch etwas platte Charaktere und zum Ende hin etwas viele sinnlose Tote...
[3 Flämmchen - Rezension]










Alice - Follow the White von Stephanie Kempin
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob ich das Buch nicht schon im Mai zuende gelesen habe. O.o Jedenfalls eine recht ungewöhnliche Alice-Interpretation, die am Anfang echt super war, aber leider etwa ab der Hälfte etwas undurchdacht und unvollständig wirkte. Viele gute Ideen, aber die Umsetzung ist nicht wirklich gut gelungen. Schade.
[3 Flämmchen - Rezension]

Donnerstag, 29. Juni 2017

[Rezi] Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

~Inhalt~

Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere… (Quelle: Magellan-Verlag)


~Meine Meinung~

Aufgrund der Thematik der Nerds/Geeks auf der Comic Con habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich besuche selbst gerne solche Veranstaltungen, auch wenn ich kein Hardcore-Nerd bin. ;-)
Die vielen Anspielungen/Erwähnungen von bekannten und weniger bekannten Comics und TV-Serien hat mir daher sehr gefallen. Auch kam das besondere Comic Con-Feeling gut rüber.

Inhaltlich handelt es sich jedoch vordergründig um eine relativ typische Liebesgeschichte. Graham und Roxy sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde - bis Graham sich in Roxy verliebt. Doch wie gesteht man dem Mädchen, das ohnehin immer in der Nähe ist, dass man noch mehr möchte? Gefährdet man damit nicht vielleicht die gesamte Freundschaft? Solche Geschichten von Freundschaften, aus denen Liebe wird, findet man häufig und so konnte mich der Aspekt hier wenig überraschen. Auch verläuft die Handlung meistens vorhersehbar und daher leider etwas spannungslos. Erst ab ca. der Hälfte gab es einen Wendepunkt, den ich so nicht ganz erwartet hatte - und nach dem es leider wieder vorhersehbar weiter ging. Einzig das Ende konnte mich noch einmal überraschen, wenn auch nicht vollends zufrieden stellen. Es war zu schnell und einfach gelöst, nachdem vorher alles als riesiges Problem dargestellt wurde.

Auch Grahams Liebe zu Roxy war etwas schwer nachzuvollziehen. Es gab Momente, in denen ich verstehen konnte, was Graham an Roxy toll findet - und dann wieder Momente, in denen sie sich als schlechte Freundin und miese Comic Con-Begleitung herausstellte. Allein wie sie Graham mehr oder weniger links liegen lässt, nur weil ein hübscher Brite vorbei läuft. Ich an Grahams Stelle wäre da sehr enttäuscht von Roxy gewesen und hätte ganz sicher nicht all diese verrückten, übertriebenen Dinge für sie tun wollen.

Das Besondere an der Geschichte, was mich trotzdem immer zum Weiterlesen bewegt hat und das Buch für mich letztlich auch lesenswert gemacht hat, ist tatsächlich alles, was mit der Comic Con zusammen hängt. Plus die liebenswerten, nerdigen Charaktere, die voll darin aufgehen, über ihre Lieblingsserie zu schwärmen. Auch dass Graham und Roxy ihre eigene Comic-Reihe zeichnen und große Pläne damit haben, hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Fazit: Das Comic Con-Feeling mit den nerdigen Charakteren kommt sehr gut rüber und macht Spaß zu lesen. Die Liebesgeschichte war jedoch vorhersehbar und konnte mich nicht vollends überzeugen.

Dienstag, 27. Juni 2017

[Rezi] Phoenix - Tochter der Asche

~Inhalt~
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mit der Hilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt? (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Meine Meinung~
Von Ann-Kathrin Karschnicks Schreibstil konnte ich mich bereits durch ihren Beitrag zur AURORA-Reihe des Papierverzierer-Verlags überzeugen. Sie schreibt bildhaft, flüssig und besonders actionsreiche Szenen bekommt sie äußerst spannend hin! Auch die Art wie sie Geschichten erzählt, gefällt mir sehr gut. Es wird von Beginn an nie alles sofort offengelegt, der Leser wird langsam in die Welt eingeführt, erfährt nach und nach immer mehr. Die Welt baut sich allmählich um die Charaktere herum auf und man fühlt sich als Leser sofort wohl. Die Mischung aus Spannung halten und nicht zu wenig verraten gelingt hervorragend. Auch bei "Phoenix-Tochter der Asche". Dieser erste Teil einer Trilogie ist dabei ein gelungener Mix aus Fantasy, Krimi, Dystopie und "Tesla-Punk" (Subgenre des Steampunk). Die technischen Elemente reihen sich nahtlos zwischen die Fantasy-Wesen ein. Für mich ein bis dahin ganz neuer Genre-Mix.

Die Handlung wechselt zwischen actionreichen und ruhigeren Szenen ab, sodass beim Lesen nie Langweile aufkommt. Dabei bleibt es durchgehend spannend, denn immer wieder erfährt man etwas neues, überraschendes. Worauf die Handlung grob hinaus läuft, wird zwar recht schnell klar, sind die Saiwalo doch eindeutig der größte Feind, aber was genau passieren wird, ist stets unklar. Auch wie die verschiedenen Fantasy-Wesen mit der aktuellen Lage in Europa zusammenhängen, klärt sich nur langsam auf und lässt am Ende gerade genug offen, um für die folgenden zwei Bände noch Überraschungen parat zu haben und neugierig zu machen.

Auch die Charaktere sind gelungen. Man fühlt schnell mit Tavi mit, wohingegen mir Leon sehr lange eher unsympathisch blieb. Da sich die Erzählperspektive zwischen den beiden abwechselt, hat man stets verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse. Dadurch werden die Gefühle (und teilweise Hintergedanken) der Protagonisten umso deutlicher und Gewissenskonflikte verständlicher. Eine Szene zwischen den beiden fand ich etwas zu plötzlich und in dem Moment unpassend gewählt, aber davon abgesehen machen die beiden eine nachvollziehbare Entwicklung durch.

Auch Nathan, der Schützling von Tavi, wächst einem schnell ans Herz und man hofft die ganze Zeit, dass er aus den Konflikten rausgehalten wird. Die Hexe Katharina ist ebenfalls sympathisch, auch wenn ich es immer etwas störend finde, wenn solche Charaktere absichtlich in Rätseln sprechen, um die Spannung hoch zu halten. Zum Glück kommt die Geschichte aber auch ohne Katharinas "weise Vorhersagen" sehr gut aus und voran.

Fazit: Gelungener Trilogie-Auftakt mit einem spannenden und interessanten Genre-Mix! Ich freue mich auf Band 2 und 3. 

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde

Die Phoenix-Trilogie
    Band 1 - Tochter der Asche
    Band 2 - Erbe des Feuers
    Band 3 - Kinder der Glut

Dienstag, 20. Juni 2017

Mein SuB kommt zu Wort #1

Heute mache ich zum ersten Mal bei "Mein SuB kommt zu Wort" von Annas Bücherstapel mit! Ich verfolge die Aktion schon eine ganze Weile, weil ich sie echt witzig finde. Selbst habe ich aber bisher nie mitgemacht, da mein SuB recht klein ist (eBooks nicht mitgezählt). Cindy von Kumos Buchwolke hat mich dann aber letztens darauf aufmerksam gemacht, dass auch andere mit kleinen SuBs mitmachen. Also ist mein SuB heute mal dabei!

Und nun hat er das Wort. ;)

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ich zähle aktuell 15 Print-Bücher. Bei den eBooks hat meine Besitzerin nicht so den Überblick, da sie erst seit zwei Wochen einen Kindle besitzt, vorher aber über ihr Smartphone und die KindleCloud schon einige eBooks gesammelt und gelesen hat. ;)

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Die drei neusten Bücher sind die folgenden:


Es kommen nicht so oft neue Bücher dazu, worüber ich ganz froh bin. ;) Und weil meine Besitzerin im Mai umziehen musste, hatte sie kaum Zeit für Bücher...
"The U-Files" ist sogar noch aus dem April!
"Tales from the Shadowhunter Academy" und "Horrorstories" kamen Anfang Juni dazu. Alle drei sind bisher noch ungelesen, aber hoffentlich werden sie bald von mir "befreit". ;)

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Meine Besitzerin liest schon seit drei Wochen an "Late Eclipses" von Seanan McGuire. Da es auf Englisch ist, braucht sie immer etwas mehr Konzentration zum Lesen als üblich und kommt nicht ganz so schnell voran. Außerdem hat sie zwischendurch für eine Leserunde noch das eBook zu "Phoenix - Tochter der Asche" von Ann-Kathrin Karschnick gelesen. Die Rezension dazu folgt in den nächsten Tagen.

Frage 4: Lieber SuB, bei welchem Buch denkst du, hat dein Besitzer so hohe Erwartungen, dass das Buch deswegen noch ungelesen ist und warum sind die Erwartungen so hoch? (Hype-Buch, Lieblingsautor, Reihenabschluss, etc.)
Das ist eine gute Frage... Generell sind kaum Bücher lange auf mir, aber bisher ungelesen - weil hohe Erwartungen plus sehr dickes Buch zusammenkommen - ist "Die blendende Klinge" von Brent Weeks. Es handelt sich um einem 2. Teil einer Reihe, dessen Teil 1 meine Besitzerin vor ein paar Jahren sehr begeistert hat. Nun ist sie aber besorgt, dem Buch nicht genug Aufmerksamkeit (weil Zeitmangel) schenken zu können und dass der Band vielleicht nicht mit dem ersten mithalten kann. Da die Reihe aber schon 5 Bände hat, sollte sie es wirklich langsam lesen! (Hopp, hopp!)

Montag, 12. Juni 2017

[Rezi] Alice - Follow the white...

~Inhalt~
Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten. (Quelle: Papierverzierer)


~Meine Meinung~

"Alice - Follow the white" ist eine etwas andere "Alice im Wunderland"-Interpretation, die vorwiegend Elemente aus der bekannten Geschichte einpflegt, aber auch viele Märchengestalten auftauchen lässt.
Die Handlung beginnt in der "realen" Welt in einer unbekannten Zeitepoche zu Beginn der Elektrizität. Die drei Protagonistinnen Alice, Betty und Chloe - alle mit besonderen Fähigkeiten und daher an Miss Yorks Schule - gelangen kurz nach Beginn durch den Kaninchenbau hinter Ethan, dem "Spionage-Hasen" hinterher, in das Spiegel-Dämmer-Land, was der Alice-im-Wunderland-Welt entspricht. Es geht darum, das Heilmittel für die "Zombie-Krankheit" zu finden, an der auch Betty erkrankt ist. Auf ihrem Weg gesellt sich der Meisterdieb Garreth zu ihnen und sie gelangen nach etwa der Hälfte des Buches in das Märenland, wo die verschiedenen Märchenelemente untergebracht werden.
Das klingt alles recht verworren? War es leider auch.

Der Beginn des Buches konnte noch überzeugen. Der Einstieg mit dem Tagebucheintrag von Betty, in dem sie berichtet, dass sie Zoeys Gehirn gegessen hat, war unterhaltsam und machte neugierig auf die Handlung. Auch die Flucht ins "Wunderland" und die ungewöhnlichen Gestalten dort sowie das Rästelraten, was es mit der Krankheit auf sich hat und wo das Heilmittel zu finden sein könnte, waren spannend und witzig. Der überaus sarkastische Humor der Story war gut integriert und machte Spaß zu lesen.
Doch sobald es ins Märenland ging, verlor die Handlung für mich sehr an Spannung und Überzeugungskraft. Das Märenland war eigentlich unnötig und der wichtigste Part der Handlung - wie das Heilmittel gefunden wird - wurde praktisch ausgelassen, da Alice nicht dabei war. Dazu muss erwähnt werden, dass "Alice - Follow the white" abwechselnd aus der 3. Person "Alice" und den Tagebucheinträgen von Betty geschrieben ist. Wenn Alice also nicht dabei ist, erfährt man die Handlung nur als Tagebucheintrag. Und leider gefielen mir Bettys Tagebucheinträge überwiegend gar nicht. Sie waren zäh, voller Wiederholungen und Fragen wurden gefühlt 100mal aufgeworfen, aber fast nie beantwortet. Ich habe Bettys Kapitel zum Ende hin nur noch überflogen und trotzdem nicht das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen.
Auch sonst wurden Fragen ständig aufgeworfen, sowohl Alice als auch Betty haben ständig darüber schwadroniert, was los ist, was dies soll, was jenes soll. Dadurch ging der Handlungsfluss total verloren. Fragen stellen ist in Ordnung, aber nicht in diesem Ausmaß! Und dann sollten bitte auch irgendwann auf alle Fragen antworten gefunden werden. Stattdessen wurde sehr vieles einfach in den Raum geworfen - was es damit genau auf sich hatte, blieb aber bis zu Ende schleierhaft.

Es erschien leider einfach so, als hätte die Autorin zum Ende hin die Motivation verloren und es nur noch schnell zuende schreiben wollen. Sehr schade, denn der Beginn war wirklich klasse!

Auch die Charaktere hatten Potential. Besonders Chloe mochte ich mit ihrer frechen, vorlauten Art. Sie war für mich die "wahre" Protagonistin. Alice bleibt dagegen blass und hatte überhaupt nichts an sich, was sie interessant gemacht hätte. Ihre Fähigkeit hat sie ihr Leben lang verdrängt und dann kommt sie plötzlich trotzdem total schnell damit klar? Unglaubwürdig. Betty gefiel mir - von ihren zähen Tagebuchtexten abgesehen - auch besser als Alice. Sie ist ein Mädchen der Taten und kommt mit ihrem neuen Dasein erstaunlich gut zurecht. Die Nebencharaktere hatten leider kaum Ecken und Kanten und waren vorwiegend Mittel zum Zweck.

Was noch positiv hervorzuheben ist, ist der bildhafte Schreibstil, der sich sehr flüssig liest.

Fazit: Interessanter Einstieg in eine etwas andere Alice-Geschichte, die leider ab der Hälfte stetig an Spannung verliert.

Mittwoch, 7. Juni 2017

[Rezi] Der Sommer der Schildkröten

~Inhalt~

Catherine lernt die berühmt-berüchtigte Senatorentochter Skye kennen und ist von ihr fasziniert. Doch als ihre beste Freundin Susannah und Skye aufeinandertreffen, ist schnell klar, dass Catherine sich zwischen beiden entscheiden muss. Ergreifend und schön erzählt Nina de Garmont von dem Schmerz des Erwachsenwerdens, von der Zerstörung und Vergebung, die einem großen Verrat folgen. (Quelle: Klappentext)

~Meine Meinung~

Ich stellte mir vor, dass wir selbst nach einer jahre- oder jahrzehntelangen Trennung nie mehr brauchen würden als eine kurze Begrüßung um einander wieder nah zu sein.

Das Buch war ein Spontankauf und ich hatte ehrlich gesagt nicht viel erwartet: eine leichte Sommerlektüre, ohne viel Tiefgang.
Doch "Der Sommer der Schildkröten" hat mich komplett überrascht. Die Geschichte um Catherine und Skye ist alles andere als oberflächlich. Es geht um Freundschaft, Liebe, Verrat, Vergebung. Auch mit ernsten Themen wie Drogen oder Fremdgehen wird authentisch umgegangen. Kein erhobener Zeigefinger, der den Leser pausenlos darauf aufmerksam macht, was man als Teenager (und auch sonst) nicht tun sollte. Stattdessen leben Catherine und Skye ihr junges Leben mit allem, was man ausprobieren kann - auch wenn natürlich nicht alles ungestraft bleibt. 
Besonders Skye ist eine besondere Protagonistin. Sie ist behütet aufgewachsen, war immer die brave Senatorentochter, die nett lächelnd in die Kameras gewunken hat. Doch hinter dieser Fassade ist sie ständig auf der Suche nach einem Sinn, nach Abenteuern. Sie testet ihre Grenzen konsequent aus, scheut auch Opfer nicht. Sie wirkt regelrecht selbstzerstörerisch und hat trotzdem einen Charme, dem man sich nicht entziehen kann. Catherines Faszination für Skye war nur allzu gut nachvollziehbar. Und auch, dass andere Freunde von Catherine das anders sehen, teilweise richtiggehend eifersüchtig auf den Einfluss sind, den Skye ausübt.
Catherine lässt sich mitziehen, macht viele von Skyes verrückten Ideen mit und fühlt sich dadurch sowohl frei und stark als auch verloren. Sie weiß, dass nicht alles, was Skye tut, gut enden wird. Doch sich ihrem Einfluss entziehen? Das schafft Catherine kaum.

Neben der Freundschaft zwischen den beiden, die selbstverständlich und innig bleibt, ist ein größeres Thema die Politik. Denn natürlich bleibt nicht unerwähnt, dass Skyes Vater Senator ist. Er nutzt Skyes verrückte Taten des Öfteren, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Es kommt gut rüber, wie wenig eigenständig Politiker handeln können. Dass sie stets im großen Ganzen denken und handeln und Kompromisse eingehen müssen.

Als Politiker muss man immer faule Kompromisse eingehen. Das ganze System ist korrupt, und wenn man es verändern will, muss man Teil des Systems werden und sich auch korrumpieren lassen.

Zwischendrin wurde das Buch kurz etwas langatmig, als es vor allem um Catherines Reittraining und ihren Wunsch, die Meisterschaft zu gewinnen, ging.
Doch das Ende konnte dann noch einmal richtig überzeugen und hat mich sowohl überrascht als auch betrübt zurückgelassen.

Die Endlichkeit - es ist jedes Mal ein Schock, wenn sie einem bewusst wird. Man kann sich nicht daran gewöhnen.

Fazit: Ein Buch, das mich überraschen und überzeugen konnte, obwohl ich es nie erwartet hätte. Man vermisst, genau wie Catherine, Skyes Gegenwart sehr schnell, wenn man das Buch zuklappt.

Mittwoch, 31. Mai 2017

[Monatsrückblick] Mai 2017

Seit heute habe ich wieder Internet!!! Und deshalb gibt es direkt meinen kleinen Rückblick auf den Mai. :)

Wegen Umzug, Jobbeginn und allerhand anderer Komplikationen [Smartphone kaputt, noch keine Waschmaschine, Meerschweinchen krank und alte Wohnung noch nicht fertig renoviert plus da gab es in meiner Abwesenheit einen Feueralarm, der sich als Fehlalarm des Rauchmelders herausstellte, aber dazu führt, dass ich bei der Polizei einen neuen Wohnungsschlüssel abholen muss... Wohne jetzt ja so um die Ecke, dass das kein Problem darstellt, überhaupt nicht... -.-""] kam ich so gut wie gar nicht zum Lesen und habe nur 2 Bücher diesen Monat geschafft... :/ Und vermutlich ändert sich das im Juni auch noch nicht so sehr. Dafür ist noch zu viel zu erledigen und ich kann mich aktuell noch nicht richtig darüber freuen, einen neuen Job zu haben (bisher ist er auch nur besser als vorher, aber nicht so gut wie erhofft). Dafür geht zu viel schief. >.> Aber egaaal, ich habe mir vorgenommen weniger zu meckern. :'D


Also dann, meine beiden gelesenen Bücher:





Der Sommer der Schildkröten von Nina de Garmont:

Das Buch war ein Spontankauf im EuroShop, da der Inhalt interessant klang. Ich hatte es bereits im April begonnen und es Anfang Mai beendet. Die Story schwankt in der Spannung ziemlich, konnte mich insgesamt aber überzeugen. Positiv war, dass bei Themen wie Drogen, Verrat oder Fremdgehen nicht mit dem belehrenden Finger gezeigt wurde, sondern es wurde einfach erzählt und wirkte dadurch sehr authentisch. Am Ende kann man sich als Leser anhand der geschilderten Konsequenzen selbst eine Meinung zu den Themen bilden. Ein Buch voller Grauzonen, ohne schwarz und weiß.
[4 Flämmchen - Rezension]









Bezwungen von Teri Terry:

Der Abschlussband der Slated-Trilogie gefiel ganz gut, aber richtig überragend war er auch nicht. Ein besseres Ende als bei manch anderer Trilogie, aber nicht richtig fesselnd. Und zum Ende hin war mir vieles zu halbgar gelöst.
[3,5 Flämmchen - Rezension]






Daneben habe ich zwei Hörbücher, ein eBook und ein Print begonnen. Bei Hörbüchern und eBooks geht es dank kaputtem Smartphone aber erstmal nicht weiter... :(

Samstag, 20. Mai 2017

[Geplauder] Umzug und Co

Hallo ihr Lieben,

mal ein kleines Lebenszeichen von mir. (Ist überhaupt wem aufgefallen, dass es die letzten Tage/Wochen eher ruhig hier war? :'D)

Letztes Wochenende bin ich von Grevesmühlen nach Lehrte umgezogen, wo ich seit Montag im neuen Job arbeite. Bisher ist alles gut, aber nach nur einer Woche ist es schwer zu sagen, ob es so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Vor allem da meine Wohnung noch chaotisch ist (wo waren all die Dinge nur vorher untergebracht???) und ich unter der Woche jeden Abend einiges zu erledigen hatte. Richtig Ruhe hab ich bisher also noch nicht.
Und ich habe erst ab dem 31.05. Internet in der neuen Wohnung (jetzt bin ich grad zu Besuch bei meinen Eltern) und vorher wird nichts neues hier veröffentlicht werden. Ich hatte im ganzen Umzugsstress keine Zeit, irgendwas vorzubereiten und weiß auch jetzt kaum, wo mir der Kopf steht. >.<
Zu allem Überfluss hat mein Smartphone den Geist aufgegeben, sodass ich vorerst wieder altmodisch ohne internetfähiges Handy unterwegs bin... So ganz ohne Internet kommt man sich schon seltsam abgeschottet vor. XD Aber es tut irgendwie auch gut. Nicht immer bei FB herumhängen oder seine Zeit beim Durchstöbern von Instagram verschwenden. (Nur ungünstig ist es, dass ich meine eMails ohne Internet nicht abrufen kann, was gerade bei all den Dingen, die wegen dem Umzug zu regeln sind, nervt.)

Ach ja, und meine alte Wohnung muss ich auch noch zuende renovieren und putzen. Das hatte ich vorher nicht mehr geschafft, weil die Wände einfach mal mega ätzend zu streichen sind. Ich bauchte einen ganzen Farbeimer für ein Zimmer, weil die Tapete so unfassbar schlecht Farbe aufnimmt. :( D.h. ich darf in den nächsten Wochen noch einige Wochenenden zurück nach Grevesmühlen fahren. Darauf hab ich echt so gar keinen Bock. :(

Also, wenn ich endlich wieder dauerhaft Internet habe, gibt es auch wieder Rezensionen (sooo viele stehen aktuell eh nicht an, hatte auch kaum Zeit zum lesen). :)

LG Alica

PS.: Mal random was niedliches zum Angucken. :P
video

Montag, 8. Mai 2017

[Rezi] Cassia & Ky - Die Ankunft (Hörbuch)

~Inhalt~
[Der Klappentext ist nicht korrekt, daher fasse ich hier mal selbst zusammen.]
Um sich der Erhebung anzuschließen, müssen Cassia und Ky sich trennen und in verschiedene Städte gehen. Während Ky zum Piloten ausgebildet wird, arbeitet Cassia für die Archivare. Als sich eine Seuche ausbreitet, nutzt der Steuermann die Chance, sich Erkennen zu geben und die Erhebung offen gegen die Gesellschaft einzusetzen. Wird nun alles besser?

~Meine Meinung~
Der letzte Teil der "Cassia & Ky"-Trilogie wird aus der Sicht von Cassia, Ky und Xander erzählt. Der Sprecher von Xander passt dabei echt gut, wie ich finde, auch wenn er vielleicht etwas zu erwachsen klingt. Über die ersten beiden Teile hinweg hat man sich ja schon eine Stimme für Xander ausgemalt und er kommt bei mir recht nah an meine Vorstellung heran. Auch die Sprecher von Cassia und Ky machen weiter einen guten Job und lassen die Handlung lebendig wirken.

Nachdem Cassia, Ky und Indie am Ende von Teil 2 getrennt wurden, um der Erhebung an unterschiedlichen Orten zu dienen, beginnt auch Teil 3 damit, wie sich jeder auf seine Art nützlich macht. Wobei Ky und Indie schon bald gemeinsam als Piloten arbeiten dürfen, während Cassia für die Archivare als Händler tätig ist. Xander hingegen arbeitet als Arzt, während sich eine Seuche immer weiter ausbreitet.
Und damit wären wir beim Hauptinhalt des Bandes: Die Seuche. Alles dreht sich darum, woher sie stammt, wie man sie heilen kann und was dabei alles schief geht. Während Xander miterlebt, wie immer mehr Personen erkranken, erfahren Cassia, Ky und Indie nur langsam von der Bedrohung und ihrem Ausmaß. Und genau das zieht sich einfach viel zu zäh dahin. Es passiert lange Zeit kaum etwas nennenswertes, weshalb ich für das Hörbuch auch fast ein Jahr gebraucht habe. Die Motivation, weiterzuhören, fehlte einfach zu oft.
Die Erhebung wächst währenddessen und etwa ab 1/3 der Handlung gibt es den ersten "Höhepunkt", bei dem ich dachte, es würde endlich spannender werden. Doch dem war nicht so. Es ging genauso langatmig weiter, obwohl endlich Potential dagewesen wäre, um Spannung reinzubringen.
Ich habe auch irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich dachte, JETZT ist es bald vorbei - nur um noch weitere Stunden vor mir zu haben. Ich habe wirklich selten so oft gehofft, dass das Ende nah ist. Und das bald noch mal etwas großes passiert.
Dennoch habe ich bis zum Schluss durchgehalten und immerhin wurde ich im letzten Viertel noch etwas versöhnt. Die letztendliche Suche nach dem Heilmittel gestaltete sich interessanter und es kamen neue Charaktere dazu, die mehr Farbe reinbrachten. Verrat und Verzweiflung spielten dann auch noch eine Rolle - auch wenn Gefühle insgesamt eher mäßig rüber kamen. Massenhaft Menschen sterben in diesem Teil an der Seuche und vor allem Cassia schweift mit ihren Gedanken immer wieder ab und überlegt lieber, wo sie mehr Kunst und Poesie herbekommt, statt sich wirklich nützlich zu machen.
Auch fehlten leider einige Antworten. Vor allem was Andersland ist hätte mich wirklich interessiert. Existiert es wirklich? Ist dort alles besser? Doch das und vieles anderes wird einfach nicht weiter erläutert.

Fazit: Viel zu langatmig und an sich spannende Wendungen wurden einfach nicht ordentlich umgesetzt. Nur zum Ende hin wurde es etwas besser.

Cassia & Ky-Trilogie
   Band 1 - Die Auswahl [meine Rezension]
   Band 2 - Die Flucht [meine Rezension]
   Band 3 - Die Ankunft

Dienstag, 2. Mai 2017

[Monatsrückblick] April 2017

Der April stand ganz im Zeichen von langersehnter Veränderung! Am 03.04. bekam ich die Zusage für den neuen Job, am 10.04. hatte ich bereits meinen neuen Arbeitsvertrag und das Gespräch mit meinem aktuellen Chef. Er nahm es unerwartet ruhig auf und ignorierte mich danach erstmal einige Tage. :'D Ich war dann an zwei Wochenenden auf Wohnungssuche. Da Ostern dazwischen kam, hatte ich schon Angst, dass ich nicht rechtzeitig zum 15.05. (Arbeitsbeginn) an meinen neuen Wohnort ziehen kann, aber kurzfristig hat dann doch alles geklappt. Am 05.05. bekomme ich nun meinen neuen Mietvertrag und die Schlüssel. :)
Und wo geht es nun hin? Nach Lehrte bei Hannover! (Nicht unbedingt die schönste Ecke Deutschlands, aber immer noch 100mal schöner als Grevesmühlen...)
Da mein Freund zeitgleich seine Masterarbeit fertig schreiben musste, die ich ständig Probe las, war der Monat insgesamt echt stressig... Zum Lesen kam ich entsprechend nicht so oft.

Dennoch habe ich die folgenden 3 Bücher gelesen sowie 1 Hörbuch gehört:






Betörende Dunkelheit von Jeaniene Frost:
Der letzte Band der Reihe rund um Cat und Bones. Ich werde die beiden vermissen. Nur selten schaffen es Vampirgeschichten, mich so zu begeistern, wie dieses Paar es geschafft hat. Für einen Abschlussband war es mehr als gelungen. Viel Spannung, Drama und Action und ein paar Überraschungen.
[4 Flämmchen - Rezension]










Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash:
Auf das Buch hatte ich mich wegen der Nerd-Thematik sehr gefreut und es hat auch echt Spaß gemacht, es zu lesen und so viele verschiedene Anspielungen auf allerhand Comics und Filme zu finden. Aber irgendwie fehlte der Story das gewisse Etwas, um mich richtig mitzureißen. Das Ende war mir zur Abwechslung auch mal zu realistisch. xD
[4 Flämmchen - Rezension]







...und noch ein Küsschen! von Roald Dahl:
Vor vielen Jahren habe ich "Küsschen, Küsschen", den ersten Band dieser Kurzgeschichtensammlung, gelesen. Vor zwei Jahren habe ich beide Bände dann für wenig Geld auf dem Flohmarkt erstanden und nun endlich den 2. Teil gelesen. Es waren wieder kurze Geschichten, die mal makaber, witzig oder einfach nur unterhaltsam Abgründe menschlicher Moralvorstellungen aufzeigten. Nicht alle Geschichten haben mir gleich gut gefallen (wie es bei Kurzgeschichtensammlungen meistens der Fall ist ;) ), aber insgesamt habe ich die kurze Lektüre sehr genossen.
[4 Flämmchen - ohne Rezension]



Planetenwanderer von George R.R. Martin (Hörbuch, begonnen März):
Zu dem Buch spalten sich die Meinungen und ich war unsicher, ob ich es überhaupt hören soll. Doch Aleshanees Meinung hat mich dann doch umgestimmt. Und es hat echt Spaß gemacht, die Episoden aus Tufs Leben mitzuverfolgen. Viele haben bemängelt, dass dieser ein zu anstrengender Charakter sei, aber ich fand ihn witzig (wenn auch sehr speziell) und seine Liebe zu Katzen sehr toll! Da es sich um einen Episoden-Roman handelt, fehlte ein wenig der Rote Faden und das Ende war recht offen und unbefriedigend. Wer jedoch nichts gegen Episoden-Romane und Sci-Fi hat, sollte mal reinlesen/-hören - die meisten Episoden waren echt spannend und interessant. :)
[4 Flämmchen - Rezension]

Dienstag, 25. April 2017

[Rezi] Planetenwanderer (Hörbuch)

~Inhalt~

Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird... (Quelle: Klappentext)


~Meine Meinung~
Von George R. R. Martin erwartet man aufgrund der grandiosen Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" (Game of Thrones) natürlich großes. "Planetenwanderer" erschien 1985 und damit knapp 10 Jahre vor dem ersten Band "Das Lied von Eis und Feuer". Angesiedelt ist es im Sci-Fi-Genre und als Episodenroman angelegt, d.h. die einzelnen Geschichten hängen nur lose zusammen. Sie erschienen ursprünglich als Kurzgeschichten zwischen 1976 und 1985.

Protagonist ist der exzentrische Haviland Tuf. Einen solch speziellen, merkwürdigen Hauptcharakter habe ich noch in keinem Buch erlebt. Er weicht sowohl äußerlich (blass, dicker Bauch, sehr groß) und charakterlich von der "Norm" ab. Seine Persönlichkeit ist eigenbrötlerisch, manchmal zu ehrlich, er gibt sein Wissen gerne wieder, redet etwas gestelzt, kommentiert auch als Scherz gemeinte Aussagen sehr ernsthaft und hat ein großes Gerechtigkeitsempfinden. Darüber hinaus liebt er Katzen und wird es nicht leid, zu erwähnen, was für besondere Wesen diese sind. Überhaupt spielen seine Katzen eine relativ große Rolle in dem Buch - man sollte diese wundervollen Tiere also mögen, wenn man vor hat, "Planetenwanderer" zu lesen. Bei Haviland Tuf schwankte ich stets zwischen mögen und nicht-mögen. Manches mal ging er mit mit seiner Art auf den Keks und besonders zum Ende des Romans hin wurde er immer überheblicher, was seine Arbeit angeht. Die Verweise auf die Bibel, die immer wieder auftauchen, sind bewusst gewählt und spiegeln die Entwicklung Tufs durch seine wachsende Macht wider.

Nebencharaktere gibt es viele, jedoch so gut wie niemanden, der eine längere Rolle spielt. Auf den verschiedenen Planeten trifft Tuf auf immer neue Personen, die sich um Hilfe suchend an ihn wenden. Einzig der Planet Sudlam wird mehrmals besucht und bekommt drei Episoden innerhalb des Romans. Dort trifft Tuf auf die Hafenmeisterin Tolly Mune, die Tuf einige Male ordentlich die Meinung sagt. Sie war mir insgesamt sympathischer als Tuf, da ihr Volk ihr sehr am Herzen liegt und sie es immer wieder schafft, sich und Tuf aus anbahnenden Komplikationen zu retten.

Inhaltlich gefiel mir nicht jede der Episoden gleich gut und auch das Ende war nicht restlos zufriedenstellend. Da merkte man deutlich, dass weitere Episoden möglich wären.
Durch die Probleme, die die Planeten haben, und die Tuf mittels Ökologie zu lösen weiß, wurde es aber nie langweilig. Es war jedes Mal aufs Neue spannend, was Tuf sich ausdenkt, um den Planeten zu helfen. Sei es nun um eine drohende Hungersnot wegen Überbevölkerung abzuwenden oder bösartige Krakenmonster zu vernichten. Martins Ideenreichtum kennt hier keine Grenzen und schafft ein Universum, das man während der Handlung immer besser kennenlernt. Geschickt werden geschichtliche Hintergründe und unterschiedliche Gesellschaftsformen eingebaut. Tufs Macht über die Arche, ein 1000 Jahre altes Saatgutschiff der Erde, welches er in der 1. Episode an sich bringt, wächst von Aufgabe zu Aufgabe, bis Tuf am Ende ein etwas zu übersteigertes Ego aufweist. Thematisch werden in "Planetenwanderer" immer wieder Punkte angesprochen, die trotz dem Alter des Buches nicht an Aktualität eingebüßt haben.

Ich habe "Planetenwanderer" als Hörbuch gehört und fühlte mich bestens und kurzweilig unterhalten. Mit knapp 16 Stunden kein schnelles Vergnügen, aber Reinhard Kuhnert macht einen hervorragenden Job. Seine Stimme hat es geschafft, sowohl Tufs merkwürdige Art als auch die Planeten und anderen Charaktere lebhaft wiederzugeben. Auch den scharfen, trockenen Humor Tufs hat er gekonnt getroffen. Für mich eine richtig gut passende Besetzung!

Fazit: Haviland Tuf wird nicht jedem gefallen und auch die Form des Episodenromans mit locker zusammenhängenden Geschichten sollte man mögen. Dann erwartet einen jedoch ein spannendes, thematisch stets aktuelles Weltraumabenteuer.