Mittwoch, 20. September 2017

[Rezi] Die Legenden der Schattenjäger-Akademie von Cassandra Clare

~Inhalt~
"Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden - wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?" (Quelle: Arena)

Anmerkung: Ich habe das englische Original gelesen, aber weil der Inhalt ja identisch ist, rezensiere ich mal für die deutsche Ausgabe. ;-)

~Eigene Meinung~
Das Buch spielt nach dem Ende von City of Heavenly Fire und beinhaltet 10 Kurzgeschichten aus Simons Alltag an der Schattenjäger-Akademie. Wer die Hauptreihe also nicht kennt, wird an dem Buch vermutlich eher weniger Freude haben. Schließlich bleibt dann vieles unverständlich.
Für Fans der Hauptreihe ist das Buch aber sicherlich ein Muss. Und auch wenn mich "City of Heavenly Fire" und "Die Chroniken des Magnus Bane" zuletzt eher enttäuscht haben, habe ich dem Buch rund um Simon eine Chance gegeben.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die 10 Kurzgeschichten sind abwechslungsreich, haben stets einen neuen Charakter, der mit im Mittelpunkt steht, und werden somit kaum langweilig. So gibt es unter Anderem ein Wiedersehen mit Isabelle, Clary, Jace, Magnus und Alec, aber auch mit weniger präsenten Charakteren. Vor allem die Blackthorns, die in "The Dark Artifices" die Hauptrolle spielen, bekommen mehrere Auftritte. Simon, den ich in der Hauptreihe nicht so gerne mochte, wurde mir hier richtig sympathisch. Auch werden einige kritische Themen wie z.B. Rassismus auf eine nicht aufdringliche Art angesprochen. Und natürlich gibt es einen ausgewogenen Mix aus Humor und ernsten Szenen wie man es aus den anderen Büchern der Reihe gewohnt ist.

Die Rahmenhandlung dreht sich um Simons zwei Jahre an der Schattenjäger Akademie, an der sein Schulalltag beschrieben wird. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblenden zu Geschehnissen aus der Vergangenheit oder "Ausflüge" zu Nebenhandlungen. Einige Aspekte der Schattenjäger-Welt werden dadurch noch näher erläutert bzw. man bekommt neue Einblicke, z.B. aus der Zeit als Valentin seinen Zirkel gerade erst aufbaut oder aus Tessa und Wills Familienleben. Diese Szenen waren gelegentlich etwas zu ausschweifend und führten nicht immer zu dem Ziel, das ich erhofft/erwartet hatte. Da hätte man sich teilweise kürzer fassen können. Interessant war es aber dennoch, rundet es das gesamte Universum doch gut ab.

Simon bleibt sich stets treu und lässt sich von anderen nicht von seiner Meinung abbringen. Seine Unsicherheit über seinen Gedächtnisverlust ist nachvollziehbar und er hadert sehr damit, dass er nicht weiß wie er früher war und ob er jemals wieder derselbe sein wird. Im Laufe der 10 Geschichten macht er jedoch eine nachvollziehbare Wandlung durch und wächst wieder einmal über sich hinaus.

Fazit: Unterhaltsame Kurzgeschichten aus der Schattenjäger-Akademie, die dem Leser und Fan der Reihe Simon näher bringen und mit zusätzlichen Informationen und Überraschungen aus der Schattenjäger-Welt aufwarten können.

Dienstag, 19. September 2017

[Gemeinsam lesen] #40


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Es geht darum, jeden Dienstag vier Fragen zur aktuellen Lektüre zu beantworten, wobei die ersten drei Fragen immer dieselben sind.
Wer mitmachen möchte kommt mit einem Klick auf das Logo zur aktuellen Runde. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell an drei Büchern zeitgleich. Mehr oder weniger jedenfalls, denn irgendwie habe ich eine kleine Leseflaute. :'D 

"Die Dreizehnte Fee - Erwachen" von Julia Adrian. Ich bin auf Seite 71 von 211 (eBook).
Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
"Horror Stories" von H. P. Lovecraft. Ich bin auf Seite 52 von 519.
H. P. Lovecraft ist der Meister des Horrors, sein Werk ist ein »Schöpfungsmythos« (Michel Houellebecq) phantastischer Literatur, das von Autoren der Zunft nicht nur verehrt, sondern immer wieder weitergeschrieben wurde und wird. Einer der bekanntesten ist Wolfgang Hohlbein, der hier eine persönliche Auswahl von Lovecrafts Erzählungen zusammengestellt hat. Ein Gipfeltreffen der Schauergeschichte.
"One Salt Sea - October Daye #5" von Seanan McGuire. Ich bin auf Seite 58 von 354.
October "Toby" Daye is finally doing all right—and that inevitably means it's time for things to take a turn for the worse. Someone has kidnapped the sons of the Duchess Dianda Lorden, regent of the Undersea Duchy of Saltmist. To prevent a war between land and sea, Toby must not only find the missing boys, but also prove that the Queen of the Mists was not behind their abduction. She'll need all her tricks and the help of her allies if she wants to make it through this in one piece.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Die Dreizehnte Fee": "Der Gang führt steil hinab."

"Horror Stores": "Die Haut war auf morbide Art kalt und trocken, und die Zellstruktur des Gewebes schien außerordentlich grob und brüchig."

"One Salt Sea": "That was a nice change."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

"Die Dreizehnte Fee"
Die Reihe wurde/wird ja ziemlich gehyped, sodass ich schon neugierig war, wie sie mir gefallen würde. Ich war vorher eigentlich schon sicher, dass ich zu der Gruppe gehören würde, die das Buch weniger mögen und ich scheine damit Recht zu behalten. Den Schreibstil mag ich und er passt gut zu einem Märchen, aber ich kann die Charaktere null nachvollziehen. Die Fee verhält sich wie ein junges, naives Mädchen, das mir mit seinem Gejammer echt auf den Keks geht. Und warum erfährt man den Namen des Hexenjägers nicht? Ich werde das Buch schon noch zuende lesen, vielleicht überzeugt es mich im weiteren Verlauf noch, aber bisher kann ich über das Verhalten der Fee echt nur den Kopf schütteln. :/

"Horror Stories"
Ich wollte schon lange etwas von H. P. Lovecraft lesen und die Kurzgeschichtensammlung bot sich da. Allerdings hatte ich wohl einen schlechten Zeitpunkt zum Lesen erwischt, denn obwohl die erste Geschichte an sich gar nicht so schlimm war, habe ich prompt Albträume bekommen. XD Manchmal ist man ja einfach empfindlicher für sowas. Hab wohl zu lange nichts mehr aus dem Genre gelesen. :P

"One Salt Sea"
Der mittlerweile fünfte Band, den ich aus der Reihe lese. Bisher ist noch nicht viel passiert, daher kann ich gar nicht viel dazu sagen. (Außer vielleicht dass Connor irgendwie ein langweiliger Charakter ist und ich nicht ganz verstehe, was Toby an ihm findet...)

4. Was ist dein Lieblingsgenre und warum magst du genau dieses Genre so gerne?

Das ist anhand meiner aktuellen Auswahl wohl schon gut zu erkennen: Fantasy. :) Einfach weil man in fremde Welten, zu unbekannten Wesen reisen kann und einen Haufen Abenteuer erlebt. Realitätsnähe habe ich im Alltag ja schon genug, da muss ich davon nicht unbedingt auch noch lesen. Bei Fantasy kann ich super abschalten, über die Fantasie den Autors staunen und in meinem Kopf die verrücktesten Sachen erleben. Das macht einfach Spaß. :)


LG Alica

Dienstag, 12. September 2017

[Rezi] Die Mitte von Allem von Anna Shinoda

~Inhalt~
"Clare liebt ihren Bruder Luke über alles – er ist ihr strahlender Held, mit dem sie Abenteuer erlebt, der ihr das Schwimmen beibringt und der sie beschützt. Seit ihrer Kindheit sitzt Luke jedoch immer wieder im Gefängnis. Als er nun nach vier Jahren frühzeitig entlassen wird, hofft sie, dass er sich dieses Mal geändert hat. Aber bald darauf wird Luke erneut verhaftet. Während Clares Eltern versuchen, den schönen Schein zu wahren, und Luke immer wieder mit offenen Armen empfangen, beginnt Clare, an seiner Unschuld zu zweifeln. War er nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Als Clare schließlich selbst in Lukes Machenschaften hineingezogen wird, will sie wissen, wer ihr Bruder wirklich ist. Sie geht der Vergangenheit auf den Grund. Doch was sie dort findet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen." (Quelle: Amazon)

~Meine Meinung~
"Die Mitte von Allem" ist ein Familiendrama, das aus Sicht von Clare, dem jüngsten der drei Geschwister, geschildert wird. Die Kapitel wechseln sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, wodurch sich die Zusammenhänge nur allmählich erschließen und das Ausmaß der Probleme nicht sofort deutlich wird. Das erzeugt Spannung und hat mich dazu gebracht, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Die große Frage, warum Luke immer wieder im Gefängnis landet, obwohl er doch nur "zur falschen Zeit am falschen Ort war" - wie Clares Mutter im wieder betont - treibt den Leser an. Und stellt auch Clare immer wieder vor Rätsel.

Clare hat Luke stets als fürsorglichen, liebevollen großen Bruder in Erinnerung, der sie vor allem beschützen wollte. Das wird in den Rückblenden schnell deutlich und es fällt nicht schwer, Luke zu mögen, obwohl er schon seit seiner Jugend immer wieder im Gefängnis war. Trotzdem wird er von den Eltern immer mit offenen Armen empfangen und ist weiterhin das Lieblingskind, während Clare es ihrer Mutter niemals recht machen kann und in allem kontrolliert und eingeschränkt wird, egal wie gut ihre Noten sind oder wie geduldig sie die Vielzahl an Aufgaben erledigt, die ihre Mutter ihr aufzwingt. Clare ist eine starke Protagonistin, die nie in Selbstmitleid versinkt und versucht, nach Vorne zu blicken, obwohl die Vergangenheit als Skelett stets an ihrer Seite steht. Das macht sie sehr sympathisch und ich konnte mit ihr mitfühlen. Peter als mittleres Kind geht dabei regelrecht unter - und wehrt sich mit rebellischem Verhalten dagegen, was Clare ein ums andere Mal verletzt. Peter war mir bis kurz vor dem Ende am unsympathischsten, dann erfährt man endlich, warum er sich so ungerecht verhält - und das erklärt einiges. Die Motive von Clares Eltern bleiben allerdings größtenteils im Dunkeln. Warum die Mutter so übertrieben versucht, den Schein der perfekten Familie zu wahren, wird am Ende angedeutet, aber was den Vater angetrieben hat, all das bereitwillig mitzumachen, blieb mit ein Rätsel.

Die Handlung überzeugt durch die geschickte Verwebung der Vergangenheit und der Gegenwart. Von der glücklichen Familie, die Clare in Erinnerung hat, und dem, was Luke getan haben muss und wie er sich immer wieder merkwürdig verhält und für Clare immer unverständlicher handelt. Man möchte als Leser genauso sehr wissen, was Luke wirklich ins Gefängnis gebracht hat und wie sich das mit dem gutherzigen Bruder vereinbaren lässt, den er für Clare war und ist. Doch auf die Erklärung muss man bis zum Ende des Buches warten - dafür kann sie umso mehr schockieren. Manch einem mag der langsame Verlauf der Handlung, der eher ruhig bleibt und viel aus Clares Alltag mit ihrer Familie und ihren Freunden beschreibt, zu zäh erscheinen, doch ich fand ihn genau richtig. Nur selten hatte ich das Gefühl, die Handlung würde auf der Stelle treten.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Das Familienskelett Skel, das in schwierigen Situationen immer wieder vor Clares Augen auftaucht, stellt einen erschreckend humorvollen Kontrast zu der schwierigen Thematik dar, die Anna Shinoda gekonnt aufgebaut hat.


Sonntag, 10. September 2017

[Rezi] Mara und der Feuerbringer

~Inhalt~
Die 14-jährige Mara Lorbeer wäre am liebsten ein ganz normales Mädchen. Ohne diese nervigen Tagträume, über die sich ihre Schulkameraden immer wieder lustig machen! Doch da passiert etwas Unglaubliches: Mara erfährt, dass ausgerechnet sie die letzte Spákona ist, eine Seherin. Nur mit Hilfe ihrer besonderen Gabe kann sie verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr wird. Maras Welt gerät aus den Fugen: Wird sie es schaffen, sich dieser großen Aufgabe zu stellen? (Quelle: Mara und der Feuerbringer - Offizielle Website)

~Meine Meinung~
"Mara und der Feuerbringer" bindet Inhalte der germanischen Mythologie auf eine überaus unterhaltsame und witzige Art ein. Überhaupt musste ich beim Lesen öfters Schmunzeln. Mara ist ein humorvolles, ironisches junges Mädchen, das mit seiner esoterischen Mutter und einer überaus regen Fantasie leben muss. Da sie ständig in ihre Tagträume abdriftet, machen sich in der Schule viele über sie lustig und sie hat kaum/keine Freunde. Obwohl Protagonistinnen mit Außenseiterrolle nichts besonders einfallsreiches sind, war mir Mara mit ihrer Art doch schnell sympathisch. 

Innerhalb weniger Kapitel findet sie sich in einem Abenteuer wieder, das sie recht schnell akzeptiert. Sie - und der Leser - bekommen zu Beginn durch einen sprechenden Zweig vieles direkt erklärt, sodass die Geschichte sich nicht lange mit Vorgeplänkel aufhalten muss. Dadurch merkt man, dass das Buch eher für jüngere Leser geschrieben ist. Mir hätte ein etwas längerer, weniger direkter Einstieg besser gefallen. Danach entwickelt sich die Handlung aber positiv weiter. Mara erfährt, dass sie eine Spákona, eine Seherin ist - und muss schnell feststellen, was das bedeutet: Ihre Tagträume werden noch realer als bisher! Langweile kommt eigentlich nie auf, ein Ereignis jagt das nächste und ich wurde von der Handlung positiv überrascht.

Bei ihrer Suche nach Antworten und einer Lösung für die vom Zweig genannten Probleme, wendet Mara sich an Professor Weissinger, der germanische Mythologie an der Münchener Universität unterrichtet. Er und Mara ergeben ein klasse Team, das sich gut ergänzt und sich an Starrköpfigkeit gegenseitig übertrifft. Die Charaktere sind insgesamt alle authentisch und vor allem Mara gibt eine nachvollziehbare Teenagerin ab, deren jugendliche Sprache in gelungenem Kontrast zur gehobeneren Sprache von Prof. Weissinger steht. Auch die vorkommenden germanischen Helden geben eine gute Figur ab und haben ihre eigene Sprechweise, die durch ihre Altertümlichkeit manchmal etwas ulkig anmutet.

Fazit: Germanische Mythologie mal anders. Zwar merkt man, dass das Buch für jüngere Leser gedacht ist, dennoch konnte es mich mit den Elementen verschiedener germanischer Sagen und der humorvollen Erzählweise sehr gut unterhalten.

Die Mara-Trilogie:
    Band 1 - Mara und der Feuerbringer
    Band 2 - Mara und der Feuerbringer - Das Todesmal
    Band 3 - Mara und der Feuerbringer - Götterdämmerung

Samstag, 9. September 2017

[Rezi] Die blendende Klinge

~Inhalt~
"Gavin Guile stirbt. Der hoch geehrte Lord Prisma glaubte, er hätte noch fünf Jahre zu leben – doch jetzt bleibt ihm nicht mal mehr eines. Viel zu wenig Zeit, um auch nur seine drängendsten Probleme zu lösen: Denn die alten Götter werden wiedergeboren und setzen sich an die Spitze einer unbesiegbaren Armee, die Tausende von verängstigten Flüchtlingen vor sich hertreibt. Gavins einzige Chance, dem tödlichen Chaos Einhalt zu gebieten, könnte ausgerechnet sein Bruder sein – dessen Leben er vor sechzehn Jahren raubte…(Quelle: blanvalet)

~Meine Meinung~
Auch wenn der erste Band bei mir schon eine Weile zurücklag (so ca. 3 Jahre), kam ich schnell wieder in die Geschichte hinein. Die Handlung setzt kurz nach dem Ende von Band 1 an und führt die Ereignisse ohne größeren Zeitsprung weiter.

Grundhandlung ist der Konflikt mit dem Farbprinzen, der die Chromeria und ihre Regeln und Gesetze zerschlagen möchte. Jeder, unabhängig von Herkunft oder Status, soll Wandler werden dürfen, ohne sich der Chromeria unterwerfen zu müssen. Eine neue Weltordnung soll her und damit kommt die sich anbahnende Wiederauferstehung der Alten Götter gerade recht. Der Konflikt, der sich hier auftut, ist vor allem religiöser Natur und damit aktuell wie eh und je.

Der Handlungsschwerpunkt liegt in diesem Band jedoch auf Kips Entwicklung in der Chromeria, wo er zu einem Schwarzgardisten ausgebildet werden soll. Es wird sehr viel aus seinem Schulalltag und all den Steinen, die man ihm in den Weg legt, berichtet. Manch einem könnte das etwas langatmig erscheinen, ich fand es aber unterhaltsam und Kip wurde mir immer sympathischer. Aus dem unsicheren Pummelchen wird während der Handlung ein immer selbstbewussterer junger Mann, der seine Fähigkeiten mehr und mehr einzuschätzen und einzusetzen weiß. Das auf ihn noch große Aufgaben zukommen werden, ist offensichtlich und ich freue mich darauf, seinen Werdegang in den nächsten Bänden weiter zu verfolgen. Besonders die Konfrontationen mit Andross Guile, dem Vater von Gavin Guile, der als Roter einer der mächtigsten Personen in der Chromeria darstellt und Kip gerne loswerden würde, waren spannend. Kip lernt dabei in einem nachvollziehbaren Tempo dazu und vieles gelingt ihm nicht auf Anhieb. Auch die größere Bedeutung des Kartenspiels, mit dem Andross Guile ersucht, Kip fertigzumachen, indem um besondere Einsätze gespielt wird, gefiel mir, sowie die geheimen Karten und die Geschichte dahinter.

Neben den meistens - jedoch nicht immer! - eher gemütlichen Kapiteln rund um Kips Schulalltag verfolgt man auch wieder andere Charaktere. Allen voran natürlich Gaviv Guile, der in diesem Band eine erschreckende Erfahrung machen muss, die seine Position als Prisma stark gefährdet. Da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, seine Ziele zu erfüllen, muss er schnell handeln und hält sich kaum noch mit Nebensächlichkeiten auf. Das sorgt für einen ereignisreichen Fortlauf der Handlung mit einigen Überraschungen, die mich kaum zu Atem kommen ließen. Einige Szenen sind so grandios episch beschrieben, dass ich einfach immer weiter lesen musste. Besonders das Ende des Bandes ist hier zu erwähnen. Selten war ich nach Beenden eines Buches so überwältigt von den Geschehnissen der letzten Seiten. Brent Weeks versteht es, den Leser genauso wie seine Charaktere leiden zu lassen und Wendungen einzubauen, mit denen man niemals gerechnet hätte.

Die Geschichte und die Welt, in der sie spielt, ist komplex, das Magiesystem etwas erfrischend neues. Ebenso vielschichtig sind die Charaktere, die sich stetig weiterentwickeln, ihre guten und schlechten Seiten haben und damit kaum in Schubladen passen. Immer wieder wird der Leser durch unerwartete Wendungen überrascht. Wer sich auch auf die etwas langatmigeren Abschnitte einlässt, wird mit einer epischen Fantasygeschichte belohnt.

Die Licht-Reihe:
    Band 1 - Schwarzes Prisma
    Band 2 - Die blendende Klinge
    Band 3 - Sphären der Macht
    Band 4 - Schattenblender
    Band 5 - Düsterer Ruhm
    Band 6 - Lichtbringer (voraussichtlich Oktober 2018)




Samstag, 2. September 2017

[Monatsrückblick] August 2017

Der Monat August war lesetechnisch recht erfolgreich. Und ich hatte endlich (das erste Mal seit Januar) Urlaub (auch wenn der wenig erholsam war...).


Monatsbilanz
5 Prints
1 Hörbuch

Seiten: 2600


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Die blendende Klinge von Brent Weeks
Begonnen habe ich das Buch bereits Mitte Juli, aber wegen seinen 950 Seiten habe ich etwas länger dafür gebraucht. Es hat sich jedoch gelohnt, die Reihe endlich weiter zu lesen. Dieser zweite Band hat mich komplett überzeugt und wenn ich erstmal am Lesen war, war es echt schwer wieder aufzuhören. Auch deshalb ging es so langsam voran, unter der Woche kam ich einfach nicht wirklich dazu, mir Zeit für die Geschichte zu nehmen. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Bände! Wer epische, durchdachte High-Fantasy mag ist hier goldrichtig!
[5 Flämmchen - Rezension]









Mara und der Feuerbringer von Tommy Krappweis
Ich lese unheimlich gerne Romane, in denen germanische Mythologie untergebracht ist. Daher stand die "Mara"-Trilogie schon eine ganze Weile auf meiner WuLi. Der erste Band war witzig und kurzweilig, Mara als Protagonistin wirklich sympathisch. Zwar richtet sich das Buch eher an jüngere Leser, ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten.
[4 Flämmchen - Rezension]





Die Tote ohne Namen von Patricia Cornwell (Hörbuch)
Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich eher selten Krimis lese. Von den Fällen von Kay Scarpetta lese ich alle paar Jahre mal wieder einen Band, diesmal hatte ich einen als Hörbuch. Inhaltlich war es spannend, unvorhersehbar und bot wiedermal einen verstörenden Einblick in menschliche Abgründe. Die Hörbuchsprecherin war allerdings... naja. Bei einem spannenden Krimi mit monotoner Stimme vorzulesen, lässt einiges flöten gehen... (Daher für das Hörbuch leider Punktabzug.)
[3 Flämmchen - ohne Rezension]






Die Mitte von Allem von Anna Shinoda
Ein bedrückendes Familiendrama, das eher ruhig erzählt wird. Nur langsam haben sich die Hintergründe zusammengefügt. Die Geschichte lebt von Clares Alltag und ihrer inneren Zerrissenheit, den Unsicherheiten, den Geheimnissen. Mich hat die Geschichte mitgenommen und am Ende erschüttert. Leider wird aber nicht klar, warum ihre Mutter so handelt, wie sie handelt. Das hätte mir zum perfekten Buch noch gefehlt.
[4,5 Flämmchen - Rezension]







Tales from the Shadowhunter Academy von Cassandra Clare
Früher zählte Cassandra Clare zu meinen Lieblingsautoren, doch nach "City of Heavenly Fire" und "Die Chroniken des Magnus Bane" war ich etwas enttäuscht und habe die Schattenjäger eine Weile nicht weiter verfolgt. Nun habe ich mich doch an die Abenteuer von Simon nach dem Ende von "City of Heavenly Fire" gewagt und war doch positiv überrascht. Die Kurzgeschichten waren überwiegend unterhaltsam, manchmal auch traurig. Simon wurde mir tatsächlich doch noch sympathisch. Nun freue ich mich doch wieder, weitere Bücher aus der Welt zu lesen. 
[4 Flämmchen - Rezension folgt]








Wächter des Lichts, Hüter der Meere von Oliver Schlick
Das Buch habe ich bei einem Gewinnspiel bei Goldkindchen gewonnen. :) Vom Setting her hat es mich sofort angesprochen - Meer, Leuchttürme - das ist doch wie Zuhause! Tatsächlich fühlte ich mich in der Geschichte gut aufgehoben und hatte manchmal etwas Heimweh. Allerdings konnte mich die Story trotz der liebenswerten Charaktere nicht vollends überzeugen. Mir fehlten ab und zu ausführlichere Erklärungen. Dennoch sehr zu empfehlen.
[4 Flämmchen - Rezension folgt]

Mittwoch, 23. August 2017

[Rezi] Das Mädchen

~Inhalt~
"Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will. Diesmal trifft es die neunjährige Trisha. In einem Moment der Unachtsamkeit verirrt sie sich hoffnungslos im dichten Wald. Sie erlebt eine Odyssee voller Schrecken, von der ersten flatternden Unruhe im Bauch über die Stürze in der Wildnis bis hin zum Abstieg in eine Welt voller Halluzinationen. Dazu die nervenzersägenden Moskitos..." (Quelle: Lübbe Audio)

~Meine Meinung~
Ich bin ein großer Fan von Stephen King und habe schon so einiges vom ihm gelesen. Natürlich kann bei der Masse an Büchern, die er bisher veröffentlicht hat, nichts alles gleich gut gefallen. Zu "Das Mädchen" gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und so war ich gespannt, wie es mir gefallen würde.

"Das Mädchen" habe ich als Hörbuch gehört. Aus einem mir unverständlichen Grund haben sich die Sprecher abgewechselt, was inhaltlich keinen Sinn ergeben hat und auch keiner Logik folgte. Oder ich habe die Logik nicht erkannt? Ich fand auf jeden Fall die Stimme von Franziska Pigulla passender als die von Joachim Kerzel, da sie besser zu Trisha als Protagonistin passte.

Die Geschichte beginnt wie für Stephen King gewohnt eher ruhig und entwickelt sich langsam. Trishas Familie mit Mutter und Bruder wird vorgestellt und sie gehen gemeinsam wie jedes Wochenende auf einen eigentlich harmlosen Wandertrip. Es wird schnell deutlich, dass es Trishas Mutter unglaublich wichtig ist, "sinnvolle" Ausflüge mit ihren Kindern zu unternehmen, um Zeit zusammen zu verbringen. Doch Trisha und ihr Bruder sehen das anders. Wer will als Teenager schon am Wochenende Wandern oder ins Museum? Entsprechend oft gibt es Streit über die Aktivitäten.
So auch diesmal. Während Trishas Mutter und Bruder sich auf der Wanderung streiten und Trisha komplett ausblenden, verläuft diese sich nach einem kleinen Toilettengang im Wald.

Der Spannungsaufbau gelingt hier wie von Stephen King bekannt sehr gut. Anfangs ist man genau wie Trisha hoffnungsvoll, den Weg zurück zum Wanderweg zu finden. Doch je länger sie unterwegs ist, umso deutlicher wird, dass der Wald riesig ist und nur ein kleiner Teil tatsächlich durch Wege erschlossen. Das Gefühl, verloren zu sein, wird immer unerträglicher und die unbekannten Geräusche im Wald werden bedrohlicher. Wer schon einmal alleine in einem abgelegenen Wald unterwegs war, kennt das sicherlich: Das Gefühl, dass hinter jedem Geräusch, jedem Rascheln oder knackenden Zweig, ein Wildschwein oder verrückter Axtmörder lauert. Oder geht das nur mir so? (Allerdings hat sich mir in einem verwilderten Waldstück auch schon mal ein Wildschwein genähert...)
In der ersten Hälfte weiß das Buch durch die unbekannte Umgebung und das Gefühl, völlig alleine zu sein, zu fesseln. Und natürlich ist Trisha auch nicht ganz alleine im Wald... Wie für Stephen King typisch lauert dort etwas.

In der zweiten Hälfte ging mir die Spannung aber allmählich verloren. Es passierte nicht viel neues. Trisha kämpfte sich erstaunlich gut durch für ein junges Mädchen, fand in letzter Minute immer etwas zu Essen und Wasser. Die Gefahren verblassten etwas, da man als Leser schnell ahnt, worauf alles hinausläuft. Das Ende war dann auch wenig spektakulär und recht schnell vorbei. Ich hätte mir einen etwas epischeren Showdown gewünscht und zwischendrin etwas mehr unerwartete Action.

Trisha als Protagonistin ist wie gesagt recht erwachsen für ihr Alter. Sie reißt sich erstaunlich gut zusammen, setzt ihren Weg immer weiter fort und verzweifelt kaum. In schwierigen Momenten denkt sie sich stets ihr Idol, einen Football-Spieler, herbei und schöpft Kraft aus seiner Fähigkeit, Spiele immer wieder für seine Mannschaft zu gewinnen.
Von anderen Charakteren wird kaum etwas berichtet. Nur ab und zu wird kurz erwähnt, wie die Suche nach Trisha läuft. Hier fand ich es etwas merkwürdig, dass niemand damit gerechnet hat, wie weit Trisha laufen kann oder warum Suchhunde ihre Spur nicht aufnehmen konnten.

Fazit: Eines der Bücher von Stephen King, die mich weniger überzeugen konnten. Während "Das Mädchen" echt gut beginnt und das unheimliche Gefühl, alleine im Wald zu sein, perfekt wiederspiegelt, wird es ab der Hälfte immer vorhersehbarer und verliert an Spannung.

Dienstag, 22. August 2017

Mein SuB kommt zu Wort #3


Zum dritten Mal bin ich bei "Mein SuB kommt zu Wort" von Annas Bücherstapel dabei! Diesmal zwei Tage "zu spät", weil... ja, warum eigentlich? Irgendwie bin ich seit letzte Woche Dienstag kaum am Laptop gewesen und habe jetzt einiges nachzuholen. :O

Also fix das Wort an meinen SuB abgeben:

Frage 1: Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ich habe seit letzten Monat etwas abgenommen, aber nicht viel. Aus 19 Print-Büchern bestehe ich nun (und immer noch 29 eBooks).

Frage 2: Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Tatsächlich sind seit dem letzten Monat genau drei neue Bücher bei mir eingezogen! :D Und zwar diese Schätzchen:

"Wächter der Meere, Hüter des Lichts" von Oliver Schlick hat meine Besitzerin Alica bei einem Gewinnspiel gewonnen! :D Und sie freut sich schon SO SEHR auf das Buch! Das Meer und Leuchttürme spielen da eine große Rolle und Alica hofft, sich sehr heimisch zu fühlen. Schließlich ist sie an der Ostsee aufgewachsen.

Die Trilogie "Zwölf Wasser" stand schon länger auf der WuLi von Alica und diesen Band 1 hat sie als Mängelexemplar entdeckt und spontan mitgenommen.

"Sphären der Macht" ist wiederum der dritte Band der Licht-Reihe von Brent Weeks. Nachdem meine Besitzerin nach Jahren endlich Band 2 gelesen hatte, wollte sie die Reihe nicht wieder so lange schleifen lassen und hat direkt Band 3 bestellt. Mal sehen, wie lange es nun dauert, bis sie es tatsächlich liest. :P

Frage 3: Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Das letzte Buch, das mich verlassen hat, aktuell aber noch gelesen wird, ist "Tales from the Shadowhunter Academy" von Cassandra Clare. Alica war früher sehr großer Fan der Schattenjäger, aber "City of Heavenly Fire" und "Die Bane-Chroniken" haben sie dann etwas enttäuscht. Die Kurzgeschichten rund um Simon gefallen ihr bisher aber ganz gut.

Davor wurde "Die Mitte von Allem" von Anna Shinoda aus dem Magellan-Verlag gelesen, aber eine Rezension gibt es dazu noch nicht. Es ist wirklich schlimm, wie Alica ihre Rezensionen immer schleifen lässt!

Frage 4: Lieber SuB, zeige uns doch mal dein kleinstes und dein größtes Buch! (Frage von Conny – danke!)
Das sind aktuell wohl diese zwei, wobei auch der Rest der "Plötzlich Fee"-Reihe auf mir subbt.


Der Größenunterschied ist schon deutlich! :D

Dienstag, 15. August 2017

[Gemeinsam lesen] #39 - Tales from the Shadowhunter Academy


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.
Ich habe jetzt schon wieder eine ganze Weile nicht teilgenommen... Dabei mag ich die Aktion eigentlich gerne. Na ja, ab jetzt bin ich vielleicht wieder regelmäßiger dabei. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell "Tales from the Shadowhunter Academy" von Cassandra Clare und weiteren Autoren und bin auf Seite 32 von 651. (Auf Deutsch unter dem Titel "Legenden der Schattenjäger-Akademie" erschienen.)
Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden – wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt? (Quelle: Arena)
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"There were a lot more rugby shirts in there, but on top of them was something else."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Nachdem mir der Abschluss der "City of..."-Reihe nicht so gut gefallen hat und auch "Die Chroniken des Magnus Bane" nicht unbedingt ein Highlight für mich waren, habe ich längere Zeit nichts von Cassandra Clare gelesen - obwohl sie früher meine Lieblingsautorin war! Jetzt versuche ich es endlich mit der Schattenjäger-Akademie. Mal sehen, Simon war leider nie mein Lieblingscharakter aus der Reihe, aber ich hoffe, es wird trotzdem gut. Bisher kann ich allerdings nur wenig dazu sagen.

4. Gibt es Rezensionen von dir, bei denen sich deine Meinung mittlerweile verändert hat, und die du am liebsten völlig umschreiben würdest?

Ich denke nicht. Dazu müsste ich das rezensierte Buch ja noch einmal gelesen und meine Meinung geändert haben. Das ist bisher nicht passiert. Also ich stehe schon weiterhin zu dem, was in meinen Rezensionen steht. Höchstens von der Art her, wie ich sie schreibe/geschrieben habe könnte ich etwas ändern wollen, aber dann müsste ich auch erstmal alle durchschauen. XD


LG Alica

Sonntag, 13. August 2017

[Rezi] The U-Files

~Inhalt~
"Mörderische Bestien und wagemutige Helden.
Verrückte Wissenschaftler und tödliche Maschinen.
Einfallsreiche Kreaturen und unerklärliche Phänomene.

Nie war die Welt der Einhörner bunter, als die Einhorn-Akten jetzt offenbaren. In dieser außergewöhnlichen Sammlung von 23 Geschichten rund um das verkannteste Wesen der Weltliteratur wirst du alles finden: Wahrheit und Wahnsinn, Evolution und Revolution, Abenteuer und Ungeheuer, Zauber und Zorn,
Hoffnung und Verzweiflung, Magie und Märchen.
The U-FIles: Die Einhorn Akten. Anders, einzigartig, erschreckend." (Quelle: Talawah Verlag)

~Meine Meinung~
"The U-Files" ist eine Kurzgeschichtensammlung rund um das Einhorn. Insgesamt sind in dem Buch 23 Geschichten mit jeweils um die 15-20 Seiten Umfang enthalten. Alles also wirklich kurze Abenteuer und entsprechend viel Abwechslung zwischen den Geschichten.
Die Vielfalt der Schreibstile und Handlungen ist auch der große Pluspunkt der Anthologie. Es ist definitiv für jeden Einhorn-Liebhaber genug Auswahl vorhanden, um ein paar Lieblingsgeschichten zu finden. Die Umsetzung des Themas "Einhorn" ist dabei ebenso vielfältig. Von relativ klassischen Einhörnern über bunte, dicke, gute und böse Einhörner bis zu Robotern ist alles dabei.
Mir haben einige Geschichten wirklich sehr gut gefallen, andere fand ich jedoch auch zäh und musste mich durchkämpfen. Viele waren für mich recht durchschnittlich. Insgesamt hatte ich tatsächlich etwas mehr von der Anthologie erwartet, auch wenn ich trotzdem überwiegend gut unterhalten wurde.

Meine Lieblingsgeschichten sind die folgenden, die alle auf ihre Art entweder wirklich witzig, nachdenklich oder spannend waren:
  • "Einhörner und andere Nervtöter" von Anna Holub (Unglaublich witzig!)
  • "Sascha" von Agga Kastell (Ebenfalls super witzig!)
  • "Einhornwut" von Liane Mars (Spannende Waldrettung mit toller Einhornumsetzung.)
  • "Wenn du nur fest genug daran glaubst" von Linn Peltzer (Philosophisch.)
  • "Das Einhorn von Rawalpindi" von Ida Reizenstein (Reisetagebuch mit etwas anderer Einhornbegegnung.)
  • "Die Reiter von Draz Al D'Yr" von Jenny Wood (Tolle Botschaft zum Umgang mit Tieren.)

Fazit: Ein durchmischtes Lesevergnügen, das jedem Einhorn-Fan gefallen dürfte! Ich hatte noch etwas mehr wirklich außergewöhnliche Einhörner erwartet und war deshalb von manchen Geschichten ein klein wenig enttäuscht.

Freitag, 11. August 2017

[Rezi] X - Es beginnt

~Inhalt~
"Zombie-Apokalypse. 
So etwas passiert, wenn überhaupt, nur in Hollywood und ist von Kreuztal, der beschaulichen Stadt im Siegerland, Lichtjahre entfernt. Es ist ein Wort, das der 16-jährigen Mila so egal ist, wie der gepflegte Vorgarten ihres spießigen Nachbarn. 
Als allerdings genau dieser Nachbar eines Nachts vor ihrer Tür steht und sie fressen will, kommt sie nicht drum herum, sich mit dem Thema etwas genauer zu befassen." (Quelle: A. L. Kahnau)

~Meine Meinung~
"Es beginnt" ist der erste Teil der Zombie-Reihe von A. L. Kahnau, die bisher sechs Bände umfasst.
Der Auftaktband beschreibt den Beginn der Zombie-Apokalypse als zunächst recht typisches Jugendbuch mit alltäglichen Themen und Problemen wie Partys, Jungs und Freundschaften, wobei insbesondere die Protagonistin Mila näher vorgestellt wird. Die Zombie-Geschichte geht erst nach und nach los und auch nur mit sehr wenigen Andeutungen, woher die Zombies stammen bzw. wie sich die "Krankheit" ausbreitete. Dadurch wirkte der Beginn für mich recht zäh und nicht unbedingt spannend. Vor allem die Party und Milas Versuche, ihren Schwarm für sich zu gewinnen, fand ich oberflächlich und klischeehaft.

Das besserte sich zum Glück, sobald die ersten Zombies auftauchen und Milas Leben auf den Kopf gestellt wird. Die Flucht vor den Zombies und die immer ausweglosere Lage wurde ganz gut beschrieben, wenn auch nicht innovativ. Im weiteren Verlauf wurde das Buch dadurch kurzweiliger und spannender, auch wenn mich einige Punkte gestört haben - allen voran die Tatsache, dass den Erwachsenen hier überhaupt nichts zugetraut wird und eine Gruppe 16-jähriger alles fast alleine in die Hand nimmt, obwohl sich knapp 100 Personen gemeinsam in die Schule gerettet haben. Das soll nicht heißen, dass ich 16-jährigen nichts zutraue, aber etwas ausgewogener hätte das schon sein können. Und würden sich in solchen Situationen nicht eher Personen mit wichtiger Stellung unter den Bewohnern als "Anführer" aufführen (z.B. Bürgervorsteher o. ä.)? Stattdessen spielt sich der Klassen-Nerd Patrick als Boss auf und meint, alles zu wissen. Der war mit Abstand die nervtötendste Person im Buch, wenn auch gewollt.

Auch mit den anderen Charakteren konnte ich mich nicht identifizieren. Mila als Protagonistin war oberflächlich, trotzig und uneinsichtig, was sie absolut unsympathisch machte. Die Romanze, die sich zu ihrem Schwarm entwickelt, war auch emotional nicht nachvollziehbar und wirkte zu gewollt. Dabei gehört eine Romanze nicht zwangsläufig zu einer guten Geschichte - hier hätte ich mehr Zeit für die Entwicklung der Gefühle schön gefunden.
Die weiteren Charaktere blieben auch oberflächlich und stereotyp. Hier hoffe ich, dass sich das in den folgenden Bänden noch bessert.

Der Schreibstil ist einfach, aber locker, flüssig und mit etwas Humor, was die Seiten nur so dahinfliegen lässt.

Fazit: Nach einem zähen Start wird die Geschichte spannender und kurzweilig, bleibt aber wenig innovativ und mit den Charakteren konnte ich nicht mitfühlen. Für Zwischendurch eine nette Geschichte für Zombie-Fans, man sollte aber keine vielschichtige Handlung und Charaktere wie z.B. bei "The Walking Dead" erwarten.

Die "X"-Reihe:
    Band 1 - Es beginnt
    Band 2 - Es breitet sich aus
    Band 3 - Es zerstört dich
    Band 4 - Es bringt den Tod
    Band 5 - In dunklen Zeiten
    Band 6 - In fremden Körpern

Donnerstag, 10. August 2017

[Rezi] Plötzlich Fee - Winternacht

~Inhalt~
"So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin steht sie immer zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs in all seinem eiskalten, trügerischen Glanz sieht sie das Unheil in seinem ganzen Ausmaß heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten scheinen mit jedem Tag zu schwinden, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht, längst darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen. Nur Meghan – und Ash, der Winterprinz, dem Meghan ihr Herz schenkte und der sie verlassen hat…" (Quelle: Randomhouse)

~Meine Meinung~
Der zweite Band der "Plötzlich Fee"-Reihe schließt nahtlos am Ende von Band 1 an. Meghan sitzt am Winterhof fest und ist völlig allein gelassen. Wieder überzeugt das Buch durch viele fantastische Ideen und eine durchdachte und überraschende Feenwelt. Wir lernen erneut weitere Feenwesen kennen, die fast alle ihre eigenen Ziele verfolgen, nicht vertrauenswürdig sind und zu Gewalt und Unberechenbarkeit neigen. Mich fasziniert diese Welt noch immer und ich tauche gerne in sie ab. Der Schreibstil tut da sein übrigens, bildlich und locker, sodass das Buch überwiegend kurzweilig bleibt.
In diesem Band haben mir einige Entwicklungen der Handlung gut gefallen, vor allem die Probleme, denen Meghan und Ash plötzlich gegenüber stehen und sie zur Flucht zwingen. Auch das Ende war ein gelungener Showdown, der mich neugierig auf Band 3 macht.

Doch dazwischen, so ziemlich in der Mitte des Buches, wurde es stellenweise zäh und bei einigen Szenen habe ich mich gefragt, was sie sollen, vor allem der Schulball. Das wirkte komplett fehl am Platz und war eindeutig nur dazu da, um Meghan und Ash näher zusammen zu bringen und Puck eifersüchtig zu machen. Ansonsten eine komplett überflüssige Szene.
Und da sind wir direkt bei dem Punkt, der mich bei Band 2 wirklich hat verzweifeln lassen: die verdammte Dreiecksliebe! Meghan kann sich hier überhaupt nicht entscheiden, ein ständiges Hin und Her. So sehr, dass mir Puck irgendwann echt Leid tat und ich von Meghan nur noch genervt war.

Auch hat mir eine genauere Erklärung gefehlt, warum Meghan plötzlich ihre neue Fähigkeit hat und wieso eine gewisse mächtige Fee den Magiebann, der auf Meghan lag, nicht brechen konnte/wollte.

Die Charaktere haben sich entsprechend seit Band 1 nur wenig gewandelt. Meghan war insgesamt etwas gefestigter, weniger am jammern (außer es ging um Ash...), aber mir immer noch nicht wirklich sympathisch. Auch Ash und Puck haben nur kleine Fortschritte gemacht. Immerhin konnte Ash sich schlussendlich doch entscheiden, wofür er einstehen will. Und Puck konnte eine ernstere Seite zeigen.

Fazit: Mir hat Band 2 insgesamt etwas weniger gefallen als Band 1. Die Dreiecksbeziehung war unnötig und überflüssige Szenen machen es nicht gerade besser. Ich hoffe jedoch, dass es mit Band 3 wieder bergauf geht.

Die "Plötzlich Fee"-Reihe:
    Band 1 - Sommernacht [meine Rezension]
    Band 2 - Winternacht
    Band 3 - Herbstnacht
    Band 4 - Frühlingsnacht
    Das Geheimnis von Nimmernie (Kurzgeschichten)

Dienstag, 8. August 2017

[Rezi] Plötzlich Fee - Sommernacht

~Inhalt~
"Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass off enbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs, und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sichs versieht, verliebt sie sich in den jungen Ash – den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?" (Quelle: Randomhouse)

~Meine Meinung~
Die "Plötzlich Fee"-Reihe gehört zu den Reihen, von denen man hauptsächlich positive Meinungen hört. Daher war ich schon lange gespannt, wie sie mir gefallen wird.
Die Geschichte beinhaltet einige für das Genre recht typische Elemente (z.B. das Außenseiter-Mädchen, das trotzdem mit einem der coolsten Jungs befreundet ist und plötzlich etwas ganz besonderes wird), kann aber durch die fantasievolle Welt voller unterschiedlicher Feenwesen überzeugen. Mir hat vor allem gefallen, dass die Feenwelt - das Nimmernie - so eine grausame, unberechenbare und trotzdem wunderschöne Welt ist und das auch wirklich dargestellt wurde. Es gibt dort vieles zu entdecken und nicht nur Meghan wurde ein ums andere Mal überrascht.
Der Beginn zog sich zum Glück nicht zu sehr in die Länge, sondern wurde schon nach wenigen Kapiteln spannend und ich wollte stets wissen, wie es weiter geht. Ruhigere Szenen wechseln sich dabei mit actionlastigen ab und erzeugen dadurch ein für mich optimales Lesetempo. Die Handlung läuft dabei auf ein spannendes und überraschendes Ende hin. Schade ist nur, dass der Sommerhof etwa kurz kam, vor allem wenn das Buch "Sommernacht" heißt. ;)
Die Romantik hält sich in diesem ersten Band noch etwas zurück und wird eigentlich erst zum Ende hin deutlicher. Was mir weniger gefallen hat, war die sofortige Anziehung, die Meghan zu Ash verspürt hat. Das ist einfach zu typisch und ich an Meghans Stelle wäre Ash, der immerhin ständig betont, sie jederzeit töten zu können und dass sie ihm nicht vertrauen sollte, nicht so hinterher gerannt. Und natürlich bahnt sich dadurch eine Dreiecksproblematik mit Puck an...

Meghan war als Protagonistin manchmal echt anstrengend. Auf der einen Seite jammert sie oft, dass sie in ihrer Welt immer die Außenseiterin war und hat kaum Selbstbewusstsein, auf der anderen Seite nimmt sie vieles im Nimmernie fast sofort hin, wird deutlich mächtigeren Feen gegenüber frech und greift ziemlich schnell selbst zu Waffen, um sich zu verteidigen. Vor allem genervt hat ihr recht häufiges "Ich konnte nicht mehr weinen", nur um zwei Seiten weiter doch wieder in Tränen auszubrechen... Sie war sich der Gefahr oft nicht bewusst und schien teilweise nicht einmal begreifen zu wollen, dass es im Nimmernie andere Regeln gibt als in der Menschenwelt. Das machte es für mich echt schwer, sie sympathisch zu finden.

Ash und Puck hatten dagegen kaum Profil. Beide natürlich gut aussehend, während Ash der "düstere Bad Boy" und Puck der immer gut gelaunte und Witze reißende "Good Boy" war. Beide natürlich auch wichtige Personen im Nimmernie und beide mehr oder weniger auf Meghans Seite, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. So richtig warm wurde ich auch mit den beiden nicht.

Richtig gut gefallen hat mir hingegen Grimalkin, der Kater. :) Der war der einzige, der wirklich wusste, was zu tun war und stets einen kühlen Kopf bewahrte. Auf ihn hätte Meghan ab und an besser hören sollen.

Sehr schön finde ich auch den Schreibstil von Julie Kagawa, der sehr bildhaft ist und mir ständig die Welt lebhaft vor Augen geführt hat.

Fazit: Solider Auftakt zur Reihe, der sich kurzweilig und spannend liest und eine interessante Feenwelt mit viel Potential beinhaltet, die mich wirklich begeistern konnte. Die Handlung beinhaltet ein paar Wendungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hatte, was das Buch nur teilweise vorhersehbar macht. Mit den Charakteren wurde ich allerdings noch nicht wirklich warm.

Die "Plötzlich Fee"-Reihe:
    Band 1 - Sommernacht
    Band 2 - Winternacht
    Band 3 - Herbstnacht
    Band 4 - Frühlingsnacht
    Das Geheimnis von Nimmernie (Kurzgeschichten)

Mittwoch, 2. August 2017

[Rezi] Late Eclipses

~Inhalt~
October "Toby" Daye, changeling knight in the service of Duke Sylvester Torquill, finds the delicate balance of her life shattered when she learns that an old friend is in dire trouble. Lily, Lady of the Tea Gardens, has been struck down by a mysterious, seemingly impossible illness, leaving her fiefdom undefended.

Struggling to find a way to save Lily and her subjects, Toby must confront her own past as an enemy she thought was gone forever raises her head once more: Oleander de Merelands, one of the two people responsible for her fourteen-year exile.

Time is growing short and the stakes are getting higher, for the Queen of the Mists has her own agenda. With everything on the line, Toby will have to take the ultimate risk to save herself and the people she loves most—because if she can't find the missing pieces of the puzzle in time, Toby will be forced to make the one choice she never thought she'd have to face again... (Quelle: Seanan McGuire)

~Meine Meinung~
Gerade bei längeren Reihen kommt es leider oft vor, dass sie mit jedem Band schlechter werden. Das ist hier allerdings nicht der Fall. Auch der 4. Band der October Daye-Reihe konnte mich erneut begeistern.

Es passiert hier unglaublich viel auf im Verhältnis dazu doch wenigen Seiten. Das sorgt für dauerhafte Spannung und ich habe eigentlich keine zähen Abschnitte erlebt. Gleichzeitig hatte ich aber auch nicht das Gefühl, dass alles zu knapp abgehandelt wurde. Es war ein guter Mix aus Informationen, Rästelraten und Überraschungen. Zudem wird es dramatisch, denn einigen liebgewonnenen Charakteren ergeht es hier nicht so gut. Die Handlung war dabei so aufgebaut, dass sich allmählich ein großes Ganzes abzuzeichnen beginnt. Man erfährt mehr über Tobys Vergangenheit und Herkunft und auch ihre Taten aus Band 3 bleiben nicht ohne Folgen. Trotz all der Dinge, die Toby in diesem Band über sich erfährt und die ihr widerfahren, bleibt sie dennoch immer sie selbst - taff, immer mit einem frechen Spruch auf den Lippen und trotzdem verletzlich und menschlich. Ich finde, sie ist eine gelungene Reihenheldin, mit der man sich identifizieren kann (jedenfalls meistens, denn ab und zu reagiert sie schon sehr unvernünftig). Toby stellt das Wohl anderer stets über ihr eigenes und tut alles, um ihre Lieben zu retten. Dass ihr das nicht immer gelingt, lässt die Reihe aus anderen Genrevertretern hervorstechen. Wer braucht schon eine perfekte Heldin, bei der man ohnehin weiß, dass sie alles schafft?
Für mich hat das Band 4 insgesamt zu einem fast perfekten Roman gemacht, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Doch leider nur "fast perfekt", denn das "Liebesdreieck" aus Toby-Connor-Tybalt wird bemerkbarer, aber nicht nachvollziehbarer. Außer Sentimentalität verbindet Toby und Connor eigentlich nichts mehr und ich verstehe nicht, was sie noch an ihm findet. Ja, er ist nett, aber das war es auch schon so ziemlich. (Okay, und er ist ein Selkie, das wäre zumindest für mich Grund genug, ihn zu mögen, aber ich bin ja nicht Toby... :-P) Und dass Tybalt auf Toby steht, merkt auch mal wieder jeder, außer Toby. Das macht es leider etwas anstrengend und ich war froh, dass die Liebe immer noch nur Nebenhandlung bleibt und sich auf die eigentliche Handlung konzentriert wird.

Der Schreibstil ist auch im englischen Original (denn leider wurde die Reihe nach Band 3 nicht weiter ins Deutsche übersetzt) gut verständlich und bildhaft. Tobys zynisch-sarkastische Art kommt dabei gut an. Ich hatte keine Probleme, wieder in die Handlung hineinzufinden und kann wirklich jedem, der die ersten drei Bände mochte, ans Herz legen, auf Englisch weiterzulesen.
Die "October Daye"-Reihe
    Band 1 - Winterfluch (meine Rezension)
    Band 2 - Nebelbann (meine Rezension)
    Band 3 - Nachtmahr (meine Rezension)
weitere Bände nur auf Englisch
    Band 4 - Late Eclipses
    Band 5 - One Salt Sea
    Band 6 - Ashes of Honor
    Band 7 - Chimes at Midnight
    Band 8 - The Winter Long
    Band 9 - A Red-Rose Chain
    Band 10 - Once Broken Faith
    Band 11 - The Brightest Fell (noch nicht erschienen)
    Band 12 - Night and Silence (noch nicht erschienen)
    Band 13 - The Unkindest Tide (noch nicht erschienen)

Dienstag, 1. August 2017

[Monatsrückblick] Juli 2017

Diesen Monat habe ich wieder nicht sooo viel geschafft. :O Irgendwie hatte ich nach einem guten Start eine Woche Leseflaute und mich dann auch noch an ein 950-Seiten-Buch und ein 500-Seiten-Buch gewagt, die ich natürlich beide noch nicht beendet habe. :'D Daher hier die Bücher, die ich komplett geschafft habe.

Monatsbilanz
2 Prints
2 eBooks
1 Hörbuch
[2 begonnene Bücher]

Seiten: 2311

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Die Chroniken der Seelenwächter - Blutsbande von Nicole Böhm
Ich mag die Reihe echt gerne, auch wenn ich hiermit erst bei Band 4 bin... Es ist definitiv eine der besseren Urban-Fantasy-Reihen mit tollen Charakteren und nur wenig vorhersehbar bisher.
[5 Flämmchen - ohne Rezension]










Plötzlich Fee - Winternacht von Julie Kagawa
Nach Band 1 Ende Juni habe ich direkt zu Band 2 gegriffen. Allerdings blieb die Handlung weiter oft vorhersehbar und die Dreiecksbeziehung nervte mich hier sogar noch mehr als im ersten Teil. Auch fand ich die Handlung manchmal etwas zäh. Ansonsten war es aber wieder überwiegend spannend und voller interessanter Ideen!
[3 Flämmchen - Rezension]








X - Es beginnt von A. L. Kahnau
Ich mag Zombie-Geschichten irgendwie und hab grad wohl wieder eine Zombie-Phase. ;) Dies ist der Reihenauftakt zur X-Reihe von A. L. Kahnau. Ich habe von ihr schon "Blut wie die Liebe" gelesen und fand es ziemlich gut. Bei X waren mir die Charaktere allerdings nicht so wirklich sympathisch. Meli und ihre Freundinnen sind oberflächlich und wie sie so lange überleben können (und das hier ist nur Band 1 xD) ist mir ein Rätsel. Auch wirkte der Zombie-Apokalypsen-Start nicht so richtig gut durchdacht.
[3 Flämmchen - Rezension]










The U-Files, Hrsg. Sandra Florean
Kurzgeschichtenband mit sehr durchmischten Geschichten. Vieles hat mir nicht so gefallen, einiges war wiederum richtig gut! Insgesamt hatte ich aber mehr außergewöhnliche Geschichten erwartet. Viele der Geschichten waren doch recht typische Einhörner.
[3 Flämmchen - Rezension]








Das Mädchen von Stephen King (Hörbuch)
Das Hörbuch habe ich schon im Mai begonnen, aber da ich es über Audible laufen habe und mein Smartphone kaputt ging, kam ich erstmal nicht dazu, es weiterzuhören. Da ich diesen Monat aber öfters Einschlafprobleme hatte, hab ich es über meinen Laptop endlich zuende gehört.
Leider eines der schlechteren Bücher von Stephen King. Der Anfang kann noch überzeugen und das gruselige Gefühl, alleine im Wald mit den vielen unbekannten Geräuschen, den Schattenspielen usw zu sein, kam sehr gut rüber, aber es verlor nach etwa der Hälfte immer mehr an Spannung. Es kam einfach nichts wirklich neues mehr dazu und wirkte daher zäh. Das richtige Grusel-Highlight blieb auch leider aus.
[3 Flämmchen - Rezension]