Samstag, 30. Juli 2016

[Rezi] Drachenelfen

~Inhalt~

Haplo, der Bote der Patryn, soll nun endlich sein Werk vollenden und das Chaos in die Welt tragen. Während sein Gegenspieler Alfred im Labyrinth des Todes gefangen ist, kehrt er nach Arianus, dem Reich des Himmels zurück. Zwerge und Menschen kämpfen verzweifelt ums Überleben. Eine seltsame Mördergilde sorgt zusätzlich für Verwirrung. Dann tauchen auch noch verwandelte Elfenwesen auf – und Haplo muss sich entscheiden: Will er seinen Auftrag ausführen, oder will er doch eine Welt vor dem Untergang retten? (Quelle: Phantastik-Couch)

~Eigene Meinung~

Der nunmehr 5. Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" lässt alte Bekannte wieder auftauchen und bekannte Welten noch einmal bereisen.

Haplo ist mittlerweile bei seinem Meister Xar in Ungnade gefallen, da er zu viele Befehle verweigert und zu egoistisch gehandelt hat. Dabei versucht er gar nicht erst zu verstehen, warum Haplo so handelt und Xar erkennt die Gefahr nicht - was auch daran liegt, dass er nie live dabei war und das wahre Ausmaß der Pläne der Dämonenschlangen und der Sartan nicht kennt. Haplo kann einem da richtig leid tun, so sehr redet er bei seinem Meister gegen eine Wand und wird dafür auch noch mit Missbilligung gestraft...
Noch lässt Xar sich jedoch nicht zu viel anmerken, plant hinter Haplos Rücken jedoch bereits gegen ihn und schickt ihn zurück nach Arianus, wo er zusammen mit dem Jungen Gram - den man bestens aus Band 1 kennt - los, dass Allüberall zu erforschen und Chaos zu stiften.
Grams für sein Alter hohe Intelligenz, seine Verschlagenheit und seine Intrigen sorgen von da an für sehr viel Unruhe und beim Leser des Öfteren für Verwirrung. Denn es wird selten klar, was genau Gram vorhat, wen er gerade am meisten zu hintergehen und womit er seine eigenen Ziele zu erreichen versucht. Er hat sich durch dieses Verhalten zu einem höchst interessanten Charakter entwickelt - wenn auch zu keinem sympathischen.

Auf Arianus treffen wir Jarre und Limbeck wieder. Während Limbeck in seiner Rolle als Rebellionsführer voll aufgeht, macht sich Jarre zunehmend Sorgen um ihn. Übertreibt er es nicht doch zu sehr? Seit wann verlangt er Blutvergießen als Lösung?
Zu allem Übel haben sich Elfen am Allüberall breit gemacht und es offenbar ausgeschaltet. Es wird also keine leichte Aufgabe für Haplo und Co. in das darunterliegende Labyrinth zu gelangen, um den Kontrollraum zu erreichen.

Gleichzeitig möchte Iridal, die Mutter von Gram, ihren Sohn zurück und sucht nach Hugh Mordhand, den Assassinen aus Band 1, der für viele unerwartet (wieder) lebt. Ich war in Band 1 recht traurig, dass ausgerechnet Hugh sterben musste und war nun sehr froh, dass er wieder eine Rolle bekommt. Wieso er noch lebt, müsst ihr selbst lesen. ;-) Hugh selbst ist mit seinem Schicksal alles andere als zufrieden und gerät im Laufe des Buches immer mehr in Zwispalt mit sich selbst und den Aufträgen, die er abschließt bzw. in der Vergangenheit abgeschlossen hat.

Als neue Teilnehmer am Geschehen tauchen diesmal drei sogenannte Kenkari auf, die die Seelen der Toten verwahren und sich eigentlich aus dem Weltgeschehen heraushalten sollten. Doch als so einiges schief läuft, fassen sie einen Entschluss...

Insgesamt besteht der Band aus sehr viel Hin und Her und ich war ab und an etwas genervt, dass es so zäh und undurchsichtig weiter geht. Zudem wird viel gereist und besprochen, während die Action etwas auf der Strecke bleibt. Dazu die ganzen Intrigen und Verwirrungen, die Gram stiftet und die Unklarheit bezüglich Hugh, der ebenfalls anders handelt, als er erzählt, um seine eigenen Ziele zu erreichen.
Haplo kommt in diesem Band etwas kurz, hat aber ein erstaunliches Verantwortungsgefühl für Jarre und Limbeck entwickelt. ich bin aufgrund einiger Andeutungen schon sehr gespannt, wie es mit Haplo ausgeht.
Nebenbei tauchen auf die Dämonenschlangen aus Band 4 weitter auf, die sich nun in allen Welten verteilt haben und in gestalt von Elfen, Patryn oder Menschen Unruhe stiften wollen...

Fazit: Sehr viel Durcheinander, aber dafür ein Wiedersehen mit alten Bekannten und einiges an Fragen, die aufgeworfen werden. Leider geht die Handlung eher langsam voran und der Band war stellenweise etwas zäh. Ich bin dennoch sehr gespannt, wie die Reihe ausgeht, denn viel fehlt nun nicht mehr, wobei jedoch ein ganzer Haufen Fragen noch offen ist - allen Voran die Frage, wie man die Dämonenschlangen besiegen kann...

~Und sonst so?~

Zu Beginn des Buches gibt es Karten der Welten und eine Zusammenfassung der ersten vier Bände mit Illustrationen. Besonders die Zusammenfassung war hilfreich - so ewtas hätte ich gleich zu Beginn von Band 1 gebraucht, um das Worldsetting besser zu verstehen. XD
Am Buchende gibt es wieder Anhänge mit Hintergrundinformationen zu Inhalten, die innerhalb des Bandes nur angedeutet wurden.

Dienstag, 26. Juli 2016

[Rezi] Die Träume des Jonathan Jabbok

~Inhalt~

Der 13-jährige Jonathan Jabbok ist an den Rollstuhl gefesselt. Nur in seinen Träumen geht er auf  Wanderschaft. Dort ist er der springlebendige Yonathan, der eines Tages den geheimnisvollen Stab Haschevet findet. Nur wenn dieser Stab vor den Mächten des Bösen bewahrt und in den fernen Garten der Weisheit gebracht werden kann, wird der siebte Richter von Neschan mit ihm zur Rettung der Welt antreten können. Weil kein anderer als Yonathan den Stab berühren kann, ohne sofort zu Asche zu zerfallen, muss er die weite und gefahrvolle Reise selbst antreten. Der schottische Knabe Jonathan Jabbok taucht immer tiefer in die Welt seiner Träume ein, bis er sich fragt, welches die wirkliche Welt für ihn ist: jene, die ihn nur im Rollstuhl kennt oder die andere, wo alles von ihm abhängt... (Quelle: Isau.de)

~Eigene Meinung~

Wie auch "Das Museum der gestohlenen Erinnerungen" gehört die "Neschan"-Trilogie zu den bekanntesten Werken Ralf Isaus und ist ein Klassiker unter den Jugend-Fantasy-Büchern. Irgendwann musste also die Zeit kommen, zu der ich das Werk lese. ;)

Wieder einmal gelingt es Ralf Isau, eine fantastische Welt zu schaffen und den Leser immer wieder mit wunderbar einfallsreichen Wesen, Landschaften und Ereignissen zu konfrontieren. Man taucht richtig ein in die Welt Neschan und ist jedes Mal leicht enttäuscht, wenn es zurück in die "Realität" geht. Denn das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Jonathan und Yonathan erzählt.

Jonathan muss seit einer Krankheit im Rollstuhl sitzen und ist dadurch körperlich eher schwach und kränklich. Dafür hat er einen wachen Geist und immer eine schlaue Antwort auf den Lippen. Er ist zudem ein richtiges wandelndes Lexikon, das Wissen nur so in sich aufsaugt und alles und jeden hinterfragt. Gelegentlich wirkt er dadurch besserwisserisch. Dass er sich damit kaum Freunde macht, tut sein übriges dazu, dass ich Jonathan ab und an unsympathisch fand. Nun ist er ja noch jung und hat offenbar noch nicht gelernt, wann man lieber den Mund hält.

Yonathan hingegen ist ein kräftiger Junge, der sich aufopferungsvoll seiner neuen Rolle als Träger des Stabs Haschevet auf die gefährliche Reise macht. Er kam mir dabei oft naiv vor, wie er voll blindem Vertrauen seinem Weg folgt. Dass der Stab ihm neue, übermenschliche Möglichkeiten bietet, lernt er schnell zu nutzen und befreit sich und seine Gefährten immer schnell aus den Gefahren. Das ging mir oftmals viel zu einfach! Auch dass Yonathan dabei Instinkten/Eingebungen folgt und damit immer richtig liegt, war zu leicht gelöst. Wirklich gefährliche Situationen gab es dadurch kaum - und wenn es mal gefährlich wurde, wusste man als Leser schnell, ach, der Stab wird das schon richten. Mitfiebern war daher schwierig.

Zudem wird verdammt viel erklärt und es bleibt kaum Interpretationsspielraum. Da merkt man umso deutlicher, dass das Buch für jüngere Leser gedacht ist, die sich noch nicht so viel selbst denken können. Als Erwachsener fragt man sich da allerdings öfter, warum dies oder jenes jetzt nochmal so ausführlich besprochen wurde, wo es doch eigentlich offensichtlich war, was gemeint ist. Dadurch ziehen sich manche Szenen extrem in die Länge.

Der große Pluspunkt des Buches ist somit die scheinbar unbegrenzte Fantasie und ich habe wirklich gerne Zeit in Neschan verbracht. Ralf Isau gelingt es hervorragend, fremde Welten lebendig zu machen und eine witzige, interessante oder einfach nur liebenswerte Kreatur nach der anderen zu erschaffen. Ich wette, wenn ich es vor 15 Jahren gelesen hätte, hätte ich mich vollends für das Buch begeistern können. Noch bin ich auch etwas unsicher, ob ich die ganze Trilogie lesen werde... Denn mir ist schon relativ klar, wie die Handlung weiterlaufen wird. Andererseits bin ich sehr gespannt, wohin Yonathan seine Reise noch führt und welche Welten er noch erkunden wird.


~Und sonst so?~

Mehr Infos zur Trilogie mit interessanten Hintergrundinformationen gibt es auf der Seite des Autors.

Montag, 25. Juli 2016

[Rezi] AURORA - Ghost 1.1

~Inhalt~

Elenora Dumont flüchtet sich gerne in fiktive Welten, um ihrem tristen Alltag zu entkommen. Niemals hätte sie für möglich gehalten, dass Übernatürliches tatsächlich existiert.

Doch dann bekommt sie unerwartet Besuch. Ausgerechnet Tante Gitty, die sich schon vor Jahren zu Tode getrunken hat, zeigt Elenora, welche unglaublichen Fähigkeiten in ihr schlummern.
Ihre Eltern haben eine eigene Theorie über den Zustand ihr Tochter: Geisteskrankheit. Doch die Toten sind nicht Elenoras einzige Sorge, denn auch Lebende machen Jagd auf Menschen mit besonderen Fähigkeiten, und sie haben Elenora bereits im Visier. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)


~Eigene Meinung~

Elenora - genannt Eli oder auch Batgirl - ist eher der rebellische Typ. Mit ihrer reichen und versnobten Familie kommt sie kaum klar, enttäuscht diese immer wieder mit ihrer Art und hat daher die erste Möglichkeit zur eigenen Wohnung genutzt, um auszuziehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Ihr liebster Zufluchtsort ist der Untergrund, eine Art Einkaufspassage für Außenseiter der Gesellschaft. Dort arbeitet sie in einem Krimskramsladen für "Magische Gegenstände".
Mit Eli wurde ich insgesamt gesehen nicht richtig warm. Auf der einen Seite will sie sich von ihrer Familie abgrenzen und ihre Ruhe haben, auf der anderen lässt sie sich trotzdem in schicke, viel zu enge Kleidchen ihrer Cousine stecken, um auf der Familienfeier angenommen zu werden. Irgendwie war sie mir da nicht konsequent genug.

Überhaupt war diese reiche Familie mit ihren Schönheits-OPs und 1. Welt-Problemen totales Klischee und wirkte überwiegend einfach nur albern und nicht ernst zu nehmen.
Genauso wie der Untergrund, den man nur mit Passwort über einen streng geheimen Zugang betreten kann.
Ich hoffe sehr, dass die Autorin das alles bewusst so lächerlich klischeebehaftet geschrieben hat, um... ja was? Das wurde mir in dieser ersten Episode nicht klar.
Da Eli plötzlich Geister sehen kann, wird sie prompt von ihrer Familie in die Irrenanstalt gesteckt, wo allerhand andere "Verrückte" Eli das Leben mehr oder weniger schwer machen.

Gelungen fand ich die Zunahme an übernatürlichen Begegnungen, die Eli erlebt, und die immer gruseliger und finsterer werden. Das Horror-Element wurde gut dargestellt, auch wenn mich der Geist in Klo sehr an einen gewissen Geist aus Harry Potter erinnert hat...

Der Schreibstil ist flüssig und einfach, sodass die Geschichte kurzweilig zu lesen ist.
Auch bleiben einige ungeklärte Fragen offen, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

~Und sonst so?~


Mehr Infos zu Eli bzw. der Superheldin Ghost gibt es HIER auf der offiziellen Seite des Papierverzierer-Verlags zum Projekt AURORA und zum Buch an sich HIER auf der Seite des Verlags.
Und hier noch der Trailer zum Buch auf Youtube. :-)


Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

Dienstag, 19. Juli 2016

[Gemeinsam lesen] #25 - Das Siebte Tor


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Das Siebte Tor" von Margaret Weis und Tracy Hickman und bin auf Seite 109 von 235.


>>Haplo, tödlich verwundet, wurde von Xar gefangen genommen und nach Abarrach gebracht, um in einen Untoten verwandelt zu werden. Marit und Hugh stecken noch immer in einem Labyrinth auf der Suche nach Alfred. Für Haplo gibt es nur eine Rettung: Marit und ihre Gefährten müssen das Siebte Tor durchschreiten. Doch damit würden sie Xar den geheimen Standort dieses Tores verraten und ihm die Mittel in die Hand geben, die ganze Welt zu zerstören... << (Quelle: Klappentext)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

>>Eingeschlossen in Sartanmagie, beherrschte Xar seinen Zorn und besann sich auf die Tugend der Geduld.<< 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Es handelt sich hierbei um den letzten Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" und ich bin schon sehr auf den Abschluss gespannt. Es sind nicht mehr allzu viele Seiten übrig, aber noch immer viele Fragen offen. Hoffentlich werden alle geklärt. :O
Ich finde es ja immer ätzend, wenn eine Reihe mit offenen Fragen beendet wird... Und ihr?
Ansonsten ist das wirklich eine der besten High-Fantasy-Reihen, die ich bisher gelesen habe!

4. Bei Büchern aus einer Reihe, gibt es am Ende des Buches oft ein Kapitel als Leseprobe vom nächsten Buch! Liest du sie oder bräuchtest du das nicht? (Frage von Mausis Leselust)

Ich lese solche Leseproben eigentlich so gut wie nie. Wenn mir das Ende eines Bandes gefallen hat, will ich eh die Fortsetzung lesen und dann eine Leseprobe, die nach einem Kapitel zuende ist, zu lesen, ist irgendwie blöd. :-P Dann weiß man wie der nächste Band anfängt, kann aber nicht sofort alles lesen. Und wenn ich dann irgendwann den nächsten Band in die Finger bekomme, lese ich die "Leseprobe" eh noch einmal, um voll in der Handlung drin zu sein. Irgendwie ist es also sinnlos.

So geht es mir übrigens mit allen Leseproben... Ich denke zwar immer, die würden mir einen guten Einblick geben, ob mir das Buch zusagt, aber letztlich fühle ich mich bei Leseproben so unmotiviert, dass ich hinterher immer denke, "Ach, das Buch ist sicherlich doof". Sie sind also kontraporduktiv bei mir. Versteht ihr, wie ich das meine? XD

Lest ihr solche Leseproben? Lest ihr generell gerne Leseproben?


LG Alica

Montag, 18. Juli 2016

[Rezi] AURORA - Lexi Littera 1.1


~Inhalt~

Clara ist ein übergewichtiger Bücherwurm, die sich lieber in Romanwelten vergräbt, als aus dem Haus zu gehen. Sie hat es nicht immer leicht, schon gar nicht gegen die Models-Truppe an der Schule, die sie mobbt. Wehren kann Clara sich nicht, bis zu dem Tag, da sie völlig unerwartet auf dem Nachhauseweg angegriffen wird. Zu ihrer eigenen Überraschung reagiert sie mit einem Tintenstrahl aus ihren Fingerspitzen. Sie muss aktiv werden, um herauszufinden, wer sie attackiert hat und woher diese Fähigkeit kommt. Warum sprechen Tiere zu ihr? Und wieso saugen sich Bücher an ihr fest?
Zusammen mit ihrer Freundin will Clara das Rätsel um ihre eigenartige Kraft lösen. Doch dafür braucht sie vor allem zwei Dinge: Selbstbewusstsein und die Stärke, sich endlich zur Wehr zu setzen. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Eigene Meinung~

Clara fällt in die Kategorie graue Maus und wird aufgrund ihres Übergewichts in der Schule von der "Model-Truppe" gemobbt. Ihre beste Freundin steht ihr jedoch stets zur Seite und verjagt die Tussis erfolgreich ein ums andere Mal. Auch wenn es für Clara einfacher wäre, sich selbst zu wehren, kann sie da einfach nicht über ihren Schatten spingen. Ich habe von der ersten Seite an mit Clara mitgefühlt. Ihre Hilflosigkeit und ihr Unwohlsein mit sich und der Situation war glaubhaft dargestellt. Da jedoch vor kurzem ihr Freund mit ihr Schluss gemacht hat und im Umgang mit guten Freunden/Familie manches Mal sehr besserwisserisch ist, lässt sie nicht zu einem Klischee-Charakter werden, der auf seine soziale Inkomepentz beschränkt wird. Vielmehr ist Clara eine vielseitige, authentische Figur, die mir sofort sympathisch war.
Clara ist also mal eine ganz andere Heldin, bei der man sofort hofft, dass ihre Superheldenfähigkeiten ihr helfen werden, auch im Umgang mit Fremden aus ihrer Haut zu kommen.

Claras neue Fähigkeit stellt sich jedoch erstmal als Problem für ihren (Schul-)Alltag heraus und belastet sie - die ja auch ein waschechter Bücherwurm ist - anfangs noch mehr. Dass sie auch noch verfolgt wird und der Mann ebenfalls eine besondere Fähigkeit hat, macht es nicht einfacher für Clara. Dennoch schafft sie es, in dieser ersten Episode eine erstaunliche Wandlung durchzumachen.

Einen kleinen Pluspunkt bekommt die Story zudem für den liebenswerten Kater Sir Maunz-a-lot. Ich hoffe, er bekommt in den folgenden zwei Episoden noch viele Auftritte. ;)

Fazit: Eine unscheinbare, schüchterne Protagonistin muss sich mit einer verrückten neuen Fähigkeit "heraumschlagen", die anfangs keinen sinnvollen Nutzen zu haben scheint. Das ist mal eine absolut andere Superheldengeschichte, die sehr neugierig auf mehr macht!
 
~Und sonst so?~

Mehr Infos zu Clara bzw. der Superheldin Lexi Littera gibt es HIER auf der offiziellen Seite des Papierverzierer-Verlags zum Projekt AURORA und zum Buch an sich HIER auf der Seite des Verlags.

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

Donnerstag, 14. Juli 2016

[Übersicht] AURORA


Hier findet ihr die Übersicht zu den einzelnen Episoden des Projektes "AURORA" aus dem Papierverzierer-Verlag!
Näheres zu dem Projekt gibt es HIER bei mir und HIER auf der offiziellen Internetseite zu lesen.


Nox von Melanie Vogltanz

Montag, 11. Juli 2016

[Rezi] AURORA - Morlock 1.1

~Inhalt~

Sicherheitschefin Alex Sturm wirft nichts so schnell aus der Bahn. Als sich mysteriöse Ereignisse häufen, zweifelt die selbstsichere Frau allmählich an ihrem Verstand. Erst behauptet ihr Mitarbeiter, von einem geheimnisvollen Seeungeheuer angegriffen worden zu sein, dann erlebt sie ein besonders intensives Déjà-vu, das sich erschreckend real anfühlt.
Spielen ihre Sinne verrückt?
Sie beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Nachforschungen gestalten sich jedoch als unerwartet riskant. Ohne Vorwarnung findet sie sich in der Vergangenheit wieder und muss sich nicht nur ihren tiefsten Ängsten stellen, sondern mit einer Situation fertig werden, die sich jeder Vorstellungskraft entzieht...

~Eigene Meinung~

"Morlock" ist die zweite Superheldin, die wir im Rahmen des Projektes AURORA des Papierverzierer-Verlags kennenlernen.

Protagonistin ist hier Alex, eine sebstbewusste, (wortwörtlich) starke Frau, die sich nicht so schnell unterbuttern lässt. Wie man es von Sandra Florean gewohnt ist, bekommen wir eine eher dreckige, raue Story vorgesetzt, deren Atmosphäre sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Ich war zumindest ein wenig erstaunt, als es nach "Nox" plötzlich so viel härter zuging - da merkt man doch schon die Unterschiede zwischen Autoren sehr deutlich, was mir sehr gefallen hat.

Alex stellt hier schnell fest, dass sie plötzlich in die Vergangenheit reisen kann. Welchen "Treibstoff" sie dafür braucht, fand ich witzig, aber lest selbst. Scheint mir jedenfalls so, als könne da jede Frau neidisch drauf sein. :-P Leider klappt es aber mit der Navigation nicht so gut und so landet Alex nie da, wo sie hinwollte - was so manchen Schlamassel mit sich bringt.

Aber auch in der Gegenwart hat sie so ihre Problemchen. Ihren Traumjob als Kampfschwimmerin musste sie nach einem Zwischenfall aufgeben, ihr "Lieblingsmann" hat sie vor einiger Zeit für seine Karriere sitzen lassen und jetzt fristet Alex ein Dasein in einer Sicherheitsfirma, wo ihr eindeutig die Spannung fehlt!

Den Konflikt zwischen dem, was Alex gerne hätte und dem, was sie hat, fand ich gut dargestellt. Ihre sonst so taffe Fassage wird durch eine tieferliegende Resignation durchbrochen. Kein Wunder also, dass sie ab und an mit dem Gedanken spielt, ihre eigene Vergangenheit zu ändern. Doch noch weiß sie nicht, wie weit das funktionieren würde und ob sie damit nicht das ganze Weltgefüge durcheinander bringt.
Ihr WG-Mitbewohner bringt sie da immer mal wieder auf den Teppich. Er ist ein kleiner Nerd und Computerspezialist und steht Alex stets mit Rat und Tat zur Seite. Er hat zwar nur kürzere Auftritte, war mir aber sofort sympathisch.

Auch der Handlungsort hat mir gut gefallen, denn Fördestadt ist an Kiel angelehnt und ich hatte gleich zu Beginn sehr klare Bilder der Kieler Förde mit den Bootsanlegern im Kopf. Es ist halt schon was anderes, wenn man die Handlungsorte schon einmal (bzw. ständig) real gesehen hat.

Insgesamt läuft die Handlung hier weniger klar auf ein bestimmtes Ziel zu, wie es bei "Nox" der Fall war, bietet dadurch aber noch sehr viel Spielraum für die weiteren zwei Episoden. Man wird deutlich sträker im Dunkeln gelassen, was den weiteren Verlauf anbelangt. Das im Klappentext erwähnte Seeungeheuer hatte beispielsweise noch nicht so große Auftritte. ;-) Ich bin daher schon sehr gespannt, wie es mit Alex weiter geht und ob sie ihre Kraft noch unter Kontrolle bekommt.

~Und sonst so?~

Mehr Infos zu Alex bzw. der Superheldin Morlock gibt es HIER auf der offiziellen Seite des Papierverzierer-Verlags zum Projekt AURORA und zum Buch an sich HIER auf der Seite des Verlags.

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

Mittwoch, 6. Juli 2016

[Rezi] Aus dunkler Gnade

~Inhalt~

Der Sommerkönig Keenan ist verschwunden. Die Elfenhöfe bereiten sich auf die entscheidende Schlacht vor. Ein mächtiger Fremder ist auf den nächtlichen Straßen von Huntsdale unterwegs. Und Ashlyn - die sehnt sich wie verrückt nach Seth, während sie versucht, ihren eigenen Hof zusammenzuhalten. Aber Seth hat mittlerweile eine ganz eigene Rolle im Spiel der Mächte - und das könnte ihn das Leben kosten... (Quelle: Amazon)

~Eigene Meinung~

Der letzte Band der "Sommerlicht"-Reihe von Melissa Marr schließt mit dem über die Reihe hinweg aufgebauten Konflikt mit der Kriegselfe Bananach ab. Mir gefällt sehr gut, wie die in den ersten Bänden noch als eher unbedeutende Nebenfigur auftauchende Kriegselfe ganz allmählich mehr Macht gewinnt, Intrigen spinnt und letztlich die Oberhand erlangt.

Auch alle weiteren, noch offenen Handlungsstränge werden abgeschlossen, allen voran die Viererkiste Ashlyn-Seth und Keenan-Donia. Auch Leslie, Irial und Niall führen zu einem Ende. Etwas kurz kam in diesem letzten Band Sorcha, die nur anfangs kurz auftaucht.
Neu dabei sind dafür die Todeselfen Far Dorcha und Ankou sowie die bisher stets unerwähnten Wasserelfen aus Meer und Flüssen, die aber auch einen eher knappen Auftritt haben, der ihnen nicht ganz würdig wird.
Zudem stirbt der ein oder andere Charakter, was leider weniger Spannung aufbaute, als erhofft.

Auf einem gerade mal 330 Seiten langen Abschlussband kann man aber auch nicht zu viele Details erwarten, was ich wirklich schade fand. Insgesamt blieb viel auf der Strecke und der letzte Band wirkte oberflächlicher als die übrigen (was schon etwas heißen soll...). Es war einfach zu deutlich, dass möglichst schnell alles wichtige abgehandelt werden sollte, damit die Reihe ein Ende findet.
Insgesamt wurden meiner Meinung nach aber alle offenen Punkten gut geklärt und mich hat nichts gestört, bei ein, zwei Punkten war ich sogar leicht überrascht über die Wendung.

Viel mehr kann ich zu dem Band auch gar nicht sagen. Ich bin zwar zufrieden, aber nicht geflasht oder besonders begeistert.

Montag, 4. Juli 2016

[Rezi] AURORA - Nox 1.1

~Inhalt~

Nach einem Konzertbesuch scheint sich das Leben der sarkastischen Krimi-Buchhändlerin Ronna völlig auf den Kopf zu stellen. Eine rätselhafte Selbstmordwelle bricht aus, für die es keine rationale Erklärung zu geben scheint, und zu allem Überfluss muss Ronna auch noch an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifeln. Schließlich kann es nicht sein, dass die Stimmen, die sie in ihrem Kopf hört, real sind – oder doch?
Als auch ihr Bruder Vik in den verschlingenden Sog gezogen wird, der die Stadt Ubis ins Chaos stürzt, ist Ronna gezwungen, sich mit ihren neuen unheimlichen Fähigkeiten anzufreunden. Kann sie den Auslöser für all die rätselhaften Ereignisse finden, ehe sich ganz Ubis Lemmingen gleich in den Abgrund wirft? (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Eigene Meinung~

Es handelt sich hierbei um die erste Episode von drei rund um die (Super-)Heldin Ronna. Jede der acht AURORA-Hedinnen wird solche drei Episoden bis Ende des Jahres bekommen.

In dieser Episode lernen wir Ronna erst einmal kennen, die einen kleinen Buchladen führt und eher eine Außenseiterin ist. Sie hat einen jüngeren Bruder - Vik -, der wiederum mit seinem Freund Nikola seit ein paar Jahren zusammen ist. Das sind so ziemlich die drei wichtigsten Personen, über die man nach und nach mehr erfährt und sie langsam immer besser kennenlernt - oder das zumindest glaubt.

Mir gefiel sehr gut, wie sich die Handlung langsam aufbaut. Man merkt sehr schnell, dass auf dem Konzert etwas Merkwürdiges passiert sein muss, näher erläutert wird dies aber erstmal nicht. Nur langsam kommt Ronna mit ihrer neuen Fähigkeit in Kontakt und braucht eine Weile, um sie zu akzeptieren und gezielt einzusetzen. Dies ist jedoch nicht ungefährlich und so schadet Ronna sich selbst. Ich mag es, wenn Superkräfte nicht einfach nur positiv sind, sondern Nebenwirkungen haben. Das macht die Person trotz besonderen Kräften menschlicher, verletzlicher.

Die Episode über werden auch immer wieder Fragen aufgeworfen, die neugierig auf den weiteren Verlauf machen.
Das Ende war dann ein kleines Happy End mit Cliffhanger und ich bin sehr gespannt, was noch aus Ronna wird, die immerhin noch zur Superheldin "Nox" werden muss.

Fazit: Die erste Episode zu "Nox" war voller Action, Spannung und Geheimnissen. So gefällt mir der Auftakt zu einer Superheldinnen-Reihe! :)

~Und sonst so?~


Mehr Infos zu den einzelnen Heldinnen findet ihr auf der Internetseite zu AURORA!

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

Freitag, 1. Juli 2016

[Monatsrückblick] Juni 2016

~Gelesen~

1.) Das Bild - Rose Madder -> Rezi
2.) Aus dunkler Gnade -> Rezi folgt
3.) Die Träume des Jonathan Jabbok -> Rezi folgt

Leider schlechte Bild-Quali, weil Handyfoto... Dafür lugt die Robbe ins Bild. ;)

Richtig begeistern konnte mich diesen Monat nichts, aber ich habe die Bücher alle ganz gerne gelesen.
Und mit "Das Bild" und "Die Träume des Jonathan Jabbok" habe ich mal wieder zwei dickere Bücher vom SuB befreit. ;) Und die "Somemrlicht"-Reihe habe ich nun auch endlich beendet.

~Gehört~
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~Neuzugänge~
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~Blogneuerungen~
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~Sonstiges~

Nach dem ersten super tollen Wochenende im Juni (zum ersten Mal am Strand dies Jahr!), an dem ich "Rose Madder" verschlungen habe, fiel ich in eine kleine Leseflaute, die wohl auch damit zusammenhing, dass hier nur noch Job-Absagen reinflattern... :( Jedenfalls habe ich dann zwei Wochen so gut wie gar nicht gelesen... Die Kieler Woche hat da ihr übriges zu getan, denn da war ich nur unterwegs, statt gemütlich auf der Couch zu sitzen. (Was mega anstrengend war - nach dem ersten KiWo-Wochenende war ich zu nichts zu gebrauchen...)
Insgesamt also ein recht ernüchternder Monat, ohne Highlights. Eigentlich habe ich echt gar nichts geschafft, obwohl ich mir viel vorgenommen hatte. Naja, es gibt halt auch mal schlechte Monate... Jetzt noch zwei Monate durchhalten, dann hab ich auch mal Urlaub... :'D *seufz* Ach, ich sollte mal aufhören, hier in Resignation zu versinken... ... ...

Und wie war euer Juni?

LG Alica