Dienstag, 28. Juni 2016

[Rezi] Das Bild - Rose Madder

~Inhalt~

Nach 14 Jahren Ehehölle bringt Rosie Daniels endlich die Kraft auf, vor der Gewalt ihres brutalen Mannes zu fliehen. Doch der ist ein rachelüsterner Cop und folgt ihr dicht auf den Fersen... (Quelle: Heyne)

~Eigene Meinung~

Das letzte Stephen King Buch, das ich noch ungelesen im Regal hatte. Ich glaube, jetzt mache ich erstmal wieder ein Jahr Stephen King-Pause. XD (Wobei ich "Die Arena" noch als Hörbuch liegen hab...)
Und wieder einmal eine etwas andere Stephen King Geschichte...

"Das Bild - Rose Madder" handelt von Rosie, eine nicht mehr ganz junge Frau, die seit 14 Jahren mit Norman verheiratet ist. Diese Ehe ist alles außer glücklich, denn Norman neigt zu häuslicher Gewalt. Manchmal hat er schlechte Tage, an denen er Rosie nur etwas piesackt - und manchmal hat er ganz schlechte Tage, an denen Rosie um ihr Leben fürchten muss.
Das Buch beginnt mit einem solchen ganz schlechten Tag. Rosie hat nur ein Buch gelesen, das Norman nicht passt und er schlägt sie, bis Rosie, die seit kurzem schwanger ist, eine Fehlgeburt erleidet. Die Szene ist so realistisch und authentisch beschrieben, das dem Leser wirklich mulmig wird. Ich war kurz davor, das Buch erst mal wieder wegzulegen, so sehr hat mich diese Szene mitgenommen. Vor allem die Gedanken und Gefühle von Rosie in dieser Lage waren absolut nachvollziehbar beschrieben - ihre Angst, Fassungslosigkeit, Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist.

Nach dieser Szene kommt ein Zeitsprung zu dem Tag, an dem Rosie endlich beschließt, Norman zu verlassen. Mittlerweile geht es ihr durch die vielen Schläge gesundheitlich nicht mehr so gut und sie verbringt fast jeden Tag wie apathisch. In einer wachen Minute verlässt sie das Haus, hebt mit Normans Bankkarte etwas Geld ab und steigt in den nächsten Fernbus in eine weit entfernte Stadt.

Dort nimmt das Leben von Rosie endlich eine positive Wendung. Sie gelangt in ein Frauenhaus, in dem sie eine Weile wohnen und sich erholen kann, während sie langsam richtige Arbeit beginnt und zum ersten Mal in ihrem Leben eigenes Geld verdient. Dort kauft sie auch in einem Trödelladen das titelgebende Bild: Rose Madder. Das Bild versprüht eine seltsame Anziehungskraft auf Rosie, obwohl es an sich gar nicht hübsch oder besonders gut gezeichnet ist. Doch Rosie identifiziert sich auf eine ihr nicht erklärbare Art mit der Frau auf dem Bild, von der man nur die Rückansicht sehen kann.

Gleichzeitig macht sich Norman auf die Suche nach seiner unverschämten Frau, die es wagt, einfach seine Bandkarte zu klauen und abzuhauen...

Es wird schnell klar, dass das Buch auf einen Showdown zwischen Rosie und Norman hinausläuft. Dennoch bleibt es spannend, während Norman immer verrückter und gewaltbereiter wird und auf der Suche nach Rosie die ein oder andere Leiche zurücklässt. Für diese Szenen wird in Kursivschrift zu Norman gewechselt, sodass man einen Einblick in sein krankes Gehirn bekommt. Diese Szenen sind auf ihre ganz eigene Art spannend und man hofft die ganze Zeit, dass Norman doch noch einen Fehler macht und gefasst wird, bevor er mehr Schaden anrichten kann.
Zeitgleich wird als Kontrast Rosies neues Leben geschildert. Sie findet einen gut bezahlten Job, bekommt ihre eigene Wohnung, lernt einen netten Mann kennen... Rosie wird dabei immer fröhlicher, genießt das Leben, wird selbstbewusster.

Soweit wäre das Buch auch wunderbar ohne Übernatürliches ausgekommen. Doch ganz ohne kann Stephen King dann doch nicht und baut mit dem Bild "Rose Madder" eine Parallelwelt ein, in die Rosie eines Nacht hineingerät. Das Ganze wird zwar sehr eindrucksvoll und bedrückend, mit viel Atmosphäre, beschrieben, hätte aber tatsächlich nicht Not getan und wirkte seltsam Fehl am Platz. Es wäre schön gewesen, wenn Rosies Probleme mit Norman auf eine realere Art ihr Ende gefunden hätten. Dennoch, für sich selbst stehend, war die Welt im Bild und die Frau "Rose Madder" wunderbar und bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis.

Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, da sowohl die Anfangsszene mit der Fehlgeburt, als auch eine weitere, kaum fassbare Misshandlung, bei der mir wirklich übel wurde, die aber zum Glück nicht so ausführlich beschrieben wird wie die Anfangsszene, schockieren. Es ist schwer zu glauben, was im Zuge häuslicher Gewalt alles an krankhaften Dingen möglich ist und die unverblümte Art, mit der Stephen King hier schreibt, wirft dem Leser die Grausamkeit nur umso deutlicher vor Augen. Wer von solchen Misshandlungen weiß oder ahnt, darf nicht tatenlos bleiben.

Fazit: Schwieriges, aber leider nur allzu gegenwärtiges Thema, über das man in der Form wohl selten liest. Das übernatürliche Element wäre nicht notwendig gewesen, stellt für sich genommen aber eine faszinierende Welt dar.

[Geplauder] Liebster Award Nr. 3

Die liebe Sandra Florean hat mich für den "Liebester Award" nominiert! Ich war letztes Jahr schon mal dabei (sogar zweimal, wie mir eben augefallen ist, aber sehr kurz hintereinander - HIER und HIER, falls es wen interessiert), mache aber sehr gerne wieder mit. Vielen Dank für die Nominierung! <3 Hier findet ihr die Antworten von Sandra!




Hier die Regeln:
- Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und
verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
- Beantworte die 11 Fragen, welche dir der Blogger,
der Dich nominiert hat, stellt.
- Nominiere 3 bis 10 weitere Blogger mit bisher weniger als 300 Followern
für den Liebster Award.
- Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
- Schreibe diese Regeln in deinem Artikel zu Liebster Award,
damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
- Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.
 


Und nun meine Antworten!

1. Warum liest Du?
Weil es mir Spaß macht, in fremde Welten und Leben einzutauchen. Man erlebt dadurch so viel mehr, als das reale Leben hergibt. Man reist zu den ungewöhnlichsten Orten und erlebt die abenteuerlichsten Geschichten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Genau das finde ich am Lesen (und Schreiben) so faszinierend. In Filmen hat man immer ein genaues Bild vor Augen, da bleibt weniger Freiraum für eigene Vorstellungen.

2. Dein liebstes Buch aus der Kindheit?
Gute Frage. :D Wir hatten so viele tolle Bücher. Die Raupe Nimmersatt mochte ich immer gerne. Aber wir hatten auch schöne Bücher mit verschiedenen Tiergeschichten. Besonders Katzen- und Hasengeschichten habe ich geliebt, als ich ganz jung war (danach kam die Pferdezeit). Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Titel und weiß auch nicht, ob meine Mutter oder meine Oma davon noch etwas behalten hat... Wäre vielleicht mal eine Suche wert. ;)Und sonst fand ich es immer toll, wenn meine Oma mir aus Grimms Märchen vorgelesen hat.

3. Was ist Dein Lieblingsgenre?
Ganz klar Fantasy.
 
4. Was muss ein gutes Buch für Dich beinhalten/auslösen?
Da bin ich wirklich verkorkst. :D (Merkt man als Verfolger meines Blogs vllt daran, dass mir 5-Sterne-Bewertungen ganz, ganz schwer fallen.) Ein richtig gutes Buch, also eines, was 5-Sterne verdient hat, muss mich fesseln, umhauen, mich nicht mehr los lassen - und wenn ich es beendet habe, will ich es am liebsten gleich noch einmal lesen. Meine Ansprüche an so ein Erlebnis sind dabei extrem hoch, denn ich störe mich schnell an Kleingkeiten... Zu kitschig, zu naiv, zu nervtötend, nicht nachvollziehbare Handlungen - all das versaut es mir schnell mal. Und ich hasse nichts mehr, als zähe Anfänge oder noch schlimmer: zähe Mittelteile. Ein wirklich gutes Buch muss durchgehend interessant bleiben. Ich darf nicht das Gefühl bekommen, es gerade doch lieber weglegen zu wollen, weil es mir zu langsam vorangeht. Sich zu lange hinzieht, keine Entscheidungen getroffen werden, obwohl das oftmals gar nicht so schwer wäre.
Und manchmal kommt es auch vor, dass mir ein Buch gut gefallen hat und ich kaum etwas zu meckern habe, aber das "gewisse Etwas" fehlte. Man liest das Buch gerne, hat Spaß dabei, aber wenn man es beendet hat, bleibt ein "leeres Gefühl" zurück. Solche Bücher bleiben mir dann auch meistens nicht im Gedächtnis, obwohl sie mir beim Lesen wirklich gefallen haben. Das sind dann 4-Sterne-Bücher. ;)

5. Welchen Hype konntest Du bisher nicht nachvollziehen?
Oh, da gab es einiges. Angefangen mit "Twilight". Und ich habe wirklich versucht, es nachzuvollziehen. Ich habe Band 1 gelesen und die ersten 2 Filme gesehen. Aber... das reichte dann auch für den Rest meines Lebens. :'D
Naja, und sonst "Fifty Shades of Grey" (selten so einen S***** gesehen/gelesen... Ernsthaft: Sie ist eine mega Hohlbratze, die sich alles gefallen lässt, und er nutzt das vollkommen aus und manipuliert sie, wo es nur geht. Und alle reden davon, was für eine großartige Liebe das ist. Ich will die Ladys mal sehen, die sich so die perfekte Liebe vorstellen, wenn sie tatsächlich einen Mr. Grey finden... -.-").
Gab noch ein paar andere Sachen, aber das reicht, sonst rege ich mich hier zu sehr auf. XD 
 
6. Lieber starke Protagonistin oder der klassische Antiheld?
Kommt drauf an. :P Es hängt von der Umsetzung ab. Ich habe Bücher mit starken Protagonistinnen gelesen (was ich grundsätzlich gut finde, denn viel zu oft sind die weiblichen Protas naive Mädchen, die sich Hals über Kopf verlieben und alles andere ausblenden), die furchtbar waren, wo die Dame echt nur anstrengend war mit ihrer "Ich kann alles alleine"-Einstellung. Und genauso gibt es klassische Antihelden, die vom Klischee abweichen und das Buch zu einem besonderen Erlebnis machen.
 
7. Lovestory oder Action?
Grundsätzlich mehr Action als Lovestory, aber ein bisschen Liebe darf auch mal in der Luft liegen. ;)

8. Wonach suchst Du Deine Bücher aus?
Früher nach dem Klappentext im Buchladen, heute auch viel über Rezensionen. Seit ich selbst Blogge lese ich gerne die Meinung anderer und entdecke dadurch das ein oder andere gute Buch. Ansonsten muss ich gestehen, dass die Amazon-Bewertungen doch hilfreich sind. Vor allem bei Büchern, die in der Blogegrszene gehyped werden, lese ich gerne die 3-Sterne-Bewertungen bei Amazon, die sind meist doch näher an meiner eigenen Meinung als der Rest. Und dann muss ich mir überlegen, ob mich das Buch trotzdem interessiert. Ich stöbere aber nach wie vor gerne in der Buchhandlung, wobei ich dann meist eher Bücher in die Hand nehme, die ein schönes Cover haben oder wo ich den Autor schon kenne. Ohne aber Meinungen im WWW eingeholt zu haben, kaufe ich kaum noch etwas... für (im Nachhinein schlechte) Spontankäufe sind mir Bücher mittlerweile zu teuer.

9. Warum bloggst Du?
Zum Bloggen gekommen bin ich über Cindy von KumosBuchwolke. Ich habe für ihren Blog das Mascottchen Kumo entworfen und anfangs auch ab und an ihre Rezensionen Vorab gelesen. Allerdings hatte ich erst dann den Drang, mich richtig über Bücher auszutauschen, als ich "City of Heavenly Fire" beendet hatte und von dem Ende meiner Lieblingsbuchreihe doch sehr enttäuscht war. Bis heute hat kaum jemand der Rezi Beachtung geschenkt, aber sie war der Grund, warum ich mit dem Bloggen angefangen habe.
 
10. Was ist an Deinem Blog das Besondere/Einzigartige/...?
Gute Frage, vielleicht das Design? :P (Auch wenn es mir vorkommt, als wäre es der Grund für meine wenigen Follower... XD Vielleicht sollte ich mehr Bücher in den Header einbauen und das Rosa vernichten?) Also grundsätzlich ist mein Blog noch in der Entstehungs- und Findungsphase. Ich habe nur zu wenig Zeit, mir eingehend neue Dinge einfallen zu lassen und sie dann auch umzusetzen. Das kommt nach und nach. Vielleicht wird er also noch einzigartiger, irgendwann. ;)
 
11. Bist Du mit anderen Bloggern vernetzt und triffst sie vielleicht sogar persönlich?
Eher weniger. Ich kenne wie gesagt Cindy von KumosBuchwolke gut und habe sie auch schon öfter persönlich getroffen. Über sie habe ich auch auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse den ein oder anderen Blogger kennengelernt, aber ansonsten finde ich es schwierig, da Kontakt herzustellen. Ich musste bisher die Erfahrung machen, dass solche Aktionen wie "Gemeinsam lesen" und Co nichts bringen. Alle hoffen auf neue Follower, aber letztlich kommentiert da kaum einer. Und auch sonst habe ich das Gefühl, die anderen Blogger würden zwar Kommentare haben wollen, aber eine rege Unterhaltung oder gar Diskussion über das betreffende Buch entsteht nie. Manchmal bekommt man trotz Fragen im Kommentar nicht einmal eine Antwort.
Aber vielleicht gehe ich die Sache auch nur falsch an? irgendwelche Tipps? :P

~~~*~~~*~~~*~~~*~~~*~~~

Ich nominiere:
Barbara von Barbarsas Paradies
Emely von Buchsammlerin
Kerstin von Dragons Bookworld


Und meine Fragen an euch:
1. Welches war dein erstes Buch mit mehr als 200 Seiten?
2. Gibt es etwas, das bei dir beim Lesen unbedingt dabei sein muss (Kerzenschein, Schokolade, Teddybär, o.Ä.)?
3. Wie viele Seiten liest du durchschnittlich pro Tag?
4. Hast du einen Lieblingsbuchladen?
5. Gibt es ein Buch, das du schon mehr als zweimal gelesen hast?
6. Wonach sortierst du deine Bücher im Regal?
7. Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden?
8. Welchen Buchcharakter könntest du dir im realen Leben als große Liebe vorstellen?
9. Wie/Wo machst du Werbung für deinen Blog?
10. Gestaltest du dein Blog-Design selbst oder hast du Hilfe?
11. Eine nicht-buchige Frage: Hast du schon urlaubspläne für diesen Sommer?


Viel Spaß beim beantworten (ich hoffe, ihr wurdet nicht alle schon mal nominiert xD)!

Mittwoch, 22. Juni 2016

[Rezi] Dark Wonderland - Herzkönigin

~Inhalt~

Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen? (Quelle: Amazon)

~Aufmachung~

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt perfekt zu einer Alice im Wunderland-Geschichte. Der Ausdruck des Mädchens, das Alyssa darstellt, ist leicht geheimnisvoll und durchdringend, die Pflanzen tragen gut zu dem Eindruck bei.

~Eigene Meinung~

Meine Einstellung zu "Alice im Wunderland" war früher immer sehr... negativ, das gebe ich zu. In der Grundschule musste ich ständig Witze diesbezüglich über mich ergehen lassen, da ich mit Vornamen Alica heiße. Das hatte damals einen richtigen Hass auf das Buch und den Disney-Film bewirkt.
Erst als ich meine Mutter beim Spielen des Alice-Horror-Games "American McGee's Alice" beobachtete, konnte ich der Handlung wieder mehr abgewinnen. Denn solche düsteren, verrückten Geschichten haben mich schon immer fasziniert. Und wenn man ehrlich ist, bietet "Alice im Wunderland" eine wunderbar verrückt-kranke Grundlage für allerhand Horrorszenarien.

Und so habe ich mich jetzt endlich dazu entschlossen, doch mal ein Buch über Alice in die Hand zu nehmen. Denn "Dark Wonderland" klingt schon recht gut, oder nicht? ;-)

Die ersten 100 Seiten spielen in der realen Welt und zeigen Alyssas Leben mit ihrer verrückten Mutter, die sie regelmäßig in der Irrenanstalt besuchen geht, und ihrem Vater, der noch immer an eine Heilung seiner Frau glaubt. Alyssa selbst hört Insekten und Blumen sprechen, versucht aber, es zu ignorieren, weil es bedeuten würde, dass sie genauso verrückt wie ihre Mutter ist. Auch sonst versucht sie mit allen Mitteln, sich von ihrer Mutter abzuheben - bunte Strähnen in den blonden Haaren, ausgefallene Kleidung, buntes Make-Up. In ihrer Freizeit tötet Alyssa Insekten und bastelt Kunstwerke aus ihnen - nur dann sind sie endlich still. Zudem skatet Alyssa gerne. Alles in allem war Alyssa sofort eine Person, die mir mit ihren "Macken" sympathisch war.
Man lernt auch Jeb, ihren Jugendfreund und heimlichen Schwarm kennen, der stets zu Alyssa hält, aber nichts von der Erkrankung ihrer Mutter weiß, denn das versucht Alyssa geheim zu halten und behauptet, ein Autounfall wäre für den gesundheitlichen Missstand ihrer Mutter verantwortlich. Alyssa hat ohnehin genug mit ihrer Verwandtschaft zu Alice Lidell zu kämpfen, mit der sie auch in der Schule oft aufgezogen wird.
Auf diesen ersten 100 Seiten bekommt man einen guten ersten Einblick in Alyssas Leben und ihre Gefühle zu der ganzen Alice-Geschichte. Ich hatte sofort Mitgefühl für sie und konnte verstehen, dass sie den Zustand ihrer Mutter endlich verbessern will.

Und dazu muss sie ins Wunderland und den Fluch aufheben, der auf ihrer Familie lastet.

Das Wunderland fing wie erwartet gruselig-eklig an, mit Rabbit, dem halb Skelett-Zwergen-Opa (nein, hier war das Weiße Kaninchen kein Kaninchen...) und fleischfressenden Blumen, die genüsslich Blattläuse zerkauen. Doch danach wurde das Wunderland für meinen Geschmack zu harmlos und fast schon normal. Ich hatte mir deutlich mehr Ekel-Wesen gewünscht. ;) Auch verläuft Alyssas Reise durch das Wunderland im späteren Verlauf immer entspannter (also natürlich nicht wirklich, aber im Vergleich zu den ersten Abschnitten schon). Spannend fand ich es dennoch und es gab ein paar unerwartete Auflösungen. Dass Alyssa fast nebenbei ihre Aufgaben bewältigt, störte mich auch nicht, da es nun mal das Wunderland ist - da wäre es unlogisch, wenn alles erst gesucht und logisch entschlüsselt werden müsste.

Etwas nervig war die Dreiecks-Beziehungs-Kiste mit Jeb, Morpheus und Alyssa. Ich an Alyssas Stelle hätte Morpheus von Anfang an weniger vertraut, aber sie fällt immer wieder in das "damals war alles so schön" zurück und lässt sich dadurch blenden. Mich nervt es ja immer, wenn eine Protagonistin sich nicht entscheiden kann, für wen ihr Herz schlägt und selbst bei mieser Behandlung durch eine der Personen keine Einsicht zeigt... Aber zum Glück wird diese Tour nicht das ganze Buch durchgezogen.

Der Schreibstil war überwiegend flüssig und hat mir meistens gut gefallen. Stellenweise hatte ich jedoch das Gefühl, es würde etwas fehlen. Zum Beispiel hat Alyssa gleich zu Beginn plötzlich Krücken in der Hand und ich konnte nicht herausfinden, wo die aufeinmal herkamen. Solche Stellen gab es öfter mal, was negativ auffiel, da sie mit einem kleinen Nebensatz geklärt werden könnten.

Fazit: Guter Auftakt einer Trilogie im "Alice im Wunderland"-Universum, die für meinen Geschmack zu harmlos ausgefallen ist und zu sehr auf die Dreiecksbeziehung setzt. Dennoch freue ich mich auf die weiteren Bände.

Mittwoch, 15. Juni 2016

[Rezi] Artemis Fowl - Der Geheimcode

~Inhalt~

Ein braver Junge werden? Undenkbar für den Meisterdieb Artemis Fowl. Deshalb plant er einen letzten großen Coup: logisch, trickreich und mit vollem Risiko. Er will einen neuartigen Computer - gespickt mit geklauter Elfentechnik - an den skrupellosen Milliardär Jon Spiro verkaufen. Doch damit bringt er nicht nur sich und seine Freunde, sondern auch das Reich der Unterirdischen in höchste Gefahr... (Quelle: Hörbuch Hamburg)

~Aufmachung~

Das Cover ist passend zur Reihe wieder gezeichnet und zeigt Artemis mit dem C-Cube sowie Mulch und Holly. Ich finde das Cover diesmal eher langweilig, da auch wenig Abwechslung drin ist.

~Eigene Meinung~

Es handelt sich um eine gekürzte Lesung, sodass man wieder in den Genuss der spannenden Seiten des Buches kommt. ;-) Diesmal habe ich das Buch auch nicht zuvor gelesen, sodass ich nur die Hörbuch-Ausgabe beurteilen kann.

Rufus Beck macht als Sprecher wieder einen großartigen Job. Es macht total Spaß zuzuhören, wie er den einzelnen Personen mit ganz eigenen Stimmlagen Leben einhaucht.

Inhaltlich konnte mich vor allem der Anfang fesseln. Butlers Schicksal ist hier sehr tragisch und Artemis Bemühungen, ihm zu helfen, unterstreichen die tiefe freundschaftliche Verbindung der beiden umso mehr. Es war zudem positiv, dass Butlers Rettung dennoch nicht ohne Folgen bleibt, worauf ich im weiteren Verlauf der Reihe noch gespannt bin, wie es damit weiter geht.

Auch Holly und Mulch sind wieder mit dabei und wie immer ergeben sich dadurch witzige Dialoge. Besonders Mulch ist ja ein sehr spezieller Zeitgenosse, der mich immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Neu dabei ist diesmal auch Juliet, Butlers jüngere Schwester, die genauso eine perfekte Kampfmaschine ist. Ihre ruhige, kalte Art brachte eine passende Abwechslung in die Charakteraufstellung.

Die zweite Häflte, als Artemis und Co den C-Cube aus dem Labor stehlen wollen, war gut durchdacht und mit einigen unerwarteten Wendungen. Dennoch konnte es mich weniger fesseln, was wohl daran lag, dass mir solche Einbruch-Szenen noch nie gut gefallen haben. :-P Irgendwie ist ja immer klar, dass sich viele Hindernisse auftun und am Ende doch alles glatt geht.

Fazit: Witzige, unterhaltsame Fortsetzung der Artemis Fowl-Reihe, die mit unerwarteten Wendungen überzeugen kann. Wer Diebstähle a la "Oceans Eleven" mag, wird sicherlich Spaß an dem Buch/Hörbuch haben.

Montag, 13. Juni 2016

[Rezi] Das Schwert der Vorsehung

~Inhalt~

»Was soll man von dir halten - ein Hexer, der jeden zweiten Tag ein einträgliches Angebot ausschlägt? Die Hirikka tötest du nicht, weil die am Aussterben sind, den Streitling nicht, weil er unschädlich ist, die Nächtin nicht, weil sie nett ist, den Drachen nicht, weil's der Kodex verbietet ...«
Der Hexer Geralt von Riva verdient seinen Lebensunterhalt recht und schlecht mit dem Beseitigen von allerlei Ungeheuern. Nicht selten begegnen ihm die Leute, die ihn anheuern, mit tiefem Argwohn. Doch damit kann er leben. Obwohl es sein Ehrenkodex eigentlich verbietet, schließt er sich einer Gruppe von Drachenjägern an - denn die Zauberin Yennefer, seine verlorengeglaubte Geliebte, ist unter ihnen. Aber die Interessen der Jäger sind zu unterschiedlich: Es beginnt ein Kampf jeder gegen jeden. Und ganz allmählich wird eine Bedrohung der festgefügten Ordnung spürbar... (Quelle: dtv-Verlag)

~Aufmachung~

Das Cover ist passend zur gesamten Buchreihe in den dunklen Orange-Grün-Schwarz-Tönen gehalten und zeigt wie auch die anderen Cover ein passendes Motiv - hier das titelgebende Schwert. Mir persönlich gefallen die Cover, da sie gut zu der Reihe passen.

~Eigene Meinung~

Der zweite Kurzgeschichtenband rund um den Hexer Geralt von Riva, bekannt vor allem durch die auf den Romanen basierende Videospiel-Reihe "The Witcher".

Während sich der erste Kurzgeschichtenband (hier ist meine Rezi dazu) vor allem auf das Arbeitsleben eines Hexers konzentrierte und verschiedene Monsterjagten von Geralt darstellte, setzt dieser zweite Band verstärkt auf Geralt selbst. Es geht vor allem um seine "Gefühle" - Hexer besitzen so etwas eigentlich nicht mehr wirklich - und wie Geralt sich mit Themen wie Liebe, Zuneigung und dem Sinn des Lebens beschäftigt. Dadurch wird der Band deutlich persönlicher und zeigt mehr charakterliche Entwicklung als die erste Kurzgeschichtensammlung.

Natürlich fielen die Kurzgeschichten nicht alle gleich gut aus, waren aber auf einem etwas höheren Niveau als noch in "Der letzte Wunsch". Die Action wurde leicht gemindert, dafür verstärkt auf die Dialoge und die tiefsinnigen, zum Teil emotionalen Szenen gesetzt. Man taucht wieder richtig in die Welt ein und möchte nur ungerne daraus auftauchen. Dabei ist besonders das Worldsetting erwähnenswert, welches mich schon so sehr in den Videospielen begeistern konnte: düster, voller Intrigen, Verrat, Rassismus und Gewalt und doch immer wieder hoffnungsvoll, emotional, barmherzig. Eine klasse Mischung, die man sonst selten auf diesem Niveau in Fantasy-Romanen findet. Das alles abgerundet durch die wirklich interessante Figur Geralt, der seinen eigenen Sinn im Leben sucht und dabei viel zu oft an seinem Glück vorbeirennt.

Auch an einfallsreichen Monstern bzw. Wesen fehlt es hier nicht. Seien es nun "einfache" Drachen, auf Müllhalden lebende Zeugl, geschickt handelnde Gestaltwandler oder verliebte Sirenen. Sie alle tragen einen wichtigen Teil zu den Geschichten bei und dienen nicht bloß als Feind, den es zu bezwingen gilt. Vor allem Geralts Interaktionen mit den vernunftbegabten Wesen unter ihnen sind oftmals sehr witzig zu lesen.

Ich kann hier nicht auf jeden Punkt eingehen, der mich begeistert hat, das würde zu viel verraten. ;-) Daher möchte ich diese Reihe wirklich jedem ans Herz legen, der vor düsteren, aber wirklich grandios geschriebenen Fantasy-Geschichten nicht zurück schreckt und sich auf die Geschichten rund um Geralt einlassen möchte.
Da die fortlaufenden Romane noch besser sein sollen als die Kurzgeschichten und mich nicht jede Kurzgeschichte 100% durchgehend fesseln konnte, gibt es für Geralt diesmal noch keine 5 Sterne. Aber er ist nahe dran!

Donnerstag, 9. Juni 2016

[Blogtour] Tag 4 - Licht & Dunkelheit

Willkommen zu Tag 4 unserer Blogtour!
Ich berichte euch heute etwas über "Licht & Dunkelheit", die in "Dunkellicht" eine wichtige Rolle spielen - sprich: ich stelle euch die beiden Orden näher vor!

"Am Anfang war das Dunkellicht,
Gemeinsam und unendlich eins.
Doch jeder Bund einmal zerbricht,
in Licht und Dunkelheit geteilt.
Die Kräfte werden langsam wach,
nur wenige, die wissen von dem Messen zwischen Tag und Nacht,
doch hat es lange schon begonnen.
Ein Sturm zieht auf. Aus seinem Auge drängt längst getrenntes neu empor.
Des Lichtes Blut, des Dunkeln Glaube
Mag uns bewahren wie zuvor."
[Position 122/5900]

Der Orden bzw. die Bruderschaft des Lichtes und der/die der Dunkelheit sind seit Jahrhunderten verfeindet, haben jedoch vor einiger Zeit ein Friedensabkommen unterzeichnet. Sie stellen das Gleichgewicht auf der Erde dar - geht ein Orden unter, wäre das Gleichgewicht gestört und was dann passiert, weiß keiner.
Die Aufgabe der Orden ist es, auf der Erde die Kräfte des Bösen zurückzuhalten. Sie haben unter anderem Mitglieder in wichtigen Positionen von Firmen, Religionen oder Regierungen.

Ordensmitglieder beider Orden zeichnen sich dadurch aus, dass sie Licht bzw. Dunkelheit nutzen können. Für den Orden des Licht stellt Helligkeit/Licht/Sonne somit eine Energiequelle dar, während der Orden der Dunkelheit seine Kraft aus der Nacht, der Finsternis und aus Schatten ziehen kann. Dazu reicht es z.B. dem Orden der Dunkelheit schon, wenn tagsüber ein dunkler Schatten geworfen wird, auch wenn mehr Dunkelheit natürlich mehr Energie bedeutet.

Mitglieder der Orden sind ausschließlich männlich. Die Kraft wird nämlich nur an Söhne vererbt. Das Oberhaupt eines jeden Ordens wird Primus genannt.
Mit ihrer Initiation zum Mitglied einer der Bruderschaften bekommen sie einen Gefährten zugewiesen. Dabei handelt es sich um überirdische Wesen, die im Orden des Lichtes "Engel" und im Orden der Dunkelheit "Behüter" genannt werden und zum Schutz und zur Hilfe gedacht sind. Diese Wesen können durch das Ordensmitglied gerufen werden, wann immer ihre Hilfe gebraucht wird.

Fähigkeiten sind beispielsweise, dass Mitglieder beider Orden im Dunkeln sehen können - ganz deutlich in schwarz-weiß - und sich durch die Kräfte heilen können. Zudem können die Kräfte als Waffe oder als Schutz genutzt werden. Gegeneinander können die Orden ihre Kräfte jedoch nicht einsetzen.
Jeder Einsatz von der Kraft des Lichtes bzw. der Dunkelheit kostet Energie und so können die Mitglieder der Bruderschaften sie nicht unbegrenzt einsetzen.

Neben den Kräften Licht und Dunkelheit gibt es noch viele weitere, zu denen beispielsweise der Magiker Martus gehört. Ihre Kräfte sind jedoch begrenzter.

Für mehr Informationen solltet ihr aber selbst das Buch lesen. ;)

~Beiträge~

Tag 1 - Buchvorstellung und Rezension
Tag 4 - Licht & Dunkelheit bei mir

~Gewinnspiel~

Was gibt es zu gewinnen?
Einmal das Buch "Dunkellicht" als Print-Ausgabe mit Goodies.



Was müsst ihr tun? 
Hinterlasst einfach einen Kommentar unter dem Post, in dem ihr die folgende Frage beantwortet:

Welches Element würdet ihr gerne kontrollieren können (es muss nicht Licht oder Dunkelheit sein)? 

Und schon habt ihr ein Los gesammelt.
Ihr könnt die ganze Woche über Lose sammeln, wenn ihr die Beiträge kommentiert. Insgesamt sind 8 Lose möglich (an Tag 1 ein Los pro Blog). Gewinnspielende ist Samstag, der 11.06. um 23:59 Uhr. 
Ausgelost wird voraussichtlich am Sonntag darauf.


Rechtliches

- Teilnahme ab 18 oder mit Einverständnis der Eltern 
- Versand innerhalb Deutschland/Schweiz/Österreich 
- Keine bar Auszahlung

Dienstag, 7. Juni 2016

AURORA - Geheimprojekt26 enthüllt


Nachdem ich bereits im Februar angekündigt habe, dass das Geheimprojekt26 auch bei mir halt macht, gibt es nun endlich die Auflösung, worum es dabei geht.

Der Papierverzierer-Verlag hat ein wirklich ungewöhnliches Projekt in die Wege geleitet. Acht Autorinnen (s. Banner) schreiben in kurzen Episoden Superheldinnen-Geschichten als eBook-Reihe!
Pro Woche soll eine neue Episode erscheinen (insgesamt 24 Novellen, d.h. pro Monat erscheinen 4 Episoden à 120 Seiten). Jede Autorin hat drei Episoden für ihre jeweilige Heldin geschrieben.
Die ersten 4 Episoden erscheinen im Juli. Dann könnt ihr jeweils am Erscheinungstag (oder kurz danach, je nachdem wie es zeitlich bei mir passt), Rezis zu den Episoden lesen. 
Ich bin selbst schon sehr gespannt, wie diese Geschichten werden! Ich liebe ja Superhelden-Filme, muss aber gestehen, mich an kein gelesenes Superhelden-Buch zu erinnern. Es wird also höchste Zeit!

Hier noch die Inhaltangabe des Verlags:
Personen mit besonderen Fähigkeiten – Illusionisten, Teleporter, Zeitreisende, Geisterbeschwörer – tauchen überall im Land auf. Vor kurzem waren sie noch ganz normale Menschen. Was hat sie also zu dem gemacht, was sie jetzt sind? Wo kommen sie her und was haben sie vor? 
– In der Novellenserie AURORA liest du über die Geschichte von acht Frauen in einem alternativen Pulp-Deutschland. Du begleitest sie auf ihrer traumhaft geilen Reise in die Vergangenheit, bei ihrem Kampf gegen übermächtige Feinde und den fast noch schlimmeren alltäglichen Problemen. … denn es gibt Dinge, die kann man weder mit einem bezaubernden Charakter, noch mit Superkräften bewältigen.

Neugierig geworden?
Dann bleibt dran. ;)
Infos gibt es nach und nach auch auf der dazugehörigen Internetseite: www.aurora.papierverzierer.de

Montag, 6. Juni 2016

[Rezi] Dunkellicht

Willkommen zu Tag 1 der Blogtour zu "Dunkellicht" aus dem Papierverzierer-Verlag!
Heute stellen wir euch das Buch und unsere Meinung dazu vor!
Hier sind die Beiträge der anderen Blogs zu finden:

Kerstin von Dragons Bookworld

Ein Klick auf das Banner führt euch zur dazugehörigen Facebook-Veranstaltung!

Es gibt auch ein Gewinnspiel... dazu bitte bis zum Ende lesen. :P
~Inhalt~

Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten.
Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen.
Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift… (Quelle: Papierverzierer-Verlag)

~Aufmachung~

Das Cover ist passend zur Thematik in weiß (Licht) und schwarz (Dunkelheit) gehalten. Mir gefällt der Schnitt in der Person total gut, da es gleichzeitig darstellt, dass beides in einem Menschen enthalten sein kann. Und außerdem mag ich gezeichnete Cover. ;)

~Eigene Meinung~

"Dunkellicht" ist mein erstes Buch aus dem Papierverzierer-Verlag und das erste für eine Blogtour, daher habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. :3
Ich muss gestehen, dass ich bei der Thematik mit den Gruppierungen von Licht und Dunkelheit, die Erzfeinde sind, an die "Wächter"-Reihe von Sergej Lukianenko gedacht habe. Doch es wurde sehr schnell klar, dass "Dunkellicht" nur im Ansatz Ähnlichkeit aufweist.

Die Handlung zeichnet sich durch viel Action und Spannung aus. Schon direkt zu Beginn startet man mitten in einem Gefecht. Und solche actiongeladenen Szenen ziehen sich durch das gesamte Buch und sorgen damit für Abwechslung und kurzweilige Unterhaltung. Einige Stellen sind jedoch nicht unbedingt etwas für zartbesaitete Leser(innen).
Zwischen der Action geht es vor allem ums Suchen bzw. Verfolgen. Die Passagen fielen ab und an etwas zäh aus, führten aber stets die Handlung voran.
Häufige Perspektivenwechsel unterstützen die Spannung, können gerade zu Beginn aber etwas verwirren. So kommen im Laufe des Buches immer mehr Personen hinzu, aus deren Sicht erzählt wird. Manches Mal wird auch dieselbe Szene aus zwei oder drei Perspektiven nacheinander noch einmal dargestellt, was mich jedoch nicht weiter gestört hat, da man dadurch die verschiedenen Sichtweisen erfährt. Zudem sind die Kapitel allesamt eher kurz, sodass sich nie zu stark in einer Perspektive verloren wird. Und trotz der häufigen Wechsel bleibt vieles im Dunkeln und man erfährt als Leser erst nach und nach, was passiert; bleibt lange Zeit genauso ahnungslos, wie die Protagonisten. Das ist sehr gut umgesetzt worden und man ist stets neugierig, wie es weitergeht und was die Auflösung wird.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man lernt sie im Laufe des Buches immer besser kennen. Mir haben sie alle gut gefallen. Besonders erwähnenswert ist aber wohl Dorn, der durch seine krasse "Arbeitsweise" auffällt und im Gedächtnis bleibt.
Auch gut gefallen hat mir, dass mit Ella eine starke Frau dabei war (auch wenn sie leider eher weniger Einsatz zeigen durfte).

Das Ende war dann nahezu perfekt - spannend, unerwartet und traurig, mit einem sehr fiesen Cliffhanger. Ich habe auch schon eine kleine Vermutung, wie es weiter gehen könnte und bin auf Band 2 gespannt.

Nun noch etwas zum Hauptthema: Die Orden des Lichts und der Dunkelheit stellen mit ihren Kräften das Gleichgewicht auf der Erde dar, sind aber dennoch seit Urzeiten verfeindet. Ich muss gestehen, dass ich den Grund dafür nicht herausgelesen habe. Vielleicht wurde er auch nicht genannt? Es wäre auf jeden Fall schön gewesen, mehr über die Vergangenheit der Orden zu erfahren, z.B. wie sie sich entwickelt haben, wo genau die Differenzen liegen. So eine ausführlichere Erklärung gab es nicht (es sei denn, ich leide langsam an Alzheimer :'D), sondern es wurden immer mal wieder kleinere Brocken erklärt. Im Grunde mag ich diese Vorgehensweise, aber am Ende des Buches sollte man trotzdem das Gefühl haben, den Kern des Ganzen verstanden zu haben. Auch war mir nicht ganz klar, wieso in beiden Orden Krieger ausgebildet werden, für die es ganz normal ist, Menschen zu töten. Zu welchem Zweck? Sind sie eine Art Polizei, Geheimdienst oder was genau? Denn es schien mir nicht als müssten sie, wie z.B. bei der "Wächter"-Reihe, hauptberuflich gegen haufenweise Wesen aus den verschiedenen Ebenen kämpfen, sondern tatsächlich gegeneinander oder gegen Menschen.
Auch einige weitere Fragen blieben offen und ich hoffe sehr, dass diese in den nächsten zwei Bänden (die Reihe ist als Trilogie ausgelegt) beantwortet werden.

Fazit: Gelungener Reihenauftakt, der mit Action und Spannung mitzureißen vermag, jedoch etwas zu viele Fragen offen lässt. Der fiese Cliffhanger macht sehr neugierig auf Band 2!

Vielen Dank an den Papierverzierer-Verlag für das Rezensions-Exemplar! 

 


~Autor~
Martin Ulmer lebt in Dortmund, wo auch sein erster Roman spielt.  Beruflich ist er als Produktmanager für ein Abrechnungszentrum tätig.  Schreiben gehört seit jeher zu seinem Leben. Immer wieder von kreativen  Pausen unterbrochen, schreibt er in seiner Freizeit Texte und Gedichte  oder nimmt an Projekten mit anderen schaffenden Künstlern teil.  Seine  langjährigen Erfahrungen bei Pen & Paper Rollenspielen wie  Earthdawn, Conspiracy X, Vampire The Masquerade, C thullu oder Shadowrun  und seine Vorliebe für Serien wie 24, Breaking Bad, Lost, Millennium  oder Akte X haben seine Phantasie nachhaltig geprägt.  Dunkellicht  heißt sein erster Mystery-Roman und damit der erste Teil einer Trilogie  über das Wirken der Kräfte von Licht und Dunkelheit, inmitten einer Parallelwelt hinter den Kulissen, der sich verändernden Welt der Jahrtausendwende.  Wenn er gerade nicht schreibt oder dichtet entspannt  er gerne an der Nordsee oder bei Kaffee mit Freunden in den Dortmunder Kaffeebars. Darüber hinaus hat man hat recht gute Chancen ihn bei einer seiner abendlichen Laufrunden um den Phönixsee in Dortmund anzutreffen oder am Wochenende in seiner Dortmunder Lieblingsbar. (Quelle: Papierverzierer-Verlag)



~Gewinnspiel~
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- Keine bar Auszahlung