Dienstag, 31. Mai 2016

[Rezi] Shining

~Inhalt~

Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel "Overlook" ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren. (Quelle: Amazon)

~Aufmachung~

Die Bücher von Stephen King gibt es ja in vielen verschiedenen Formaten und Ausgaben. Ich habe mein "Shining"-Exemplar leider in keiner übermäßig hübschen Ausgabe gelesen. Diese BILD-Ausgabe war Teil einer Reihe von ausgewählten Büchern, die vor einigen Jahren in diesem Format herausgebracht wurden. Das Cover enthält Szenen aus dem Film - was ich an sich okay finde, aber das Buch ist doch gerade zum Ende hin anders als der Film, weshalb nicht alle Szenen so optimal passen.

~Eigene Meinung~

"Shining" ist einer der Klassiker von Stephen King, sodass es klar war, dass ich das Buch irgendwann lesen würde. Den Film dazu habe ich bereits im vergangenen Jahr gesehen und brauchte erst mal etwas Abstand davon, bevor ich zu dem Buch griff (obwohl dieses schon seit ca. 2 Jahren in meinem Regal steht).

Stephen King hat wieder einmal perfekt die Charakterentwicklung beschrieben und nachvollziehbar dargestellt. Sowas kann er einfach! Vor allem Jack, der Familienvater, der ab und an ausrastet und ein Alkoholproblem hat, war toll beschrieben. Es war von Beginn an klar, dass dieser Mann seine Probleme hat, auch schon das ein oder andere Unschöne getan hat, aber bemüht ist, alles besser zu machen. Der Job als Hausmeister in dem Hotel scheint da genau das richtige, um wieder Fuß zu fassen, nachdem er seinen Job an einer Schule verloren hat.
Seine Frau Wendy ist eher die schüchterne, liebe Hausfrau, die bisher bei ihrem Mann geblieben ist, egal wie schlimm die Zeiten waren. Doch mittlerweile denkt sie immer öfter an eine Scheidung. Auch sie sieht das Hotel als Möglichkeit, ihre Ehe zu retten. Immerhin sind sie dort den ganzen Winter über alleine, als kleine Familie.
Und dann ist da noch ihr Sohn Danny, der mit seinem imaginären Freund Tony redet und ab und an in tiefe Tagträume versinkt...

Neben der Entwicklung von Jack, seinen Gedanken, seiner Vergangenheit, ist besonders Danny ein spannender Charakter. Er ist für sein junges Alter sehr intelligent und weiß sich gut auszudrücken. Nur selten stößt er an seine sprachlichen Grenzen. Seine Beziehung zu dem imaginären Freund Tony ist etwas ganz besonderes, denn es scheint mehr als Fantasie dahinter zu stecken... Die Passagen mit Danny habe ich wirklich gerne gelesen, auch wenn ich unsicher bin, ob ein Kind in dem Alter wirklich so begabt sein kann und Situationen so differziert abwägen kann. Gelungen ist dabei auch der langsame Übergang von dem typischen "Kind hat einen ausgedachten Freund" hin zu tatsächlich übernatürlichen Ereignisse. Nur ein Gespräch recht am Anfang mit dem Koch des Hotels fand ich... naja, zu früh vorgegriffen.

Die Entwicklung der kleinen Familie, die mit dem Job im Hotel versucht, ihr Familiendasein zu retten, hin zu immer größerem Wahnsinn war perfekt umgesetzt. Man kann den allmählichen Verfall richtig miterleben und die Vergangenheit des Hotels tut dabei ihren wichtigen Beitrag.
Dass gerade zu Beginn des Buches eine lange Einführungsphase vorangesetzt ist, tut der Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil - die gezeigten Hintergründe aus dem Leben Jacks und seiner Familie sind quasi ein Ebenbild der amerikanischen Gesellschaft und ihrer Missstände.

Der Film wurde im Vergleich zum Buch sehr verändert, vor allem das Ende entwickelt sich sehr unterschiedlich. Und ich muss ehrliche sagen, dass mir das Filmende besser gefallen hat. Es war realistischer, während Stephen King im Buch am Ende wieder das Übernatürliche sehr in den Vordergrund stellt, was absolut nicht in dem Ausmaß notwendig gewesen wäre.

Fazit: Spannendes Buch mit einer fantastischen Charakterdarstellung. Das Ende gefiel mir allerdings weniger gut als im Film, da es zu übernatürlich war.

Montag, 30. Mai 2016

[Rezi] Mein bester letzter Sommer

~Inhalt~

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind… (Quelle: Verlagsgruppe Randomhouse)

~Aufmachung~

Das Cover finde ich persönlich richtig klasse! Ich mag Aquarellzeichnungen ohnehin sehr gerne und auf dem leicht rauen Papier wirkt das einfach perfekt. Auch im Innern ist das Buch schön gestaltet. Die Innenseiten des Covers enthalten einmal die Route, die Tessa und Oskar in Italien zurücklegen und einmal ihre Playlist, die man sich dann z.B. bei Youtube anhören kann (auch wenn nicht alle Lieder dort verfügbar sind).

~Eigene Meinung~

Tessas nahender Tod ist hier das Hauptthema. Sie weiß, dass sie kein Jahr mehr zu leben hat, vielleicht sogar nur noch wenige Wochen. Doch statt die letzte Zeit dafür zu nutzen, alles zu tun, wozu sie bisher keine Zeit hatte, versinkt sie in Selbstmitleid und verkriecht sich in ihrem Zimmer. Ich denke, nach dem ersten Schock über die Nachricht ist das auch in Ordnung, aber ich hätte mich früher mal zusammengerissen und das beste draus gemacht. Natürlich darf man deprimiert sein, aber einfach nur rumsitzen und abwarten, bis man tot umfällt?
Hinzu kommt, dass Tessa ihrer Mutter gegenüber sehr gemein ist. Man erfährt nach einiger Zeit zwar, weshalb, aber Tessas Einsicht kommt etwas spät, wie ich finde. Da sitzt sie schon den ganzen Tag in ihrem Zimmer und hat trotzdem keine Zeit darüber nachzudenken, was ihre Mutter für Gründe und Gefühle gegenüber dem Ganzen hat. Das fand ich wirklich schade.

Wirklich gut wurde für mich das Buch erst so langsam, nachdem Tessa Oskar kennenlernt. Ich lasse jetzt mal außen vor, dass mich dieses "unsterbliche Liebe auf den ersten Blick"-Zeug allmählich nervt - man liest das echt gefühlt in jedem Buch. Dabei sieht die Realität fast immer anders aus. Da komme ich mir ja total merkwürdig vor, wenn ich bedenke, dass ich meinen Freund schon seit 5 Jahren kenne, ihn aber bis vor 3 Jahren total doof fand. :P
Also, davon abgesehen ist die (sehr schnell) wachsende Beziehung zwischen Tessa und Oskar süß und auch wenn Tessa nach wie vor im Selbstmitleid schwimmt, ist Oskar sehr geduldig und bemüht, mehr über Tessa zu erfahren. Ich hätte an ihrer Stelle früher von ihrer Krankheit erzählt, statt immer panisch Reißaus zu nehmen, denn zu verlieren hatte sie ja nichts mehr, aber gut.

Der Wendepunkt ist dann die Reise nach Italien. Ab da habe ich das Buch wirklich geliebt. Das Gefühl von Freiheit ist dauernd präsent, auch wenn Tessa mal schlechte Zeiten hat. Und ich wollte so gerne auch sofort ins Auto springen und nach Italien reisen! Auch die schöne Landschaft und die tollen Städte waren wunderbar dargestellt. Ich fühlte mich wirklich wie im Urlaub. Und die Beziehung zwischen "Teskar" wurde hier nachvollziehbarer, irgendwie ehrlicher. Sie haben ihre letzte gemeinsame Zeit, mit typischen kleinen Streiterein, sehr genossen und das wurde deutlich.

Das Ende war natürlich von der ersten Seite an klar, da gibt es keine Überraschung mehr. Ich fand es aber gut umgesetzt und gar nicht zu sehr auf die Tränendrüsen gedrückt.
Etwas schade finde ich allerdings insgesamt gesehen noch, dass es wirklich gar keine Heilung für Tessa gab. Ich kenne mich zwar mit kaputten Herzen nicht aus, könnte mir aber vorstellen, dass es heutzutage auch künstlich "Ersatzteile" gibt oder ähnliches. Das hätte gerne mehr thematisiert werden können.

Fazit: Der Anfang gefiel mir nicht so sehr, aber ab Italien war das Buch wunderschön zu lesen und macht richtig Laune auf eine Italienreise.

Mehr über die Autorin und ihre Werke, auch unter dem Psudonym Ally Taylor findet ihr auf ihrer Homepage: Anna Freytag

Samstag, 28. Mai 2016

Manga Lesenacht Nr. 3

http://awkward-dangos.blogspot.de/2016/04/lesenacht-manga-lesenacht-4-update-post.html

Heute nehme ich zum dritten Mal an der Lesenacht (bzw. eher "abend") von "Awkward Dangos" teil. :)

Ein Klick auf das Bild bringt jeden Interessierten zu der Aktion! :)

Vorgenommen habe ich mir diesmal die folgenden Manga:




Es steht heute also mal im Zeichen von Arina Tanemura, nachdem ich seit Jahren nichts neues mehr von meiner ehemaligen Lieblingsmanga-ka gelesen habe. Aus der "Love Story Collection" kenne ich vermutlich schon einige Geschichten, da einige auch bei anderen ihrer Bände als Bonus dabei waren.
"31 I Dream" klingt nach einer etwas erwachseneren Story, mal sehen.
Und "Our Miracle 4" hatte ich schon bei der letzten Lesenacht angefangen und seitdem nicht weiter gelesen. :'D  

Noch ein Hinweis zum heutigen Abend: Ich habe meinen eigenen Laptop nicht dabei, d.h. ich werde wohl seltener Updates posten können. :/

Fragen
 
1.) Welcher Manga hat dir heute am besten gefallen (Highlight)?
Das war wohl "31 I Dream", auch wenn mich heute alles nicht 100pro überzeugt hat.

2.) Hat dich heute ein Manga enttäuscht? Wenn ja, welcher?
So richtig enttäuscht hat mich nichts, auch wenn alle nicht so gut waren, wie erhofft.

3.)Hast du durch die heutige Lesenacht ein paar neue Mangas bei einem anderen Teilnehmer entdeckt?
Da muss ich nochmal genauer durchgucken, aber ein paar Sachen waren schon dabei, die ich nochmal genauer in Augenschein nehmen möchte. ;)

4.) Welches war das schönste Mangacover bei der heutigen Lesenacht? (Egal, ob ihr ihn selbst gelesen habt oder ein anderer Teilnehmer)
Ich mag das Cover von "Arinas Love Story Collection" sehr gerne. Kirschblüten sind einfach schön! <3


Updates

21:16 - Ich beginne mit der zweiten Hälfte "Our Miracle 4". :) Da ich noch im Kino war (The First Avanger - Civil War) bin ich etwas später dran. :O


21:45 - So, "Our Miracle" beendet. Ich muss sagen, dass ich die Story so langsam nicht mehr so gern verfolge. Es ist doch etwas zu seltsam, dass die Jugendlichen an der Schule sich plötzlich fast alle an ihr Leben im Mittelalter erinnern und dieselben Konflikte wie damals weiterführen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, durch ein ehemaliges Ich so sehr beeinflusst zu werden, dass ich mein Aktuelles fast vergesse. Es sind ja immerhin nur Erinnerunge, die noch dazu echt lange her sind... Naja, mal sehen, ob ich die Reihe irgendwann weiter lese oder doch nicht...:/
Jetzt lese ich mit "31 I Dream" weiter. :)

22:48 - "31 I Dream" Band 1 auch beendet. Das ging schnell. ^^ Die Story ist ganz niedlich, aber mehr auch nicht. Ich bin einfach zu alt für kitschiges Shoujo-Zeug. XD Und es ist so unrealistisch, dass sie sich durch ne Tablette innerhalb von Sekunden in eine 15-jährige verwandelt. Hätte man das nicht irgendwie anders machen können? Denn dass sie mit 31 Jahren noch nie einen Freund hatte und auch sonst eher Pech im Leben hat, hätte man ja durchaus realistischer zu etwas besserem werden lassen können...
Bin mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter lese. Irgendwie würde ich lieber erwachsenere, anspruchsvollere Geschichten lesen. XD
Egal, jetzt nochmal bei den anderen reinschauen und dann noch mal Kurzgeschichten von Arina Tanemura lesen. :)  
  
00:05 - Den Kurzgeschichtenband habe ich nicht ganz geschafft (nur bis etwas über Hälfte) und werde langsam zu müde. ^^ Die ersteKurzgeschichte kannte ich schon, finde sie aber immernoch ganz schön. Das Cover gehört dazu.
Die zweite Geschichte handelt vom typischen Teenager-Liebes-Hin-und-Her. Ich fand die Geschichte eher doof, weil sich die Prota so schnell umentscheidet, wen sie nun liebt. Und dieses ganze "Ich bin zu süß für diese Welt" ist auch albern...
Die dritte Geschichte handelt von der Liebe einer 14-Jährigen zu ihrem Lehrer. Soweit ok, aber seit wann ist man mit 24 schon Lehrer? xD Und dass die Liebe dann auch noch am Ende für alle ok ist... najaaa...Ist schon sehr naiv-kitschig.

Hiermit beende ich meine Leseabend. :) Hat wie immer Spaß gemacht, auch wenn es mit eigenem Laptop deutlich einfacher ist (v.a. wenn mei Freund auf seinem Fußball guckt und wenig begeistert ist, wenn ich den dauernd haben will... XD)

LG An-chan

Dienstag, 24. Mai 2016

[Blogtour] Ankündigung: Dunkellicht



Am 06.06.2016 startet bei mir und den folgenden Blogs die Blogtour zu "Dunkellicht", dem Roman von Martin Ulmer!


Blogs:
Kerstin von Dragons Bookworld


Mit Klick auf das folgende Logo kommt ihr zur Papierverzierer-Seite des Buches!

Und hier geht es zur dazu gehörigen Facebook-Veranstaltung!

Klappentext:
Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten.

Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen.
Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift…


Wir stellen euch neben unseren Rezensionen zu dem spannenden Roman auch noch die Charaktere, Handlungsorte und näheres zu der Thematik Licht & Dunkelheit im Roman vor und ihr könnt im Interview mit dem Autor mehr über Martin Ulmer und sein Werk erfahren!

Zum Abschluss gibt es für alle fleißigen Teilnehmer noch etwas zu gewinnen. ;)

Neugierig geworden?
Dann merkt euch die Blogtour! ;) Wir freuen uns auf jeden, der reinschaut!

Freitag, 20. Mai 2016

[Rezi] Ein Teil von uns

~Inhalt~

Ein Draufgänger, der sich von einem Risiko ins andere stürzt – das wäre der 19-jährige Aaron gerne. Stattdessen sitzt er seit seinem Nierenversagen fünfzehn Stunden pro Woche im Krankenhaus und erlebt Abenteuer nur im Kopf. Nia hingegen kann auf Abenteuer gut verzichten. Vor lauter Angst, ihre strengen Eltern zu enttäuschen, geht sie lieber gar keine Risiken mehr ein. Klar, dass es nicht gerade Liebe auf den ersten Blick ist. Aber keiner von beiden hätte sich je träumen lassen, dass ein Streit im Krankenhaus sie zum Abenteuer ihres Lebens führen könnte – und bis ans andere Ende der Welt... (Quelle: Arena-Verlag)

~Aufmachung~

Das sommerliche Cover mit dem für Kira Gembris Bücher typischen Schattenschnitt der Personen passt hervorragend zum Inhalt. Besonders knuffig finde ich das kleine Kanguruh im Hintergrund. Optisch passt es zudem gut zu "Wenn du dich traust", da beide die fliegenden Herzchen/Schmetterlinge haben.

~Eigene Meinung~

Nachdem ich von "Wenn du dich traust" wirklich begeistert war, musste ich natürlich auch das nächste Werk von Kira Gembri zeitnah lesen!

Diesmal wird das Nierenversagen als wichtiges Handlungselement eingebracht und man erfährt auf verständliche Art mehr darüber, was diese Erkrankung für den Betroffenen bedeutet. Und dass es auch nach einer erfolgreichen Transplantation nicht so weiter geht, als wäre nie etwas gewesen. Da kann man nur hoffen, selbst nie davon betroffen zu sein! Ich wusste das meiste in diesem Zusammenhang zwar bereits, aber es war auf eine lockere, überhaupt nicht bedrückende Art eingebracht, dass es interessant und unterhaltsam war, darüber zu lesen, wie Aaron mit seiner Erkrankung umgeht. Ich finde es immer besser, wenn Krankheiten, egal wie furchtbar sie sind, locker in die Handlung eingebracht werden, statt am laufenden Band auf die Mitleidstour zu setzen. Immerhin lese ich ein Buch nicht, um mich selbst mies zu fühlen.

Der nächste große Handlungspunkt ist Australien. Ich weiß jetzt nicht, ob Kira Gembri selbst einmal in Australien war, aber mir hat total gefallen, wie lebendig die Beschreibungen der Landschaft waren. Man hat ja automatisch immer Bilder aus Filmen über Australien im Kopf. Und das trockene, warme Klima kam bei mir beim Lesen richtig gut an. (Geholfen hat da aber sicherlich, dass an dem Tag draußen auch 25°C und Sonnenschein waren. XD) Auch schön war, dass verschiedene Eigenarten aus Australien mit dabei waren: Känguru, Koalas, Buschbrände. Die Wombats habe ich persönlich ja vermisst. ;)

Vom Storyverlauf her war es teilweise etwas vorhersehbar. Z.B. Streitpunkte zwischen Nia und Aaron oder zwischen Nia und ihren Eltern. Das Ende war aber immerhin teilweise überraschend und hat mir gut gefallen, auch wenn es mir ein wenig überstürzt vorkam.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und man fand sie sofort sympathisch. Sogar den rauen Russel habe ich richtig schnell ins Herz geschlossen. Nias Eltern waren natürlich die Spielverderber und mir war tatsächlich auch am Ende nicht klar, ob ihre Mutter Nia nun wirklich lieb hat oder doch eher kaltherzig ist und bleibt.

Besonders toll ist und bleibt Kira Gembris Schreibstil und ihre Erzählweise, die immer wieder mit humorvollen Passagen/Sätzen aufweisen kann, sodass selbst ernste Situationen schnell wieder aufgelockert werden. Da macht das Lesen immer richtig Spaß. :)

Fazit: Eine schöne, liebenswerte Geschichte über zwei Jugendliche im wilden Australien. Ich habe es gerne gelesen und hatte viel Spaß dabei, aber das gewisse Etwas fehlte dann doch, um es an "Wenn du dich traust" heranreichen zu lassen.

Donnerstag, 19. Mai 2016

[Rezi] Drachenmagier

~Inhalt~

Chelestra, die einst so friedvolle Welt des Wassers, scheint dem Untergang geweiht. Die Sonne droht zu erlöschen. Fieberhaft arbeiten Zwerge, Menschen und Elfen an einem riesigen Gefährt, um ihre Welt zu verlassen, als plötzlich die gefürchteten Drachenschlangen auftauchen und ihre Opfer fordern. Haplo, der Botschafter der Patryn, nimmt den Kampf auf …

~Aufmachung~

Diesmal konnte ich das Cover keiner Szene aus dem Buch zuordnen. Von den Farben her passt es jedoch zu der Welt.

~Eigene Meinung~

Der vierte Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" konnte mich wieder weniger begeistern. Schon der Anfang war zäh. Die neue Welt war zwar endlich mal eine freidliche, in der Menschen, Elfen und Zwerge zusammenleben, ohne sich zu bekriegen, aber vielleicht hat gerade das es langweilig gemacht? Auch die drei (oder besser vier) Charaktere, die dort von Bedeutung waren, haben mich genervt.
Dazu zählen die Zwergin Grundel, die Elfe Sabia und ihr Freund Devon, der sich im späteren Verlauf als Sabia ausgibt, um diese zu schützen, und das Menschenmädchen Alake. Alle vier sind furchtbar naiv und denken nie weiter als bis zur nächsten Ecke. Dazu sind sie frech und neugierig. besonders Grundels Art nervte mich. Sie meint alles besser zu wissen und gibt zu allem ihren Senf dazu.

Haplo bekommt direkt zu Beginn eine Lektion durch seinen Meister in Sachen Gehormsamkeit zu spüren. Und diese Bestrafung fiel wirklich brutal aus, was auf zeigt, wie ergeben Haplo seinem Meister ist, denn er nimmt die Strafe demütig auf sich und weiß selbst, dass er sie verdient hat. So etwas habe ich bisher noch in keinem Buch erlebt.

Auch Alfred, der Sartan, spielt wieder eine große Rolle. Doch da er in diesem Band ohne Haplo an seiner Seite unterwegs ist, gingen seine Tollpatschigkeit und Verpeiltheit noch deutlich mehr auf die Nerven als in den vorherigen Bänden. Alfred kann sich einfach nicht durchsetzen und hadert mit allem. Dazu stolpert er zufällig über ein Geheimnis nach dem anderen (gefühlt jedenfalls) und setzt öfters Magie ein, an die er sich hinterher nicht mehr erinnern kann. Es ist zwar recht offensichtlich, dass er noch eine große Rolle spielen wird, aber muss man ihn dabei so furchtbar nervtötend machen?

Neu dabei sind diesmal weitere Sartan, die Alfred auf Chelestra aus ihrem langen Schlaf erweckt. Ich hatte gehoft, dadurch würde ordentlich Spannung aufkommen, doch da auch unter den Sartan Meinungsverschiedenheiten herrschen, wurde die meiste Zeit nur diskutiert und gerästelt, wie weit man Alfred glauben kann. Das "Oberhaupt" der Sartan stellte dabei den größten Störenfried dar, denn er will mit allen Mitteln seine eigenen Ziele durchsetzen (und die beeinhalten eher wenig Frieden).

Neben all dem Hin und Her, dem Diskutieren und den wenigen Fortschritten kam leider erst zum Ende hin Spannung auf. Die neuen Gegner in Form der Drachenschlangen waren fies und unberechenbar. Es blieb lange im Dunkeln, was ihre Motivation ist. Der Showdown mit ihnen war durchaus gelungen.
Auch ergaben sich zum Schluss noch neue Wendungen, die im weiteren Verlauf interessant werden können. Das Ende hat den Band für mich daher gerettet, sonst wäre die Bewertung noch schlechter ausgefallen.

Fazit: Leider eher langatmig und mit nervigen Charakteren. Das Ende konnte jedoch mit Spannung überzeugen und macht wieder neugierig auf die Fortsetzung.

[Geplauder] TAG - Bücherkauf

Huhu,

heute mal ein bisschen was anderes. Ich habe eben bei Maura von The Emotional Life of Books einen Book-Tag zum Thema Buchkauf entdeckt und dachte, warum nicht auch mal die Fragen beantworten? ;)

Wo kaufst du deine Bücher?
Meistens gebraucht bei Medimops, auf dem Flohmarkt, bei Ebay oder ab und zu auch mal über Amazon. Neue Bücher kaufe ich oft im Buchladen oder bestelle sie auch mal über Amazon vor. Grundsätzlich kaufe ich jedoch nur sehr selten neue Bücher, da mir das auf Dauer einfach zu teuer werden würde.

Welches Genre kaufst du am meisten?
Fantasy, da ich das auch am liebsten lese.

Kaufst du eher E-Books, Taschenbücher oder gebundene Ausgaben?
Das ist sehr unterschiedlich. E-Books kaufe ich aber bisher gar nicht. Ich habe ja auch keinen E-Reader und muss sie dann auf meinem Handy lesen. Das ist schon nicht ganz so prickelnd. ;)
Ansonsten kommt es darauf an, ob ich von einer Reihe schon Bände habe und in welchem Format die sind. Ich mag es schon gerne einheitlich. Da ich viel gebraucht kaufe, habe ich oft Hardcover-Ausgaben und muss dann sehen, dass ich die weiteren Bände auch als Hardcover (günstig) bekomme. Wenn ich tatsächlich neue Bücher kaufe, gehe ich danach wie dringend ich ein Buch haben möchte. Ist es dann (noch) nicht als Taschenbuch verfügbar, bleibt ja nur Hardcover. Manche Bücher sehen zudem als Hardcover einfach viel schicker aus.

Wo findest du neue Buchkandidaten?
Mittlerweile viel über Buch-Blogs, aber auch Rezensionen bei Amazon finde ich sehr hilfreich. Ab und an stöbere ich auch einfach mal im Buchladen.

Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für neues Lesematerial?
Klappentext und Rezensionen und ob ich von einem Autor schon viel und gerne gelesen habe. Das Aussehen ist für mich eher nebensächlich. 

Wie viele Bücher kaufst du im Schnitt pro Jahr?
Im vergangenen Jahr nur sehr wenige, vielleicht 10. Davor das Jahr war hingegen erfolgreicher, da hab ich fast jeden Monat 1-2 Bücher neu dazu bekommen. Dies Jahr sind es nur dank der LBM schon 9. Da mir bald der Lesestoff ausgeht, werden es dies Jahr sicherlich auch noch wieder mehr werden.

Was würde dich dazu bringen, ein Buch sofort wieder aus der Hand zu legen?
Wenn ich nach den ersten paar Seiten überhaupt keine Lust mehr darauf habe. Oder wenn mir jemand eine total schlechte Meinung dazu präsentiert und mir dann die Vorfreude vergeht. Meistens lese ich ein Buch aber durch, sobald ich es erstmal begonnen habe. Abbrechen tue ich auch nur selten, wenn dann überfliege ich viele Seiten eher, um zumindest herauszufinden, ob es bis zum Ende noch besser wird.

Hast du einen Buchkauf schon mal stark bereut?
Das würde ich wohl nur, wenn ich wirklich für 20€ ein Buch kaufe und dann feststelle, dass es total schlecht ist. das ist mir bisher zum Glück nicht passiert.

Gibt es Bücher, die du mehrmals in verschiedenen Editionen kaufen würdest?
Nein. Mir geht es ja um den Inhalt, nicht das Aussehen.

Lässt du dir gerne Bücher schenken, die du vorher nicht ausgesucht hast?
Bewusst nicht. Da kamen bisher zu oft wirklich miese Bücher bei rum, vor allem, wenn jemand nicht genau weiß, was ich gerne lese. Da gebe ich lieber eine Auswahl vor und lasse dann entscheiden, was mir geschenkt wird. Wenn natürlich jemand weiß, was ich gerne lese und vielleicht mitbekommen hat, worauf ich mich freue oder was auf meiner Wunschliste steht, ohne dass ich es gezielt als Geschenk vorschlage, dann ist das was anderes. ;) Cindy weiß zum Beispiel ganz gut, was man mir schenken kann. ;)

Falls jemand nun denkt, hey, den TAG finde ich cool, dann fühle dich hiermit getaggt. :P

Liebe Grüße,
Alica

Freitag, 6. Mai 2016

[Rezi] Sara

~Inhalt~

Seit dem Tod seiner Frau bringt der Bestsellerautor Michael Noonan keine Zeile mehr aufs Papier. Da er in seinen Träumen immer wieder sein Sommerhaus in Maine sieht, zieht er sich dorthin zurück, um die Schreibblockade endlich zu überwinden. Doch auf dem Haus liegt ein Fluch. Wird auch Michael in den Bann des Bösen geraten? (Quelle: Amazon)

~Aufmachung~

Das Cover zeigt ein Haus, irgendwo im Nirgendwo. Dass ein Haus drauf ist, passt zum Inhalt, aber Sara Lacht, das Sommerhaus des Protagonisten, liegt an einem See, mit Bäumen drum herum. Passt vom Motiv her also nicht so gut. Dafür kommt die düstere Stimmung, die mit dem Haus in Verbindung steht, gut rüber.
Insgesamt gefällt es mir jedoch nicht besonders.

~Eigene Meinung~

"Sara" ist mittlerweile bestimmt Roman Nr. 20, den ich von Stephen King gelesen habe. Daher kann ich ganz gut mit seinen anderen Werken vergleichen.
Was mir gleich zu Beginn wirklich gut gefallen hat, ist, dass der Protagonist ein Schriftsteller ist, der nach dem Tod seiner Frau in eine Schreibblockade fällt. Und das so ziemlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Zum Glück hat er ein paar ältere Werke gebunkert, die er in den nächsten vier Jahren veröffentlicht, während er sich mit komplett anderen Dingen beschäftigt - z.B. dem Erstellen und Lösen von Kreuzworträtseln. Witzig waren die vielen Anspielungen auf andere, bekannte Autoren, z.B. John Grisham oder Mary Higgins Clark. Da ich ja selbst gerne Schriftsteller wäre, hat mir diese Thematik sehr zugesagt. ;) Schreibblockaden kennt man ja leider nur allzu gut, wenn man regelmäßig schreibt. Nur bei mir geht das für gewöhnlich schneller als nach 4 Jahren wieder weg. XD

Der plötzliche Tod seiner Frau Jo nimmt Michael also wirklich sehr mit und hier lernt man eine ganze neue Seite von Stephen King kennen: Beziehungen. Während ich in bisherigen Romanen von ihm Beziehungen immer als eine normale Tatsache wahrgenommen habe, wurde das Thema Liebe und Beziehung hier doch sehr in den Mittelpunkt gestellt und gut umgesetzt. Immer wieder schimmert anhand von alltäglichen Dingen durch, wie sehr Michael Jo vermisst - und gerade das macht den Verlust für den Leser umso deutlicher.

Als Michael dann in sein und Jos Sommerhaus"Sara Lacht" zieht, um seine Schreibblockade zu überwinden, begegnet er der jungen Mutter Matti und deren Tochter Kyra. Und endlich scheint es mit seinem Leben wieder bergauf zu gehen. Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Matti und Michael fand ich nachvollziehbar und nicht aufdringlich.

Doch natürlich kann ein Stephen King Roman nicht ruhig und harmlos verlaufen. ;-) Doch hinter der vordergründigen Beziehungsgeschichte und dem Sorgerechtsstreit für Kyra, in den Michael verwickelt wird, steht der unheimliche Bestandteil eher zurück und wäre für ein gutes Buch gar nicht notwendig gewesen. Vor allem da dem Leser recht schnell klar wird, was es mit dem Spuk auf sich haben könnte.

Der finale Showdown war aber sehr spannend und hat mal wieder gezeigt, dass Stephen King auch übernatürliches wunderbar darstellen kann. Anmerken möchte ich noch, dass man bei King etwas oft Vergewaltigungen liest - in der Hinsicht könnte er mal einfallsreicher werden. :-P
Ein richtiges Happy End gibt es dann leider auch nicht, aber das kennt man bei King ja. Das wahre Leben hat schließlich auch selten das perfekte Happy End. Obwohl ich hier zum Ende hin wirklich frustriert war, dass es kein richtiges glückliches Ende gab. ... hätte es durchaus verdient gehabt.

Fazit: Mal ein etwas anderer Schwerpunkt in einem Stephen King Roman, der mir gut gefallen hat. Das übernatürliche Element hätte fast schon weg bleiben können, war zum Ende hin aber spannend umgesetzt.

Dienstag, 3. Mai 2016

[Monatsrückblick] April 2016

~Gelesen~

1.) Feuersee -> Rezi
2.) Die Quersumme von Liebe -> Rezi
3.) Sara-> Rezi
4.) Allegiant -> Rezi
5.) Schattenrot -> Rezi
6.) Drachenmagier [begonnen bis Seite 205/367]

Mein Monatshighlight war... "Die Quersumme von Liebe"
Und der Flop des Monats war... "Allegiant".  

~Gehört~

Cassia & Ky - Die Flucht (begonnen Februar 2016) -> Rezi
Artemis Fowl - Der Geheimcode (begonnen)
 
~Neuzugänge~
Ich konnte leider nicht wiederstehen und habe gesündigt. xD Bei Medimops habe ich die folgenden drei Bücher bestellt:
"Firelight 2 - Brennende Tränen" von Sophie Jordan
"Glücksdrachenzeit" von Katrin Zipse
"Aus dunkler Gnade" von Melissa Marr

"Aus dunkler Gnade" kam leider ohne Schutzumschlag, aber da bin ich selbst schuld. Hab nicht gelesen, dass der Zustand "gut" auch heißen kann, dass der Umschlag fehlt. Etwas unübersichtlich ist das mit den Zuständen bei Medimops ja schon... Da man "Aus dunkler Gnade" jedoch sonst kaum bekommt (warum auch immer? Vielleicht geringe Auflage?), habe ich es letztlich behalten. Damit habe ich die Sommerlicht-Reihe endlich vollständig.

"Glücksdrachenzeit" wollte ich unbedingt haben, nachdem mir "Die Quersumme von Liebe" so gut gefallen hat. :)

Und "Firelight - Brennende Träne" ergab sich einfach, da es gerade günstig zu haben war. Band 1 fand ich ja nur mittelmäßig.  

~Blogneuerungen~

Ich habe jetzt kleine Flämmchen als Bewertungssystem. :) Passend zu meinem neuen Header. XD Der gefällt mir schon deutlich besser als er erste und wird erstmal eine Weile bleiben.

~Sonstiges~

Gleich zu Beginn des Monats krank geschrieben. XD Ich hab auch kein Glück. Zur Abwechslung jedoch mit Schmerzen im Bein, die sich nach einem Wochenende voller Bangen immerhin als keine Thrombose herausstellten. Puh. Weg waren sie dadurch aber auch nicht und keiner wusste, was es war. Am Ende ist es von selbst weggegangen...
Ansonsten war der Monat wieder einmal ereignislos. xD
Trotzdem war ich so beschäftigt und abgelenkt, dass ich den Welttag des Buches verpennt habe... >.< Dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein. Aber auf die Schnelle fiel mir dann auch nichts mehr ein, was ich berichten oder verlosen könnte. :( Nächstes Jahr dann aber wieder!!! 

Und wie war euer April? Habt ihr viel gelesen?

LG Alica