Samstag, 30. April 2016

[Rezi] Schattenrot






>Schattenrot<
von Sandra Florean

Erstveröffentlichung: April 2016
im bookshouse-Verlag
392 Seiten







~Inhalt~

Zwei Frauen. Zwei Welten. Eine Freundschaft.

Seit Jahrhunderten herrscht Krieg zwischen Vampiren und genetisch mutierten Menschen, die eigens geschaffen wurden, um die Vampire zu vernichten.
Als die unbändige Vampirin Kat der Seherin Seraphina begegnet, ahnt sie anfangs nicht, dass diese eine Mutantin ist. Obwohl sie aus verfeindeten Welten kommen, freunden sich die ungleichen Frauen an. Schon bald kommt Kat dadurch nicht nur einer jahrelangen Lüge auf die Spur, sondern muss sich ihren Gefühlen für ihren verhassten Schöpfer Victor stellen... (Quelle: bookshouse)

~Aufmachung~

Das Cover mag ich sehr. Es passt zum Buch, die Dame hat schöne Lippen und die Farbwahl ist klasse. Auch die Vermischung mit den Wolken ist sehr gelungen. Kompliment an den Designer. :)

~Eigene Meinung~

Nach den Nachtahnen von Sandra Florean geht es diesmal um Vampire und Mutanten. Ganz ohne Dorian und Co., aber dennoch kein bisschen weniger blutig und sexy.
Protagonisten sind die Vampirin Kat und die Mutantin Seraphina. Die beiden sind absolut gegensätzlich, freunden sich aber dennoch im Laufe des Buches an.

Kat ist eine unabhängige, starke Frau, die fast immer bekommt, was sie will. Sie liebt ihre Nächte voller Alkohol, Drogen, Blut und Sex. Es war erfrischend, mal wieder so eine starke Persönlichkeit zu lesen (, die mich sehr an Cat aus der Vampir-Reihe von Jeaniene Frost erinnert hat - nicht nur vom Namen her). Aber es war schon krass zu lesen, wie gedankenlos Kat von einem Sexpartner zum nächsten wechselt. Das war schon fast too much. Ihre genaue Beziehung zu "den Zwillingen" Aaron und Victor bleibt lange Zeit verschwommen, was sicherlich auch daran liegt, dass Kat, trotz der Anziehungskraft, die Aaron und Victor auf sie ausüben, immer wieder zu anderen Männern geht. Da hätte ich mir zeitweise etwas mehr Konsequenz gewünscht. Immer wenn ich dachte, ach, jetzt entscheidet sie sich endlich für jemanden, geschah irgendetwas, das ihre Meinung wieder änderte.

Seraphina hingegen ist die aufopferungsvolle, die als Seherin ihr Leben nur dafür lebt, Frischmutierten das Leben zu erleichtern. Sie hält sich selbst für unattraktiv und stößt andere immer wieder von sich fort - ganz besonders ihren persönlichen Heiler Nathaniel. Die Beziehung zwischen den beiden fand ich wunderbar tragisch und ich hatte wirklich Mitleid mit ihnen. Selbstzweifel sind schon etwas fieses, vor allem, wenn man dadurch dem eigenen Glück im Weg steht.
Ich muss sagen, dass mir Seraphina etwas besser gefallen hat als Kat. Sie war mir einen Tick sympathischer - weshalb ich es auch schade fand, dass sie im Vergleich recht wenig Auftritte bekam.

Die Nebencharaktere waren ebenso überwiegend gut ausgearbeitet und ich konnte an jedem etwas finden, dass mir gefiel und das ihn interessant oder besonders machte.
Besonders knuffig fand ich ja McGrady, der war einfach süß. :)

Von der Handlung her muss ich zugeben, dass ich mehr erwartet hatte. Die Mutanten blieben insgesamt doch eher blass und wurden - meinem Empfinden nach - eher als die Bösen dargestellt, die immer nur Streit anzetteln und die Vampire erbarmungslos töten wollen. Nur Seraphina und ihre Heiler schienen da eine Ausnahme zu sein. Auch in die Welt der Mutanten bekam man eher wenige Einblicke. Gerade zu Beginn hätte ich gerne mehr über Seraphinas Aufgabe als Seherin erfahren, aber die Szene war dann schnell vorbei. Was genau macht Seraphina, sobald sie jemanden gefunden hat, der gerade mutiert ist? Wie beruhigt sie diese Personen?
Auch die Sache mit Ludlow und seiner Forschungseinrichtung war eher knapp abgehandelt, obwohl ich auch das wirklich interessant gefunden hätte. Wie forschen sie? Warum will er Seraphina treffen und helfen? Warum haben sie offenbar sonst noch keinen großen Kontakt zu den anderen Mutanten aufgenommen? Da warfen sich mir mehr Fragen als Antworten auf.
Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf Kat und ihre Beziehungsprobleme. Hätte man dazu wirklich die Mutanten-Story gebraucht? Ich hatte auf einen spannenden, actiongeladenen Kampf zwischen den beiden Parteien gehofft, wo jeder seine guten Gründe hat. Stattdessen wurde zu sehr auf Kat fokussiert, sodass die Handlung nur schleppend voranging und mir lange Zeit nicht klar war, worauf sie überhaupt hinaus laufen soll. Seraphina bekam das als zweite Protagonistin viel zu wenige Auftritte.

Das Ende war dann irgendwie auch echt schnell vorbei. Ich glaube, man hätte ruhig ein paar Kat-Szenen kürzen und dafür mehr Mutanten rein nehmen können. Und vielleicht hätte dem Buch eine Aufteilung auf zwei Bände gut getan, sodass auf die interessanten Sachen mehr hätte eingegangen werden können. ;)

Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor wahnsinnig gut. Es liest sich locker und frech. Und es ist positiv, dass auch vor einer drastischeren Wortwahl nicht zurückgeschreckt wird.

Fazit: Tolle Charaktere, aber die Handlung hakt an einigen Stellen. Dennoch hatte ich einige kurzweilige, unterhaltsame Lesestunden und empfehle jedem das Buch, der gerne Vampire mag, die nicht zimperlich sind.

Donnerstag, 28. April 2016

[Rezi] Die Quersumme von Liebe

~Inhalt~

Anfangs glaubt Puma kein Wort, als Aaron plötzlich vor ihm in der Kletterhalle steht und behauptet, dass seine große Schwester verschwunden ist. Das kann schon mal passieren, denkt er, dass Luzie, seine Luzie, die ihn wahnsinnig macht im Guten wie im Schlechten – vergisst, ihren kleinen Bruder abzuholen. Doch als sich herausstellt, dass Luzie seit fünf Tagen nicht mehr zu Hause war, bekommt es Puma mit der Angst zu tun. Nach allem, was Luzie in den letzten Wochen erfahren hat, nach all den aufgedeckten Lügen und neuen Wahrheiten, kann es da sein, dass der Streit, den sie beide hatten, zu viel war für sie?
Eine ganze Nacht lang folgt er Luzies Spuren – und lernt dabei nicht nur Luzie ganz neu kennen, sondern auch seine eigene Vergangenheit. (Quelle: Katrin Zipse - Bücher)

~Aufmachung~

Der Schutzumschlag und das Buch selbst gefallen mir mit ihrem "altmodischen" Design echt gut. Das Motiv des Covers wirkt richtig wie aus Omas Wohnzimmer, das Buch ohne Umschlag ist wunderschön bunt gemustert. Da gibt sich der Magellan-Verlag wirklich Mühe!

~Eigene Meinung~

Mein allererstes Buch aus dem Magellan-Verlag und ich wurde nicht enttäuscht! 
Erstanden habe ich den Band auf der Leipziger Buchmesse dieses Jahr, nachdem ich auf der Lesung von Katrin Zipse dazu war und mir die lockere Erzählweise total gefiel. Am Magellan-Stand trafen Cindy von KumosBuchwolke und ich die Autorin auch noch kurz persönlich, sodass sie uns das Buch signieren konnte. :) Eine wirklich tolle, nette Autorin, die Frau Zipse!

Nun zum Inhalt. Die Handlung ist tatsächlich recht ungewöhnlich, wie ich finde. (Allerdings lese ich auch eher seltener Jugendbücher.) Luzie muss mit allerhand Geheimnissen kämpfen, die sie nicht versteht und deren Wahrheit sie verwirrt. Das ist nur allzu verständlich. Ich würde auch verwirrt sein, wenn meine seit Jahren totgeglaubte Oma doch erst vor kurzer Zeit verstorben ist und ich sie all die Jahre hätte besuchen können. Und das ist ja nicht das einzige Mysterium, das sich vor Luzie auftut. Und wie man es von Erwachsenen kennt, will keiner mit der Wahrheit herausrücken. Und so setzt sich nur ganz langsam das erschreckende Gesamtbild zusammen...

Ich mochte die Art, wie die Geschichte erzählt wird, sehr gerne. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Luzie und Puma berichtet. Während Luzies Geschichte über einen längeren Zeitraum von mehreren Tagen verläuft, spielt Pumas Geschichte nur an einem Tag, er berichtet jedoch darin auch von der Vergangenheit. So erfährt man nach und nach wie sich Puma und Luzie kennengelernt und sich verliebt haben und wie Luzie auf der Suche nach Antworten auf all ihre Fragen immer tiefer in einen Strudel aus Verwirrung und Zweifeln gerät. Bis sie schließlich verschwindet und Puma sie suchen muss.

Luzie gefiel mir als Charakter und Protagonistin besonders gut. Sie ist eine spannende Person, die eine kleine Macke hat - sie rechnet gerne mit Quersummen, um anhand dessen zu erfahren, ob es ein guter oder schlechter Tag wird. Zudem schreibt sie ihre Geschichte eigentlich für die Mikroben auf, die das Papier später zersetzen sollen - denn Luzie will die Geschichte nur loswerden. Man sieht also, sie ist speziell und etwas verrückt - im positiven Sinne wie ich finde.
Puma ist hingegen eher der besonnene von beiden, auch wenn auch er leicht überreagiert und sich verunsichern lässt. Von Luzie ist er so ziemlich vom ersten Anblick an begeistert und stellt sich nach einem anfänglichen Missverständnis doch sehr charmant an. Ich fand die beiden sehr süß zusammen, auch wenn die Momente der Zweisamkeit eher nebensächlich waren - schließlich stand Luzies Geschichte im Vordergrund. Und das fand ich auch gut so. Nichts ist schlimmer als eine an sich tolle Handlung, die aber durch zu viel Geturtel und Liebeskummer künstlich in die Länge gezogen wird.

Was mir als einziger Kritikpunkt übrig bleibt: Leider hatte ich doch stets das Gefühl, die Handlung nur als Beobachter zu erleben. Ich war nicht mitten drin im Geschehen. Dabei weiß ich gar nicht genau, woran das gelegen hat. Vielleicht weil Luzie doch ein zu spezieller Charakter ist und Puma stets an Luzie gerichtet erzählt hat?

Fazit: Tolles Jugendbuch mit einer besonderen Handlung und einer speziellen Protagonistin, die mir jedoch etwas distanziert blieb. Die Suche nach der Wahrheit ist spannend erzählt und die Auflösung anders als erwartet.

Manga Lesenacht Nr. 2

http://awkward-dangos.blogspot.de/2016/04/lesenacht-manga-lesenacht-4-update-post.html

Heute nehme ich zum zweiten Mal an der Lesenacht (bzw. eher "abend") von "Awkward Dangos" teil. :)

Ein Klick auf das Bild bringt jeden Interessierten zu der Aktion! :)

Vorgenommen habe ich mir diesmal die folgenden Manga:


"Terra formars" Band 9 und 10
"Our Miracle" Band 4

Wenn ich die geschafft habe, habe ich endlich kein einzigen ungelesenen Manga mehr daheim und müsste dann endlich mal neue kaufen. ;)
Und da ich heute noch aufräumen und packen muss, schaffe ich sicherlich nicht mal alle... :'D

Fragen
1.) Welcher Manga hat dir heute am besten gefallen (Highlight)
Our Miracle, aber bei zwei manga ist die Auswahl auch nicht so dolle. xD

2.) Hat dich heute ein Manga enttäuscht? Wenn ja, welcher?
Terra Formars, es wird da leider immer eintöniger... Vllt kaufe ich nach Band 10 auch nicht weiter... mal sehen...

3.)Hast du durch die heutige Lesenacht ein paar neue Mangas bei einem anderen Teilnehmer entdeckt?
Ich muss noch schauen, ob und was ich mir vllt zulegen werde, aber "Ajin", "Noragami" und "Mein göttlicher Verehrer" kommen in die nähere Auswahl. ;)

4.) Welches war das schönste Mangacover bei der heutigen Lesenacht? (Egal, ob ihr ihn selbst gelesen habt oder ein anderer Teilnehmer)
"Mein göttlicher Verehrer"! Die zeichung ist niedlich und farbenfroh und schön! :3


Updates
18:24 - Sobald ich aufgegessen habe, geht es los. :)

18:57 - Jetzt geht es ans Lesen! Ich fange mit Terra formars 9 an.

19:26 - So, den ersten Manga geschafft (hatte ihn aber schon vor ein paar Wochen mal angefangen). Gleich geht es weiter mit Our Miracle 4.
Der 9. Terra Formars Band war etwas sehr zäh... so langsam verfliegt meine anfängliche Euphorie über die Reihe. Mal sehen, ob ich nach Band 10 überhaupt weiterkaufe... :/

20:41 - Okay, jetzt war ich eine ganze Weile abgelenkt. Musste noch Sachen packen für die nächste Woche und meine Wohnung etwas aufräumen, damit hier nichts zu laufen anfängt, während ich weg bin. ;) Jetzt geht es aber weiter mit Our Miracle!

21:31 - Ich lasse mich zu sehr ablenken und jetzt ist gleich Schlafenszeit. >.< Muss ja morgen früh aufstehen und arbeiten... >.< Habe immerhin 50% von Our Miracle geschafft. Die Manga-ka schreibt/zeichnet leider etwas irritierend und ich habe manchmal das Gefühl, die Charas wüssten nicht 100pro, was sie da reden und dieses ganze "Wer war ich früher" ist auch manchmal merkwürdig umgesetzt. Aber trotzdem fesselt es einen beim Lesen. Ich hoffe, es wir bald alles etwas klarer. ;)

Es war ein netter Leseabend! Danke an alle, die dabei waren! Wenn möglich, bin ich nächstes Mal wieder dabei! :3
Morgen beantworte ich dann noch die Fragen und schaue, was ihr zum Schluss noch gelesen habt!

LG An-chan

Dienstag, 26. April 2016

[Rezi] Cassia & Ky - Die Flucht (Hörbuch)

~Inhalt~

Wie durch ein Wunder gelingt Cassia, die zur Arbeit in die landwirtschaftliche Provinz versetzt worden ist, die Flucht in die Äußeren Provinzen – sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe. Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen tödlichen Angriffen ausgesetzt.
Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die gefährlichen Canyons in den Grenzgebieten. Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensbedrohlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky – sondern auch nach sich selbst. (Quelle: Cassia & Ky)

~Aufmachung~

Das Cover ist dem von Band 1 sehr ähnlich und ich finde es ebenfalls etwas langweilig. Viel zu weiß.

Gesprochen wird diesmal mit zwei Sprechern. Josefine Preuß spricht weiter Cassia und Ky wird in diesem Band von Jacob Weigert gesprochen. Während ich Cassias Stimme passend finde, klingt Kys für mich etwas zu männlich. Irgendwie habe ich ihn vom Äußeren her eher jugendlich im Kopf und konnte mich daher mit der leicht rauen Stimme nicht richtig anfreunden. Davon abgesehen machen beide Sprecher ihre Sache gut und man hört gerne zu.

Anzumerken ist noch, dass es sich um eine ungekürzte Lesung handelt.

~Eigene Meinung~

Der zweite Teil der Cassia & Ky-Reihe setzt kurz nach dem Ende des 1.Teils an. Cassia will Ky finden und hat sich daher in ein Arbeitslager bringen lassen. Als dort einige der Arbeiterinnen fortgeschafft werden sollen und Cassias Zeit im Lager ohne Erfolg bei ihrer Suche fast zuende ist, schließt sie sich unbemerkt der Gruppe an. An Bord des Flugschiffes, dass sie in die Äußeren Provinzen bringen soll, freundet sie sich näher mit Indie, einem Mädchen aus dem Arbeitslager an.
Sie gelangen in ein Dorf in den Äußeren Provinzen, das offenbar vor kurzer Zeit angegriffen worden war. Dort erfährt Cassia schnell, dass Ky das Dorf während des Angriffs verlassen und zwei Freunde mitgenommen hat. Sofort ist für Cassia klar, dass sie ihm weiter folgen muss. Zusammen mit Indie macht sie sich auf den Weg in die Canyons, immer auf Kys Spuren.

Soweit der Anfang, der nachvollziehbar und spannend verlief. Zwischendrin wird immer wieder zu Ky gewechselt, der davon erzählt, wie sie in dem Dorf in den äußeren Provinzen zum Schein so tun müssen, als wären sie Bauern. Damit sie von den Feinden getötet werden und keine Angriffe bis an die Grenzen der inneren, tatsächlich bewohnten Provinzen gelangen. Das ist schon hart. Während Cassia im Arbeitslager zwar anstrengende Arbeit leistet, aber immerhin in kontrollierten und gut versorgten Bahnen, muss Ky immer wieder Bombenabwürfe überleben und sieht jedes Mal aufs Neue Menschen sterben, die er dann begraben muss. Cassia kommt mit dieser Grausamkeit kaum in Berührung und glaubt auch nicht wirklich daran, dass es so schlimm steht. Bis sie selbst mit dem Tod konfrontiert wird.
Diesen Konflikt fand ich sehr gut dargestellt und nachvollziehbar. Die Reaktionen der einzelnen Personen auf den Tod waren unterschiedlich, ebenso wie sie damit umgegangen sind.

Inhaltlich beginnt es wie gesagt spannend, aber sobald Cassia und Indie sowie Ky und seine zwei Begleiter in die Canyons gelangen, wird es etwas zu eintönig. Sie reisen durch die recht öde Landschaft, müssen dort überleben, dürfen sich nicht erwischen lassen. Immer auf der Suche nach etwas. Cassias und Indies Ziel ist es ja neben der Suche nach Ky auch, die "Erhebung" zu finden, also die Rebellengruppe, die sich gegen die Gesellschaft auflehnt.
Interessant ist noch, was Cassia und Co in den Canyons nach und nach über die Gesellschaft erfahren. Man hätte das alles aber auch kürzen können, wie ich finde.
Auch zum Ende hin fehlte mir noch so ein richtiges Highlight, da verlief auch alles eher langsam und gemütlich.

Die Charaktere gefielen mir hier insgesamt wirklich gut. Cassia entwickelt sich aus ihrer Naivität heraus und wird mutiger und hinterfragt mehr. Indie bleibt die meiste das grummelige, geheimnisvolle Mädchen, aber je mehr man über sie erfährt, umso sympathischer wurde sie mir. Ky ist stets von seinen Zweifeln geplagt und hängt nicht mehr sonderlich an seinem Leben. Nur für Cassia setzt er seinen Weg fort. Und dann waren da noch Vik (oder Vic), der mir mit seiner rauen Art gleich zusagte, und Elia, der Cassias Bruder ähnelt und deshalb von Ky gerettet wird.
Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky ist nach wie vor nicht perfekt umgesetzt. Ich finde es in Ordnung, dass Cassia Ky sucht, aber Xander spielt auch immer wieder eine Rolle. Meiner Meinung nach sollte Cassia sich mal endgültiger entscheiden. Und mich hat es ehrlich gesagt gewundert, dass Vassia und Ky sich nur küssen und es sonst sehr brav bleibt. Dabei hätten sie in den Canyons genug Chancen für sonst was gehabt. :-P Vor allem wenn man bedenkt, was sie an Anstrengungen auf sich genommen haben, um sich wiederzusehen. Aber naja, sind halt keine typischen Teenager...
Insgesamt mochte ich alle Charaktere aber mehr als in Band 1 und fand sie gut durchdacht und ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist locker und einfach bzw. man konnte dem erzählten im Hörbuch gut folgen. ;-)

Fazit: Gute Fortsetzung der Reihe, die streckenweise jedoch langatmig und eintönig wurde. Gerade das Ende hätte mehr Pepp gebraucht. Die Charaktere waren mir jedoch sehr sympathisch und machen nachvollziehbare Wandlungen durch. Insgesamt gefiel mir der Band etwas besser als der 1.Teil.

Montag, 25. April 2016

[Rezi] Allegiant

~Inhalt~

Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht... (Quelle: Die-Bestimmung.de)

~Aufmachung~

Diesmal zeigt das Cover eine Welle, bei der ich nicht weiß, was genau sie darstellen soll. Bei Band 1 und 2 war ja jeweils ein Fraktionssymbol abgebildet, aber die Welle? Übrigens finde ich es witzig, dass im Deutschen die Farbe von Band 2 und 3 getauscht wurden. Ich finde, Rot passt zu Band 3 deutlich besser als zu Band 2, daher keine Ahnung, was sich der deutsche Verlag dabei gedacht hat. :D

~Eigene Meinung~

Für den Abschlussband der "Divergent"-Reihe hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet. Etwas epischeres oder so, aber nicht das, was ich dann zu lesen bekam. Auch der letzte Band verlief auf seinen 500 Seiten eher gemächlich und rückblickend ist mal wieder kaum etwas passiert. Das ist für ein Reihenende einfach mau, passt aber leider zu den zwei Vorgängerbänden.
Inhaltlich hatte ich mir wie gesagt mehr Action, mehr unerwartete Überraschungen, Wendungen usw. gewünscht. Stattdessen war die Auflösung, was denn nun außerhalb der Zäune liegt, für meinen Geschmack zu einfallslos und es bleibt mir schleierhaft, wieso das all die Jahre niemanden interessiert hat (habe ich aber schon seit Band 1 kritisiert). Zudem wurde trotz allem nicht geklärt, was mit dem Rest der Welt passiert ist. Denn die USA sind, auch wenn sie es gerne anders hätten, nicht der Mittelpunkt von allem.

Ich versuche mal, ohne zu viele Spoiler auszukommen, auch wenn mir das bei manchen Punkten, einfach weil sie mir so unverständlich sind, schwerfällt.

Das Wichtigste: Hat die Frau Roth mal etwas von Vererbung gehört? Und was passiert, wenn man dafür sorgt, dass Menschen mit derselben "Krankheit" sich nur noch untereinander fortpflanzen und es kaum Vermischung gibt? Das ist schon sehr nah an Inzucht. Wie bitte soll das über Generationen hinweg gut gehen? In der Hinsicht hab ich absolut nicht mehr nachvollziehen können, ob die Autorin sich überhaupt informiert, bevor sie losschreibt. Wer da eine andere Meinung hat, darf mich gerne eines Besseren belehren. Vielleicht war mein Bio-LK ja voller Lügen. ;-)

Doch der gesamte Band baut auf dieser Sache auf und vor allem Four verhält sich in dem Zusammenhang plötzlich vollkommen anders. Er wird zum selbstzweifelnden Jammerlappen. Immerhin gibt sich das zum Ende hin wieder, aber phasenweise ging er mir damit mega auf den Keks.
Ein weiterer Negativpunkt in diesem Zusammenhang ist, dass alles, was in Band 1 und 2 passiert ist, alles was als wichtig gepriesen wurde, plötzlich sinnlos wird. Irgendwie stimmt da was beim Handlungsverlauf nicht. Vor allem, da die Geschehnisse innerhalb der Stadt kaum noch erwähnt werden, wobei gerade die doch wichtig sind bzw. immer wichtig waren.

Es sterben auch noch so einige Menschen in dem Band, darauf sollte man sich einstellen. Und leider fand ich manch einen Tod nicht perfekt umgesetzt bzw. in die Handlung eingebaut. Vor allem bei der ersten Person, die stirbt, wäre es logisch gewesen, später nochmal zurückzukommen und die Leiche zu holen. Aber gut, sollen sie doch alle in der Wildnis verrotten. :-P

Dabei hätte die grundlegende Idee des Ganzen gut werden können - wenn sie logischer umgesetzt worden wäre. Ab Band 1 hätte gezielter auf das Ende hingearbeitet werden müssen, gerne auch nur auf zwei Bände verteilt, denn vieles war nunmal überflüssiges Lückenfüllen und zäh wie ein altes Kaugummi.

Dafür gefiel mir das Ende erstaunlich gut und konnte meine Bewertung noch etwas bessern. Ich habe zwar mitbekommen, dass viele mit dem Ende so gar nicht zufrieden sind, aber ich fand es konsequent von der Autorin durchgezogen. Und mal ehrlich, es war doch zu erwarten. Es muss ja nicht immer Happy Ends geben und ein Happy End hätte angesichts der Gesamthandlug mehr als merkwürdig ausgesehen.

Fazit: Ein nicht allzu befriedigendes Ende einer durchschnittlichen Trilogie. Ich hatte mehr erwartet und war mit den Auflösungen nicht zufrieden, da sie vor allem größtenteils unlogisch und wenig durchdacht erscheinen. Da fragt man sich schon, ob die Autorin überhaupt jemals die ganze Reihe geplant hat, oder immer nur bis zum Ende des laufenden Bandes. Schade, denn die Grundidee war durchaus ausbaufähig und mit Potential!
Für das konsequent durchgezogene Ende gibt es jedoch ein Flämmchen extra. :-)

Donnerstag, 14. April 2016

[Rezi] Feuersee

~Inhalt~

Vor undenklichen Zeiten teilten mächtige Zauberer die Welt in vier Reiche auf. Dann verschwanden sie, und ein Schleier des Vergessens legte sich über die Welt. Bis die geheimnisvollen Patryn dem Labyrinth des Todes entkommen, in das die feindlichen Zauberer sie sperrten, und ihren Boten Haplo in die Welt schicken, um das Rätsel der vier Reiche zu lösen. Auf Abbarrach, der Welt der Steine, erwartet Haplo eine Überraschung: Die Menschen, Elfen und Zwerge sind ausgestorben. Niemand lebt in der Ödnis von Abbarrach – bis auf die göttlichen Sartan. Ihnen haben die Patryn grausame Rache geschworen, doch Haplo muss seinen unbändigen Hass zügeln: Die einst so friedlichen Sartan bekämpfen sich gegenseitig und erwecken ihre Toten. (Quelle: Phantastik-Couch)

~Aufmachung~

Das Cover zeigt diesmal einen der Feuerdrachen, die im Buch auch zweimal vorkommen und nicht immer freundlich gesinnt sind. Davon abgesehen ist das Cover aber wiedermal nicht das schönste bzw. einfach nicht modern.
Das Innere ist genau wie in Band 1 und 2 aufgebaut. Am Ende gab es diesmal noch einen kleinen Zusatzbericht über die Nekromantie.

~Eigene Meinung~

Der dritte Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" führt in die Welt aus Stein Abbarrach. Diese befindet sich komplett unter der Erdoberfläche und wird durch Magma erwärmt.
Die Handlung beginnt direkt spannend mit dem Bericht des Hofnekromanten in Kairn Telest, in dem erzählt wird, wie es mit ihrer Heimat langsam aber stetig zu Ende geht. Die Wärme aus dem Inneren der Erde ist versiegt und eisige Kälte breitet sich aus. Letztlich sind die Bewohner gezwungen, tiefer in die Erde vorzudringen.
Mir hat dieser tragische Einstieg wirklich gut gefallen, da neben der zunehmenden Verzweiflung der Bewohner auch gut rüber kam, welche Intentionen der Hofnekromant wirklich verfolgt. Schade war jedoch, dass gerade dieser im späteren Verlauf des Buches nicht mehr von Bedeutung ist und der tolle Einstieg mit diesem Charakter dadruch im Nachhinein etwas blass erscheint.

Danach geht es mit Haplo weiter, der vor dem Reisebeginn in die Welt Abbarrach unfreiwillig Alfred mit an Bord nimmt, den Sartan und damit Erzfeind, den man aus Band 1 kennt. Diese Kombination macht unheimlich Spaß zu lesen, denn natürlich gehen die beiden einen Zwangswaffenstillstand ein und helfen sich im Laufe der Handlung öfter mal - wenn auch wiederwillig. Man lernt dabei viel neues über Haplo und er wird mir immer sympathischer. Während Haplo stets gelassen, aufmerksam und mutig ist, ist Alfred das genaue Gegenteil. Er stellt sozusagen die Witzfigur im Buch dar, hat aber dennoch große magische Kräfte, die man nicht unterschätzen sollte. Ab und an wurden seine ewigen Tollpatschigkeiten zwar nervig, aber insgesamt mag ich auch ihn gerne.

Wichtiger Handlungspunkt ist in diesem Band die Nekromantie und die Frage, ob man Tote wirklich zum Leben erwecken sollte. Die Art, wie dies in diesem Buch beschrieben wird, ist verstörend und man sollte wirklich nicht zu genau darüber nachdenken, welche Qual es für die Betroffenen darstellt. Auch dass sich die Bevölkerung auf diese Weise nach und nach in lebende Tote verwandelt und kaum noch tatsächlich Lebende existieren, ist ein beunruhigender Gedanke.

Insgesamt hat mir der 3. Band wieder besser gefallen. Ich mochte das Thema Nekromantie und die Beziehung zwischen Haplo und Alfred. Manch anderer Charakter hätte sicherlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, doch der Spannung tut das keinen Abbruch. Und auf der letzten Seite gab es dann noch einen dezenten "Cliffhanger", der sehr neugierig auf die folgenden Bände macht.


[Rezi] Elfenstern

~Inhalt~

Pyran, das Reich des Feuers, ist eine Welt, wo die Nacht niemals die Herrschaft über den Tag gewinnt. Immerwährendes Licht hat einen Dschungel entstehen lassen, den nur die Zwerge durchdringen können. Die Menschen müssen auf Bäumen leben - wenn sie nicht gerade in den Krieg ziehen. Denn Krieg beherrscht das Reich, geschürt von Elfen, die sich als Händler ihrer magischen Waffen verdingen. Plötzlich aber taucht eine Gefahr auf, die selbst den Elfen Angst einjagt: Grausame Titanen rücken vor, und niemand kann sie aufhalten - bis Haplo, der Bote der Patryn, in das Spiel von Macht und Magie eingreift. (Quelle: Literaturschock)

~Aufmachung~

Das Cover ist wieder typisch ältere High-Fantasy und nicht unbedingt als hübsch zu bezeichnen. Es zeigt jedoch eine Szene aus dem Buch, auch wenn diese erst kurz vor dem Ende auftaucht und ich mich lange Zeit gefragt habe, ob es nicht doch ein wahlloses Covermotiv ist.
Das Innere ist übersichtlich gestaltet und über jedem neuen Kapitel steht - wie auch schon in Band 1 - ein stilisierter Drache und der Ort, an dem das Kapitel spielt. 

~Eigene Meinung~

Der zweite Band der Reihe "Die vergessenen Reiche" führt in eine neue, fantasievolle Welt. Doch auch diesmal fiel es mir aufgrund der unklaren Beschreibungen schwer, mir die Welt tatsächlich vorzustellen. Erst nach und nach erklärte sich, dass Pyran von der Welt aus dem ersten Band abgeschnitten ist. Und sie ist komplett auf gewaltigen Bäumen aufgebaut, wenn ich das richtig verstanden habe. Dort leben dieselben Wesen wie in Band 1, doch die Machtverhältnisse sind etwas anders bzw. die Rassen (Elfen, Zwerge, Menschen) sind nicht so stark von einander getrennt. Dadurch ergeben sich natürlich andere Voraussetzungen für das Miteinander, auch wenn grundlegende Rassenkonflikte auch hier bestehen und deutlich wird, dass auch in anderen Welten stets Vorurteile und Hass gegenüber "minderwertigen" Rassen herrschen. Ein leider sehr reales und zeitloses Problem.
Das Worldsetting könnte zwar besser beschrieben sein, aber davon abgesehen, ist es wirklich toll. Wenn man erst einmal verstanden hat, was alles hinter den Welten und ihren Bewohnern steckt, breitet sich eine große, durchdachte Fantasywelt vor einem aus.

Wieder führt es Haplo, den Patryn, in diese Welt, auf der Suche nach den Sartan, den Erzfeinden. Doch auch auf Pyran finden sich anfangs keine Spuren der Halbgötter.
Die Feinde, die hier zusätzlich auftauchen, scheinen jedoch mit den Sartan zusammenzuhängen. Sie werden Titane genannt und zerstören scheinbar grundlos alles und jeden, der ihnen in den Weg kommt. Die Gewalt, die diese Wesen an den Tag legen, war wirklich schockierend. Es war jedoch erfrischend, dass selbst der mächtige Haplo gegen die Wesen nichts auszurichten vermochte.

Haplo wird dem Leser in diesem Band etwas näher gebracht. Er steckt immer wieder in leichten Gewissenskonflikten. Auf der einen Seite ist er seinem Herrscher treu ergeben und hat nur das Ziel vor Augen, die Sartan zu finden und mehr über die Welten in Erfahrung zu bringen und auf der anderen Seite bringt er es doch oft nicht übers Herz, so gnadenlos vorzugehen, wie er es sich vornimmt. Hier rettet er beispielsweise einigen Elfen und Menschen das Leben, obwohl dies nicht in seinen Plan passt. Er bringt ihren Tod nur letztlich doch nicht übers Herz.

Die grundlegende Handlung gefiel mir auch hier sehr gut, jedoch fand ich diesen zweiten Band stellenweise zu langatmig. Zudem werden viele Fragen aufgeworfen, die jedoch nur teilweise beantwortet werden. Vieles wird sicherlich in den weiteren Bänden erklärt werden, doch insgesamt blieben bei mir zu viele offene Fragen zurück.
Ein weiterer Punkt, der bei mir auf Verwirrung gestoßen ist, ist der Charakter Zifnab, der hier auftaucht. Es handelt sich dabei um einen "Menschenpriester" bzw. Zauberer. Soweit so gut. Doch dieser redet wirr und wirft dabei Aussagen über Gandalf, die Enterprise oder Börsenkurse in den Raum. Ich habe bis zur letzten Seite nicht verstanden, was das sollte. Soll es witzig gemeint sein? Wenn ja, dann fällt es schwer, das Buch ernst zu nehmen. Irgendeine noch so absurde Erklärung wäre angebracht gewesen, denn diesen Charakter einfach so stehen zu lassen... ist einfach merkwürdig und versaute mir etwas den Lesespaß. Vielleicht würde ich den Scherz dahinter verstehen, wenn ich die Autorin und ihre Werke besser kennen würde...

Insgesamt war Band 2 schwächer als Band 1, hat aber dennoch Spaß zu Lesen gemacht. Die Welt, die hier geschaffen wird, ist durchdacht und voller Überraschungen, die Charaktere sind individuell und nicht zu leicht einschätzen. Besonders Haplo, der in der Reihe wohl die Hauptperson bleibt, ist ein interessanter Charakter, der mir sehr gut gefällt. Ich bin gespant auf die weiteren Fortsetzungen und ob die Rätsel um die Sartan noch gelöst werden.


Freitag, 8. April 2016

[Rezi] Insurgent

~Inhalt~

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris gelingen, die Katastrophe abzuwenden... (Quelle: Die-Bestimmung.de)

~Aufmachung~

Das Cover ist diesmal grün (im deutschen rot) und zeigt das Zeichen der Amity (dt. Amite), zu denen Tris und Co zu Beginn des Buches gehen. Ich finde die Cover nach wie vor okay, aber nicht besonders. Im Laden würde ich eher nicht darauf aufmerksam werden.
Ich habe den Band auch wieder im englischen Original gelesen.

~Eigene Meinung~

Der zweite Band der "Divergent"-Reihe führt die Handlung relativ nahtlos weiter. Tris und die anderen suchen Schutz und Hilfe bei den Amity (dt. Amite), doch diese sind neutral, sodass Tris beschließt, nicht dort bleiben zu wollen. Sie möchte lieber handeln und die Stadt bzw. die bedrohten Fraktionen retten. Warum auch mit kleinen Zielen zufrieden geben?
Tris macht in diesem Band eine unschöne Wandlung durch. Ihre Dauntless (dt. Ferox)-Seite kommt so stark zum Vorschein, dass sie sich ohne nachzudenken in Gefahr bringt. Und das ständig. Das macht sie für mich immer unsympathischer. Doch zum Glück hat die Autorin das gewollt eingebaut, denn auch Four erkennt Tris nicht wieder und erinnert sie mehr als einmal daran, dass sie sich zurückhalten sollte, wenn sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihn verlieren will. Leider braucht Tris eine ganze Weile, um das tatsächlich zu verstehen. Damit geht sie einem schon etwas auf den Keks und ich habe irgendwann tatsächlich gehofft, dass ihr mal etwas ernstes zustößt, damit sie aufwacht.

Davon abgesehen geht die Handlung wie auch schon in Band 1 zögerlich voran und man hätte sicherlich einiges kürzen können. Dann wäre die Handlung vermutlich auch spannender. Stattdessen ist es ein Hin und Her, das erst zum Ende zu etwas führt. Es wirkte auf mich, als würde die Autorin einfach nur versuchen wollen, auf ihre 500 Seiten zu kommen, egal wie. Der rote Pfad ist kaum zu erkennen.

Auch wurden viele Charaktere eingeführt oder bestehende Konflikte doch noch gelöst. Aber auch das wirkte, als müsse es unbedingt erzählt werden, ohne einen größeren Sinn in der Handlung einzunehmen. Irgendwann verliert man dann doch leicht den Überblick und fragt sich, was das alles soll. 

Immerhin wird zum Ende hin doch endlich angedeutet, dass außerhalb der Mauern der Stadt noch etwas existiert. Und dass es einen Grund gibt, warum scheinbar nur noch diese Stadt besteht und sonst nur Ödland. Wie es damit weitergeht, werde ich wohl in Band 3 erfahren. Auch wenn es mich noch immer wundert, dass das nie zuvor bei irgendjemanden eine Frage war...

Insgesamt kann auch Band 2 nicht wirklich überzeugen und schwächelt an mehreren Stellen. Die Idee der Story ist zwar weiterhin gut, aber die Umsetzung ist alles andere als gut gelungen. Für den Abschlussband hoffe ich nun auf Besserung - viele Baustellen der Charaktere wurden ja in Band 2 gelöst und sollten dementsprechend weniger Raum in Band 3 einnehmen.


Montag, 4. April 2016

[Monatsrückblick] März 2016

~Gelesen~

1.) Der letzte Wunsch -> Rezi
2.) Bluterben - Nachtahn 2 -> Rezi
3.) Elfenstern -> Rezi
4.) Insurgent -> Rezi

~Gehört~

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~Neuzugänge~

Dank der Leipziger Buchmesse durften die folgenden Bücher bei mir einziehen:

 Die Quersumme von Liebe
Mit anderen Worten: Ich
Krampus
Dark Wonderland
Mein bester letzter Sommer
Ein Teil von uns


~Blogneuerungen~

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~Sonstiges~

Es ging zur Leipziger Buchmesse, die meine erste Buchmesse war. Ich war also gespannt. Meinen kleinen Rückblick könnt ihr HIER nachlesen.
Danach hatte ich noch eine Woche Urlaub, in der ich so viel wie möglich gelesen habe, aber trotzdem nur 2 Bücher schaffte... Aber um Ostern rum und bei tollem Wetter hat man ja auch mal was anderes vor. :-)


Und wie war euer März? Ward ihr auch auf der Buchmesse? Wenn ja, wie wars denn für euch?

LG Alica

Sonntag, 3. April 2016

[Rezi] Bluterben - Nachtahn 2

~Inhalt~

Obwohl Dorian begeistert ist von der Vorstellung, Vater zu werden, sieht Louisa ihr Leben erneut in Scherben liegen. Sie weiß nicht, wie sie ihre Tochter vor anderen Vampiren beschützen und wie sie ihr in der düsteren Vampirwelt ein normales Leben ermöglichen soll. Plötzlich bekommt sie genau das angeboten, aber zu einem viel zu hohen Preis. Was ist Louisa zu tun bereit, damit ihre Tochter in Sicherheit aufwachsen kann? Kann sie alles dafür opfern? Selbst ihre Liebe zu Dorian? (Quelle: Sandra Floreans Vampirischer Autorenblog)

~Aufmachung~

Ich muss gestehen, dass ich den Kerl auf dem Cover furchtbar hässlich finde. :'D Das ist natürlich Geschmacksache, aber die anderen Covermotive sind einfach schöner.
Und der Schriftzug auf dem Buchrücken ist echt riesig. Das sieht im Regal schon etwas merkwürdig aus. Zudem war das Buch recht steif und ich musste es mehrmals gewaltsam knicken, um beim Lesen keinen Krampf in den Händen zu bekommen...
Die Farbkombination gefällt mir aber nach wie vor echt gut!

~Eigene Meinung~

Der zweite Band der Nachtahn-Reihe setzt direkt am Ende von Band 1 an. Louisa ist schwanger und unsicher, wie Dorian reagieren wird, da das Kind nicht von ihm sein kann.
Zu ihrer Erleichterung nimmt Dorian die Nachricht hocherfreut auf. Es war schon niedlich, wie Dorian in seiner neuen Vaterrolle aufgeht, die ja wirklich eine komplett neue Erfahrung für ihn ist. ;-)
Schade war nur, dass sich diese "Einleitung" doch verdammt lange hinzieht und die Action ziemlich auf sich warten ließ.
Und dann passierten viele andere, wichtige Dinge meiner Meinung nach zu schnell. Ich will nicht zu sehr spoilern, aber ja... Wenn seitenlang diskutiert wird (oder auch nicht, weil Louisa ungerne über Probleme spricht) und eine eigentlich klare Einstellung vertreten wird, die dann - schwups - innerhalb von (im Vergleich zum Rest) wenigen Seiten über den Haufen geworfen wird und dann doch auf einmal okay ist... dann ist das schon merkwürdig.

Der Mittelteil zog sich dann auch etwas in die Länge, während das Ende dann wirklich spannend wurde und den Band für mich nochmal gerettet hat. Besonders gelungen fand ich, dass man eine ganze Weile nicht wusste, wer nun die Wahrheit sagt - Dorian oder Richard.

Gestört hat mich aber desweiteren, dass Dorian hinter Louisas Rücken ihre Tochter mit Blut füttert, ohne allzu viel über mögliche Konsequenzen nachzudenken und dass Louisa das, als sie es endlich herausfindet, auch noch okay findet. Für mich wäre das ein klarer Vertrauensbruch gewesen. Überhaupt hat Dorian in diesem Band einige Geheimnisse vor Louisa und diese spricht vieles auch einfach nicht vor ihm an. Und das soll dann die perfekte Liebe sein? Ich persönlich finde es ja schwierig, eine Beziehung zu führen, in der man nicht über alles sprechen kann und will. Hoffentlich ändert sich das in Band 3.

Ans Herz gewachsen ist mir ja Eric. Der muss echt einiges durchmachen, kommt aber doch gut damit klar und nimmt es weitestgehend gelassen. Etwas schade ist es ja schon, dass er bei Louisa keine Chance mehr hat.
Jayden, der hier nun eine wichtige Rolle einnimmt, macht eine nachvollziehbare Wandlung durch wie ich finde. Am Ende war er mir fast sympathisch. Aber ich will nicht zu viel verraten. Ich finde jedenfalls, dass er einen erfrischend anderen Charakter in der Handlung darstellt.

Insgesamt leider etwas zu langatmig und an manchen Stellen nicht perfekt durchdacht. Besonders die Beziehung Dorian-Louisa schwächelt hier im Vergleich zu Band 1.



Samstag, 2. April 2016

[Rezi] Der letzte Wunsch

~Inhalt~

Der Hexer Garalt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel auf Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe gegen Vampire, Drachen und andere dämonische Wesen brauchen. Als Profi steht Geralt jedoch immer wieder vor dem Problem, zu entscheiden, ob wirklich Gefahr von dem Untier ausgeht, das er besiegen soll, oder ob er womöglich dazu benutzt wird, ein unschuldiges Wesen umzubringen. Eines Tages befreit Garalt einen Luftgeist und dieser schlägt ihn mit der verhängnisvollen und quälenden Liebe zu der schönen Zauberin Yennefer... (Quelle: Klappentext)

~Aufmachung~

Das Cover ist schlicht, aber einprägsam. Es zeigt Geralts Medallion seiner Hexerschule - einen Wolfskopf. Mir persönlich gefällt es vor allem wegen der düsteren, mysthischen Ausstrahlung, die zum Buch hervorragend passt.

~Eigene Meinung~

Es handelt sich hierbei um einen Kurzgeschichtenband aus der Welt rund um den Hexer Geralt von Riva, der den meisten wohl eher aus der dazugehörigen Videospiel-Reihe (The Witcher) bekannt ist. Diese basiert auf den erfolgreichen Romanen von Andrezj Sapkowski und greift neben dem Setting und den Charakteren auch einige der Geschichten wieder auf.

Dieser Kurzgeschichtenband besteht aus einer Rahmenhandlung mit dem Titel "Die Stimme der Vernunft", die immer wieder durch kleine Geschichten aus Geralts Vergangenheit unterbrochen wird. Die Qualität dieser Geschichten ist unterschiedlich und so konnten mich nicht alle gleichermaßen überzeugen.
Viele der Geschichten sind sehr offensichtlich durch Märchen geprägt, z.B. Rapunzel, Schneewitchen oder Die Schöne und das Biest. Wobei ich sagen muss, dass diese Fassungen der Märchen deutlich näher am Original liegen als z.B. Disney-Filme, sind sie doch durch das Böse, Hinterhältige, Abscheuliche gezeichnet. Aber gerade das machte für mich den Reiz aus. Wer natürlich seine Lieblingsmärchen lieber rosig und mit Happy End mag, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. ;-)
Die Kurzgeschichten zeigen Abschnitte aus Geralts Leben, wie er mit verschiedenen Menschen und Monstern umgeht. Besonders interessant ist dabei, dass er seine Prinzipien hat, von denen er auch ungerne abweicht. Beispielsweise ist Monster nicht gleich Monster - solange eines harmlos ist und nur Streiche spielt, sieht er keinen Grund, es zu töten. Ebenso mischt er sich ungerne ohne triftigen Grund in fremde Angelegenheiten ein. Und Menschen töten ist ohnehin nicht sein Beruf - auch wenn es sich manches Mal nicht vermeiden lässt.

Am besten gefallen hat mir die letzte Kurzgeschichte "Der letzte Wunsch", die auch im Klappentext erwähnt wird und titelgebend ist. Darin geht es um die erste Begegnung zwischen Geralt und der Zauberin Yennefer. Da ich bisher nur den 3. Teil der Viedeospielreihe kannte, in dem diese Liebesgeschichte sozusagen eine Auflösung erfährt, war der Anfang dessen für mich besonders interessant zu lesen. Und Yennefer gehört auch eindeutig zu den ganz besonderen Charakteren, denen man sich - trotz einiger negativer Charaktereigenschaften - nur schwer entziehen kann. Sie gehört jedenfalls zu meinen Lieblingscharakteren.

Manche der Kurzgeschichten waren schon sehr kurz und inhaltlich nicht allzu mitreißend. Andere widerum konnten mich wirklich fesseln. Ein paar offene Fragen blieben auch zurück, die hoffentlich in den weiteren Bänden noch erklärt werden.

Sehr schön fand ich auch, wie perfekt das Videospiel und das Buch harmonieren. Die Grundstimmung ist in beiden gleich und ich wusste teilweise nicht mehr genau, welche Geschichte ich nun gelesen und welche ich gespielt hatte. :-)