Mittwoch, 22. April 2015

[Aktion] Blogger schenken Lesefreude 2015



Ich mache dieses Jahr zum ersten Mal bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ zum Welttag des Buches am 23.4. mit! :) Wer mehr über die Aktion erfahren und sich über die anderen Teilnehmer informieren möchte, findet hier alle Infos!

Ich verlose zu diesem Anlass folgende zwei Buchpakete:
1.) Ralf Isau – „Die zerbrochene Welt“ und „Die zerbrochene Welt – Feueropfer“
2.) Dietlof Reiche – „Die Hexenakte“ und „Geisterschiff“ 

zu 1.) Die ersten zwei Bände der Reihe als Taschenbuch. Es handelt sich um gebrauchte Bücher!!!
„Die zerbrochene Welt“ hat zwei Leserillen im Buchrücken.
„Die zerbrochene Welt – Feueropfer“ hat einen Mängelexemplar-Stempel am oberen Buchrand, aufgrund von Dellen/Knicken im unteren Buchrand.

 
Inhaltsangabe:
Die Welt Berith besteht aus unzähligen Inseln, die durch den Äther schweben. Als das grausame Volk der Dagonisier die Macht über das Reich an sich reißen will, überziehen sie es mit einem Krieg, der alles zu verschlingen droht. Einzig der Nebelwächter Taramis kann das Blutvergießen beenden. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt er alles daran, seine Welt vor den Dagonisiern zu retten. Doch ein grausamer Schicksalsschlag lässt den Helden fast versagen. Erst im Ange sicht der gefährlichsten Geheimnisse der zerbrochenen Welt gelingt es Taramis, sich auf seine Kräfte zu verlassen und die letzte Schlacht zu schlagen. (Quelle: Amazon.de)

zu 2.) Zwei Jugendromane mit Fantasyelementen von Dietlof Reiche, empfohlen ab 12 Jahren.
Beide gebraucht!!!
„Die Hexenakte“ hat eine Leserille im Buchrücken und ist leicht vergilbt.
„Geisterschiff“ sieht fast aus wie neu!


Inhaltsangaben:
„Die Hexenakte“:
Es sind Jahrhunderte vergangen, seit Anna Böckhlerin, genannt Fingerhütin, als Hexe angeklagt und zum Tode verurteilt wurde. Dass jetzt ihre Prozessakte zum Vorschein kommt, sollte normalerweise nur die Geschichtsforscher interessieren. Doch es sieht ganz so aus, als gäbe es jemanden, der die Akte mit allen Mitteln an sich bringen will. (Quelle: Amazon.de)
„Geisterschiff“:
Es ist ein ganz normaler Sommer in der kleinen Stadt am Meer. Lena kellnert im Restaurant der Eltern; die Touristen kommen und wenigstens ist ein sympathischer Junge dabei, Felix. Doch dann geschieht das Unheimliche: Das Meer geht, als wäre Ebbe – aber es kommt nicht zurück. In der trockenen Bucht vor der Stadt liegt ein Segelschiff. 'Die Windsbraut' – so die Schrift am Bug. Die 'Windsbraut' aber ist das Schiff, auf dem vor 200 Jahren ein Vorfahr von Lena gefahren ist, ein Schiff, das gesunken und verschollen ist, wie man bisher glaubte, und von dem sich nur der Kopf der Gallionsfigur erhalten hat. Was hat das alles zu bedeuten? Und was sind das für Stimmen auf dem verlassenen Schiff? (Quelle: Amazon.de)

Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen darf jeder, der eines der Buchpakete gewinnen möchte und über 18 Jahre als ist. 
Schreibt einfach in die Kommentare, welches Buchpaket ihr gewinnen möchtet (Zahl reicht). Ihr könnt euch auch für beide bewerben, es kann allerdings pro Teilnehmer nur ein Buchpaket gewonnen werden. 
Gebt bitte eure e-Mail-Adresse in den Kommentaren an, damit ich den Gewinnern nach Ende der Verlosung eine Nachricht schreiben kann!

Die Verlosung läuft vom 22.4. bis zum 30.4. 23:59 Uhr. Ich lose dann per Zettelchen am 1.5. aus und benachrichtige den Gewinner per e-Mail.
Die Zusendung der Gewinne erfolgt als Büchersendung. Dabei übernehme ich keine Haftung für durch die Post verschlampte Päckchen!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Es ist keine Barauszahlung der Gewinne möglich.
Persönliche Daten werden nur für dieses Gewinnspiel erfasst und hinterher gelöscht.


Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen am Welttag des Buches! :)

Dienstag, 21. April 2015

[Gemeinsam lesen] #3 - Der sanfte Hauch der Finsternis


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion, die von Asaviel ins Leben gerufen wurde und die seit 2014 von Weltenwanderer und Schlunzenbücher fortgeführt wird.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


„Der sanfte Hauch der Finsternis“ von Jeaniene Frost und ich bin auf Seite 22 von 400.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 

„Versuchen wir, das zu den Akten zu legen, okay?“ 

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 

Der 4. Band der „Cat & Bones“-Reihe und ich hoffe, dass er besser wird als der 3.... was aber auch nicht allzu schwer sein dürfte. Würde mich freuen, wenn die anfangs tolle Reihe noch die Kurve kriegt!

 4. Dass wir alle begeisterte Bücherwürmer sind und lesen, was wir so in die Finger bekommen, wissen wir ja... ;) Aber gibt es auch (bestimmte, gewisse) Bücher, die wir niemals lesen würden? Wenn ja, welche sind das und warum? 

Vom Genre her interessieren mich Biographien z.B. gar nicht. Oder aber auch diese erotischen Liebesromane, die so gerne halb nackte Männer mit halb nackten, willenlosen Damen in den Armen zeigen und inhaltlich oftmals sehr anspruchslos sind. :P 
Bei speziellen Büchern fällt mir sofort „Fifty Shades of Grey“ ein. Ich habe genug Rezensionen/Meinungen dazu gelesen, um mir solch ein missratenes Stück „Literatur“ nicht anzutun. In dieselbe Spate fallen Bücher wie „Twilight“ - ich habe den ersten Band gelesen und das reichte mir. Aber natürlich weiß man nicht immer, wie ein Buch wird, bevor man es beginnt, weshalb ich nicht 100pro ausschließen kann , Bücher in der Richtung nicht zumindest mal anzufangen. XD Generell bin ich kein Fan von niveaulosen, klischeebehafteten Geschichten.

[Rezi] Die zerbrochene Welt

© Coverrechte: Piper





Titel: Die zerbrochene Welt
Autor: Ralf Isau
Verlag: Piper
Formate:
~Hardcover, 469 S., Februar 2011
~Taschenbuch, 496 S., April 2012








~Inhalt~

Die Welt Berith besteht aus unzähligen Inseln, die durch den Äther schweben. Als das grausame Volk der Dagonisier die Macht über das Reich an sich reißen will, überziehen sie es mit einem Krieg, der alles zu verschlingen droht. Einzig der Nebelwächter Taramis kann das Blutvergießen beenden. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt er alles daran, seine Welt vor den Dagonisiern zu retten. Doch ein grausamer Schicksalsschlag lässt den Helden fast versagen. Erst im Ange sicht der gefährlichsten Geheimnisse der zerbrochenen Welt gelingt es Taramis, sich auf seine Kräfte zu verlassen und die letzte Schlacht zu schlagen. (Quelle: Amazon.de)

~Eigene Meinung~

„Die zerbrochene Welt“ war mein erstes Buch von Ralf Isau, von dem ich bisher nur Gutes gehört hatte. Doch leider traf es so gar nicht meinen Geschmack... Dabei klang der Inhalt sehr interessant und gut und hatte durchaus Potential, etwas wirklich tolles zu werden. Doch stattdessen habe ich mich nur gelangweilt.
Es fing schon damit an, dass man als Leser in diese fremde Welt mit all ihren merkwürdigen Lebewesen und Orten hineingeworfen wird wie ins kalte Wasser. Nur nach und nach wird mal etwas erklärt. Gut umgesetzt funktioniert so etwas durchaus, aber ich fühlte mich einfach nur überfordert und planlos angesichts der vielen neuen Begriffe und Namen. Zudem empfand ich den Schreibstil als anstrengend, denn es gab zu viele ausführliche Beschreibungen, die immer „mittendrin“ lagen, sodass für mich keinerlei Spannung aufkommen konnte. Dennoch habe ich versucht, eine Weile durchzuhalten – oftmals muss man sich ja nur reinlesen und eingewöhnen und dann wird das Buch doch noch spannend. Doch auch nach 120 Seiten war das Gefühl, sich durch die Seiten zu quälen, statt sie zu genießen, immer noch da. Also habe ich die nächsten paar Kapitel nur überflogen und letztlich einfach das Ende gelesen. Und auch dieses erzeugte nicht das Gefühl, irgendetwas aus der Handlung genauer erfahren zu wollen. Alles ging genau so aus, wie ich es nach 100 Seiten schon erwartet hätte. Ich habe das Buch also abgebrochen und dass, obwohl ich eine fünfstündige Busfahrt vor mir hatte, die ohne zu lesen noch langweiliger als ohnehin gewesen wäre. Doch ich habe lieber sinnlos aus dem Fenster gestarrt, als weiterzulesen – und das muss schon echt was heißen!
Zu der langweiligen, spannungslosen, vorhersehbaren Handlung kommt der Hauptcharakter. Taramis soll 27 Jahren alt sein, kam mir aber immer vor wie ein 15-jähriger, der nur aus Rache handelt. Hinzu kommt, dass er irgendwie alles kann: er ist der beste Krieger aus seinem Dorf, hat den mächtigen Stab Ez in die Wiege gelegt bekommen, hat super tolle mentale Fähigkeiten (die er allerdings noch etwas tranieren muss), kann feindliche mentale Angriffe abblocken bzw. auf den Gegner zurückwerfen und hat auch das vergiftete und dadurch tödliche Blut seines Volkes in den Adern. Ich fand ihn anstrengend perfekt. Charaktere, die so ziemlich alles ganz toll können, sind einfach unglaubwürdig. Und in diesem Fall konnte ich zu Taramis oder irgendeinen anderen Charakter auch keinerlei Bindungen aufbauen. Sie blieben oberflächlich und langweilig.

Insgesamt war ich also sehr enttäuscht und hatte mir deutlich mehr erhofft. Irgendwie habe ich im Moment kein Händchen für gute Bücher... >.<
Allerdings habe ich die Rezensionen auf Amazon.de, auch zu den folgenden Bänden, durchgelesen und es scheint viele zu geben, denen die Bücher sehr gut gefallen haben. Vielleicht hat es einfach nicht meinen Nerv getroffen.
Da die Idee mit den verschiedenen, menschenähnlichen Völkern und der zersplitterten Welt aber immerhin im Ansatz gut war, gebe ich dennoch 2 Sterne.

Bewertung:

Mittwoch, 15. April 2015

[Rezi] Gefährtin der Dämmerung - Cat & Bones 3

© Coverrechte: blanvalet





Titel: Gefährtin der Dämmerung (Cat & Bones 3)
Originaltitel: At Grave's End
Autor: Jeaniene Frost
Verlag: blanvalet
Formate:
~Taschenbuch, 350 S., März 2010





~Inhalt~
Neue Gefahren bahnen sich an: Jemand versucht Cat zu töten und die Spur führt sie und Bones zu einer Meistervampirin, die auch Bones Ahnherr Mencheres sehr bekannt ist.
~Eigene Meinung~
Der dritte Band der „Cat und Bones“-Reihe konnte mich leider weniger begeistern als die beiden Vorgänger. Die Handlung wirkt gehetzt und ich war nach 200 Seiten schon sehr erstaunt, wie viel bisher passiert war. Vor allem der Anfang erschien mir recht lieblos hingeklatscht, um irgendwie so schnell es geht zum Kern der Handlung zu gelangen. Die wenigen Szenen, die mal nicht mit Mord und Totschlag zu tun hatten, kamen dabei deutlich zu kurz. Denn „Gefährtin der Dämmerung“ ist leider wirklich voll von Morden und Folter auf jede erdenkliche Art und Weise, noch mehr als in den Vorgängerbänden (und die fand ich stellenweise schon heftig, aber es geht ja bekanntlich immer noch schlimmer...). Und dabei wird das alles sehr „alltäglich“ dargestellt. Ganz so als sei das Foltern und anschließende Köpfen von Vampiren und diesen den Feinden präsentieren das Normalste auf der Welt. So bedenkenfrei grausam wie Cat und ihre Kollegen dabei vorgehen, gefiel mir leider so gar nicht. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass Vampire nicht allzu zimperlich miteinander umgehen, aber Folter kam in diesem Band zum ersten Mal in diesem Ausmaß vor (auch wenn die Szenen nie genauer beschrieben wurden). Unschön waren auch die Gründe, weshalb getötet wurde. Da mussten nicht nur die wirklich fiesen Gegner dran glauben, sondern jeder, der Cat oder Bones nur mal versehentlich schief angeguckt hat. Da ist es schwer zu sagen, wer nun wirklich böse ist und den Tod „verdient hätte“.
Zudem wurde mit der Verwandlung von Tate zu einem Vampir neue Eifersüchtelein eingebracht, denn natürlich versucht er nun erst recht, bei Cat zu landen. Schade fand ich es dabei auch, dass Tates Gründe und Gedanken dazu, ein Vampir zu werden, nicht näher beschrieben wurden. Ich hätte mir schon vorstellen können, dass er die Verwandlung nicht ohne Zweifel durchführen lässt. Dasselbe gilt für Juan später im Band.
Durch das schnelle Fortschreiten der Handlung bleiben die Charaktere und deren Entwicklung leider auf der Strecke. Cat, die ich bisher immer gerne mochte, da sie eine starke, durchsetzungsfähige Frau war, die aber auch ihre kleinen, liebenswerten Macken hatte, wurde mir sogar etwas unsympathisch. Ebenso Bones, der zuvor immer durch seinen Humor und seinen Charme begeistern konnte. Die Beziehung der beiden, die zuvor immer sehr intensiv nachzuempfinden und oftmals aufgrund der sarkastischen Dialoge einfach umwerfend komisch war, geriet leider auch in den Hintergrund. Mord mit kurzen Unterbrechungen stand einfach zu sehr im Vordergrund und die kurzen Szenen mit Cat und Bones alleine waren eher spärlich gesät und hatten keinerlei Tiefgang.
Die „plötzliche“ Sinneswandlung von Cats Mutter wurde mir auch zu schnell abgehakt. Innerhalb weniger Seiten war es okay, dass sie eine nahezu komplette Wandlung durchmachte und nur selten wurde nochmal angekratzt, dass es doch etwas merkwürdig für sie war, mit Vampiren auf einmal klarzukommen.
Zum Ende hin wurde der Band auch leider nicht mehr besser. Ich hatte ja gehofft, dass das Ende noch irgendeine Überraschung bereit hält, die die Handlung retten kann, aber dem war nicht so. Ich musste mich durch die letzten Kapitel auch regelrecht durchquälen, weil einfach nichts interessantes mehr geschah – nur weitere Tote und fliegende Gliedmaßen. :(
Insgesamt ein leider enttäuschender dritter Band und ich hoffe sehr, dass die nächsten Bände wieder besser werden. Vor allem sollte wieder mehr auf die tollen, spritzigen Dialoge zwischen Cat und Bones gesetzt werden und weniger auf das sinnlose Gemetzel...
Bewertung:

Dienstag, 14. April 2015

[Gemeinsam lesen] #2 - Gefährtin der Dämmerung


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion, die von Asaviel ins Leben gerufen wurde und die seit 2014 von Weltenwanderer und Schlunzenbücher fortgeführt wird. Die heutigen Fragen kommen von Schlunzenbücher.
Ich habe letzte Woche zum ersten Mal teilgenommen und da mir die Aktion gefällt, bin ich heute wieder dabei. ;)
  
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell „Gefährtin der Dämmerung“, der dritte Teil der „Cat & Bones“-Reihe von Jeaniene Frost und bin auf Seite 288 von 350. Mein Plan ist, es heute noch zu beenden. ;)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Das Warten machte mich wahnsinnig.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Es ist leider deutlich schlechter als die beiden Vorgängerbände, was mich doch etwas enttäuscht... :/ Hoffentlich werden die letzten Seiten noch richtig spannend, um das Ganze etwas zu retten...
Meine Rezi dazu folgt dann morgen. ;)

4. Stimmt ihr euch aktuell buchig schon auf die kommende Sommer- und Urlaubssaison ein?

Nein. Ich lese immer das, worauf ich gerade Lust habe und soweit ich mich entsinnen kann, habe ich noch nie im Sommer ein „typisches“ Sommerbuch gelesen. Wenn ich meinen SuB so betrachte, wäre auch nicht viel sommerliches dabei... Als ich noch jeden Sommer Ferien hatte (also bis letzten Sommer xD), habe ich mir meist besonders lange Titel für die Tage am Strand oder im Garten ausgesucht. Lustigerweise waren das in den letzten Jahren fast immer Bücher von Stephen King, also wirklich nichts, was man mit Sommer positiv verbinden würde. :P

Donnerstag, 9. April 2015

[Rezi] Die Unsterbliche

© Coverrechte: Heyne




Titel: Die Unsterbliche
Autor: Kai Meyer
Verlag: Heyne
Formate:
~Hardcover, 2001 erschienen
~Taschenbuch, neue und überarbeitete Auflage von 2011, 464 S.






Anmerkung: Kai Meyer hat „Die Alchimistin“ und „Die Unsterbliche“ 2011 überarbeitet und neu herausgebracht. Ich habe allerdings die alte Ausgabe von 2001 gelesen und kann daher nicht sagen, inwieweit sie sich von der Überarbeiteten unterscheidet. :)

~Inhalt~
1914 - 10 Jahre nach den Ereignissen aus „Die Alchimistin“ - sitzt Aura alleine in Paris auf der Suche nach dem „Verbum dimissum“ - dem Wort der Schöpfung. Vor acht Jahren hat sie Gillian gegen dessen Willen ebenfalls unsterblich gemacht und ihre Beziehung damit zerstört. Seitdem zieht Aura sich in ihre alchimistischen Studien zurück und vernachlässigt ihren Sohn Gian und den Rest ihrer Familie. Ein blutiger, sechsfingriger Handabdruck auf ihrem Bett reißt sie jedoch unvermittelt aus ihrer Letargie und Aura begibt sich auf eine Reise quer durch Europa auf der Suche nach Antworten.

~Eigene Meinung~
Der erste Band der Reihe „Die Alchimistin“ hatte mich vor einigen Jahren sehr begeistert und zählt seitdem zu meinen Lieblingsbüchern. Allerdings habe ich es erst jetzt geschafft, auch den zweiten Teil zu lesen und musste doch feststellen, dass ich vieles aus dem ersten Band nicht mehr wirklich im Kopf hatte. Das ist allerdings nicht schlimm – man versteht „Die Unsterbliche“ auch ohne Vorkenntnisse.
Inhaltlich teilt sich der Band in drei Erzählstränge auf: Auras Suche nach dem Täter hinter der sechsfingrigen Hand, Tess' und Gians (Auras Nichte und Sohn) Aufenthalt in Uruk, der ein jähes Ende findet, und Gillians Reise vom Templum Novum (einem Überrest der alten Tempelritter) nach Spanien, auf der Suche nach dem großen Templerschatz. Lange Zeit ist sehr unklar, worauf diese Erzählstränge hinauslaufen und genau das macht die Spannung des Buches aus. Der Leser tappt genauso im Dunkeln wie die Charaktere des Buches und es werfen sich mehr Fragen als Antworten auf. Alles wird mit einer Menge historischen Hintergründen rund um die Templer und die Assassinen des Alten vom Berg geschmückt. Größtenteils beruhen diese Berichte auf realen Überliefern, teilweise hat Kai Meyer aber auch recht frei die fehlenden Hintergründe selbst verknüpft und ausgelegt. Daraus ergibt sich eine interessante Mischung aus Geschichtsunterricht, Mythen und Fantasy. Das Thema der Unsterblichkeit war dabei sehr schön umgesetzt. Wer unsterblich ist, empfindet es als Fluch und Last, wer aber sterblich ist, sehnt sich nach der Unsterblichkeit. Gerade der Schmerz und der Verlust, den Unsterbliche immer wieder ertragen müssen, wenn sie liebgewonnene Menschen sterben sehen, waren in den Charakteren verankert und teilweise sehr greifbar.
Die Charaktere waren mir dabei alle sehr sympathisch, vor allem Aura und Tess, die beide recht starke, selbstbewusste Frauen sind. Auras innere Unruhe und die Unsicherheit, die sie aufgrund ihrer Unsterblichkeit und der Distanz zu ihrer Familie empfindet, fand ich nachvollziehbar. Allerdings blieben viele der neuen Charaktere etwas blass und kamen mir eher vor wie etwas wichtigere Statisten. Zwar diente das wohl auch dazu, nicht zu früh zu viel zu verraten, aber etwas schade war es dennoch. Und z.B. Gillian hatte ich aus dem ersten Band noch etwas „bunter“ in Erinnerung.
Am Ende laufen die Erzählstränge dann zusammen, was mir allerdings etwas konstruiert vorkam. Es war recht plötzlich so, dass in einem Kapitel auf einmal alle am selben Ort waren. Und dann stellte sich der „Feind“ auch noch als jemand heraus, mit dem zumindest ich nicht gerechnet hätte. Da bin ich mir aber recht unsicher, ob das ein genialer Schachzug von Kai Meyer war oder doch eher einfallslos. ;)

Insgesamt ist „Die Unsterbliche“ aber ein wirklich spannender Roman und eine gelungene Fortsetzung, die sich wie schon der erste Band eher an erwachsene Leser richtet. Den eher einfachen Schreibstil aus anderen Werken Kai Meyers wie z.B. der „Arkadien“-Reihe sollte man hier nicht erwarten. Gerade die historischen Erzählungen und die Landschaftsbeschreibungen sind recht ausführlich, aber keineswegs langweilig.


Bewertung:

Dienstag, 7. April 2015

[Gemeinsam lesen] #1 - Die Unsterbliche


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion, die von Asaviel ins Leben gerufen wurde und die seit 2014 von Weltenwanderer und Schlunzenbücher fortgeführt wird. 
Ich hab die Aktion schon öfter in den letzten Wochen bei anderen Bloggern gesehen und mache heute zum ersten Mal mit. :)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

 
Ich lese aktuell noch immer „Die Unsterbliche“ von Kai Meyer und bin jetzt auf Seite 379 von 445, also bald durch. :)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

 „Gillian hob das Schwert und schlug dem Mann den Knüppel aus der Hand.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Der vorherige Band „Die Alchimistin“ liegt bei mir schon einige Jahre zurück, aber ich dachte, es noch gut im Kopf zu haben. Dem ist aber nicht so und ich habe mich öfter gefragt, ob dies oder jenes tatsächlich vorkam... XD Aber es ist alles nichts, was man unbedingt wissen müsste, um „Die Unsterbliche“ zu verstehen.
Der Titel ist auch Programm und ich mag es sehr, wie mit dem Thema der Unsterblichkeit umgegangen wird: Wer sie hat, empfindet sie als Fluch – wer sie nicht hat, will sie unbedingt erlangen. Also ich persönlich würde zwar gerne lange jung und fit bleiben, aber unsterblich muss dann doch nicht sein. ;)

4. Nenne 5 Adjektive, die dein aktuelles Buch beschreiben. Wenn du dir jetzt diese Eigenschaften anschaust: würdest du gerne mit jemandem befreundet sein, auf den diese charakterlich zutreffen? (Wenn du erst am Anfang bist, dann nimm Adjektive, was du vom Buch erwartest) 

Oha, das ist gar keine so leichte Frage. :D

- unsterblich
- spannend
- geheimnisvoll
- lehrreich
- mörderisch

Lehrreich, weil einiges über Sagen und geschichtliche Hintergründe erzählt wird. Und mörderisch... weil es doch ein paar Tote gibt. Der Rest dürfte ja recht klar sein. ;) Ob ich mit so jemandem befreundet sein möchte? Könnte vllt ganz interessant werden, aber mit Mördern möchte ich eigentlich nichts zu tun haben. ;)

Freitag, 3. April 2015

[Rezi] Kuss der Nacht - Cat & Bones 2

© Coverrechte: blanvalet





Titel: Kuss der Nacht (Cat & Bones 2)
Originaltitel: One Foot In The Grave
Autor/in: Jeaniene Frost
Verlag: blanvalet
Formate:
~Taschenbuch, 368 S., September 2009 








~Inhalt~

Vier Jahre sind vergangen, seit Cat sich dem FBI angeschlossen und Bones hinter sich gelassen hat. Sie versucht, sich nur auf ihren Job zu konzentrieren und ihre nie nachgelassene Liebe zu Bones zu vergessen. Und alles nur, um legal Vampire zu töten und ihre Mutter und Bones zu schützen. Sie leitet ihre eigene Abteilung, bildet sie auch selbst mit aus und ist erfolgreich damit.
Doch dann trifft Cat unerwartet auf der Hochzeit ihrer Freundin Denise Bones wieder...

~Eigene Meinung~

Der zweite Teil der Cat & Bones Reihe beginnt erstmal ohne Bones. Es wird beschrieben, wie Cat ihrem Job nachgeht, ihre Leute ausbildet und wie sie mit ihrem bunten Team interagiert. Daneben versucht sie ein Privatleben zu führen, eine neue Beziehung anzufangen, Bones zu vergessen. Dann erfährt sie von der anstehenden Hochzeit ihrer Freundin Denise und alles ändert sich. Man merkt die ganze Zeit über, wie Cat sich zwingen muss, nicht an Bones zu denken und sich einredet, dass sie ihn ohnehin nie wieder sehen wird. Dieses hilflose Gefühl und der Zwang, sich in die Arbeit zu stürzen, fand ich gut nachvollziehbar.
„Kuss der Nacht“ war insgesamt etwas anders war als der Vorgänger, aber ich fand ihn dadurch nicht schlechter. Cat ist erwachsener geworden, geht strukturierter vor und ist zu einer richtigen Führungskraft geworden. Ich empfand sie als deutlich selbstbewusster und zielstrebiger. Die Arbeit beim FBI erscheint dabei deutlich sinnvoller und weniger spontan als die Vampirjagten im ersten Teil. Ich fand es richtig spannend zu lesen, wie Cats Team Vampire jagt und dabei ein witziges Wortgefecht nach dem nächsten raushaut. Die Wortwahl war dabei oft recht derb, was mich aber nicht weiter störte. Ich habe allerdings in anderen Rezensionen gelesen, dass einige ein bisschen Probleme damit hatten.
Die Kämpfe waren auch wieder recht blutig und reichten stellenweise wieder an das etwas eklig werdende Niveau des Ende des ersten Bandes heran. Es konnte mich diesmal aber weniger schocken, denn irgendwie gehört das zu der Reihe wohl auch dazu...?
Positiv fand ich auf jeden Fall, dass Cat auch ohne Bones zurecht kommt, nun eine gute Freundin hat, mit der sie über alles sprechen kann und die bissigen Dialoge wieder mit dabei waren. Zudem wird alles etwas mehr auf FBI-Niveau ausgetragen – auch die Feinde setzen vermehrt auf hinterhältige Angriffe, die nicht immer durch Vampire ausgeführt werden.
Etwas störend fand ich hingegen, dass Bones plötzlich eine super Fähigkeit nach der anderen besitzt. Er ist fast schon so etwas wie ein Superheld, was anhand seines Alters begründet wird. Tolle Meistervampire können sowas angeblich alles. Fand ich aber etwas Richtung „Gary-Stu“-Charakter gehend (also „Alleskönner ohne Fehler“). Das war etwas schade. Auch dass das FBI Morde einfach so durchwinkt und die Leichen verschwinden lässt, fand ich manchmal etwas krass – auch wenn es „nur“ Vampire waren.
Zudem ist Cat etwas übertrieben eifersüchtig, sobald auch nur annähernd eine Ex von Bones ins Spiel kommt. Da hatte ich manchmal das Gefühl, sie könne Bones nicht vertrauen und wäre zu leicht reizbar. Allerdings waren die Ex-Freundinnen auch immer ziemlich pissig drauf und haben Cat gezielt provoziert. Mit dem im Hinterkopf waren die Keiferein doch oftmals recht unterhaltsam.

Insgesamt gefiel mir „Kuss der Nacht“ aber wirklich gut. Es war richtig spannend und ich konnte den Band nur schwer aus der Hand legen. Einige interessante Geheimnisse werden gelüftet und starke Gegenspieler mischen ordentlich mit. Es passierte aber so viel, dass ich jetzt gar nicht auf alles eingehen kann. Das Ende bietet aber eine – hoffentlich – interessant umzusetzende Neuerung für den dritten Band.

Bewertung:

Donnerstag, 2. April 2015

[Rezi] Blutrote Küsse - Cat & Bones 1

© Coverrechte: blanvalet




Titel: Blutrote Küsse (Cat & Bones 1)
Originaltitel: Halfway to the Grave
Autor: Jeaniene Frost
Band 1 von 7
Verlag: blanvalet
Formate:
~Taschenbuch, 416 S., September 2009 







~Inhalt~ 

Catherine – genannt Cat – ist eine Halbvampirin. Ihre Mutter wurde vor 22 Jahren von einem Vampir vergewaltigt, gebar Cat und hat seitdem Angst, ihre Tochter würde irgendwann dasselbe Monster werden wie ihr Vater. Um ihre Mutter vom Gegenteil zu überzeugen, ist Cat Vampirjägerin geworden. Sie flirtet in Bars und Discos mit Vampiren, die ihrem „Charme“ nicht wiederstehen können, und legt sie um, sobald sie allein zu zweit sind. 
Doch eines nachts verläuft nicht alles reibungslos wie sonst: Der Vampir – Bones –, mit dem Cat sich anlegen will, ist stärker als sie denkt und durchschaut ihren Plan. Er schnappt sich Cat und macht ihr kurz darauf ein Angebot: Gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Er selbst ist Kopfgeldjäger und sieht bessere Chancen, an seine Opfer heranzukommen, wenn Cat sie zuvor mit ihrer gewohnten Taktik verführt. Widerwillig beschließt Cat, mitzumachen, ohne zu ahnen, wie gefährlich es werden wird...

~Eigene Meinung~ 

„Blutrote Küsse“ war mein erster erotischer (Vampir-)roman und ich hab ihn auch nur zur Hand genommen, weil er mir mal von einer Freundin empfohlen wurde und die Meinungen auf Amazon recht positiv waren. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Anfangs liest es sich recht stockend, was an der Übersetzung liegen muss, denn es bessert sich nach ein paar Kapiteln. Davon sollte man sich also nicht abschrecken lassen. Ohnehin wird die Handlung erst dann richtig gut, wenn Bones und Cat zusammenzuarbeiten beginnen. Die Dialoge zwischen den beiden sind unglaublich witzig und unterhaltsam. Die Spannung, die sich zwischen den beiden aufbaut, fand ich dabei oftmals richtig spürbar. Man merkt, wie gezwungen Cat versucht, sich nicht von dem Vampir einwickeln zu lassen – ist er doch eigentlich ein Todfeind, mit dem sie nur gezwungenermaßen arbeiten muss. Doch gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen und versucht das mit bissigen Kommentaren zu überspielen, auf die Bones nicht weniger bissig zu antworten weiß. Da macht das „zuhören“ richtig Spaß. ;) 
Die erotischen Szenen lassen auch erfreulich lange auf sich warten – ich habe bei solchen Büchern ja das (möglicherweise oftmals richtige? :P) Vorurteil, dass in jedem Kapitel eine Sexszene sein muss. Das war hier nicht der Fall, wodurch die Handlung auch deutlich weniger auf die Liebesbeziehung gesetzt wurde, als ich erwartet hatte. Die Szenen an sich sind auch gut geschrieben, sodass fremdschämen doch recht gering ausfiel. ;) Da hab ich in Büchern anderer Genres schon peinlicheres gelesen. 
Die Haupthandlung – die Vampirjagd – ist voller Aktion und vor allem zum Ende hin auch voller Blut und herum fliegenden Gliedmaßen. Auf keinen Fall etwas für schwache Nerven, denn in einer Szene musste sogar ich etwas schlucken, obwohl ich sonst recht abgehärtet bin. 
Cat macht dabei eine Entwicklung durch, die ich nicht immer ganz logisch fand. Sie beginnt zwar ihre bisherigen Handlungen – erst töten, dann fragen – zu überdenken, aber das hauptsächlich auf Bones und dessen nähere Bekannte bezogen. Bei allen anderen verlässt sie sich darauf, dass Bones schon recht hat, wenn sie sie töten soll bzw. bleibt in ihrem alten Muster. Das ist vor allem in dem Hinblick etwas merkwürdig, dass sie sich über die Gewaltbereitschaft der Vampire aufregt, selbst aber ohne weiteres alles umlegt, was Untot ist. Zudem flirtet sie dauernd spärlich bekleidet mit irgendwelchen Vampiren, um diese auf sie aufmerksam zu machen, hat aber ein großes Problem damit, wenn Bones sie so oder mit noch weniger Kleidung sieht, selbst wenn keine offensichtlichen Hintergedanken dahinter stecken. 

Insgesamt konnte der erste Teil der „Cat & Bones“-Reihe mich aber überzeugen, weiterzulesen und hat mich sehr gut unterhalten.

Bewertung: