Samstag, 28. März 2015

[Rezi] Arkadien brennt

© Coverrechte: Carlsen





Titel: Arkadien brennt 
Autor: Kai Meyer 
Band 2 von aktuell 3 
Verlag: Carlsen 
Formate: 
~Taschenbuch, 416 S., Februar 2013
~Hardcover, 400 S., September 2010








~Inhalt~ 

Rosa und Alessandro müssen sich ihren neuen Aufgaben als Oberhaupt der Mafiaclans stellen. Ihre Beziehung zueinander ist dabei innerhalb der Clans nicht gern gesehen und niemand weiß, ob und wann ein Mordversuch an einem der beiden stattfinden wird. Hinzu kommt die Frage, wer oder was TABULA ist und was es mit den Statuen auf sich hat, die am Meeresgrund gefunden wurden.
Rosa beschließt in all dem neuen Chaos um sie herum für einige Tage zurück nach New York zu ihrer Mutter zu reisen und sie nach ihrem verstorbenen Vater und den arkadischen Dynastien zu befragen. Doch der Kurztripp endet lebensgefährlich und voller unliebsamer Überraschungen für sie... 

~Eigene Meinung~ 

Der erste Band liegt für mich nun schon eine ganze Weile zurück und ich hatte nicht mehr alle Erinnerungen daran. Dennoch fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten wieder mitten in der Geschichte wieder. Kai Meyers Schreibstil trägt dazu sehr ausschlaggebend bei: klar, übersichtlich und nie zu stark ausgeschmückt. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen, weder von den Charakteren noch in den Beschreibungen. Ich hatte den ersten Band nicht so brutal in Erinnerung und war anfangs doch etwas überrascht, wie offen über Themen wie Mord, Vergewaltigung oder auch Sex gesprochen wird. Unerwartet erwachsen für eine Reihe, die ich eigentlich einem jugendlichen Publikum zuschreiben würde. Ich empfand es aber als angenehm, dass nicht bei jedem etwas härteren Thema durch die Blume beschrieben wurde – sowas kennt man ja aus vielen anderen Büchern. 

Von der Handlung her setze es recht nahtlos am ersten Band an, soweit ich mich entsinne. Rosa ist nun Oberhaupt des Alcantra-Clans und weiß noch nicht so recht damit umzugehen. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und dass niemand es gutheißen wird, wenn sie mit dem Oberhaupt des verfeindeten Clans liiert ist, doch das ist ihr egal. Ebenso, dass sie einige der Hauptgeschäftszweige der Alcantras abschaffen will und damit den ein oder anderen wütend machen könnte. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich von niemandem herumkommandieren oder einschüchtern. Das macht sie zu einer tollen Protagonistin und war mir sofort sympathisch. Dass sie dabei weiterhin mit ihrer harten Vergangenheit zu kämpfen hat und im Laufe des Bandes einige sehr unschöne Dinge darüber erfahren muss, und trotzdem nicht aufgibt oder in Depressionen versinkt, gefiel mir.
Auch ihre Beziehung zu Alessandro war schön zu lesen. Die beiden verstehen und unterstützen einander, egal was andere sagen. Rosas scheinbar grenzenloses Vertrauen in Alessandro kam mir dabei manchmal etwas naiv vor, doch sie wurde nie enttäuscht. Immer hält er Wort und lügt sie nie an, auch wenn es manchmal schwer für beide ist. 

Dieser zweite Band wartete mit einigen Überraschungen auf, die die Spannung aufrecht erhielten. Dank dem angenehmen Schreibstil konnte man der Handlung super folgen und sich langsam selbst das ein oder andere zusammenreimen oder Vermutungen anstellen. Doch allzu viele Auflösungen gab es noch nicht und gerade die Geheimnisse rund um die arkadischen Dynastien wurden eher weniger behandelt. Es ging vordergründig um Rosas Entwicklung und die Aufklärung ihrer Vergangenheit. Da hätte ich vielleicht doch noch ein paar Hinweise mehr schön gefunden. Jetzt muss ich warten, bis ich Band 3 lesen darf. ;-) Zudem fehlte mir ein bisschen das Funken Epicness, um den Band perfekt zu machen. Es war zwar stets interessant und spannend und ich wollte immer gerne weiter lesen, doch am Ende fehlte mir doch ein bisschen was. Vielleicht lag es an dem irgendwie zu kontrolliert wirkenden Endkampf oder dass es zu wenig ordentliches Drama gab. Dennoch gefiel mir – soweit ich mich erinnern kann – dieser Band etwas besser als der erste, gerade weil er erwachsener wirkte.

Bewertung:

Freitag, 27. März 2015

[Manga-Rezi] Terra Formars

© Coverrechte: Tokyopop





Titel: Terra Formars 
Text: Yu Sasuga 
Zeichnungen: Ken-ichi Tachibana 
Verlag: Tokyopop 
Japanischer Verlag: Shueisha 
Bände: bisher 12 
Erscheint in Japan seit 2011, in Deutschland seit 2014


 


~Inhalt~ 
In der Zukunft ist die Erde extrem überbevölkert, weshalb der Mars bewohnbar gemacht werden soll. Da dort keine erdenähnlichen Atmosphäre mit Sauerstoff besteht, sollen Pflanzen eingebracht werden, die sich schnell vermehren und für Sauerstoff und eine Erwärmung des Mars sorgen. Ausgewählt wird dazu Moos sowie Kakerlaken, die das Moos fressen und somit für einen Kreislauf sorgen sollen. Da Kakerlaken extrem anpassungs- und widerstandsfähige Insekten sind, scheinen sie für das Marsleben gut geeignet. 
500 Jahre später soll ein Team aus 15 Astronauten zum Mars fliegen und den Fortschritt überprüfen. Sie wissen, dass sich das Moos nahezu über den ganzen Mars ausgebreitet hat, und nun sollen die vermutlich haufenweise vermehrten Kakerlaken getötet werden. Doch es erwartet die Besatzung eine unerwartete Überraschung: Die Kakerlaken sind mittlerweile mutiert und sehen nun menschenähnlich aus und haben extrem große Kräfte. Der Plan, sie auszuschalten, stellt sich bei dieser Erkenntnis als unmöglich heraus... 

~Eigene Meinung~ 

~Inhalt~ 
Was anfangs ziemlich dämlich klingt – menschenähnliche, megastarke Kakerlaken auf dem Mars – entwickelt sich erstaunlich spannend und einfallsreich. Als mir vor zwei Jahren eine Bekannte begeistert von der Reihe erzählte, verdrehte ich auch nur die Augen und dachte „Was ein Schwachsinn“, doch dann habe ich selbst einen Blick hineingeworfen und – was soll ich sagen – ich liebe diese Reihe! XD Die Umsetzung solch einer banalen Idee gelingt meiner Meinung nach hervorragend. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass alles in der Theorie recht wissenschaftlich betrachtet wird, während die Kämpfe natürlich reine Action á la Dragonball und Co. sind. Die Menschen, die zum Mars geschickt werden, setzen sich dabei im Vorfeld Operationen aus, in denen ihnen DNA, im späteren Verlauf auch Organe, aus Insekten und anderen Tieren eingepflanzt werden, wodurch sie die Eigenschaften der Insekten annehmen können. Diese Verwandlungen werden im Kampffall natürlich superheldenmäßig per Medikament ausgelöst und halten nicht ewig an. Die zugrunde liegenden Insekten werden dabei jedes Mal kurz vorgestellt und ihre besonderen Fähigkeiten erklärt. Ich habe dadurch so einige spannende Insekten kennengelernt! Denn es werden tatsächlich nur real existierende Insekten genommen, nichts ausgedachtes (ich hab sie alle nachgeschlagen! ;-)). Das allein finde ich schon extrem cool! 
Hinzu kommen vertuschte Regierungspläne, als Versuchskaninchen verwendete Menschen, Intrigen, Verrat und viele, viele Tote. Man sollte bei dieser Reihe niemanden zu sehr in Herz schließen – denn sie sterben mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schnell. Dass sich dennoch die Zeit genommen wird, Hintergundgeschichten zu den Charakteren zu erzählen, selbst wenn sie zwei Seiten weiter sterben, weckt dabei immer wieder die Hoffung, dass sie doch zu den wenigen gehören, die länger durchhalten. In diesem Manga ist kaum jemand nur Statist, jeder bekommt seinen kleinen und manchmal auch größeren Auftritt. Und natürlich kommt man nicht umhin, doch seine Lieblinge zu haben und zu beten, dass sie heil vom Mars flüchten können. 
Die Handlung baut sich relativ langsam auf und nach und nach kommen immer mehr Informationen und Geheimnisse zutage, von denen vor allem die „Opfer“, die zum Mars geschicht wurden, wenig ahnen. Wie konnten sich die Kakerlaken so schnell entwickeln? Das ist eine recht zentrale Frage, die sich auch die Marskämpfer immer mal wieder stellen und ich denke, da wird noch einiges an unschönen Geheimnissen gelüftet werden. 
Übrigens fand ich die Sache mit den Kakerlaken und dem Moos im Manga recht nachvollziehbar erklärt, also warum sie genau die ausgesucht hatten und was das Ziel dahinter war. Inwieweit das in der Realität aber tatsächlich so eintreffen würde und überhaupt durchführbar ist, sei mal dahingestellt.

~Zeichenstil~ 
Passend zu dem ganzen wissenschaftlichen Hintergrund sind die Zeichnungen ziemlich realitisch und gefallen mir echt gut. Manchmal sind die Kopfformen etwas unproportioniert, aber davon abgesehen besticht der Manga durch viele Details und sehr klare Zeichnungen. Die Hintergründe sind dabei auf dem Mars natürlich recht einseitig und die Kakerlaken gleichen sich auch fast alle wie ein Ei dem anderen. Die Menschen sind allerdings alle individuell gestaltet und ihre Insektenkräfte gut wiedererkennbar. 

~Fazit~ 
Empfehlen kann ich den Manga jedem, der Action mag, nichts gegen viele Tote, viel Blut (Übrigens wundert es mich, dass die Reihe nicht ab 16 ist, sondern ganz normal ohne Altersbeschränkung.) und etwas Wissenschaft hat und vor allem Weltraumgeschichten mag. Man sollte dabei aber auf keinen Fall alles rational und logisch betrachten wollen, denn das würde sicherlich nur den Lesespaß verderben. ;-) Mich weiß die Reihe jedenfalls blendend zu unterhalten und ist aktuell der einzige Manga, den ich noch regelmäßig kaufe. 

Bewertung:

© Coverrechte: Tokyopop

Mittwoch, 25. März 2015

[Game Review] Assassin's Creed IV - Black Flag




Titel: Assassins Creed IV – Black Flag 
Format: PS3, PS4, PC, Xbox 360, Xbox one und WiiU 
Erscheinungsdatum: November 2013 
Entwickler: Ubisoft

 



~Inhalt~

Der 4. Teil der Assassins Creed-Reihe führt ins Goldene Zeitalter der Piraten und damit in die Karibik. Der Protagonist ist Edward Kenway, ein Engländer, der als Pirat den großen Reichtum erlangen will und unfreiwillig in einen Kampf gegen Templer verwickelt wird, in dessen Verlauf er zum Assassinen wird.


~Eigene Meinung~

Ich habe nur die PS3 Version gespielt.

~Inhalt~
Die Story ist nichts neues: Templer gegen Assassinen, weil wieder mal irgendein wichtiges Artefakt nicht in die Händen der bösen Templer gelangen soll. Edward als Protagonist besticht dabei nicht gerade als Symphatieträger – jedenfalls fand ich ihn recht ätzend und plump. In sein neues Assassinen-Dasein stolpert er auch nur zufällig hinein, obwohl er (zumindest anfangs) doch eher mit einem ähnlichen Motiv wie die Templer beginnt: Das geheimnisvolle Artefakt in den eigenen Besitz bringen und an den Höchstbietenden verscherbeln. Das Ziel der Assassinen, das Artefakt zu schützen, damit dessen Macht nicht missbraucht werden kann, teilt er erst deutlich später.
Wie sich Edward von dem geldgierigen Piraten zum edlen Assassinen entwickelt fand recht schleichend statt, jedenfalls war ich mir nie sicher, ob Edward sich schon als Assassine sieht oder ob er es nur ausnutzen will, dass sie ihm auf seiner Suche helfen. Auch die Interaktionen mit anderen Charakteren waren eher mäßig und einige Freundschaften viel zu plötzlich entstanden. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nicht so großen Überblick über die Vielzahl neuer Namen und Gesichter, die gefühlt dauernd auftauchten.  


~Gameplay~
Die einzigen Neuerungen waren wohl die wenigen Tauchmissionen zu Schiffswracks und das Harpunieren von Haien und Walen. Die Schifffahrten wurden deutlich ausgebaut und die Steuerung dort scheinbar auch verbessert im Vergleich zum 3. Teil, jedenfalls kamen sie mir einfacher zu handhaben vor als zuvor mit Connor. Die Tauchmissionen ließen allerdings zu wünschen übrig und haben mich im Grunde nur genervt. Die Kameraführung war vor allem in engen Räumen furchtbar, ebenso die Steuerung von Edward. Ständig drehte er sich in die falsche Richtung und hat mich mehr als einmal damit an die Wutgrenze gebracht. Hinzu kamen die Haie, die dort überall herum schwammen und vor denen man aufgrund der miserablen Steuerung nur schwerlich fliehen bzw. sich verstecken konnte. Selbst wenn ich mich in Algenteppichen versteckt hatte, fanden sie mich, weil ich es selten geschafft habe, dass Edward auch wirklich zwischen den Algen verschwindet! 
Das Harpunieren fand ich hingegen recht sinnlos. Es diente eigentlich nur dazu, Hai- und Walhaut für Waffen/Rüstungen zu bekommen. Und so wichtig waren mir solche Sachen nicht, dass ich dafür ernsthaft Wale töten wollte. Die Steuerung war dabei aber zumindest recht leicht, man musste nur gut zielen können.

Alles weitere war im Grunde wie in den vorherigen Spielen. Die selben Aufreger beim Flüchten, wenn Edward zum 100. Mal einen Baum oder eine Wand hochklettern will, obwohl er nur daran vorbei laufen soll... Ich fasse es echt nicht, dass diese Probleme, die ja nun schon seit Teil 1 bestehen, nicht endlich mal behoben werden. Sollen sie halt die Tastenbelegung ändern, sodass man zum Klettern eine extra Taste hat. Hat z.B. bei Prince of Persia doch auch irgendwie geklappt. Das ist jedenfalls einer der Hauptpunkte, die mich seit dem 1. Teil immer wieder richtig aufregen.
Hinzu kam in diesem Teil, dass der Nahkampf irgendwie schlechter war. Edward wechselt dauernd den Gegner, sodass man kaum dazu kommt, sich auf einen zu konzentrieren. Das fand ich vorher irgendwie eleganter. Zudem war der Wechsel zwischen Waffen im Kampf ungelenk. Abwehren oder Angreifen und dabei z.B. die Rauchbomben auswählen hat bei mir nie geklappt. Ich musste dafür immer aus dem Kampfgeschehen raus.

Was ich allerdings ganz nett fand, war die freie Weltkarte, die wirklich groß war und man konnte tatsächlich überall mit dem Schiff hinfahren, auch wenn man dafür teilweise einige Minuten brauchte. Dazu kamen die vielen kleineren und größeren Inseln, die man finden und besuchen konnte. Ich glaube Black Flag hatte damit die bisher größte Weltkarte und das Meiste zu entdecken. Ganz niedlich war auch, dass man Seemannslieder finden konnte, die dann während der langen Schifffahrten von der Mannschaft zum besten gegeben wurden. Die Texte gabs im Menü sogar zum nachlesen und ggf. auswendig lernen. :P
 
Die Missionen waren leider auch weniger abwechslungsreich. Gefült war jede zweite Mission an Land das verfolgen und/oder belauschen von irgendwem. Auf Dauer nervt das schon. Jede 3. Mission war dann gefühlt zu Wasser das verfolgen von Schiffen. Also irgendwie immer nur verfolgen, belauschen, verfolgen, töten. Wobei das Töten meist auch recht billig war. Hinrennen und umlegen reichte meist, ohne groß auf irgendwas zu achten. Ich habe ein bisschen die „Schleiche dich ungesehen zu Ort Bla“ oder „Töte XY unbemerkt“ vermisst. Die kamen deutlich zu kurz, obwohl gerade solche Missionen das Assassinen-Dasein ausmachen. Man hatte wirklich mehr das Gefühl, dass man plumper Pirat sein sollte.



~Grafik~
Was das angeht bin ich nicht allzu wählerisch. Wenn die Grafik hübsch ist, stört es mich auch nicht, wenn sie etwas veraltet ist. Zu diesem Spiel lässt sich aber sagen, dass die Karibik mit den Palmen, dem klaren, blauen Wasser und den weißen Stränden schön eingefangen wurde. Die Details an Kleidung, Gebäuden und Schiffen waren auch schon echt toll. Und man hatte von Aussichtspunkten aus eine echt grandiose Aussicht! Man konnte wirklich bis zum Horizont sehen. Die Gesichter werden auch immer besser dargestellt und Mimik war teilweise schon recht real animiert. Was mir auch noch positiv aufgefallen war, war das Wetter. Die heftigen Stürme mit Monsterwellen und Windhosen waren schon klasse und mir wurde beim Zuschauen schon manchmal leicht flau im Magen. Auch dichter Nebel hing teilweise über dem Meer und machte es echt schwer, nicht gegen den nächsten Felsen zu fahren.
Insgesamt hat mich die Grafik übrigens an Far Cry 3 erinnert, das ein halbes Jahr vorher erschienen war. Vor allem die Aussichtstürme sahen denen in Far Cry 3 verdammt ähnlich. Ist aber bei so einem eng zusammen liegenden Erscheinungsdatum nur Zufall?

~Fazit~
Wer die Assassins Creed-Reihe kennt und mag, wird natürlich auch zu diesem Teil greifen. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich allerdings nicht viel geändert und einige Standardprobleme bestehen nach wie vor. Das Schifffahren im Mittelpunkt stand, war zwar mal was neues für mich, aber ich habe doch die ursprünglichen Assassinen-Missionen vermisst. Zudem gefielen mir die Schifffahrten nicht genug, um nach dem Ende der Haupthandlung alle Nebenmissionen zu machen, was ich in den vorherigen Teilen eigentlich immer getan hatte. Dafür war mir auch Edward zu unsympathisch. Wer noch nie einen Teil der Reihe gespielt hat, sollte also vllt lieber mit einem anderen anfangen.


Bewertung: ★★★

Montag, 23. März 2015

[Lesewoche] Kai Meyer

Heute habe ich zufällig bei Twitter diese nette Aktion von Kim und ihrem Blog All These Special Words entdeckt: Die Lesewoche. Diesmal ist Kai Meyer dran und weil ich zufällig gerade "Arkadien brennt" von ihm begonnen habe, mache ich gleich mal mit. :) Mit einem Klick auf das Bild geht es zur Aktion!

http://allthesespecialwords.blogspot.de/2015/03/lesewoche-kai-meyer-die-aufgaben-und.html



Und hier meine Antworten zu den kleinen Fragen. :)


1.) Welches Buch/Welche Bücher möchtest du diese Woche lesen und was erwartest du davon?

Da ich keine allzu schnelle Leserin bin, möchte ich einfach nur „Arkadien brennt“ beenden. :) Vllt fange ich danach auch gleich „Die Unsterbliche“ an. Von beiden Reihen hatte mir der erste Band sehr gut gefallen, „Die Alchemistin“ ist sogar eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzungen ebenfalls gut werden.

2.) Ist das dein erstes Buch von ihm oder hast du schon andere gelesen? Wenn du schon andere gelesen hast: Wie haben sie dir gefallen?

Ich hab von Kai Meyer schon sehr viele Bücher gelesen. Angefangen hatte ich mit den älteren, etwas unbekannteren Werken rund um die Gebrüder Grimm. Dann kamen Bände wie „Loreley“, „Die Alchemistin“ oder „Der Schattenesser“. Schließlich kam ich auch bei den Trilogien rund um „Merle“ und „Die Wellenläufer“ an. 
Ich mochte bisher eigentlich jedes Buch, das ich von Kai Meyer gelesen habe. Es gelingt ihm immer wieder, den Leser in magische Welten zu entführen und diese so bildhaft aufzubauen, dass man wirklich das Gefühl bekommen kann, sie wären real.

3.) Deinem Protagonist/Deiner Protagonistin ist siedend heiß eingefallen, dass er/sie etwas Wichtiges Zuhause vergessen hat. Was könnte das sein und welche Rolle spielt es in der Geschichte?

Oha, die aktuelle Protagonistin ist Rosa aus der „Arkadien“-Reihe. Was könnte sie wichtiges Zuhause vergessen haben? Vielleicht ihr Handy, um Alessandro anrufen zu können. ;) Da sie immer auf Nachrichten von ihm wartet, wäre es sicher nicht leicht für sie, einige Stunden ohne Handy auszukommen. (Keine sonderlich einfallsreiche Idee, ich weiß... xD)

4.) Hast du schon einen Lieblingscharakter? Wenn ja, wer und wieso?
Ich mag Rosa einfach total gerne! :3 Sie ist wirklich stark und lässt sich nicht unterkriegen, egal was passiert. Auch dass sie ihre Beziehung zu Alessandro auf keinen Fall aufgeben will, obwohl alles um sie herum dagegen spricht, finde ich sehr bewundernswert.
An zweiter Stelle kommt dann Iole. Sie ist einfach super niedlich! Obwohl sie so jung ist/wirkt, hat sie immer eine Überraschung parat. Man sollte sie auf keinen Fall unterschätzen! Ich mags, wenn sie mal wieder Rosa oder ihre Lehrerin "belehrt". ;)

5.) Wenn euer aktuelles Buch verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdet ihr in den Hauptrollen sehen wollen?

Oh je, ich hab doch keine Ahnung von Schauspielern... XD Da müsste ich wen für Rosa und Alessandro finden... öhm, joa... XD Ich finde sowas echt schwer, also keine Ahnung. Rosa müsste von einem zierlichen, kleinen, blassen Mädchen gespielt werden, das aber durchaus selbstbewusst und energisch sein kann. Und Alessandro wohl von jemanden, der südländisch aussieht. Aber Schauspieler fallen mir da keine ein...

6.) Habt ihr Lieblingsstellen? Zitate? Konntet ihr viel markieren?

Zitate markiere ich mir nie - ich will ja in Ruhe lesen und nicht erst Notizzettel suchen gehen, wenn mir mal ein Satz gefällt. ;) Lieblingsstellen gab es aber durchaus. Z.B. als Rosa den Sarg ihres Vaters öffnet und Iole ihr voll selbstverständlich hilft. Oder als Rosa und Alessandro auf der Isola Luna zum Krater hochsteigen und darüber rätseln, was in dem Krater sein könnte.

7.) Wie war eure Lesewoche? Habt ihr das geschafft, was ihr schaffen wolltet? Hat es euch gefallen?

Ich konnte "Arkadien brennt" beenden und habe "Die Unsterbliche" begonnen. Allerdings hab ich da erst 2 Kapitel geschafft, werde also noch etwas daran sitzen. ;) Es war meine erste Lesewoche, an der ich teilgenommen habe, aber ich finde es ganz witzig, jeden Tag ein paar Fragen zu dem aktuellen Buch zu beantworten und vor allem sich gezielt an Bücher zu wagen, die vllt schon länger auf dem SuB liegen. Ich werde also mit Sicherheit mal wieder teilnehmen, wenn das Thema passt. :3

Meine Rezi zu "Arkadien brennt" folgt dann noch morgen oder heute abend.

-> Die Rezi ist <hier> zu finden.

[Rezi] Rauklands Sohn

© Coverrechte: El Gato




Titel: Rauklands Sohn 
Autor: Jordis Lank
Band 1 von 3
Verlag: El Gato
Taschenbuch, 364 S.
Erscheinungsdatum: März 2013









~Inhalt~

Weil Ronan seinen Einsatz in einer wichtigen Schlacht „verschläft“ und diese dadurch verloren wird, lässt sein Vater, der König von Raukland ihn hart bestrafen: Ronan wird ausgepeitscht, gebranntmarkt und schließlich zur Insel Lannoch geschickt. Dort soll er die Aufgaben des Königs Merin lösen und die Insel damit für seinen Vater gewinnen. Versagt er, verliert er den Anspruch auf die Thronfolge. Keine leichte Aufgabe für Ronan, denn gleich als erstes soll er auf der Insel, auf der ihm offensichtlich jeder mit Misstrauen und Abneigung gegenüber steht, einen Freund finden. 

~Eigene Meinung~

Ich habe das Buch letzten Dezember bei der Adventsaktion von KumosBuchwolke und DasBüchereulenparadies gewonnen. Die Beschreibung hatte mir sofort zugesagt, da ich eher klassische „Mittelalter-Fantasy“ gerne lese. Ich weiß gar nicht mehr, was ich direkt erwartet hatte, aber auf jeden Fall nicht genau das, was ich bekommen habe. Das ist aber keineswegs negativ gemeint. ;-)
„Rauklands Sohn“ baut sich rund um die Charaktere auf und beschreibt ganz wundervoll die Entwicklung des Protagonisten Ronan von einem verschlossenen Sturkopf zu einem deutlich offeneren Menschen, der auch mal Gefühle zulassen kann. Wie die anderen Dorfbewohner und vor allem Liam daran beteiligt sind, finde ich großartig umgesetzt. Man spürt richtig, wie Ronan langsam in den Gesprächen mit Liam aufblüht und beginnt, eine richtige Freundschaft aufzubauen. Auch die Liebe wird nicht vergessen, hält sich jedoch sehr angenehm im Hintergrund und entwickelt sich langsam und nachvollziehbar.
Die Aufgaben, die Ronan zu meistern hat, sind alle etwas anderer Natur, als man anfänglich erwartet. Schon die erste Aufgabe „Finde einen Freund“ erscheint schwer zu meistern, wo Ronan doch mit dem Ziel auf Lannoch ist, die Insel für seinen Vater zu gewinnen und damit möglicherweise in einen Militärstützpunkt zu verwandeln. Die Bewohner Lannochs treten ihm dementsprechend misstrauisch und unfreundlich gegenüber. Nur sehr langsam kann Ronan sich in die Gemeinde einfinden. Auch hier fand ich es nachvollziehbar und erfreulich unaufdringlich umgesetzt, wie sich die Einstellungen der Menschen Ronan gegenüber langsam wandeln. 
Nicht jede Aufgabe löst Ronan letztlich, wie es wohl ursprünglich erdacht worden ist. Das fand ich teilweise etwas schade, denn die ein oder andere Aufgabe hätte Ronan sicherlich auch irgendwann selbst geschafft, wenn er sich nur nicht mit der einfacheren Variante zufriede gegeben hätte. Dabei sollte man aber bedenken, dass er nur ein Jahr Zeit hat, alle Aufgaben zu lösen. Da lässt man sich vermutlich schnell dazu verleiten, den leichten Weg zu wählen, um Zeit zu sparen. Und es passt auch zu Ronan, weshalb ich es nicht als allzu großen Negativpunkt an dem ansonsten tollen Buch zählen kann.

Insgesamt hat mir „Rauklands Sohn“ sehr gut gefallen und ich habe mir sofort die Fortsetzung beschafft! Der Schreibstil ist relativ schlicht und damit gut verständlich, alle Handlungen sind in ihren wichtigen Zügen ohne große Ausschmückungen beschrieben. Hinzu kommen die gelungenen Landschaftsbeschreibungen, die sofort ein Bild der kargen und kühlen Insel Lannoch in den Kopf zaubern. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der nachvollziehbare Charakterentwicklungen in einer mittelalterlichen Welt mag und kein Problem damit hat, wenn die Action etwas knapper ausfällt. ;-)
 
Bewertung: ★★★★★

Mittwoch, 18. März 2015

[Rezi] Reckless- Steinernes Fleisch

© Coverrechte: Dressler






Titel: Reckless – Steinernes Fleisch
Autor: Cornelia Funke
Band 1 von 3
Verlag: Dressler
Ausgabe: Hardcover, 352 S.
Erscheinungsdatum: September 2010







~Inhalt~

Nachdem Jacobs Vater ohne Vorwarnung verschwunden ist, kümmert sich seine Mutter kaum noch um ihn und seinen kleinen Bruder Will. Um sich seinem Vater näher zu fühlen und in der Hoffnung, herauszufinden, wohin er verschwunden ist, schleicht Jacob sich immer wieder in das ehemalige Arbeitszimmer seines Vaters. Dort entdeckt er den Spiegel, durch den er in eine parallele Märchenwelt entfliehen kann. In den folgenden Jahren verbringt Jacob fast sein ganzes Leben dort – immer auf der Suche nach Abenteuern und seinem Vater. Bis Will eines Tages den Spiegel findet, seinem Bruder folgt und mit dem Steinernen Fleisch infiziert wird. Dadurch verwandelt Will sich innerhalb weniger Tage in einen Goyl – die Rasse der Märchenwelt mit der steinernen Haut und dem kalten, zornigen Wesen. Um seinen Bruder zu retten, macht Jacob sich auf die Suche nach einem Heilmittel...

~Eigene Meinung~

Die Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke hatte mich damals sehr begeistert und so beschloss ich, auch Reckless eine Chance zu geben. Obwohl es aufgrund der vielen Märchen doch sehr nach einem Kinderbuch klang. Dies täuscht allerdings. Tot und Krankheit sind in der Märchenwelt von Reckless sehr präsent und bei einigen Szenen war ich mir recht sicher, es erst ab etwa 12-14 Jahren zu empfehlen. Die Einbindung der vielen verschiedenen Märchen, die sich wirklich nahtlos in die Handlung einreihen, mal eher nebensächlich erwähnt werden oder auch mal eine größere Rolle spielen, gefiel mir bei Reckless besonders gut. Sei es nun ein Rapunzelhaar, das Jacob beim Klettern hilft oder das Dornröschenschloss, in dem sie auf ihrer Reise zufällig rasten. Hinzu kommen die wunderbaren Beschreibungen der Landschaft und der Personen, sodass man sie sich sofort bildlich vorstellen kann und sich direkt heimisch und wie in ein großes Märchen hinein versetzt fühlt.
Auch sehr gut gefallen hat mir die Aufmachung des Buches: Jedes Kapitel (und es gab sehr, sehr viele Kapitel) wurde mit einer ganzseitigen Bleistiftzeichnung eingeleitet. Das verstärkte noch die Bilder, die man ohnehin schon von der Märchenwelt im Kopf hatte.
Die Charaktere waren vielfältig, blieben aber leider etwas blass. Das Buch war insgesamt recht kurz – große Schrift, viele kurze Kapitel. Der Tiefgang in die Gefühlswelt der Charaktere blieb dabei leider etwas auf der Strecke. Zudem wechselte der Handlungsort in fast jedem Kapitel, ebenso die Sicht, aus der berichtet wurde. Dadurch fühlte man sich durch die wunderschöne, bunte Welt doch etwas sehr hindurch gehetzt. Zwischenzeitig nervte es mich regelrecht, dass Jacob und seine Freunde schon wieder zu einem neuen Ort reisen mussten, nur um zwei Kapitel später erneut weiter zu reisen. Einige Szenen hätte man sicherlich verlängern und mehr auf das Innenleben der Charaktere eingehen können.

Insgesamt ist der erste Band der Reckless-Reihe jedoch sehr liebevoll gestaltet und wunderbar fantasievoll, weshalb ich ihn etwas besser bewerte, als er inhaltlich tatsächlich ist. Bleibt zu hoffen, dass sich die weiteren Bände stärker auf die Charaktere konzentrieren und nicht erneut ein Reisebericht werden.

Bewertung: ★★★★☆

Montag, 16. März 2015

[Rezi] Nach dem Sommer

© Coverrechte: script5






Titel: Nach dem Sommer
Originaltitel: Shiver
Autor: Maggie Stiefvater
Band 1 von 3
Verlag: script5
Formate:
~Hardcover: 424 S.; September 2010
~Taschenbuch: 424 S.; März 2014

 
~Inhalt~
Als junges Mädchen wurde Grace von Wölfen gebissen und in den Wald gezerrt. Als sie schon mit ihrem Leben abgeschlossen hatte, wurde sie von einem Wolf mit goldenen Augen gerettet. Seit diesem Tag kann Grace ihn nicht vergessen und wartet jeden Winter darauf, dass die Wölfe zurück kommen und sie „ihren“ Wolf wieder sieht. Über die Jahre baut sie nur durch beobachten eine enge Bindung zu dem Wolf auf. Und dann liegt er eines Tages verletzt auf ihrer Veranda – in der Gestalt eines jungen Mannes! Er heißt Sam und sobald es wärmer wird, verwandelt er sich von einem Wolf in einen Menschen. Doch der Winter naht und so wird er Grace bald wieder verlassen müssen...

~Eigene Meinung~
Im letzten Jahr habe ich von Maggie Stiefvater Lamento und Ballade gelesen und war von ihrem schönen, bildhaften, manchmal poetisch-märchenhaften Schreibstil angetan. Diesen setzt sie auch in Nach dem Sommer wieder gekonnt ein und entführt den Leser damit in eine hauchzarte Geschichte.
Mir hat neben dem Schreibstil besonders die Idee gefallen, dass die Werwölfe sich durch Temperaturunterschiede und nicht durch den Vollmond verwandeln. Das war mal etwas neues und hat durch die Unberechenbarkeit des Wetters eine besondere Form von Spannung eingebaut. Wann würde Sam sich zurück verwandeln? Diese Frage hing immer im Raum und die Anspannung, die damit einher ging, konnte die Autorin gut einfangen. Unterstützend waren dabei die Temperaturangaben, die am Anfang jedes Kapitels standen. Wenn dort besonders niedrige Zahlen standen, ging ich immer davon aus, dass es in dem Kapitel etwas kritisch werden würde. Das Hauptthema war auch das ganze Buch über, wie Sam und Grace ihre verbleibende Zeit nutzen, sich besser kennenlernen und schließlich wie Grace Sam noch länger bei sich behalten könnte. Andere Wölfe spielten ebenfalls eine große Rolle und ich fand es angenehm, dass sie alle so verschieden und ihre menschlichen Eigenheiten auch in ihrer Wolfform teilweise noch erkennbar waren. Sie waren auch im Rudel alle sehr verschieden und individuell. Dabei gelingt es Maggie Stiefvater, Wölfe realistisch darzustellen und nicht – wie man es oft liest – als gemeine, unberechenbare Raubtiere.
Ein Kernthema war natürlich auch die Liebesgeschichte zwischen Grace und Sam. Hier fand ich es etwas merkwürdig, dass sie sich im Grunde schon seit Jahren lieben, obwohl Grace Sam zum ersten Mal als Mensch sieht. Denn hat Grace sich ernsthaft in ein Tier verliebt? Da hätte ein bisschen mehr menschliches Kennenlernen gerne vorhanden sein können. Immerhin haben die beiden einige Tage bis Wochen zusammen verbracht und dabei oftmals nur still beisammen gesessen. Es wurde zwar so beschrieben, dass sie sich auch ohne Worte gut verstehen, aber ich finde für ein so frisches Paar wären ein paar Unterhaltungen mehr auch nicht verkehrt.
Insgesamt überzeugt Nach dem Sommer durch den schönen Schreibstil, die gekonnt eingesetzte, meist aber hintergründige Spannung und die neue Idee des Temperatureinflusses. Richtig mitgerissen und komplett überzeugt hat es mich aber vor allem durch die – in meinen Augen – zu plötzliche Liebe und ein paar wenige Längen in der Mitte des Buches nicht.
Bewertung: ★★★★☆

Samstag, 14. März 2015

[Rezi] Firelight - Brennender Kuss

© Coverrechte: Loewe




Titel: Firelight – Brennender Kuss
Originaltitel: Firelight
Autor: Sophie Jordan
Band 1 von 3
Verlag: Loewe
Formate:
~Hardcover, 376 S., August 2011
~Taschenbuch, 376 S., Februar 2014








~Inhalt~

Jacinda ist ein Draki, d.h. sie ist ein drachenähnliches Wesen, das sich in einen Menschen verwandeln kann. Als sie eines morgens heimlich außerhalb ihres Dorfes fliegt, wird sie von Jägern entdeckt und gejagt. Dabei macht sie Bekanntschaft mit dem Jäger Will, der sie überraschenderweise am Leben lässt und gegenüber seinen Kollegen behauptet, sie aus den Augen verloren zu haben. Jacinda soll kurz darauf von ihren Artgenossen für ihren Regelverstoß bestraft werden und ihre Mutter beschließt in einer Nacht- und Nebelaktion, dass sie mit Jacinda und ihrer Zwillingsschwester Tamra das Dorf verlassen müssen, wenn Jacinda nicht in ihr eigenes Verderben laufen will. Widerwillig folgen die beiden ihrer Mutter in eine Stadt in der Wüste, wo Jacinda ihren Draki „töten“ soll, indem sie sich lange genug nicht verwandelt. Die trostlose Wüste und der Beton der Stadt verhindern ohnehin, dass Jacinda sich verwandeln kann, denn sie ist dazu auf grüne Natur angewiesen.
In der Schule, zu der Jacinda und Tamra nun gehen müssen, trifft sie Will wieder und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen – was auch ihren Draki am Leben hält. Jacinda ist hin- und hergerissen von dem Wunsch, ihren Draki zu retten und der jahrhundertealten Feindschaft zu den Jägern, denen Will angehört.

~Eigene Meinung~

Die Idee der Drakis fand ich recht erfrischend – endlich mal keine Liebesgeschichte mit Vampiren oder Werwölfen. Zudem gefiel mir, dass die Draki mit der Natur verbunden sind und diese brauchen, um die Energie zu haben, sich zu verwandeln und dass ihre Draki „sterben“ können, wenn sie sie nicht pflegen. Allerdings haperte die Umsetzung insgesamt etwas. Nach dem spannenden und interessanten Einstieg kam die lange Phase des „vor-sich-hin-plätscherns“. Die Szenen in der Highschool waren mehr als typisch – Mädchen trifft Jungen, verliebt sich, aber irgendwer ist immer dagegen. Dazu gehörten neben der Tatsache, dass Will und seine Cousins Draki-Jäger sind auch eifersüchtige Mitschülerinnen, eine zickige Schwester und eine strenge Mutter. Jacinda als Protagonistin war dabei oftmals nervig. Ständig macht sie sich über alles Gedanken, kommt aber zu keinem endgültigen Entschluss. Sei es nun in der Beziehung zu Will oder dem Wunsch, in ihr Dorf zurück zu kehren. Ständig jammert sie herum, beschließt etwas, nur um 10 Seiten weiter doch komplett anders zu handeln. Das machte sie nicht nur anstrengend, sondern stellenweise auch unglaubwürdig. Ihre Beziehung zu Will basiert dabei einzig auf der „magischen Anziehungskraft“, die sie verbindet und sie verlieben sich sehr schnell, ohne sich vorher überhaupt richtig kennen zu lernen. Das hätte die Autorin gerne etwas langsamer entwickeln können. Zusammen mit dieser Beziehung rücken die Draki auch immer stärker in den Hintergrund und man liest einen Großteil des Buches nur eine typische, klischeehafte Highschool-Romanze. Zum Ende hin wurde es dann wieder spannender und machte neugierig auf die Fortsetzung.

Insgesamt ist die Idee hinter der Geschichte gut und Draki eine gelungene Abwechslung, das Potential wurde allerdings so gut wie gar nicht ausgeschöpft. Aufgrund des einfachen, bildhaften Schreibstils bleibt es trotz einiger Längen aber kurzweilig und das Buch ist schnell zu Ende gelesen. Bleibt zu hoffen, dass die beiden Fortsetzungsbände mehr Spannung, Überraschungen und eine weniger klischeehafte Liebesgeschichte aufweisen.

Bewertung: ★★★☆☆

Montag, 9. März 2015

Fanarts zu Rionas Story

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Rionas Story [Arbeitstitel]

~Inhalt~

Innerhalb weniger Tage ändert sich Rionas komplettes Leben: Erst eröffnet ihr Vater ihr, dass sich möglicherweise Krieg mit dem Nachbarland Setzuria anbahnt und er sich den königlichen Truppen anschließen muss. Dann wird ihr Dorf überfallen, die Bewohner getötet oder verschleppt, und alles niedergebrannt, kaum dass die Männer zur Armee aufgebrochen sind. Riona ist zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Dorfes unerlaubt im Wald und bleibt daher verschont. Doch nun steht sie ohne alles da und weiß nicht, was sie tun soll. Ist ihre Mutter noch am Leben? Kann sie sie finden und retten? Oder sollte sie ihren Vater suchen? Auf der anstehenden Reise bekommt Riona glücklicherweise allerhand Hilfe aus ganz unterschiedlichen Richtungen und wird langsam in einen größeren Konflikt hineingezogen, als sie sich je hätte träumen lassen...

Das Ganze ist eine Fantasy-Geschichte mit Feen, Magie und Co. und spielt in einer ans Mittelalter angelehnten Welt.


~Informationen~
 
Die Idee zu dieser Geschichte kam mir mit 13 Jahren, als ich begonnen habe, selbst zu schreiben und meine vielen Ideen auf Papier zu bringen. Damals war mein Schreibstil allerdings noch nicht sehr ausgereift und auch inhaltlich und in der Charakterentwicklung und -darstellung gab es einige Ungereimtheiten. Die Geschichte komplett zu überarbeiten, habe ich schon länger vor und es vor etwa 6 Jahren auch schon einmal begonnen. Doch ich hatte während des Studiums nicht die Zeit dazu, mich umfassend damit zu beschäftigen. Daher beginne ich die Überarbeitung nun von neuem, in der Hoffnung, diese erste große Idee von mir komplett niederzuschreiben und dann als Buch zu veröffentlichen. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, über den ich an dieser Stelle gerne gelegentlich berichten möchte. :)
Eine große Hilfe ist mir dabei mein Freund, der sich bereit erklärt hat, mir als Lektor zur Seite zu stehen. Er sieht jeden meiner Sätze deutlich kritischer, als ich es jemals könnte. ;)



Da ich auch zeichne, gibt es zu dieser Story auch ein paar Bilder.








Das war das erste Cover, das ich damals mit etwa 16 Jahren gebastelt habe. Es ist nicht sonderlich schick... weshalb ich es auch nicht weiter verwende. Den Hintergrund habe ich am PC gebastelt, da mir der selbstgezeichnete nicht gut genug war... Damals war ich noch sehr unerfahren im Umgang mit PC-Kolorationen. XD
















Hier ein etwas neueres Bild von 2013. Es zeigt die mehr oder weniger wichtigsten Personen, die vorkommen (von den „Guten“).











Und hier ein Bild von 2014, das ihr auch in meinem Header seht. Es zeigt die Protagonistin Riona beim „Feuermachen“.


Und ein Bild von Errol mit der kleinen, frechen Fee Sevilla.


~Fanarts~
 
Und ich habe in den letzten Jahren auch ein paar Fanarts zu meinen Charakteren bekommen, die ihr hier finden könnt: 

-> klick mich  

Sollte sich jemand dazu angeregt fühlen, jetzt auch zu Stift und Papier zu greifen, würde ich mich natürlich sehr freuen. :) Schickt mir eure Fanarts einfach per Mail [almighty.anchan@gmail.com] oder postet sie auf meiner Facebook-Seite. Ich veröffentliche eure Bilder hier nur mit eurer Erlaubnis und nehme sie jederzeit wieder raus, wenn ihr es möchtet.

Donnerstag, 5. März 2015

[Rezi] B.A.D.

© Coverrechte: Egmont Manga und Anime




Originaltitel: B.A.D.
Autor: Keishi Ayasato
Art: Sousou Sakakibara
Charakterdesign: kona
Bände: 2
Japanischer Verlag: Kadokawa
Erscheinungsjahr: 2013
Deutscher Verlag: Egmont Manga & Anime










~Inhalt~
 
Odagiri liegt im Sterben vor einem Tempel auf dem Boden, als er von der mysteriösen Azaka Mayuzumi gefunden und geheilt wird. Azaka läuft stets in einem Gothic-Lolita-Kleid mit einem roten Papierschirm herum und isst fast ausschließlich Schokolade. Sie führt eine Detektei für übernatürliche Fälle und ernennt Odagiri zu ihrem neuen Gehilfen. Da dieser noch immer unter Schmerzen leidet, begleitet er Azaka vorerst, denn sie kann die Schmerzen lindern. Schnell stellt sich heraus, dass die übernatürlichen Dinge keine Einbildung sind und Odagiri durch Geschehnisse in seiner Vergangenheit eng damit zusammenhängt…


~Eigene Meinung~

~Inhaltlich~
Lange Zeit bleiben viele Details der Handlung im Dunkeln, z.B. woher Azaka ihre übernatürlichen Kräfte hat oder was es mit Odagiris Bauchschmerzen und den Geschehnissen seiner Vergangenheit auf sich hat. Alles baut sich langsam weiter auf, bis nach und nach Geheimnisse gelüftet werden. An sich gefällt mir diese Art der Erzählung, wenn nicht von vornherein alles offensichtlich ist, aber in diesem Manga fand ich es zu verwirrend dargestellt. Dies liegt unter Anderem auch daran, dass zu viel angedeutet wird und zu vieles geschieht, was anfangs anders wirkt, als es tatsächlich sein soll. B.A.D. zu lesen und der Handlung zu folgen, fand ich dadurch stellenweise mehr anstrengend, statt spannend. Ungefähr in der Mitte von Band 2 findet dann auch noch ein kleiner Zeitsprung statt, nach dem zwei neue Charaktere dazu kommen, die vorher nie erwähnt wurden und dann auch nur kurz vorgestellt werden, was ich so kurz vor dem Ende der Reihe etwas überflüssig fand. Vor allem da auch jede x-beliebige andere Person mit weniger Hintergrundgeschichte diese hätte ersetzen können. Möglicherweise sollte es dadurch etwas interessanter werden, mich hat es aber eher gestört.

Mit den Hauptcharakteren Azaka und Odagiri konnte ich auch nicht recht warm werden. Azaka ist durchgehend sehr kalt und teilweise grausam, verweigert oftmals Hilfe oder taucht erst in letzter Sekunde auf. So gut wie nie erklärt sie sich und macht höchstens ein paar Andeutungen. Ich fand sie recht unsympathisch. Odagiri konnte ich fast noch schlechter nachvollziehen als Azaka. Stets will er anderen helfen, wenn es dann hart auf hart kommt setzt sich aber meistens doch sein Ego durch und er denkt wieder nur an sich. Hinterher macht er sich dann oft Vorwürfe oder gibt Azaka die Schuld, nicht geholfen zu haben. Ob er irgendwie ein Leben neben Azaka hat, bleibt auch im Dunkeln. Es wird nur von seiner Vergangenheit berichtet, die ihn zu Azaka geführt hat. Familie hat er wohl nicht und wenn doch, vermisst sie ihn offenbar nicht.
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Gewalt und Grausamkeit, die in fast jedem Kapitel irgendwie auftaucht – mal stärker, mal schwächer. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass der Manga ab 16 Jahren eingestuft ist. Ein paar Szenen sind auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

~Zeichenstil~
Während Azaka immer aufwändige Gothic-Lolita-Kleider trägt, sind die anderen Charaktere eher schlicht gehalten. Auch die Gesichter sind nicht immer mühevoll gezeichnet. Gerade Odagiris Gesicht sieht oftmals kurz hingekritzelt aus, mit recht dicken Linien, die die Augen fast wie schwarze Flecken wirken lassen. Dafür sind die Hintergründe meist detailliert und oft vorhanden und vor allem die düsteren, teils grausamen oder gruseligen Szenen sind gut in Szene gesetzt.


~Fazit~

Ein Mystery-Manga, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Zwar war es vom Konzept her gut und hatte Potential, das meiner Meinung nach aber zu schlecht ausgeschöpft wurde. Sympathischere Charaktere und etwas weniger Verwirrung hätten ein deutliches Plus geben können und wären sicher nicht allzu schwer umzusetzen gewesen. Mir gefiel dennoch, dass es nicht 0815 war und einige Geschehnisse (sobald man sie verstanden und zugeordnet hat) überraschend waren.


Bewertung: ★★★☆☆

© Coverrechte: Egmont Manga und Anime

[Rezi] Hot Roomer

© Coverrechte: Egmont Manga und Anime




Titel: Hot Roomer
Originaltitel: Gokujou Danshi to Kurashi Temasu
Autor: Haruko Kurumatani
Bände: 2
Japanischer Verlag: Shogakukan
Erscheinungsjahr: 2007
Deutscher Verlag: Egmont Manga & Anime










~Inhalt~

Die 16-jährige Ruki ist ein richtiger Shojo-Manga-Otaku und schwärmt besonders für ihren Helden Shun, der für sie den perfekten Freund darstellt. Doch leider steht Ruki in der Realität noch ohne Freund da. Rukis Mutter findet, dass sich an diesem Zustand etwas ändern sollte und lässt kurzerhand einen Untermieter einziehen. Und der sieht Shun verdammt ähnlich! Ruki fällt es sofort schwer, sich zu beherrschen und die etwas aufdringliche, dreiste Art von Senri-kun (der Shun-Doppelgänger) plus die Tatsache, dass Rukis Mutter mit ihrem neuen Liebhaber verreist und ihre Tochter alleine mit dem Jungen lässt, sorgen für ordentlich Liebeschaos.


~Eigene Meinung~

~Inhaltlich~
Rukis Otaku-“Anfälle“ sind schon recht witzig zu lesen und dass Senri-kun das anfangs immer auszunutzen versucht und Ruki dadurch hin- und hergerissen ist, was sie denn nun wirklich will ist ebenfalls stellenweise sehr unterhaltsam. Leider bietet der Manga aber nicht viel mehr. Die Charaktere, die im Laufe der kurzen Handlung fast schon massenhaft auftreten (denn plötzlich will jeder gutaussehende Kerl was von Ruki) bleiben oberflächlich. Richtige Emotionen sucht man vergeblich. Zwar schwankt Ruki immer wieder zwischen verliebt, zweifelnd und Otaku, doch das erscheint mehr als Mittel zum Zweck, um die Handlung abwechslungsreich zu gestalten. Richtiges Drama gibt es schließlich nicht. Jedes sich anbahnende Problem wird mit einem „Ich liebe dich“ wieder vergessen. Das Gefühl, dass Ruki nur in Senri-kun verliebt ist, weil dieser Shun so ähnlich sieht und zufällig als erster Junge was von ihr wollte, verschwand bei mir bis zum Ende nicht. Zudem verhielt sich Senri-kun immer dann plötzlich super nett und verliebt, wenn Ruki anfing, an ihm zu zweifeln. Was ich allerdings mal als nette Abwechslung aufnahm, war dass mit dem Thema Sex schon sehr locker umgegangen wurde, obwohl es ein Shojo-Manga ist. Man kennt es aus solchen Werken ja eher, dass das entweder nie angesprochen wird oder sich das Mädchen total sträubt und der Junge aus Liebe zu ihr auf alles sexuelle verzichtet. ;)


~Zeichenstil~
Es handelt sich um einen typischen Shojo-Stil mit großen Augen, wallendem Haar und vielen glitzernden Rasterhintergründen. Dabei sticht der Stil aber nicht sonderlich hervor. Er ist recht schlicht gehalten und Proportionen stimmen oftmals nicht. Vermutlich ist es eines der ersten Werke der Manga-ka. Wirklich negativ auffallen tut er aber auch nicht. Wer den typischen Shojo-Stil mag, wird hiermit sicherlich keine Probleme haben. Hintergründe sind wie gesagt entweder Rasterfolien mit Glitzereffekt oder irgendwelchen Mustern oder meist schlicht gehaltene Umgebungsdarstellungen.


~Fazit~

Wirklich weiter empfehlen kann ich den Manga wohl nicht. In der zweibändigen Reihe bleiben die Charaktere oberflächlich und die Handlung weist zwar viel hin und her auf, aber keine richtige Spannung. Wer aber eine kurzweilige, teilweise witzige Unterhaltung sucht, könnte hier richtig sein.


Bewertung: ★★☆☆☆

© Coverrechte: Egmont Manga und Anime

[Rezi] DramaCon

© Coverrechte: Tokyopop Deutschland





Titel: DramaCon
Autor: Svetlana Chmakova
Bände: 3 (Ultimate Edition 1 Band)
Amerikanischer Verlag: Tokyopop
Erscheinungsjahr: 2005
Deutscher Verlag: Tokyopop











~Inhalt~

Christie besucht zum ersten Mal eine Con, um zusammen mit ihrem Freund ihren gemeinsamen Manga vorzustellen. Dabei lernt sie nicht nur das (manchmal sehr seltsame) Con-Leben kennen, sondern auch den geheimnisvollen Matt, der immer eine Sonnenbrille trägt und Christies Gefühlswelt gehörig auf den Kopf stellt. Con-Chaos, Beziehungsdrama und Manga-Zeichnen sind an der Tagesordnung!


Zusatzinfo
Neben den drei einzelnen Bänden ist auch eine Ultimate Edition erschienen, die alle drei Bände plus ein paar zusätzliche Extras enthält.


~Eigene Meinung~

~Inhaltlich~
Svetlana Chmakova versteht es sehr gut, den Con-Alltag mit viel Witz und einer ordentlichen Portion Ironie darzustellen. Besonders im ersten Band, als für Christie noch alles völlig neu ist, reiht sich eine lustige Begegnung an die nächste. Mir kam dabei vieles von meinen ersten Con-Besuchen bekannt vor. Auch die Dialoge zwischen Christie und ihren anderen Con-Bekanntschaften ist dabei oft mit einem Lächeln zu lesen, ebenso die kleinen Wortgefechte mit Matt. Neben all dem Witz kommt auch das Drama und die Romantik nicht zu kurz. In jedem der drei Bände (die jeweils ein neues Con-Jahr beschreiben) gibt es ein Konfliktthema, das für ordentlich Drama sorgt. Der Titel des Manga kommt also nicht von ungefähr. Und auch die Romantik zwischen Christie und Matt kommt nicht zu kurz, auch wenn die beiden ihren Höhen und Tiefen haben. Die romantischeren Szenen passen sich dabei perfekt in den Handlung ein und kamen mir nie fehl am Platz oder zu plötzlich vor.

Allerdings muss ich zugeben, dass nach zwei Bänden ein bisschen die Luft raus geht. Band 3 dient zwar als Abschluss und das gelingt auch recht gut, aber inhaltlich ist nicht mehr viel neues dabei. Der rote Faden – kommen Christie und Matt zusammen oder nicht? – der sich durch die drei Bände zieht, verliert nach Band 2 ziemlich an Spannung. Es ist im Grunde eh vom ersten Band an klar, wie die Geschichte ausgeht. Zudem halte ich es für fragwürdig, ob man wirklich über mehrere Jahre so verliebt sein kann, wenn man sich immer nur ein paar tage im Jahr sieht…

~Zeichenstil~
Die Zeichnungen sind sehr sauber und übersichtlich, die Panelaufteilung nie verwirrend. Proportionen und verschiedene Posen und Perspektiven gelingen der Zeichnerin nahezu perfekt. Auch die Charaktere sind sehr individuell gezeichnet und gut auseinander zu halten. Dadurch ist stets für Abwechslung in den Seiten gesorgt und man schaut sie gerne an. Auch Hintergründe sind oft vorhanden und teilweise sehr detailreich.

Was mich als einziges etwas stört, sind die oftmals spitzen, langen Gesichter mit den etwas zu weit auseinander stehenden Augen.

~Fazit~

DramaCon ist eine sehr witzige Darstellung von Anime- und Manga-Conventions wie sie auch tatsächlich sind, mit vielen individuellen Charakteren, etwas Drama und etwas Romantik. Wer sich mit Cons noch nicht so auskennt kann sich hiermit einen kleinen Einblick verschaffen und herausfinden, was ihn erwartet. Lachen inklusive. ;)


Bewertung: ★★★★☆