Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Hier folgt mein ganz persönlicher Jahresrückblick. :)
Das Interessante kommt natürlich zuerst: Die gelesenen Bücher. Insgesamt habe ich 2015
41 Bücher gelesen.
(Als Vergleich: 2014 waren es 30.)
Das ist für mich ein echt guter Schnitt. XD Hätte ich 2015 keine neuen Bücher gekauft/geliehen/geschenkt bekommen, wäre mein SuB jetzt bei Null. Stattdessen ist er bei 27 angekommen und damit immerhin etwas geschrumpft. Und das, obwohl ich so zurückhaltend mit den Neuanschaffungen war...

Von diesen 41 Büchern waren 13 der erste Band einer Reihe.
2 Reihen habe ich abgebrochen.
2 Reihen beendet.
Der meist gelesene Autor war Jeaniene Frost mit 4 Bänden (alle Cat & Bones-Reihe).
Danach folgen Kai Meyer und Stephen King mit je 3 Büchern.
Von den 41 Büchern behalte ich (vorerst) 26 Stück, der Rest wird aussortiert.

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Und nun folgt statt einer langweiligen Liste eine kleine Frage-Antwort-Runde, die ich der Aktion "Jahresrückblick 2015 - Dein Buchjahr in 30 Fragen" von Martina Bookaholic entnommen habe. Wer mitmachen will, einfach den Link zum Blog folgen. ;-)
Ich werde nur die Fragen 1-8 beantworten, dazu fehlt mir bei sowas das Detailgedächtnis. :'D Und mein Lesejahr geht vom 01.01.2015 bis 31.12.2015.

Und los geht's!



1. Buch des Jahres– Welches war für Euch DAS Buch des Jahres?
Wer meinen Blog verfolgt, weiß wohl, dass ich mich dieses Jahr mit wirklich überragenden Büchern schwer getan habe. Irgendwie habe ich zu oft mittelmäßige bis gute Bücher erwischt, aber selten eines, das mich komplett überzeugen konnte.
Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis, den ich im Januar las. Das Buch ist wirklich großartig - schön und grausam zugleich und mehr als einmal will man als Leser nicht wahrhaben, was dort gerade geschieht. ich ernenne es daher zu meinem Buch-Highlight, auch wenn eine keine 5 Sterne-Bewertung geschafft hat.
 
2. Flop des Jahres – Welches Buch war für Euch der Flop des Jahres?
"Die zerbrochene Welt" von Ralf Isau. Ich musste das Buch abbrechen, so sehr hat es mich genervt. Vorhersehbar mit einem unsypathischen Hauptcharakter in bester Gary-Stu-Manier. Einfach nur Zeitverschwendung.
3. Größte positive Überraschung – An welches Buch hattet Ihr eher geringe bis durchschnittliche Erwartungen und dann hat es Euch richtig umgehauen (im positiven Sinne)?
"Himmelsstürmer" von Margaret Weis und Tracy Hickman. Meine Mutter sagte zwar, die Reihe wäre gut, aber ich hatte mir dennoch keine allzu großen Hoffnungen auf ein tolles Buch gemacht. Meistens langweilen mich große Epen schnell, wenn sie sich zu sehr in Geplänkel verfangen. Aber ich wurde sehr überrascht: Seit langem konnte mich ein High Fantasy-Buch nicht mehr so begeistern!

4. Größte Enttäuschung – An welches Buch hattet Ihr große Hoffnungen geknüpft und dann hat es Euch richtig enttäuscht?
"Light and Darkness" von Laura Kneidl. Ich hatte es in sehr positiver Erwartung gekauft, nachdem ich mehrere positive Meinungen dazu las. Aber letztlich war es absolut belanglos mit platten Charakteren und einer lahmen Handlung. Ich habe 60% des Buches nur überflogen.

5. Bester Pageturner – Welches Buch konntet Ihr gar nicht mehr aus der Hand legen?
Da gab es zur Abwechslung mal mehrere: "Mächtiges Blut" von Sandra Florean, "Rauklands Blut" von Jordis Lank und "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis waren alles Werke, die ich am liebsten in einem Stück verschlungen hätte.

6. Liebste Reihe/ Trilogie – Welches war in 2015 Eure liebste Reihe? (Es muss mindestens ein Band in diesem Jahr gelesen worden sein.) Und auf welche Fortsetzung in 2016 freut Ihr Euch am meisten?
Das war wohl die "Die Alchimistin"-Reihe von Kai Meyer, von der ich Band 2 und 3 dieses Jahr gelesen habe. Die Reihe ist toll und ich finde es schade, dass ich beim aktuellen Band angekommen bin...
Da ich vorerst meine angefangenen Reihen beenden möchte, bevor ich mir neue zulege, freue ich mich auf keine Neuerscheinung im Speziellen. Mir fehlen nur Bände, die es schon gibt.

7. „Dickster Schmöker“ – Welches war Euer Buch mit den meisten Seiten? Sind die Seiten nur so „dahin geflogen“ oder musstet Ihr kämpfen?
Das war mit fast 900 Seiten "Duddits" von Stephen King und ich musste sehr kämpfen. Ich habe teilweise Stellen mit weniger spannenden Charakteren nur überflogen...

8. Die meisten Fehler – Ist Euch ein Buch ganz besonders negativ durch viele logische und/ oder orthografische Fehler aufgefallen?
Leider "Krieger des Lichts - Nihil fit sine causa" von Jasmin Romana Welsch. Die Bewertungen des Buches waren überwiegend positiv, daher hatte ich mich eigentlich darauf gefreut, aber das Buch strotzte vor Fehlern, das es kaum auszuhalten war. Auf Self-Publisher wirft das leider kein allzu gutes Licht...


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Persönliches
2015 war ein ereignisreiches Jahr für mich. Masterabschluss, erster Job und natürlich direkt mit einem Umzug in ein anderes Bundesland verbunden. Meck-Pomm liegt zwar nicht allzu weit von daheim entfernt, aber Leben macht dort auch weniger Spaß. Man hat ja immer so seine Vorurteile gegenüber den Ost-Bundesländern und leider musste ich anhand meines neuen Wohnortes feststellen, dass vieles davon wahr ist...
Hinzu kommt, dass mir mein Job dort nicht sonderlich gefällt. Die Kollegen sind nett und auch von den Aufgaben her könnte es gut sein - wenn der Chef nicht wäre. Er ist das Paradebeispiel für den absolut schlechten Chef. Und das versaut einem doch des Öfteren den Tag bzw. mich macht es teilweise echt fertig. Nach einem kleinen Nervenzusammenbruch vor wenigen Wochen habe ich beschlossen, 2016 den Job zu wechseln. Es ist für jemanden in meiner Branche nicht leicht, neue Jobs zu finden, aber ich hoffe, dass ich Glück habe.

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Und zum kleinen Abschluss meine Vorsätze für 2016!
- meinen SuB auf 5 Bücher reduzieren
- meinen Blog endlich so zuende gestalten, wie ich es mir vorstelle (u.A. neuen Header)
- mein erstes Buch beenden
- anderen Job suchen, der mir besser gefällt und mich weniger belastet
Ich bin gespannt, was ich umgesetzt bekomme. :3



LG und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
wünscht Alica

EnS (Arbeitstitel)


~Inhalt~

An einem ganz normalen Tag treffen sich die drei Jugendlichen Yuu, Arina und Kyo in Tokyo in einem Gebäude einer Berufsinformation. Das Zusammentreffen verläuft dabei alles andere als gewöhnlich: Arina und Yuu bleiben mit dem Fahrstuhl stecken und Kyo sitzt nebenan im zweiten Fahrstuhl fest. Über das Sprachpult für Notrufe können sie seltsamerweise Kontakt aufnehmen, bis sie endlich aus ihrer Misere befreit werden.
Das klingt irgendwie verrückt? Ist es auch. ;-)
Die Story startet in Japan und führt die drei Freunde nach Spanien, wo sie nicht nur neue Freunde finden, sondern auch allerhand Geheimnisse und ordentliches Gefühlschaos.


~Information~

Der Hintergrund dieser Story ist folgender: Meine damalige beste Freundin (leider sind wir mittlerweile zerstritten) und ich hatten etwa 2005 zu viel Langeweile und wollten eine längere Geschichte erfinden. Und so kam es hierzu. Was anfangs als lustiges Nebenprojekt anfing, entwickelte sich rasch zu etwas Größerem. Wir verliebten uns immer mehr in Handlung und vor allem Charaktere und haben richtig Herzblut in die Story gesteckt. Ich weiß echt nicht, wie viele Stunden meines Lebens ich schon hier hinein investiert habe, aber es ist eine beträchtliche Summe. Mehr noch, als mir die ewige Warterei auf die Bahn gestohlen hat. :P
Wir haben die Grundstory nur als einfache Dialoge ohne viel Beschreibung verfasst. Es sollte halt schnell gehen und man sollte fix abwechelnd schreiben können. Es lief eh so, dass erst die eine, dann die andere ein paar Seiten verfasst hat und dann wieder getauscht wurde. So blieb die Überraschung, was dem anderen eingefallen war.
Als die Grundstory stand, waren wir erstmal fertig damit. Doch es hat uns nicht so richtig losgelassen. Also haben wir erst alles auf PC abgetippt (früher war das mit den PCs noch nicht so Mode - ja, ich bin alt... XD) und dann entschieden, einen richtigen Fließtext daraus zu machen.
Das war echt eine Menge Arbeit und wurde in den folgenden Jahren immer wieder überarbeitet, Storyelemente wurden verändert usw.
Letztlich hab ich die meiste Arbeit gehabt, weshalb ich es mir jetzt auch mal herausnehme, die Story hier zu veröffentlichen ohne gefragt zu haben. (Da wir keinen Kontakt mehr haben, ist das ja auch schwierig...) Sie liegt mir einfach nach wie vor am Herzen, weil ich die Charaktere so liebe. <3
Mittlerweile steht also eine mehr-oder-weniger Endfassung, die nicht unbedingt ein Meisterwerk von literarischer Kunst ist, aber egal. Ich liebe sie trotzdem.

Im Laufe der Zeit wurden auch immer mal wieder kleine Nebenstorys dazu geschrieben, von denen ich zumindest meine hier ebenfalls veröffentlichen kann. Die meiner ehemaligen Freundin vielleicht nicht, sie weiß ja nichts davon...

Zum Titel: Der eigentliche, ursprüngliche Titel war "Erebeta no Sisters", was "Fahrstuhlschwestern" heißen sollte - eben wegen der ersten Begegnung im Fahrstuhl. Leider musste mir einige Jahre später meine Japan-Fan-Freundin, die zufällig ganz gut Japanisch spricht, mitteilen, dass das kein grammatikalisch korrektes Japanisch ist. :'D Seitdem suche ich (ehemals wir) nach einem neuen Titel. Aber das ist gar nicht so leicht... 

~Charaktere~

Die Hauptcharaktere sind die folgenden sechs, zu denen ich schon mal im Zuge eines Wettbewerbs Charasheets veröffentlicht habe, die ihr hier sehen könnt. (Die Zeichnungen sind von 2012/2013, daher sehen sie etwas... Naja, ich bin etwas besser geworden, sagen wir das mal so. ;-))

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Arina Smith
Alter zu Beginn der Hauptstory: 16
Geburtstag: 31.10.1989
Nationalität: Englisch
Wohnort: Niigata (Japan), vorher London (England)
Blutgruppe: 0
Größe: 1,70 m
Sprachen: Englisch, Spanisch, Japanisch (alle drei fließend)
Arina ist äußerst selbstbewusst, leicht reizbar und nimmt selten ein Blatt vor den Mund, egal mit wem sie es zu tun hat. Meistens schaut sie genervt und hat für andere nur selten freundliche Worte übrig. Gerne spielt sie sich auch als eine Art Anführerin auf und gibt stets den Ton an. Da sie zu allem Überfluss auch noch recht intelligent ist, gibt sie auch gerne die Besserwisserin.
Nur selten zeigt sie, dass sie auch eine freundliche und verständnisvolle Seite an sich hat und selbst dann nur widerwillig.
Bis vor Kurzem lebte sie mit ihrer Mutter alleine in London, zog dann aber für ein Austauschjahr nach Japan, wo sie allerdings aus Gründen, die sie nicht erzählen will, alleine lebt. Überhaupt spricht sie nahezu nie über ihre Vergangenheit und weicht Fragen diesbezüglich gerne aus. Ihr Ziel ist es, in Japan eine berühmte Manga-ka zu werden.


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Yuu Segawa
Alter zu Beginn der Hauptstory: 16
Geburtstag: 11.10.1989
Nationalität: Japanisch
Wohnort: Niigata (Japan)
Blutgruppe: AB
Größe: 1,58m
Sprachen: Japanisch, mittelmäßiges Englisch
Yuu ist eher zurückhaltend, ruhig und manchmal ganz schön naiv. Eigentlich ist sie das genaue Gegenteil von Arina, dennoch freunden sie sich an. Auch Yuu möchte später Manga-ka werden und schlägt Arina daher vor, zusammen zu arbeiten, obwohl sie völlig unterschiedlich zeichnen.
Yuu lebt zusammen mit ihren Eltern, ihrer jüngeren Schwester Sora und ihrer Katze Mochi in Niigata.
 
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Kyo Oda
Alter zu Beginn der Hauptstory: 17
Geburtstag: 07.07.1989
Nationalität: Japanisch
Wohnort: Kyoto (Japan)
Blutgruppe: B
Größe: 1,67m
Sprachen: Japanisch, Englisch
Kyo ist eher ruhig und nachdenklich und hält sich mit seiner Meinung meist solange zurück, bis ihn etwas zu sehr stört (was schon etwas sehr, sehr unerträgliches für ihn sein muss, da er eigentlich immer Angst vor den Konsequenzen hat und lieber den Mund hält), dann setzt er seine Meinung auch konsequent durch. Er erscheint anderen oft langweilig und zu sehr von ihnen abhängig. Dabei versucht er nur, anderen zu gefallen und immer neue Freunde zu finden. Daher ergreift er auch sofort die Chance, sich mit Arina und Yuu anzufreunden, was ihm letztlich auch gelingt.

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Tanto Pastel Pérez
Alter zu Beginn der Hauptstory: 17
Geburtstag: 15.09.1988
Nationalität: Spanisch
Wohnort: Palma de Mallorca
Blutgruppe: A
Größe: 1,76m
Sprachen: Spanisch, Englisch, Japanisch
Tanto ist der typische Surfer-Boy, der seinen eigenen weiblichen Fanclub hat. Er achtet immer sehr auf sein Äußeres und hat noch dazu den passenden Körperbau: groß, schlank, muskulös. Auf den ersten Blick kommt er wie ein waschechter Macho rüber, auf den zweiten Blick merkt man aber, dass er dafür viel zu schusselig und verplant ist. Er schafft es schließlich sogar, seinen eigenen Geburtstag zu vergessen und rafft viele Andeutungen erst nach längerer Bedenkzeit. Da er sehr gute Noten in der Schule hat und Jura studieren will, muss er jedoch intelligenter sein, als es den Anschein hat.
Er lebt mit seinen Eltern in der Hauptstadt Mallorcas in einem kleinen Haus am Stadtrand. 
 
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María Pastel Amaya
Alter zu Beginn der Hauptstory: 18
Geburtstag: 21.06.1988
Nationalität: Spanisch
Wohnort: Valencia
Blutgruppe: AB
Größe: 1,65m

Sprachen: Spanisch, Englisch

María ist nahezu immer gut gelaunt und fröhlich und verhält sich oft kindlich und naiv. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und sagt stets ihre Meinung. Sie kann aber auch sehr ernst und erwachsen sein, wenn es darauf ankommt und besitzt keinerlei Schamgefühl, was öfter zu peinlichen Situationen führt.
Sie streitet sich ständig mit ihrem Cousin Tanto, was auf einige Geschehnisse in der Vergangenheit zurückzuführen ist.
Da ihr Vater und Tantos Vater Brüder sind, die ein enges geschwisterliches Verhältnis haben, besuchen die beiden Familienteile sich häufig.

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Jipia Cobaya Villa
Alter zu Beginn der Hauptstory: 19
Geburtstag: 17.01.1987
Nationalität: Spanisch
Wohnort: Valencia
Blutgruppe: 0
Größe: 1,80m
Sprachen: Spanisch, Englisch
Jipia ist Marías mysteriöser Freund, der für gewöhnlich ebenso plötzlich auftaucht wie er wieder verschwindet. Er redet nicht gerne und wenn, dann nur in Form von sarkastischen Bemerkungen oder Halbwahrheiten. Zu so ziemlich jedem ist er unfreundlich und kalt, was es nur noch erstaunlicher macht, dass er in Marías Gesellschaft ganz anders ist und stets die Frage aufkommen lässt, wie so ein unterschiedliches Paar zusammen gefunden hat.

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Daneben existieren weitere Charaktere, die ich vielleicht bei Zeiten ebenfalls auflisten werde.


~Storys~


[In Bearbeitung]
Um die einzelnen Geschichten lesen zu können, einfach auf "download.pdf" klicken. :) Ich werde nach und nach die Geschichten hochladen.



~Bilder~

[In Bearbeitung]
Und es folgt eine etwas größere Bildergalerie, da im Laufe der Jahre doch einiges an Zeichnungen zu der Geschichte zusammen gekommen sind. Ich lade natürlich nur die besten hoch. ;-)
Um zu den Galerien zu kommen, einfach anklicken, ob ihr meine Werke ("Eigene Zeichnungen") oder fremde Werke ("Fanarts") sehen wollt.

Eigene Zeichnungen
Fanart

Dienstag, 22. Dezember 2015

[Gemeinsam lesen] #17 - Himmelsstürmer


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese aktuell "Himmelstürmer - Die vergessenen Reiche 1" von Margaret Weis und Tracy Hickman und bin auf Seite 226 von 517.

>>Vor undenklichen Zeiten teilten mächtige Zauberer die Welt in vier Reiche auf. Dann verschwanden sie, ihr Zauber verblasste und ein Schleier des Vergessens legte sich über die Welt. Bis die geheimnisvollen Patryn, dem Labyrinth des Todes entkommen, ihren Boten Haplo in die Welt schicken, um das Rästel der vier Reiche zu lösen.
Arianus, das Reich des Himmels, ist eine Welt voller schwebender Inseln, wo Menschen, Elfen und Zwerge leben und seit Jahrhunderten um die wenigen kostbaren Quellen kämpfen. In diesen erbitterten Krieg gerät der Meuchelmörder Hugh, als er einen höchst sonderbaren Auftrag erhält. Der König befiehlt ihm, seinen eigenen Sohn zu entführen - und zu töten. Hugh macht sich auf den Weg, doch da taucht der geheimnisvolle Bote Haplo auf und will seine Pläne durchkreuzen.<< (Quelle: Klappentext)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

>>Er hatte nie zuvor einen Vertrag gebrochen und wollte sicher sein, dass seine Gründe vernunftgeprägt und stichhaltig waren und nicht von Gefühlen beeinflusst.<<

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die Reihe "Die vergessenen Reiche" ist schon etwas älter. Meine Mutter hat sie mir vor wenigen Monaten gegeben, nachdem sie sie ganz gut fand. Bisher gefällt sie mir auch. Es ist spannend, aber es ist auch kompliziert, in dieser Welt, die kaum erklärt wird, durchzublicken. Bin mal gespannt, worauf alles hinausläuft und wann ich das Gefühl habe, diese Welt zu verstehen.

4. Würdest du gerne mal als ein Charakter Vorbild sein, was dann in einem Roman mitspielt? Also ich meine dein Namen, dein Aussehen oder wie du bist würden in einem Buch erscheinen.

Das wäre sicherlich witzig, aber ich glaube nicht, dass ich eine spannende Person wäre. Ich wäre mit Sicherheit jemand, der alle Leser nervt. xD Von daher, vllt lieber nicht? Ich wüsste auch gar nicht, welche Rolle ich spielen könnte. Ich bin viel zu faul und unsportlich, um irgendwelche Abenteuer heil zu überstehen. XD


Was lest ihr gerade?
Wärt ihr gerne mal ein Charakter in einem Buch?
LG Alica

Montag, 21. Dezember 2015

[Rezi] Du


~Inhalt~

>>Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.<< (Quelle: Amazon.de)

~Aufmachung~

Das Cover passt perfekt zum Buch: düster, geheimnisvoll und irgendwie auch leicht bedrohlich.

~Eigene Meinung~

Gleich zu Beginn: Die Erzählperspektive ist "du" - wie der Titel ja vllt erahnen lässt. ;) Das ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor ein Buch in dieser Perspektive gelesen zu haben. Jedes Kapitel wird dabei aus der Sicht eines anderen "du" erzählt. Um wen es sich handelt, sagt jeweils der Titel des Kapitels. Fünf junge Mädchen, ein Reisender, ein Mann mit seiner Mafia-Gang, dessen Sohn und ein Freund dessen sowie zwei scheinbar zufällig in die Geschichte gestolperter Junge. Ich glaube, das sind alle Charaktere, die eine erzählende Rolle haben. Sobald man sich an all die Charaktere gewöhnt hat, verliert man den Überblick auch nicht mehr. Anfangs war es jedoch schon etwas schwierig, sich zurechtzufinden. Auch durch die ungewohnte Erzählperspektive. Diese wirkt sehr persönlich, da man direkt angesprochen wird. Aber auch daran kann man sich nach einigen Kapiteln gewöhnen.

Man muss sich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen erst nach und nach erarbeiten. Das gelingt aber meiner Meinung nach gut. Ich mag es aber auch, wenn man nicht alles vorgekaut bekommt, sondern selbst etwas aufpassen muss.
"Der Reisende", der immer zu Beginn jedes Buchabschnitts ein Kapitel bekommt, ist am mysteriösesten und es dauert eine ganze Weile, bis seine Rolle in der Geschichte bekannt wird. Er ist einer der besonders kalten Menschen, die ohne zu zögern von einer Sekunde auf die andere beschließen, einen Massenmord zu begehen. Ihn fand ich am interessantesten und je mehr ich über ihn erfahren konnte, umso mehr konnte ich verstehen oder zumindest ahnen, wieso er handelt wie er handelt. Die Abgründe menschlicher Psyche sind eben doch manchmal sehr tief.

Die Handlung an sich braucht eine Weile, um sich zu entwickeln. Dass man so lange im Halbdunkel gelassen wird, macht das Buch spannend. Man möchte wissen, wie die Personen zusammen hängen, worauf alles hinaus läuft. Die einzelnen Stränge lassen sich anfangs überhaupt nicht zusammenbringen.
Leider fand ich, dass das Buch ab einem bestimmten Punkt, wo man eine Teilauflösung bekommt, etwas an Spannung verlor. Das war kurz vor dem Ende, so bei ca. Seite 400. Von da an musste ich mich fast schon zwingen, weiter zu lesen, weil ich keinen Sinn mehr darin sah. Es war für mich recht klar, wie es ausgehen würde. Das Ende ist dann aber immerhin sehr passend und zumindest ein halbes Happy End.

Sprachlich ist der Roman - wie man es von Zoran Drvenkar kennt - klasse. Er vermag es perfekt, auch die tiefsten, dunkelsten Gefühle in Worte zu packen, die man förmlich spüren kann. Dadurch ist es möglich, die Charaktere zu verstehen, mit ihnen zu fühlen. Und die Stimmung, zwischen bedrohlich-düster und heiter-fröhlich (einige der Szenen mit den fünf Mädchen, die albern miteinander scherzen) wechselnd, bekommt er immer wieder hervorgerufen.

Man wird zu dem "Du" und erlebt die Handlung hautnah mit. Wenn mich das letzte Drittel nicht so angestrengt hätte, wäre das Buch 5 Sterne wert. So sind es nur...



Bewertung

Montag, 14. Dezember 2015

[Rezi] Thor (Hörbuch)

~Inhalt~

Ein Mann ohne Namen. Ein Hammer in seiner Faust. Ein Rudel geifernder Wölfe im peitschenden Schnee. Ein Blitz, der die Wolken zerreißt, und ein Grollen von Donner in der Ferne. Wer ist dieser Mann? Ist er, wie manche glauben, wirklich Thor, der Gott des Donners? Und ist er gekommen, die Menschheit zu retten - oder sie zu vernichten? Irgendwo zwischen schneebedeckten Bergen gibt es ein verborgenes Tal, Midgard genannt. Hierhin bringt man den geheimnisvollen Fremden, der sein Gedächtnis verloren hat. Keiner traut ihm. Doch noch weniger traut man denen, die ihn verfolgen - riesenhafte Krieger, die Tod und Verderben bringen. Nur einer ist ihnen gewachsen. Thor. Oder ist er gar selber einer von ihnen? (Quelle: Amazon.de)

~Aufmachung~

Das Cover ist schlicht: grauer, steinernder Hintergrund mit so etwas wie Runen eingraviert und davor die weiß-graue Schrift. Mir gefällt es, da es zwischen anderen Büchern durch die Schlichtheit heraussticht.

Der Sprecher, David Nathan, ist mein absoluter Lieblings-Hörbuchsprecher. Er hat so eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört und die einen in der Geschichten versinken lässt.

~Eigene Meinung~

Seit Kurzem höre ich gerne bei der Autofahrt Hörbücher. Das hält ganz gut wach und konzentriert. Und bei meinen einsamen Fahrten ist es eine nette Gesellschaft. ;) Also habe ich mir aus der Bücherei "Thor" von Wolfgang Hohlbein geliehen. Es ist eine gekürzte Lesung, was bei einem 900-Seiten-Buch ja auch verständlich ist. Bei manchen gekürzten Hörbüchern merkt man es ja schnell, das Passagen fehlen, hier hatte ich das Gefühl jedoch nur selten. Unter anderem kamen mir viele Kämpfe stark gekürzt vor, alles andere verlief aber "einheitlich".

Das bedeutet nicht, dass die Handlung spannend oder mitreißend war. Leider war es oft das Gegenteil. Dabei wäre es ja logisch, dass für das Hörbuch alle langweiligen Szenen rausgeschnitten wurden... (Ich möchte gar nicht wissen, wie mir das Gesamtwerk dann gefallen hätte... vermutlich hätte ich es abgebrochen...)
Die Grundidee gefiel mir - Mann wacht ohne Gedächtnis in den Bergen auf und es scheint nach und nach durch, dass er der Gott Thor sein könnte. Nordische Mythilogie mag ich ja ohnehin gerne. Es hätte mir also gefallen können. Doch die weitere Handlung verlief oft "gezwungen", es wurde zu wenig in Frage gestellt, vieles geschah nur, damit es endlich weiter geht. "Thor" nimmt seine neue Rolle als "vielleicht-Gott" an und vieles weißt drauf hin, dass er es tatsächlich ist. Doch dieser Umstand wird meiner Meinung nach nicht konsequent genug verfolgt. Stattdessen vergehen Jahre, Thor lebt irgendwann ein normales Leben, bis plötzlich wieder etwas neues, unerwartetes geschieht - nur damit als nächstes wieder gereist und in sich in einer neuen Ortschaft eingelebt wird. Dass Thor dabei vor allem nie auch nur einen Verdacht schöpft, wer seine neue Frau wirklich ist, fand ich komisch. Aber die Auflösung folgt eh erst am Ende, da will ich nicht zu viel verraten.

Insgesamt fallen die Götter sehr kurz aus und sind eher eine Nebenhandlung. "Midgard" vom selben Autor gefiel mir in der Hinsicht deutlich besser. Alles plätschert hier vor sich hin und die spannenden Momente sind zu schnell vorbei. Auch fehlt es häufig an unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Einzig das Ende weist nochmal etwas unerwartetes auf.

Da das Hörbuch dem Buch wohl vorzuziehen wäre, für alle, die doch einmal einen Blick hineinwerfen möchten, vergebe ich trotz allem 3 Sterne. Immerhin hat es mir einige Stunden Autofahrt etwas verkürzt. ;)


Bewertung


Dienstag, 8. Dezember 2015

[Gemeinsam lesen] #16 - Du


"Gemeinsam lesen" ist eine Aktion von Schlunzenbücher, die ursprünglich von Asaviels Bücherallerlei begonnen wurde.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese aktuell "Du" von Zoran Drvenkar und bin auf Seite 43 von 575.

>>Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.<< (Quelle: Amazon.de)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

>>Sie stehen auf und gehen raus, sie schauen auf ihre Handys, reden, vergessen ihre zusammengeknautschten Popkorntüten und leeren Pappbecher und rufen sich Sprüche zu, gähnen, greifen einander an die Ärsche und haben längst vergessen, in welchem Film sie gerade waren.<<

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Noch kann ich nicht allzu viel zu dem Buch sagen, außer dass es gewöhnungsbedürftig ist, sich an die "Du"-Ansprache zu gewöhnen. Das macht es doch recht persönlich und ich kann mich mit den wenigsten Personen bisher auch nur annähernd identifizieren. XD Und es ist für meinen Geschmack etwas zu klein ung eng geschrieben, da ist das Lesen anstrengend. :'D

4. Welcher Gegenspieler/Bösewicht ist dir im Besonderen in Erinnerung geblieben - positiv oder negativ -, aus welchem Buch kommt er und warum?

Mir fällt spontan nur Lord Voldemort ein. xD Also nein, ich hab keine Gegenspieler, die mir besonders im Gedächtis geblieben sind. Die meisten sind ja auch einfach nur Standard-Gegenspieler, wie man sie überall findet. Einfallsreichtum und spezielle Charakterzüge, die wirklich im Gedächtnis bleiben, sind da schwierig zu finden. (Jetzt, wo ich das gesagt hab, muss ich es selbst besser machen, hahaa... :'D)


Was lest ihr gerade?
Welche Gegenspieler habt ihr noch lebhaft im Gedächtnis?

LG Alica

Montag, 7. Dezember 2015

[Rezi] Bob, der Streuner

~Inhalt~

Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn - und jeder Menge witziger Anekdoten. (Quelle: Amazon.de)

~Herkunft und Aufmachung~

Obwohl ich den Gästen meiner kleinen nachträglichen Geburtstagsfeier (immerhin drei Wochen nach meinem Geb) sagte, sie sollen mir nichts schenken, hat sich keiner dran gehalten. xD Dabei kam u.A. dieses Buch heraus. :)

Das Cover ist sehr niedlich und zeigt Bob mit seinem selbstgestrickten Schal, den er geschenkt bekommen hat. Passt perfekt zum Inhalt.
~Eigene Meinung~

Wer Katzen mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich habe schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt, es mir zuzulegen - das hat sich damit ja nun erledigt. ;) Katzen sind ganz besondere Tiere, das weiß jeder, der mal selbst eine als Haustier hatte. Und Bob ist da noch einen kleinen Tick besonderer, denn er hängt an seinem Herrchen wie eine Klette, folgt ihm sogar jeden Tag zur Arbeit als Straßenmusiker. Und natürlich kommen auch die Passanten an Bob nicht vorbei und innerhalb einiger Monate ist Bob eine der bekanntesten Katzen in London (und später auch der Welt - Youtube und Co. sei Dank). Nebenbei steigert er somit auch den Verdienst seines Dosenöffners.

Die Beziehung zwischen James und Bob geht dabei wirklich ans Herz. Denn wie Bob James' Leben verändert und ihm durch den Drogen-Entzug hilft, ist wunderschön zu lesen und erinnert sicherlich den ein oder anderen Leser an eigene Haustiere. Ich bin, wenn es um Tiere geht, eh nah am Wasser gebaut und hatte daher das ein oder andere Mal Tränchen in den Augen. :)

Der Schreibstil ist recht einfach und es wiederholt sich oft was, doch bei einem ehemaligen Obdachlosen ohne Schulabschluss, der nie geplant hat, ein Buch zu schreiben, sollte man auch nicht mit zu hohen Ansprüchen herangehen. Der Schreibstil reicht vollkommen aus, um die süße Geschichte zu erzählen. 


Bewertung

Freitag, 4. Dezember 2015

[Geplauder] Vampire und die Nachtahn-Reihe von Sandra Florean

Seit heute ist er erhältlich: Der letzte Band der Nachtahn-Reihe von Sandra Florean! Zu diesem Anlass gebe ich euch einen kleinen Einblick in die Welt der Vampire und die Reihe an sich!

Eigentlich hatte ich zur großen Veröffentlichung des letzten Nachtahn-Bandes von Sandra Florean - "Blutsühne" - einen richtig langen Beitrag geplant. Aber aus gesundheitlichen Gründen kam ich in den letzten Tagen doch nicht dazu, diesen so zu beenden wie ich es mir vorgestellt habe... :/ Daher folgt nun eine gekürzte Fassung (im Grunde kann man eh alles, was ich erzählen wollte, auf Wikipedia nachlesen... :'D).

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Vampire sind in der Literatur mittlerweile weit verbreitet. Gefühlt jedes dritte Cover im Buchladen zeigt doch derzeit einen (zumeist halbbekleideten) Vampir. Doch woher stammt diese Faszination? Der bekannteste aller Vampire ist wohl Dracula von Bram Stoker. Er hat maßgeblich das Bild des heutigen Vampirs gezeichnet. Schon er versuchte seine Opfer durch Betören zu locken - warum auch sonst sollte man sich freiwillig in seine Nähe begeben? Danach folgte weitere Vampirliteratur. Bekannt ist z.B. Anne Rice' "Chroniken der Vampire", dessen erster Band - "Interview mit einem Vampir" - jedem bekannt sein dürfte (wenn auch durch die Verfilmung mit Brad Pitt und Tom Cruise). Schon im eigentlichen Vampirglauben sagte man in vielen Regionen den Vampiren nach, ehemalige Angehörige zu sich zu holen. U.A. daraus mag sich die sexuelle Anziehungskraft der Vampire entwickelt haben. Das Blutsaugen kam erst viel später dazu, auch verbunden mit realen Krankheitsbildern (Porphyrie z.B.) oder durch Personen, die angeblich das Blut ihrer Opfer tranken (ich sag nur: Vlad Ţepeş - "Vlad, der Pfähler"). Hinzu kommt das Mysthische, das Vampire umgibt. Sie haben es geschafft, den Tod zu umgehen und somit Unsterblichkeit erlangt. Etwas, das viele Menschen fasziniert. Die düstere, blutdurstige Seite verstärkt dieses "Besondere" nur noch und macht Vampire zu zwiespältigen, interessanten Wesen, die zwischen ihrer menschlichen Seite und ihrem Blutdurst hin- und hergerissen sind. Nach und nach entwickelte sich so das heute in der Literatur weit verbreitete Bild des Vampirs: gutaussehend und sexuell anziehend. Durch ihr schönes Äußeres und ihre Vampirmagie locken sie ihre Opfer zu sich, um ihnen letztlich das Blut auszusaugen. Ihre übermenschliche Kraft hilft ihnen, sich gegen Widersacher zu wehren. Oftmals besitzen Vampire zudem besondere Fähigkeiten: sie können fliegen, Feuer erzeugen oder sich in Tiere verwandeln. Dadurch, dass viele der heute in der Literatur vorhandenen Vampire sich in Liebesgeschichten mit menschlichen Mädchen/Frauen wiederfinden, ist das Bild des Vampirs etwas verweichlicht. Der Höhepunkt dessen ist wohl Edward aus "Twilight".

Ich persönlich mag ja Vampire, die für ihr Blut über Leichen gehen - im wahrsten Sinne des Wortes - und kann mich auch mit den weniger hübschen Vampiren (und oftmals weniger menschlichen, was mit dem eigentlichen Vampirglauben der halbverwesten, wiederauferstandenen Leichen wohl besser zusammenpasst als glitzernde Schönlinge ;)) anfreunden, wie man sie oft eher in Spielen oder Gruselfilmen findet. Wenn ich dann auf Vampire in Verbindung mit einer Liebesgeschichte zurückgreife (was gelegentlich wirklich Spaß macht zu lesen), möchte ich auch nichts Verweichlichtes vorgesetzt bekommen. Ich mag z.B. die Reihe rund um Cat und Bones von Jeaniene Frost oder eben die Nachtahne von Sandra Florean, die ich auch gerade erst entdecken durfte und auf jeden Fall weiter verfolgen werde. :)

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Ich habe Sandra Florean mal die Frage gestellt, wer neben ihren eigenen Vampiren zu ihren Lieblingen gehört:

>>Lestat von Anne Rice. Die Bücher habe ich verschlungen. Lestat verkörpert sowohl die alten Rüschenvampir als auch den modernen Rocklieder singenden Vampir. Er war immer im Zwiespalt mit sich und der Welt und dem Sein. Stets hin- und hergerissen, nachdenklich, dann wieder draufgängerisch und voller verrückter Ideen. Das mochte ich.<<

Und wie kam sie wohl dazu, selbst einen Vampirroman zu schreiben? Und wie hat sie sich zwischen all den Möglichkeiten, die in der Literatur schon zu finden sind, für die Eigenschaften/ Fähigkeiten ihrer Vampire entschieden?

>>Inspiriert hat mich tatsächlich ein anderer Vampirroman, oder besser: der hat die Schreibbremse gelöst, die mich seit Jahren blockiert hatte. Der Wunsch nach einem „eigenen Vampir“ ist schon alt, doch mir fehlte immer die zündende Idee. Die Fähigkeiten sind ja das Besondere an der Reihe. Jeder Vampir verfügt über seine eigenen Kräfte, die oftmals aus menschlichen Talenten heraus gewachsen sind und sich mit dem Vampirdasein verstärkt haben. Manche Kräfte hat der junge Vampir auch von seinem Schöpfer mit auf den Weg bekommen, wenn dieser stark genug war. Viele Fähigkeiten zeigten sich erst bei der Entwicklung der Charaktere und ihrer Geschichte. Bei einigen war mir von Anfang an klar, der muss genau das können. Dorian zum Beispiel: um so lange als Vampirkiller ungeschoren davon zu kommen, brauchte er bessere Selbstheilungskräfte als andere und eine eigene Art zu Töten. Daraus entstand die Todeswelle, die er ganz gezielt und relativ mühelos einsetzen kann, um seine Feinde aus dem Weg zu räumen. Oder bei Jayden, der zwar ein guter Kämpfer ist, jedoch auch sehr intelligent, war sofort klar, dass er ein Meister der geistigen Kräfte sein musste. Er kann gut manipulieren, sich in andere Vampire hineindenken, deren Fähigkeiten aufspüren und für sich nutzen. Auch wird er dadurch zum perfekten Lehrmeister, und das passte einfach zu ihm.<<

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Jetzt wo wir alle einen kleinen Überblick über Vampirliteratur bekommen haben und wissen, woher die Nachtahne stammen, schauen wir uns die Reihe doch einmal im Detail an. Vielleicht fühlt sich der ein oder andere jetzt ja doch angesprochen und legt sich die Reihe selbst zu. Es gibt sie ja auch als eBook, für alle, die eine Printausgabe zu teuer finden. :P

"Mächtiges Blut - Nachtahn 1"
Dorian Fitzgerald ist reich und gut aussehend. Und er ist der wohl älteste Vampir auf Erden. Er wurde mit sehr mächtigem Blut geschaffen und hat es seit jeher als seine Aufgabe betrachtet, diejenigen seiner Art auszulöschen, die das Geschenk der Dunkelheit, die Dunkle Gabe, nicht verdient haben. Als er die junge Louisa in einer Disco entdeckt, ist er sofort fasziniert und will sie als Mann beeindrucken, nicht als Vampir. Doch ohne seine Vampirmagie muss er Hartnäckigkeit beweisen und ahnt nicht, in welche Gefahr er sie dadurch bringt.

Meine Rezension zum ersten Band findet ihr HIER!

"Bluterben - Nachtahn 2"
Obwohl Dorian begeistert ist von der Vorstellung, Vater zu werden, sieht Louisa ihr Leben erneut in Scherben liegen. Sie weiß nicht, wie sie ihre Tochter vor anderen Vampiren beschützen und wie sie ihr in der düsteren Vampirwelt ein normales Leben ermöglichen soll.
Plötzlich bekommt sie genau das angeboten, aber zu einem viel zu hohen Preis. Was ist Louisa zu tun bereit, damit ihre Tochter in Sicherheit aufwachsen kann? Kann sie alles dafür opfern? Selbst ihre Liebe zu Dorian?

"Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3"
Nachdem sich Louisa und Dorian ihrer Tochter Zoe zuliebe mit ihren Mitstreitern Eric, Jayden und Michael zu einem Clan zusammengeschlossen haben, leben sie fernab ihrer Heimat unerkannt unter den Sterblichen. Unerklärliche Todesfälle erregen die Aufmerksamkeit der Polizei. Bei den Opfern handelt es sich um bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Vampire, und die Fitzgeralds geraten ins Visier von Vampirjägern. Ausgerechnet der eiskalte Jayden verliebt sich Hals über Kopf in eine von ihnen und bringt damit die ganze Gemeinschaft in Gefahr...

"Blutsühne - Nachtahn 4"
Innere Unruhe plagt die junge Vampirin Louisa. Der Hunger äußert sich bei jedem Vampir anders und ist schwerer zu kontrollieren als die Blutgier. Auch wenn ihr geliebter Dorian alles unternimmt, um ihr diese letzte quälende Last zu nehmen, ahnt Louisa, dass nur einer ihr helfen kann. Der ist allerdings weit weg. Sie hat ihn aus ihrem Leben verbannt, und ist sich nicht sicher, ob er je zurückkehren wird…


 

Alle Bände sind als eBook (um die 5€) und als Print (um die 15€) erhältlich. 
Nähres Infos zur Reihe und wo ihr sie am besten herbekommt, findet ihr auf Sandra Floreans Blog! Dort findet ihr auch den Link zu den Leseproben der jeweiligen Bände. :) 

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Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen dieses Beitrags und er liest sich nicht so furchtbar, wie es sich in meinem Kopf gerade anfühlt. :'D Bin wie gesagt noch nicht wieder ganz auf der Höhe meiner geistigen Fähigkeiten.

LG Alica <3 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

[Rezi] Duddits - Dreamcatcher

~Inhalt~

>>Henry, Jonesy, Biber und Pete besuchen dieselbe Schule und sind die dicksten Kumpels. Und sie haben einen fünften Freund, der etwas ganz besonderes ist: Duddits, ein Junge mit Down-Syndrom aus der Sonderschule, den sie einmal vor älteren Mitschülern in Schutz genommen hatten und mit dem sie seither den größten Teil ihrer Freizeit verbringen. Duddits mag zwar über den IQ einer Vogelscheuche verfügen, aber er ist witzig und liebenswert. Außerdem ist er mit einer telepathischen Begabung gesegnet, die sich ansatzweise auch auf die vier Freunde überträgt und einen Großteil ihrer engen Verbundenheit ausmacht -- auch wenn sie sich dessen kaum bewusst sind.
25 Jahre später: Die Lebenswege der Jugendfreunde haben sich weitgehend getrennt, doch jeden November gehen sie in den Wäldern von Maine gemeinsam auf die Jagd. Als sie auf ihrer Jagdhütte eingeschneit werden, nehmen sie die Radiomeldungen über seltsame Lichter am Himmel nicht weiter ernst, bis eine Megafonstimme aus einem Hubschrauber die Gegend zum Sperrgebiet erklärt. Von einer geheimnisvollen Epidemie ist die Rede, und aus der Ferne ertönen Schüsse, eine Explosion dröhnt durch den Wald. Für die vier Freunde beginnt ein Albtraum, der sie in die Vergangenheit führt, bis an die Grenzen ihres Vorstellungsvermögens.<< (Quelle: Amazon.de)

~Herkunft und Aufmachung~

Das Buch hatte ich Anfang des Jahres ertauscht.

Ich habe eine Ausgabe mit knall grünem Schutzumschlag, in dem ein Loch geschnitten ist, durch welches man das gelbe Auge des Fisches (?) auf dem ansonsten sehr dunklen Cover sehen kann. Die Idee gefällt mir, das Grün ist aber echt arg knallig.

~Eigene Meinung~

Schon nach wenigen Kapiteln erinnerte mich "Duddits" an "Tommyknockers" vom selben Autor: Aliens und Telepathie - aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon mehr oder weniger auf, dafür werden andere altbekannte Inhalte eingebracht: verrücktes Militär, Jugendfreunde, u.a. 
Es geht hier weniger darum, dass diese Wesen aus dem All kamen, sondern viel mehr darum, was sie mitgebracht haben und wie es sich ausbreitet. Eine wilde Jagd beginnt, die anfangs noch spannend zu verfolgen ist, dann aber mehr und mehr vorhersehbar und langatmig wird und mich letztendlich nicht mehr fesseln konnte.
Es ist kein gewohnt unheimliches Buch - außer am Anfang, wo noch alles im Dunkeln gelassen wird - sondern... ja, was eigentlich? Es geht tatsächlich hauptsächlich um diese Telepathie, wo sie plötzlich her kommt und wie Henry, Jonesy, Biber und Pete dazu kamen, schon früh mit einer Art Telepathie in Kontakt zu kommen und somit anfälliger zu werden, als die meisten anderen Menschen. Der Junge Duddits, der das Down-Syndrom hat, spielt dabei eine entscheidene Rolle.
Mir persönlich war das alles zu abgehoben und abgedreht. Übernatürliches findet man bei Stephen King ja immer mal wieder vor, aber hier war das schon arg an die Spitze getrieben. Ganze Kapitel spielen sich nur in gedanklichen Welten ab. Und dazu dann die "Kackwiesel", die ich nur eklig aber kein Stück gruselig fand.
Das Positive daran war aber immerhin, wie sehr Duddits' Lebensfreude hervorgehoben wurde, wie sehr er die vier Jungen beeinflusst hat und wie froh sie waren, ihn getroffen zu haben. Das ist für alle, die Menschen mit Down-Syndrom als "dumm und behindert" abstempeln eine tolle Botschaft, dass das eben nicht so ist.

Viel mehr fällt mir zu diesem Buch auch nicht ein. Es zieht sich alles sehr lange hin, viel hin und her, die Spannung bleibt auf der Strecke. Auf jeden Fall keines meiner Favoriten von Stephen King, sondern meiner Meinung nach eines seiner schlechtesten Werke.


Bewertung
★★☆☆☆

Mittwoch, 2. Dezember 2015

[Monatsrückblick] November 2015

~Gelesen~

1.) Dunkle Sehnsucht -> Rezi
2.) Zwischen Schatten und Licht -> Rezi
3.) Langoliers - Das geheime Fenster (Kurzgeschichte)
4.) Schmetterlinge im Eis -> Rezi
5.) Mächtiges Blut -> Rezi
6.) Duddits -> Rezi


~Neuzugänge~

Wenn du dich traust - Kira Gembri
Mächtiges Blut - Nachtahn 1 - Sandra Florean (eBook) 
Bob, der Streuner - James Bowen


~Blogneuerungen~
  • Zusätzlich ist die Rezi zu Band 3 der "Sommerlicht"-Reihe online gegangen. Gelesen habe ich das Buch schon Anfang des Jahres.
~Sonstiges~

Ich bin derzeit sehr bemüht, schneller zu lesen, sodass ich zumindest mein Teil-Ziel, meinen SuB auf unter 10 Bücher zu reduzieren, vielleicht doch noch bis März zur Buchmesse schaffe. Leider häufen sich so langsam wirklich dicke Bücher auf meinem SuB. :'D Die brauchen natürlich so ihre Zeit, um ausgelesen zu werden. Aber immerhin habe ich diesen Monat schon 6 Bücher geschafft. Das finde ich für meine Verhältnisse durchaus in Ordnung. Nächsten Monat steht dann ja auch wieder Urlaub an. :3

Etwas schade war ja auch, dass ich Geburtstag hatte und nur zwei Bücher bekam. Es ist schon hart, wenn man sich keine Bücher wünschen darf... Aber ja... man muss auch mal standhaft bleiben, um schlechte Angewohnheiten (= zu großer SuB) zu bekämpfen. Umso mehr freue ich mich aufs nächste Jahr, wenn ich wieder fleißig kaufen darf. :P (Zumindest im Rahmen des dann baldigen 5-Bücher-SuBs... XD)

Insgesamt war der Monat aber ereignislos. Ich habe jedoch beschlossen, mir einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, denn ich will zurück nach Kiel. Ich dachte, die Entfernung nach Hause wäre erträglich (sind ja nur 125 km), aber es ist schon anstrengend, immer hin und her zu fahren und jeden Abend alleine zu sein. Hinzu kommt, dass mir die Arbeit hier nicht wirklich gefällt (was nicht mit der Arbeit an sich zusammen hängt, sondern mit dem Chef und dem mit ihm verbundenen miesen Klima im Betrieb)... Da es in meiner Branche jedoch schwer ist, etwas neues zu finden, kann es noch eine ganze Weile dauern... :(

Und wie war euer November? Habt ihr geschafft, was ihr wolltet? Habt ihr ein paar schöne Lesetipps? Immer her damit! ;) 

LG Alica

Donnerstag, 26. November 2015

[Rezi] Mächtiges Blut - Nachtahn 1


~Inhalt~

"Dorian Fitzgerald ist reich und gut aussehend. Und er ist der wohl älteste Vampir auf Erden. Er wurde mit sehr mächtigem Blut geschaffen und hat es seit jeher als seine Aufgabe betrachtet, diejenigen seiner Art auszulöschen, die das Geschenk der Dunkelheit, die Dunkle Gabe, nicht verdient haben. Als er die junge Louisa in einer Disco entdeckt, ist er sofort fasziniert und will sie als Mann beeindrucken, nicht als Vampir. Doch ohne seine Vampirmagie muss er Hartnäckigkeit beweisen und ahnt nicht, in welche Gefahr er sie dadurch bringt." (Quelle: Sandra Floreans vampirischer Autorenblog)

~Herkunft und Aufmachung~

Mein erstes Rezensionsexemplar als eBook im Zuge der Aktion von Sandra Florean, Werbung für ihren letzten Band der Nachtahn-Reihe zu machen. :) Ich muss ja leider gestehen, vorher noch nicht zum Lesen der Reihe gekommen zu sein (Buchkaufverbot ahoi... >.>)...

Dafür vielen Dank an den bookshouse-Verlag. :)
Das Cover gefällt mir super gut! Die Farben passen perfekt zusammen und mit dem Mädchen-Gesicht (vllt soll es Louisa darstellen?) und der nächtlichen Stadtsilouette wirkt es mysteriös und lädt zum Reinschauen ein.

~Eigene Meinung~

Inhaltlich klingt "Mächtiges Blut" auf den ersten Blick schon sehr nach einer typischen Vampir-Lovestory: junges Mädchen, uralter, toller Vampir und natürlich Liebe auf den (fast) ersten Blick.
Was es meiner Meinung nach von anderen Vampirgeschichten unterscheidet (wobei ich auch nicht allzu viele gelesen habe, seit Twilight mein Interesse in der Hinsicht abgetötet hat) ist, wie ehrlich und realistisch (soweit man das bei Vampiren sagen kann) das Buch geschrieben ist. Es ist nicht alles rosig und glitzernd und schon gar nicht unschuldig. Die aufkeimende Liebe mit all den kleinen "Zwischenfällen" und Zweifeln wirkt natürlich und hat mich so manches Mal an die Anfangszeit mit meinem Freund erinnert - wenn alles noch neu und kribbelnd ist und man nicht weiß, wie man sich verhalten soll. Diese Gefühle wurden besonders im ersten Drittel von "Mächtiges Blut" wieder in mir wach gerufen, das fand ich sehr interessant. ;) Auf der anderen Seite dieser schon fast zarten Liebesgeschichte stehen die anderen Vampire, die außer Blutsaugen und Sex nicht viel im Kopf haben und das hemmungslos ausleben. Dadurch wurde nur umso deutlicher herausgestellt, wie wichtig es Dorian ist, Lousia auf ehrliche Weise, ohne Vampirtricks für sich zu gewinnen.

Der Spannungsbogen ist sehr gekonnt aufgebaut. Immer wenn ich als Leser dachte, jetzt haben Louisa und Dorian wirklich mal Ruhe verdient, um sich besser kennenzulernen, passiert etwas unschönes, mit dem ich nicht immer gerechnet habe.
Dabei hat Lousia wirklich genug Probleme - auch ohne Vampire. Sie hat oft Panikattacken seit eines Vorfalls vor einigen Monaten und trinkt gerne einen über den Durst, um sich zu beruhigen. Umso verständlicher und nachvollziehbarer ist dargestellt, wieso sie Dorian nicht sofort um den Hals fällt. Jeder hat so seine Päckchen zu tragen, die uns manchmal von übereilten Entscheidungen abhalten. Und vielleicht ist das auch gut so. Denn so bekommt Dorian genug Zeit, auch den Leser von seiner Aufrichtigkeit zu überzeugen.
Wobei ich, wenn ich Louisa wäre, sein Gestalke und seinen überzogenen Beschützerinstinkt nervtötend gefunden hätte und sicherlich argwöhnischer gewesen wäre. (Als Leser ist es jedoch wirklich unterhaltsam, Dorians Bemühungen nachzuverfolgen. Er wirkt dabei schon echt niedlich.)

Der Schreistil ist flüssig und unkompliziert, dabei aber sehr bildlich und lebendig. Da macht es richtig Spaß, weiter zu lesen. Der häufige Perspektivenwechsel zwischen den zwei Ich-Erzählern Louisa und Dorian sowie anderen Charakteren in der dritten Person war anfangs gewöhnungsbedürftig, entwickelte sich jedoch schnell zu einen interessanten Merkmal des Buches. Gerade wichtige Szenen wurden dann oft aus Louisa und Dorians Sicht beschrieben, wobei es aber niemals wortwörtliche Wiederholungen gab. Das war wirklich gekonnt umgestezt, ohne dass man sich dadurch gestört fühlt oder unnütz Seiten gefüllt werden.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Dorian kommt trotz allem nicht umhin, mal wieder einer dieser attraktiven, reichen, charmanten Vampire zu sein, denen keine Frau wiederstehen kann. Warum müssen Vampire immer so vorhersehbar ausgearbeitet sein? Dazu ein übertrieben großes Ego, das manches Mal nerven kann. Und wieso hat er in seinen 600 Jahren Vampirleben noch nie eine Frau wie Lousia getroffen? Hat er all die Zeit wirklich zum größten Teil damit verbracht, in seinem Haus zu sitzen? Ich hätte es nachvollziehbarer gefunden, wenn er seit sehr langer Zeit keine wie sie an seiner Seite hatte, aber niemals? In 600 Jahren?
Und ich glaube es wurde auch nicht erklärt, warum seine Fähigkeit, Vampirblut zum kochen zu bringen, nicht bei menschlichem Blut funktioniert. Denn eigentlich ist vampirblut ja nichts anderes als Menschenblut. Aber vielleicht wird das in den Folgebänden näher erläutert? Ich bin auf jeden Fall gespannt. :)

Denn das Ende - auch wenn ich es ehrlich gesagt ab einem bestimmten Punkt absehbar fand (wieso hat Lousia sich da nicht früher mal Gedanken gemacht, mir wäre das sofort aufgefallen und hätte mich gedanklich nicht mehr losgelassen) macht durchaus neugierig auf die Fortsetzung. Jetzt muss ich nur mein Buchverkaufverbot irgendwie umgehen... oder schneller lesen... XD

Fazit: Gelungener erster Band mit einer authentischen Liebesgeschichte, einigen Überraschungen und nur kleinen Mängeln, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Endlich mal wieder Vampire, die nicht glitzernd in Selbstmitleid versinken. :P


Bewertung
★★★